Ging es bisher nur um die TV-Rechte bei der Fußballübertragung der Primera Division (spanisch erste Liga), geht es nun dem Radio an den Kragen. Nun hat man die Radioreporter aus den Stadien verbannt, weil sie sich bisher weigerten hier Gebühren für die Übertragung zu bezahlen.
Die Sender selbst mussten bzw. konnten bisher kostenfrei aus den Stadien über die Spiele berichten und erhielten dafür eine kostenfreie Akkreditierung. Doch nun will die LFP unter anderem vom Radio-Branchenführer Cadena SER für die Fußballberichterstattung knapp vier Millionen Euro haben. Ihre Rechnung ist dabei einfach. Der Radiosender erreicht bei einer durchschnittlichen Übertragung knapp 1,8 Millionen Zuhörer und verdient an Werbeeinnahmen circa 100,- Milllionen Euro. Weiterhin wird dann argumentiert, dass solche Abgaben ja bei der Champions League und bei der WM längst üblich seien.
Die Radiosender selbst argumentieren, dass die mit ihrer Übertragung ein Ureigenes Produkt erschaffen haben und nicht einfach wie beim Fernsehen Bilder übertragen. Sie sehen darin unter anderem eine Beschneidung der Pressefreiheit und übertrugen daher am vergangenem Wochenende ihre Sendung vor den Stadien. Dabei berichteten sie lediglich anhand der Fernsehbilder und ließen sozusagen, die Beschneidung ihrer Berichterstattung von einem Notar dokumentieren.
Vor Gericht wird dieser Streit bis jetzt noch nicht ausgetragen. Man vermutet, dass hier keine der beiden Seiten Gefahr laufen will, diesen Prozess zu verlieren.






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