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  • 2 Beitrag von Rita
  • 1 Beitrag von Rita

Thema: La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)

  1. #1
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Standard La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)

    La ninfa

    %thread_id%-La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)-die_nymphe_1.jpg

    Vera, la hija de la farera, estaba sentada en un acantilado y miraba hacia la mar. Era un día ventoso, casi tempestuoso y la mar cambiaba continuamente su apariencia, se ondeaba, se hacía oscuro bajo la sombra de las nubes y, lo que más impresionaba a Vera era, que cada minuto variaba su color.

    Muy a menudo Vera había observado la mar y la conocía perfectamente.
    Como su madre era la farera, y algún día Vera seguirá su huella.
    Pero en los siete años largos de su vida nunca había visto un cambio de color tan rápido. El azul claro se convirtió en un azul oscuro, después se torró violeta tenue y al final cambió a verde hasta que pareció ser una esmeralda inmensa.

    -La mar tiene que estar muy agitada- se dijo Vera y se preguntó por el porqué. Estaba fascinada por el juego de los colores y por eso se olvidaba del mundo que la rodeaba. Tampoco se daba cuenta del atardecer y del viento fresco. Sus mejillas se enrojecieron mientras la temperatura bajaba rápidamente, pero ella no notaba ni lo uno, ni lo otro.
    En un momento de la tarde creyó ver dentro de la mar una sombra que se movía bajo el agua hacia la orilla. Pero desapareció enseguida. Vera no prestó más atención a esta aparición. La mar la mantenía totalmente absorta por su hechizo.

    Die Nymphe

    Vera, die Tochter der Leuchtturmwärterin, saß auf der Klippe und sah hinaus aufs Meer. Es war ein sehr windiger Tag, fast schon stürmisch, und das Meer veränderte sich ständig. Es schlug Wellen, verdunkelte sich unter dem Schatten der Wolken und, und das beeindruckte Vera am meisten von allem, es veränderte seine Farbe alle paar Momente.
    Vera hatte das Meer schon oft beobachtet; sie kannte es gut

    Schließlich war ihre Mutter die Leuchtturmwärterin, und sie wollte eines Tages in ihre Fußstapfen* treten. Aber in all den sieben langen Jahren ihres Lebens hatte sie noch nie gesehen, dass sich die Farben so schnell verändern konnten: Das anfängliche Hellblau wurde erst dunkel, dann nahm es einen violetten Schimmer an, und schließlich wurde es grün, bis es einem riesigen Smaragd glich.
    "Das Meer muss sehr aufgeregt sein", sagte sich Vera und fragte sich, weshalb das wohl so war. Sie war fasziniert vom Farbenspiel und vergaß darüber die Welt um sich herum. Und so merkte sie auch gar nicht, wie der Abend kam und ein kühler Wind aufzog. Ihre Wangen färbten sich rot, während die Temperatur ständig sank, doch sie bemerkte weder das Eine, noch das Andere.
    Irgendwann am frühen Abend glaubte sie, einen Schatten im Meer zu sehen, der sich unter Wasser aufs Ufer zu bewegte. Aber er verschwand wieder, und Vera schenkte ihm keine weitere Beachtung mehr. Das Meer nahm sie richtiggehend gefangen.
    Joaquin und Gast1055 gefällt dies.
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  2. #2
    Gast1055
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    Perrine Trachsel wurde in in der Schweiz geboren und wuchs in einem kleinen Dorf im Kanton Zürich auf. Nach ihrer Volksschulzeit zog Perrine Trachsel nach Spanien, um die Sprache zu erlernen, absolvierte das Bachillerato de Bellas Artes und bestand die Selectividat.

    Anschliessend ging sie für eineinhalb Jahre nach Tokio, um auch diese Sprache zu erlernen. Sie studiert nun deutsche und germanische Sprachwissenschaften an der Universität in Zürich.

    Das Märchen "Die Nymphe" ist eine Geschichte, die sie während ihrer Zeit im Bachillerato schrieb.

    German Grammar - Learn German Online - Manual

  3. #3
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Ja genau, sie ist meine Tochter . Sie stellte mir diese Geschichte für all unsere Sprachportale zur Verfügung .

