... gerechterweise muss erwähnt werden, dass der Moderator mit entsprechendem Kommentar dort den Post entfernt hat ... Respekt !!
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... gerechterweise muss erwähnt werden, dass der Moderator mit entsprechendem Kommentar dort den Post entfernt hat ... Respekt !!
Saludos -- baufred --
Moin,
ich bin ja nun seit über 1 Jahr wieder zurück in D und kann die reale Situation in Spanien nur aufgrund von Gesprächen mit Freunden, die noch unten leben, beurteilen.
Der Tenor lautet im Großen und Ganzen: Fast alles Sch....e !
Bis auf diejenigen, die seit Jahren fest etabliert sind, hat der große Rest mittlerweile enorme Schwierigkeiten, sei es als Unternehmer oder als Angestellter.
Warum ist das so ?
Ich möchte versuchen, das aus der Sicht eines Ausländers zu beurteilen.
Als ich Ende der 90er Jahre fest nach Spanien übersiedelte, war eine riesige Aufbruchstimmung zu spüren. Es kamen massenweise Deutsche, Engländer,Niederländer und dann mit dem Einsetzen des Bauboomes bzw. mit dem Euro auch sehr viele Südamerikaner, Marrokaner und später dann auch Rumänen.
Natürlich fanden fast alle Arbeit auf dem Bau. Da alles irgendwie zusammenhängt, hatten im Zuge der Einwanderung auch viele andere Geschäfte eröffnet.
Wir Ausländer mussten schließlich essen, eine Wohnung mieten, Klamotten tragen usw.
Davon profitierten wiederum die Besitzer von Supermärkten, Kneipen, Klamottenläden usw. Die dort Angestellten konnten wiederum zum Friseur usw. usw.
Es handelte sich um einen Kreislauf, der mit der Krise ab 2007/2008 unterbrochen wurde.
Makler schlossen ihre Büros, die Mädels dort kauften weniger Klamotten, die Baufirmen bauten weniger Wohnungen, die dort angestellten Arbeiter verloren ihre Arbeit und gingen nicht mehr in die Kneipe, kauften keine Autos mehr usw. usw.
Jetzt und heute wird einfach nicht mehr diese große Zahl an Menschen gebraucht und Spanien muß sich selber wieder reduzieren auf das Maß vor der Krise bzw. vor dem einsetzenden Bauboom Anfang des Jahrtausends.
Ich glaube einer der Kardinalfehler war, daß man Wohnungen und Häuser nicht baute, damit Menschen darin wohnen, sondern als reines Spekulationsobjekt.
Ich will mich nicht ausschließen, auch ich habe 2 Neubau-Wohnungen in Benissa vom Plan gekauft und sie kurze Zeit später mit Gewinn weiterverkauft.
Heutzutage ein Ding der Unmöglichkeit, aber damals eben gang und gäbe.
Viele Menschen werden leider noch viel verlieren, sei es Arbeit und/oder die eigene Wohnung.
Die Banken werden nicht ewig auf ihr Geld warten können, daran ändert auch eine neue Regierung nichts.
Um es mit den Worten von Aleix Salo zu sagen:
Es war alles nur ein Traum und wir haben nie aufgehört, arm zu sein !
Man kann nur hoffen, das Spanien nicht in die gleiche Situation wie Griechenland gerät, denn das wird niemand in Europa bezahlen können !
Danke für Deinen Beitrag, elcalpino!
Du hast die Erfahrung vieler hier, die schon lange in Spanien leben/lebten mit klaren und sachlichen Worten wiedergegeben.
Hoffentlich ist es Dir gelungen, in D wieder Fuß zu fassen. Wenn ich richtig gelesen habe, bist Du rund 10 Jahre in E gewesen. Dann ist es sicher gar nicht so einfach sich an das Leben in Deutschland wieder anzupassen.
Ich habe 22 Jahre in Spanien gelebt und gearbeitet. Die letzten 13 Jahre bei einem Steuerberater - ein spanisches Unternehmen mit ausschl. spanischen Angestellten. Ich hatte meine eigene Filiale, 350 Kunden, also ein echtes Profit Center. Ich bekam die Crisis natürlich mit, fühlte mich aber trotzdem ganz schön sicher, da ich dem Unternehmen wirklich Geld einbrachte. Außerdem war ich knapp 60 und in der Zeit allein lebend. Ich hatte also niemanden, der für mich sorgte. Und dennoch: ich wurde von einem Tag auf den anderen gefeuert. Ohne Grund und mit einem Batzen Abfindung - da ich in der Gewerkschaft war.
