Ja klar, und der Rechnungsbetrag hat sich entsprechend der Wartezeit verdoppelt. Kenne ich nicht nur aus Spanien oder Deutschland, auch aus anderen Ländern.ich kenne das Kratzen ins deutsche Auftragsbuch, Angebot dann etwas völlig anderes und Ausführungstermin um 2 Monate verschoben als vereinbart
Aber ohne Witz: die älteren Handwerker in Deutschland hatten wenigstens eine gute Ausbildung, einen hohen Standard und gingen mit der Zeit, d.h. sie haben dazugelernt. In Spanien - im Süden, Osten, auf den Balearen - ist das anders. Die hatten nie eine richtige Ausbildung, keinen Zugang zu vernünftigen Werkzeugen, kaum Informationsmöglichkeiten.
Das deutsche duale Ausbildungssystem ist - oder besser war - das Beste und wurde in aller Welt geschätzt. Doch mir ist klar, dass sich auch hier die Zeiten gewaltig geändert haben.
Ich hatte im Mai diesen Jahres in Südspanien wieder so ein Erlebnis, wo ich mich wundern konnte. Wir standen in der Küche und hörten ein Splittern und Rauschen in der Wohnung. Nachgesehen und - aha - im Bad war das Glas der Duschabtrennung geplatzt, Millionen kleiner Glaskrümel lagen in der Dusche und im Bad.
Da fängt der Widerspruch an: Die Handwerker, die die Abtrennung eingebaut hatten, haben den Rahmen zu stark gespannt. Vorgespanntes Sicherheitsglas mag das überhaupt nicht. Als sich der Rahmen bei steigenden Temperaturen ausdehnte, machte es logischerweise 'Pling'.
Die Handerwerker, die das Ersatzteil einbauten, wussten um diese Eigenschaft und waren übervorsichtig. Sie nahmen sogar die Glaskrümel aus Dusche und Bad und entsorgten sie. Aber - grrrrr - ich musste ihnen mein Werkzeug geben, weil sie nicht das richtige Werkzeug dabei hatten.
Immerhin - dass es eine Duschabtrennung in Form einer halbrunden Tür überhaupt in Spanien gab, grenzte für mich an ein Wunder. Es war sogar ein spanisches Fabrikat.
Gleicher Ort, andere Zeit. Die Internet-Anbindung in der Urbanisation funktionierte bereits im April 2010 nicht richtig. Ich hatte mein know how angeboten, aber es wurde mit den Worten 'Nein danke, wir haben da eine absolute Spezialfirma, die das macht', abgelehnt. Diese Spezialfirma mit einem Haufen Spezialisten hat es bis heute - August 2011 - nicht geschafft, das Netzwerk funktionstüchtig aufzubauen, obwohl ich ihnen die Hinweise, wo die Probleme liegen, mitgeteilt hatte.
Ich sehe immer noch den Netzwerktechniker - den Spezialisten - wie er neben mir am Rechner sass und sich am Kopf kratzte und nur meinte: das kann gar nicht sein.
Aber um ehrlich zu sein: den Spruch kenne ich auch aus Deutschland, und ich muss sagen, ich liebe ihn so sehr, dass ich dann sofort meine Hände in die Hosentasche stecke, damit sie nicht zuschlagen können. 'Das kann gar nicht sein' ist übrigens ein beliebter Spruch von Werkstätten in renommierten Autohäusern.
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