    Darum dachte ich, warum nicht auch hier?
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  4. #4
    Gast1055
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    Zitat Zitat von Rita Beitrag anzeigen
    Ja genau, sie ist meine Tochter . Sie stellte mir diese Geschichte für all unsere Sprachportale zur Verfügung .

    Darum dachte ich, warum nicht auch hier?
    Deine Tochter, wow !!

    Ich habe einfach neugierig gegoogelt.

  5. #5
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Ja, genau und sie liebt Sprachen, Literatur und Bellas Artes über alles
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  6. #6
    Moderator Avatar von Lilac
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    Un Du liebst Deine Tochter über alles, liebe Rita. So soll es sein.
    Eine traum-hafte Geschichte, auf deren Fortsetzung ich gespannt bin.
    Einen lieben Gruß, wenn auch unbekannter Weise, an die Verfasserin.

  7. #7
    Gast1055
    Gast

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    Zitat Zitat von Rita Beitrag anzeigen
    Ja, genau und sie liebt Sprachen, Literatur und Bellas Artes über alles
    Und ist hübsch !

  8. #8
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Woher weißt du denn das?

    Sie stellt doch keine Fotos ins Netz.
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  9. #9
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    %thread_id%-La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)-die_nymphe_2.jpg
    (2)
    Un poco más tarde oyó que alguien se acercaba. Pero, oír no es la palabra adecuada. Vera tenía una sensación rara. No se oía ningún ruido, excepto el susurro del agua y el viento. Después, una mano fría se posó en los hombros de Vera y una voz femenina y sonora le dijo
    -¿No tienes frío? Ven, pienso que deberías entrar para calentarte.-
    En ese momento Vera consiguió apartar su mirada de la mar y giró la cabeza para ver quien era. Era una chica que llevaba el pelo increíblemente largo, cuyo negro era tan oscuro que brillaba azulado.
    La chica no era alta, tenía casi la misma estatura que Vera. Llevaba un vestido blanco, sencillo que se ondeaba por la brisa de la mar. Iba descalzada y, a excepción de la tela blanca, sólo llevaba un collar y unas pulseras de oro. Pero de lo que más se sorprendía Vera eran sus ojos. Estos ojos eran de un verde azulado tan oscuro e intenso que lo había visto sólo en la mar en días muy especiales y nunca había logrado pintarlo.
    Sus lápices de colores no conseguían nunca el tono correcto. Vera se fijaba en los ojos de la extranjera y durante un momento, estos ojos la atraían de tal manera que le producían el mismo efecto que la mar.
    La chica sonreía amablemente y automáticamente Vera le devolvió la sonrisa y este hecho rompió el hechizo.
    -¿Quién eres?- preguntó Vera sorprendida. Pues, conocía a toda la gente del pueblo pero nunca había visto esta jovencita. - ¿Y de dónde eres?
    -Me llamo Deianira. ¿Y cómo te llamas tú?- respondió la chica tranquilamente. Entonces Vera se giró totalmente hacia la chica, así que quedó sentada en frente de ella.
    -Soy Vera y vivo en este pueblo- respondió con una sonrisa pícara. Vera estaba orgullosa de su hogar, para ella era el sitio más bonito del mundo.
    -¿Qué estás haciendo por aquí? Se ha hecho de noche ya. ¿No te parece mejor marcharte al pueblo?



    Einige Zeit später hörte sie, wie sich ihr jemand näherte. Obwohl, hören ist nicht das richtige Wort; vielmehr spürte sie es, denn es waren keine Geräusche zu hören, außer dem Rauschen der Wellen und des Windes. Dann legte sich sanft eine kühle Hand auf Veras Schultern und eine tiefe, schöne Frauenstimme sagte zu ihr: "lst dir nicht kalt? Komm, ich glaube, du solltest hineingehen und dich aufwärmen."