Doch was nützt das Geld? Ich bekam 2 Jahre Arbeitslosenhilfe in Höhe von rund 400 Euro. Das reichte hinten und vorn nicht. Als die zwei Jahre rum waren, war auch die Abfindung geschrumpft. Und ich lebte zur Miete, die pünktlich bezahlt werden musste!
Und wie es mir ging, so geht es unendlich vielen. Zuerst sind natürlich die Ausländer auf der Straße, dafür sorgen schon die spanischen Kollegen. Ob das in Deutschland so anders laufen würde, wage ich zu bezweifeln. In der Not denkt das Volk zuerst an sich. Ausländer raus. Es sei denn, man bringt Geld mit als Rentner oder rico.
Ich hoffe, Deine Freunde bleiben noch lange verschont von dem "Lift" auf die Straße. Abgesehen von dem finanziellen Desaster ist es auch ein verdammt harter Schlag für das Selbstbewusstsein - besonders, wenn es das erste Mal im Leben ist.
Dir wünsche ich alles Gute und einen erfolgreichen Berufsweg in Deutschland.
Saludos Lilac
http://www.lilacnamez.oyla.de/
@Calpino : Das Schlimme ist, das du damit den Nagel auf den Kopf getroffen hast.
Als ich vor 4 Jahren anfing zu "unken", hat man mich ausgelacht...
Eine ganze Familie Deutscher, arbeitslos, siedelte sich fröhlich hier an, in der Meinung, das alles fix in trockenen Tüchern ist.
Die Töchter konnten in Hotels als Reinigerinnen arbeiten, Papa machte einen auf Anstreicher und Hausarbeiter, Muttern durfte das "Chalet" in Ortnung halten.
Der Traum dauerte grad mal ein halbes Jahr, das Hotel schloss nach drei monaten.
Somit war nichts mit Stütze... ohne Rücklage, Ende im Gelände.
Gemobbt wird in D auch, futterneidisch sind sie überall.
Wenn man dann Schwachstellen hat, wie Kinder, alleinstehend, Krank, dann wird kurzer Prozess gemacht, aber das ist überall das Selbe.
Nur, in D. gibt es die soziale Hängematte, hier kannste gucken wo du bleibst.
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
bitte nenne das deutsche sozialsystem nicht "HAENGEMATTE"damit verunglimpfst du alle arbeitslosen,die nach 500 bewerbungen immer noch keine anstellung gefunden haben -besonders die ueber 50,das sind zu 99% KEINE faullenzer!!!!!!wir muessen den vaetern des grundgesetzes ewig dankbar sein,dafuer das deutschland ein sozialstaat ist(noch)sie haben sich etwas dabei gedacht, das es so ist!!!!!!!!
Oh, beneidenswerte Kannibalen! Ihr könnt eure Feinde auffressen und dann auch noch auskotzen! - Jean Jacques Rousseau
Ich entschuldighe mich für den Ausdruck, fand ihn aber in Bezug zu meinem Text treffend.
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Hi Lilac,
danke für das Daumendrücken.
Ich hatte das Glück, in Spanien am Bauboom teilhaben zu können, vielleicht bin ich auch teilweise an der jetzigen Situation schuldig,
und ich konnte mir in den guten Jahren ein Polster anlegen. Wir wohnen im eigenen Haus ohne Hypothek und glücklicherweise läuft unser Geschäft
auch in Deutschland gut. Wir sind jedenfalls zufrieden.
Ich hatte ja eingangs mal erwähnt, daß man in meiner Region, Großraum Hamburg, Arbeit finden kann. Damit wollte ich den Thread-Eröffner nicht ermutigen,
hierher zu ziehen sondern darauf antworten, daß es Regionen in D gibt, wo nicht alles schlecht aussieht.
Kleines Beispiel: Vor kurzem ist mein Bruder in unsere Gegend gezogen, wir haben ihm eine Wohnung besorgt, nachdem er ein paar Tage bei uns gewohnt hatte,
und nach 2 Tagen hat er seine Arbeit aufgenommen. Wir hatten das Inserat in unserem Käseblatt gelesen.
Er arbeit jetzt in einer Druckerei für Textildruck, T-Shirts usw. Der Chef hat die Lizenz für das Wacken Open Air, ein weltweit bekanntes Heavy-Metall-Festival in der Nähe.
Was wollte ich noch sagen ? Ach ja, er verdient in der Steuerklasse I 1.600 Euro netto.
Er muß zwar schwitzen, weil die Druckmaschinen so warm werden, aber was soll "s, er ist 25 Jahre alt, muß er also abkönnen.
Ich finde, das ist eigentlich für einen jungen Menschen kein schlechter Anfangslohn, zumal er 5 min. mit dem Rad zur Arbeit fährt, braucht also kein Auto, und seine
1-Zimmerwohnung kostet warm 245 Euro.