    Da gelang es Vera, sich vom Meer abzuwenden, und sie drehte den Kopf, um zu sehen, wer zu ihr gekommen war. Die Hand gehörte einer jungen Frau, mit unglaublich langem, wallendem Haar, das so tiefschwarz war, dass es bläulich schimmerte. Die Frau war nicht groß, nur ein klein wenig größer als Vera selbst, und sie trug ein einfaches weißes Gewand, das im Wind flatterte. Sie war barfuss, und außer des weißen Stoffes trug sie nur eine Halskette und einige goldene Armreifen. Aber was Vera am meisten wunderte, waren ihre Augen. Diese Augen waren von einem tiefen Blaugrün, das Vera sonst nur an ganz besonderen Tagen im Meer gesehen hatte und welches sie schon vergeblich zu malen versucht hatte. Aber ihre Farbstifte wollten einfach nie den richtigen Farbton hervorkommen lassen. Vera sah in die Augen der Fremden, und einen Moment lang hatten diese dieselbe Wirkung auf sie, wie es vorhin das Meer gehabt hatte.
    Doch dann lächelte die Frau warm, und Vera lächelte automatisch zurück. Und damit war der Bann irgendwie gebrochen.
    "Wer bist du?", fragte Vera verwundert. Sie kannte alle Leute aus ihrem Dorf, aber diese junge Frau hatte sie noch nie gesehen. "Und woher kommst du?"
    "Mein Name ist Deianira. Und wie heißt du?", antwortete die junge Frau ruhig. Nun drehte sich Vera gänzlich um, so dass sie der Frau gegenüber saß.
    "Ich bin Vera, ich wohne hier", sagte sie mit einem breiten Grinsen. Vera war stolz auf ihr Zuhause, für sie war es der schönste Ort der Welt.
    "Was tust du hier? Es wird bald Nacht. Willst du nicht lieber ins Dorf gehen?"
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  10. #10
    Spanien Profi Avatar von Julchen
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    Glückwunsch Rita, zu dieser gut gelungenen Tochter
    Wird wohl auch viel von ihrer Mutter geerbt haben Schöner Beginn einer Geschichte und macht Spass auf mehr! Mach weiter bitte.............
    Grüße von Julchen

    In der Ruhe liegt die Kraft..........

  11. #11
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    %thread_id%-La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)-die_nymphe_3.jpg
    (3)
    La chica negó sonriendo con la cabeza.
    -No-, dijo ella, -estoy esperando a alguien, ¿sabes?-
    Por un momento se apartó y dejó vagar la mirada por el paisaje. Vera sentía curiosidad y preguntó
    -¿a quién esperas?, ¿quién va a venir aquí a esta hora? y ¿ por qué precisamente hoy que hace tanto viento?
    La extranjera inclinó la cabeza hacia la izquierda mientras estaba mirando a Vera sin comprender.
    -¿No sabes a qué estamos hoy?
    Vera negó. -No. ¿En qué día estamos? ¿Es un día especial?
    La chica quedó totalmente sorprendida. -Pues sí, Vera, es un día muy especial. Estamos a veintidós de Septiembre. Estamos en el equinoccio de otoño y al mismo tiempo es luna llena. No conoces la leyenda que pertenece a este día?
    Vera negó otra vez. Conocía la historia del Niño Jesús, pero ésta no tenía nada que ver con el veintidós de Septiembre, sino con el veinticinco de Diciembre y no apareció la luna llena sino una estrella. Esto fue una cosa totalmente diferente.

    -¿Me cuentas la leyenda? Me encantan leyendas,- le pidió encarecidamente y con júbilo al ver que la chica con el pelo largo estaba de acuerdo.
    -Hace muchos años vivía una chica en un reino olvidado. Ese reino, o más preciso, ese continente se llamaba Atlántida y era maravilloso, bonito y muy desarrollado. Sus habitantes eran pacíficos y respetados por todo el mundo. Esa chica, que en esta época vivía en la capital Basileia, amaba la mar con todo su corazón e iba todos los días a la playa por mal tiempo que hiciera. Si no podía dormir, se levantaba y se acercaba a la ventana para mirar la mar.


    Die Frau lächelte und schüttelte den Kopf.
    "Nein", antwortete sie, "ich warte hier auf jemanden, weißt du?" Sie wandte sich kurz ab und ließ ihren Blick suchend über das Land um sie herum schweifen. "Auf wen denn?", fragte Vera neugierig, "wer kommt um diese Uhrzeit hierher? Und warum ausgerechnet heute, wenn es doch so stark windet?"
    Die Fremde neigte ihren Kopf etwas nach links, als sie Vera fragend ansah. "Weißt du denn nicht, was für ein Tag heut ist?" Vera schüttelte den Kopf. „Nein. Was ist denn für ein Tag heut? Ein besonderer?"
    Die Frau sah nun wirklich verwundert aus. "Aber ja, kleine Vera, ein sehr besonderer sogar. Heute ist der zweiundzwanzigste September, die Tag- und Nachtgleiche des Herbstes, und gleichzeitig Vollmond. Kennst du denn nicht die Legende, die mit diesem Tag zu tun hat?" Wieder schüttelte Vera den Kopf. Sie kannte die Geschichte vom Christkind, aber die spielte sich nicht am zweiundzwanzigsten September, sondern am fünfundzwanzigsten Dezember ab, und nicht der Mond kam darin vor, sondem ein Stern. Das war was völlig anderes.
    "Bitte, erzählst du sie mir? Ich mag Geschichten!", rief sie bettelnd und jauchzte, als die junge Frau mit den langen Haaren lächelnd nickte.
    "Vor langer Zeit, da lebte einst ein Mädchen in einem längst vergessenen Reich. Dieses Reich, oder besser, dieser Kontinent trug den Namen Atlantis. Atlantis war herrlich schön und sehr weit entwickelt, und seine Bewohner waren friedlich und überall hoch angesehen. Dieses Mädchen, das damals in Atlantis Hauptstadt Basileia wohnte, liebte das Meer über alles und ging jeden Tag an den Strand, bei Sonnenschein, bei Wind und bei Regen. Wenn es des Nachts nicht schlafen konnte, stand es immer auf und sah aus dem Fenster seines Zimmer aufs Meer hinaus.
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  12. #12
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Zitat Zitat von Julchen Beitrag anzeigen
    Glückwunsch Rita, zu dieser gut gelungenen Tochter
    Ich war da ja nicht alleine beteiligt, nicht?

    Und sie würde sich bestimmt über den Ausdruck "gelungen" amüsieren.

    PS: Die Illustrationen sind übrigens auch von ihr.
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  13. #13
    Gast1055
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    Zitat Zitat von Rita Beitrag anzeigen
    Woher weißt du denn das?

    Sie stellt doch keine Fotos ins Netz.
    German Grammar - Learn German Online - Manual

    Geh auf den Link, da ist sie doch abgebildet.

  14. #14
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Ach du heiliges Kanonenrohr. Da muss ich gleich was unternehmen. Bei den anderen Portalen ist sie nämlich raus.
    Zudem findet sie das Foto....

    Aber danke
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  15. #15
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    %thread_id%-La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)-die_nymphe_4.jpg
    (4)
    Un día la chica estaba en la ardiente arena de la playa de Basileia fijándose en la mar con una mirada soñadora. De repente, oyó una voz conocida que pronunció su nombre. Se volvió y con los ojos brillantes miraba al chico que se acercó a ella.

    -Damián- dijo en voz baja y el chico se sentó a su lado.

    Le regaló un collar de ámbar y le dijo
    -para que no me olvides...-

    El chico fue su novio y los dos querían casarse pronto.
    Pero no llegaron a hacerlo.
    Damián era un curandero con talento y el rey de un país que tenía una buena relación con Atlántida, le pidió ayuda, porque su mujer estaba muy enferma. Damián era su última esperanza, porque el resto de los médicos la habían desahuciado. Entonces Damián quería acudir a esta llamada e intentar ayudar a la reina.
    El día de su partida su novia visitó a una mujer sabia, de la que se decía que era vidente. A esa mujer le pidió que le dijera cuándo volvería a ver a su novio.
    La mujer la miró, tocó el collar de ámbar y la expresión de su rostro se oscurecía.