Wenn man diese Konditionen doch nur in Spanien hätte, ich glaube jeder würde sich die Finger danach lecken.
So, diese Voraussetzungen sind in Spanien also nicht gegeben.
Wie kann sich das Land wieder entwickeln ?
Vermutlich nicht, ohne daß eine Menge Menschen Spanien wieder verlassen werden.
Was will man auch in einem Land, ich meine als Ausländer, wenn man seit 2,3 Jahren keine Arbeit hat und irgendwann auch kein Geld mehr ?
Vielleicht ist Spanien einfach zu schnell gewachsen und die zukünftige Frage lautet doch;
wird es auch für die, die noch Arbeit haben, immer teurer weil die Steuern und Abgaben immer mehr steigen ?
Man mag sich nicht griechische Verhältnisse mit Lohnkürzungen, Rentenkürzungen und höhere Verbrauchersteuern vorstellen.
Dazu noch noch etliche Entlassungen von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst.
Wie seht Ihr, die Ihr in Spanien lebt, die Verhältnisse in Eurem Freundeskreis ?
... wen's interessiert, der kann hier einige Highlights zur Historie der spanischen Wirtschaft als Zusammenfassung nachlesen:
spanien-reisemagazin: Spaniens Wirtschaftsgeschichte
... dazu ist zu ergänzen, dass nach wie vor die Landwirtschaft eine nicht unwichtige Rolle spielt, einerseits zur Eigenversorgung - natürlich auch als Faktor im Tourismusbereich sowie der "Zugereisten", andererseits für Mitteleuropa ... aufgrund der Handelkette kann hier natürlich keiner reich werden ... höchstens die Zwischenhändler... aber es sichert das Familieneinkommen vieler ...
... weiterhin ist der Touristen-/Immobilienboom immer im Zusammenhang mit der sich daraus ergebenden dauerhaft erforderlichen Infrastruktur zur Versorgung dieser neu entstandenen Zentren zu sehen, was letztlich bis weit ins Land hinein Menschen Arbeit und Brot gibt! ... wobei natürlich jetzt die Immobiliensparte mit ihrem gesamten Umfeld aufgrund der planlosen Überkapazitäten unter den Folgen breit gestreut zu leiden hat ...
Saludos -- baufred --
Ein Problem sind die Einwanderer, die nicht aus Europa stammen, sondern aus Südamerica und Africa.
Geht man durch ein Hotel, sieht man vermehrt Gesichter im unteren Servicebereich (Küche, Reinigung), die aus diesen Ländern stammen.
Vor gut 10 Jahren waren die meisten aus Andalusien.
Auch auf dem Bau konnte ich diese Tendenz beobacheten.
Mittlerweile haben sie sich fest installiert, ihre Familie nachkommen lassen.
Da sie für Dumpinglöhne arbeiten, steht der Spanier im Regen.
Das verdiente Geld wird übrigends nicht in Spanien unter die Leute gebracht, sondern in ihren Ländern, wo sie für die paar € ein vielfaches bekommen.
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Wer kennt ihn nicht, den Zauberlehrling?
"Die Geister die er rief, die ward er nicht mehr los..."
So ging es den Deutschen damals doch mit den Italienern und Türken auch, die ins Land geholt wurden, um die Arbeiten zu verrichten, für die man sich zu schade war.
Nun hat Spanien das gleiche Problem.
Erinnert sich eigentlich einer daran, wie Deutschland das damals in den Griff bekommen hat? Hat es das überhaupt?![]()
Saludos Lilac
http://www.lilacnamez.oyla.de/
Leider muss ich sagen, gibt es Leute, die haben einfach keinen Stil und kein Gespür für das was sich gehört.
Ein hier gesperrter User lässt sich nun in einem anderen Forum breit darüber aus, wie "spanienfeindlich" dieses Forum sei.
Doch Hochachtung für dieses andere Forum, denn der gesperrte User bekam die passende Antwort:
"Das wird den spanischen Administrator sicherlich sehr verwundern!"
Vielleicht merkt der gute Mann endlich, dass man sich gegenseitig kennt in den einzelnen Foren und sich - Ausnahmen bestätigen
die Regel - nicht gegeneinander ausspielen lässt.![]()
Saludos Lilac
http://www.lilacnamez.oyla.de/
... na ja, nicht 100%-ig ... denn mittlerweile lebt ja schon die 2. + 3. Generation hier ... langsam gleichen sich aber die Bildungsdefizite der Ursprungsgeneration in den Familien über die Nachkommen wieder aus ... und sie haben alle die dtsch. Staatsangehörigkeit und sind weitestgehend integriert .... aber das Problem setzt sich zur Zeit aber ungeplant über die "wilde" Zuwanderung fort. Z.B. in Berlin gibt's Schulen mit bis zu 100% Ausländeranteil bei den Schülern deren Eltern nicht die dtsch. Sprache sprechen und die Problematik setzt sich fort.