    -Pasarán muchos años, a lo mejor siglos,- dijo, - el agua se lo tragará todo. Pero si le quieres de todo corazón, tienes que esperarle hasta que renazca y te encuentre. Tienes que confiar en que volverá. Espérale el día que está entre el suyo y el tuyo, espérale en las fronteras de vuestros mundos, cuando la luna demuestre su esplendor total y vuestras fuerzas estén equilibradas.-

    La chica había comprendido que Damián volvería el día veintidós de Septiembre, porque el día de su novio era el veintiuno y el suyo el veintitrés.
    Por eso, el veintidós de Septiembre, el día de equinoccio de otoño, fue la fecha elegida para su boda. Pero esto fue todo, el resto no lo comprendió.
    Las palabras de la mujer la preocuparon mucho y esperaba con ansiedad la vuelta de su novio.


    Eines Tages saß die junge Frau auf dem warmen Sand des Strandes vor Basileia und schaute verträumt auf das weite Meer hinaus. Da hörte sie eine wohlbekannte Stimme ihren Namen sagen. Sie drehte sich um und sah den jungen Mann, der auf sie zukam, mit strahlenden Augen an. "Damian", sagte sie leise, als er sich zu ihr setzte.
    Er gab ihr eine Kette aus Bernstein und murmelte leise: "Damit du mich nicht vergisst..."
    Der junge Mann war ihr Verlobter, die beiden wollten bald heiraten.
    Doch soweit kam es nicht. Damian war sehr begabt in der Kunst des Heilens und wurde vom König eines befreundeten Landes, dessen Frau schwer krank war, um Hilfe gebeten. Damian war ihre letzte Hoffnung, alle anderen hatten sie schon aufgegeben. Also hatte er zugestimmt, in jenes Königreich zu reisen und zu versuchen, der Königin zu helfen.

    Am Tage seiner Abreise besuchte seine Verlobte eine weise Frau, von der gesagt wurde, sie hätte die Gabe der Hellsichtigkeit. Sie bat die Frau, ihr zu sagen, wann sie ihren Geliebten wiedersehen würde. Die Frau sah sie an, strich mit den Fingern über die Kette am Hals des Mädchens, das Geschenk Damians, und ihr Gesichtsausdruck verfinsterte sich. "Viele Jahre, gar Jahrhunderte werden vergehen", sagte sie, "denn das Wasser wird alles verschlingen. Doch wenn du ihn wirklich liebst, musst du auf ihn warten, bis er wiedergeboren wird und dich findet. Du musst darauf vertrauen, dass er zu dir zurückkommt. Warte auf ihn an dem Tag der zwischen dem deinen und dem seinen liegt, an der Grenze eurer Welten, wenn die Kräfte ausgeglichen sind und der Mond seine ganze Pracht zeigt."
    Das Mädchen hatte verstanden, dass Damian am zweiundzwanzigsten September zu ihr zurückkehren würde, denn sein Tag war der einundzwanzigste und ihrer der dreiundzwanzigste. Der zweiundzwanzigste September, der Tag der Tag- und Nachtgleiche, war deshalb auch ihr gewähltes Datum für die Hochzeit. Aber das war auch alles, den Rest verstand sie überhaupt nicht. Die Worte der Alten beunruhigten sie sehr, und sie hoffte ängstlich auf seine Rückkehr.
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  16. #16
    Moderator Avatar von Lilac
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    Liebe Rita,
    wenn jemand etwas findet, dann unsere Mannschaft vom Spanien-Treff.
    Das haben wir ja bei anderer Gelegenheit schon einmal festgestellt. Ich finde es genial, wie pfiffig unsere User sind.

    P.S. Was gefällt ihr an dem Foto nicht?
    P.P.S. Wenn man das Foto sieht, kann man dann Rückschlüsse auf die Mama ziehen?

  17. #17
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Ja, ja, Lilac, hast ja Recht. Aber sie hatte mich damals gebeten, dieses Foto wieder rauszunehmen. Und bei german grammar ist mir das durch die Lappen gegangen .

    Sie findet das Foto einfach nicht gut. Da ist sie ja auch noch sehr jung...

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  18. #18
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    %thread_id%-La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)-die_nymphe_5.jpg
    (5)

    Entonces, mientras el curandero joven intentaba ayudar a la reina, ocurrió algo terrible: Las estrellas cayeron del cielo y ocasionaron una enorme ola, que hundió todo el país. Atlántida y la capital Basileia se hundieron. La ola de la marea se tragó todo y Atlántida desapareció en la mar.
    Mientras tanto la tierra firme fue devastada por un terremoto y muchos edificios estables se derrumbaron y uno de ellos era el palacio del rey. Al intentar salvar a la reina, Damián murió.

    La chica de Atlántida fue salvada por las nereidas que sabían del amor profundo por la mar de la chica. Nereidas son ninfas inmortales de la mar y protectoras de gente que está en peligro de naufragar. Se compadecieron de ella y la convirtieron en una de ellas, sin saber que su novio había muerto.

    Y desde entonces la chica vivía en el agua, siempre esperando la vuelta de Damián. No había olvidado las palabras de la mujer sabia y al final comprendió su sentido verdadero. Todos los años, el día de equinoccio de otoño con luna llena se iba a la playa y le esperaba allí, en las fronteras de su nuevo hogar. Pasaron los años, pero nunca perdió la esperanza...
    Y así- terminó Deianira la leyenda con una sonrisa linda, - el día de equinoccio de otoño con luna llena era en los tiempos pasados el día del reencuentro de los que se aman. Pero parece que hoy en día nadie se acuerda de eso...-



    Doch dann, während der junge Heiler versuchte der Königin zu helfen, passierte etwas Schreckliches: Die Sterne fielen vom Himmel und lösten eine riesige Flutwelle aus, die das ganze Land überschwemmte. Atlantis und damit auch die Hauptstadt Basileia ging unter. Die Flutwelle verschlang sie und liess keine Überreste zurück. Atlantis versank im Meer.
    Währenddessen wurde das Festland von einem gewaltigen Erdbeben heimgesucht, und viele stabile Gebäude stürzten ein, darunter auch der Palast jenes Königs. Damian starb, als er versuchte, die Königin in Sicherheit zu bringen.
    Das Mädchen aus Atlantis aber wurde von den Nereiden gerettet, die um ihre Liebe zum Meer wussten. Die Nereiden sind unsterbliche Meeresnymphen, die Beschützerinnen der in Seenot Geratenen. Sie hatten Erbarmen mit dem armen Mädchen und verwandelten es in eine der ihren, nicht wissend, dass sein Geliebter gestorben war.
    Und so lebte es von nun an unter Wasser und hoffte immer auf die Rückkehr Damians. Es hatte die Worte der alten Weisen nicht vergessen und verstand nun endlich ihre volle Bedeutung. Deshalb begab es sich immer jedes Jahr zur Tag- und Nachtgleiche mit vollem Mond ans Ufer und wartete dort, an der Grenze seines neuen Zuhauses, auf ihn. Die Jahre vergingen, aber nie gab es die Hoffnung auf...
    Und deshalb", beendete Deianira mit einem sanften Lächeln ihre Geschichte, "galt die Übereinstimmung der Tag- und Nachtgleiche des Herbstes und des Vollmonds in alten Zeiten als der Tag, an dem Liebende einander wiederfinden konnten. Aber, wie mir scheint, ist dieser Glaube in Vergessenheit geraten..."
    Geändert von Rita (15.12.2011 um 18:38 Uhr)
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    (Marc-Aurel)

  19. #19
    Gast1055
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    Zitat Zitat von Rita Beitrag anzeigen
    Ob sie mir gleicht? Kann ich dir nicht sagen

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    Da Du das Foto Deiner Tochter schon weggelöscht hat, kann man nicht mehr vergleichen.
    Aber kann es sein, dass eure Nasen gleich sind?

  20. #20
    Spanien Profi Avatar von Julchen
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    Hab's mit Freude gelesen............. gibt's noch mehr von so schönen Geschichten Ritalein ??
    Grüße von Julchen

    In der Ruhe liegt die Kraft..........

  21. #21
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Zitat Zitat von Zugvogel Beitrag anzeigen
    Da Du das Foto Deiner Tochter schon weggelöscht hat, kann man nicht mehr vergleichen.
    Aber kann es sein, dass eure Nasen gleich sind?
    Die Nasen? Ni idea

    Zitat Zitat von Julchen Beitrag anzeigen
    Hab's mit Freude gelesen............. gibt's noch mehr von so schönen Geschichten Ritalein ??
    Ich setze jetzt noch den letzten Teil ein.
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  22. #22
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    %thread_id%-La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)-die_nymphe_6.jpg
    (6)

    Vera se fijaba en la cara de la chica.
    -¿Y qué pasó con la pareja? ¿Se reencontraron?-

    -Hasta ahora no. Pero se encontrarán dentro poco-, respondió la chica. Pasaba la mano por el pelo de la niña y dijo -deberías ir a casa. Se hace de noche y tu madre se preocupará por ti. ¿No lo crees?-

    En ese momento se oía desde lejos la voz de una mujer. -¡Vera, Vera ven a casa!
    Vera sonrió ladinamente y dijo
    -mira, tienes razón. Tengo que ir a casa... hasta luego...-
    Se levantó y corrió en dirección a la pequeña casa de su madre. Se detuvo y otra vez volvió la cabeza hacia la chica que quedaba en la roca y dijo
    - espero que venga pronto, al que estás esperando.-
    Después volvió a casa.
    Horas después Vera se despertó, casi era medianoche. Se levantó bostezando y miró por la ventana.
    El viento tormentoso se había tranquilizado y el paisaje apareció tenue por la luna llena.
    Miró hacia las rocas y le pareció que podía distinguir a la mujer que aún estaba esperando. Y, de repente, vio a una segunda persona que se acercó hacia la roca.
    Y, antes de acostarse creyó oír a lo lejos una voz que pronunció el nombre "Damián"...


    Vera sah die junge Frau mit großen Augen an. "Und... was passierte mit den beiden? Haben sie sich je wiedergefunden? "Noch nicht, aber sie werden sich sicher bald wiederfinden", antwortete diese. Dann strich sie dem Kind übers Haar und sagte: "Nun solltest du aber wirklich nach Hause gehen, es wird dunkel. Deine Mutter macht sich auch bestimmt schon Sorgen, meinst du nicht?"


    In diesem Moment hörte man eine Frauenstimme aus einiger Entfernung rufen: "Vera! Vera, komm nach Hause!" Vera lachte verschmitzt und sagte: "Ja, du hast recht! Ich muss nach Hause...
    bis dann!"
    Sie stand auf und rannte in Richtung des kleinen Hauses ihrer Mutter los. Doch dann drehte sie sich noch einmal um und rief der zierlichen Gestalt auf den Klippen zu: "lch hoffe er kommt... den, auf den du wartest, meine ich!" Danach rannte sie nach Hause.
    Stunden später erwachte Vera aus ihrem Schlaf; es war kurz vor Mitternacht. Sie stand gähnend auf und sah aus dem Fenster. Der stürmische Wind hatte sich gelegt, und die Landschaft wurde von einem wunderschönen Vollmond hell erleuchtet. Sie schaute zu den entfernten Klippen und glaubte zu erkennen, dass die junge Frau immer noch dastand und wartete. Doch dann, plötzlich, bemerkte sie eine zweite Figur, die auf die Klippen zulief. Und bevor sie sich wieder ins Bett legte, glaubte sie weit entfernt eine Stimme zu hören, die den Namen Damian rief...

    %thread_id%-La ninfa, un cuento de Perrine Trachsel (1)-die_nymphe_7.jpg
    Geändert von Rita (15.12.2011 um 19:22 Uhr)
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)

  23. #23
    Spanien Profi Avatar von Julchen
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    Nochmals ein großes DANKESCHÖN liebe Rita,
    eine sehr schöne Geschichte noch dazu in Deutsch und Spanisch!! Name:  good.gif
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    Grüße von Julchen

    In der Ruhe liegt die Kraft..........

  24. #24
    Alter spanischer Hase Avatar von Rita
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    Gerne

    Das war damals eine Arbeit, die Perrine im Bachillerato machen musste, und wenn ich mich richtig erinnere, lautete die Aufgabe, aus drei vorgegebenen Wörtern eine Geschichte zu schreiben und diese zu illustrieren. Die Profesora meinte, es wäre schön, wenn sie dieses Cuento nicht nur in Spanich, sondern auch in ihrer Muttersprache schreiben würde. Und dies ist das Ergebnis.
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    (Marc-Aurel)


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