Andererseits hat natürlich D über das völlig anders strukturierte Wirtschaftsspektrum/-system weit mehr flexible Möglichkeiten hier die Auswirkungen "abzufedern" ... diese "Breitbandigkeit" gibts leider in Spanien einfach nicht, daher sind auch die Auswirkungen so "durchschlagend" ... und es fehlt in Spanien ein Kontrollsystem gegen "Schwarzarbeit" ... auch wenn die Einsätze des dtsch. Zolls im Arbeitsmarkt nur das Schlimmste verhüten ... und auch die Finanzämter funktionieren in D in dieser Hinsicht um einiges effektiver ... allein wenn ich an die Buchprüfungen bei kleineren Firmen denke ...
Geändert von baufred (06.10.2011 um 19:44 Uhr) Grund: Ergänzung
Saludos -- baufred --
Ich ging in den 50/60er Jahren zur Schule und in meiner Klasse war damals der Ausländeranteil bereits gut 30 %. Das waren die Kinder von Eltern, welche im Krieg auf deutscher Seite gekämpft hatten. Türken, Ukrainer, Kosaken, usw.
Die meisten haben sich integriert. Genug Arbeit war da und man hatte ein grosses Lehrstellenangebot.
Das ist mit der Situation heute nicht vergleichbar.
Aber wir brauchten die Zuwanderung, da damals Deutschland zuwenig eigene Arbeitskräfte hatte. Ein grosser Teil Italiener, Spanier, Portugiesen, Griechen, Jugoslawen gingen mit dem angesparten Kapital nach einigen Jahren wieder heim und bauten sich dort etwas eigenes auf. Ich erlebte dies in Sizilien und nach der Dikatatur von Salazar in Portugal. Da traf ich immer wieder Heimkehrer welche sich dort etwas aufbauten. Mir unvergessen ein Portugiese in Evora. Sie hatten dort ein Restaurant begonnen. Deine Frau und Tochter mit vollem Elan, aber er war gespalten zwischen Deutschland und Portugal. Er genoss es mir uns deutsch zu reden und schwelgte in Erinnerungen. Seine Frau schaute grimmig in unsere Richtung, da ihr dies nicht gefiehl. Sie war zuhazse angekommen und ih Mann hatte Heimweh nach Deutschland.
Die Situation heute ist durch Europäische Union und aufbrechen alter Grenzen (Osten), durch Wirtschaftsflüchtlinge aus Afrika u.a. komplett anders. Daher grenzt sich Deutschland, Schweiz und Österreich immer mehr ab und versucht abzuwimmeln wo es geht. Oft sehr zum Leid dieser Menschen, welche sich bei uns im Paradies fühlen im Vergleich zu ihren Herkunftsländern.
Eine Generation = 25 Jahre. Da die Spanier das Bildungsniveau aber nicht anheben werden, wird es in Spanien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zwei Generationen dauert, bis das Bildungsniveau angehoben ist. Sie hätten den Zugriff auf hoch qualifizierte 'Ausländer' (Deutsche, Holländer, Belgier, Österreicher, Dänen, Norweger, Schweden, Schweizer, Engländer), aber die wollen sie nicht haben. Oder kann sich jemand vorstellen, dass die Hürden für Ausländer innerhalb eines Monats beseitigt werden? Oder dass die Einkommen für qualifizierte Mitarbeiter und hervorragende 'Ausbilder' angehoben werden? Das wird nicht passieren, weil die Gier, die innerhalb der letzten zwei Dekaden gepflegt wurde, kein Ende kennt.denn mittlerweile lebt ja schon die 2. + 3. Generation hier ... langsam gleichen sich aber die Bildungsdefizite der Ursprungsgeneration in den Familien über die Nachkommen wieder aus ... und sie haben alle die dtsch. Staatsangehörigkeit und sind weitestgehend integriert
Spanien wird an sich selbst und seinem korrumpierten System ersticken.
Ein Beispiel für die Nettigkeit der Spanier in der EU: Ein Deutscher, der 15 Jahre lang in Spanien gelebt, gearbeitet (autónomo) und sich integriert hat, zeitweise 5 Spaniern Arbeit und Ausbildung gegeben hat, ging im Zuge der Krise 2008 in die Insolvenz. Als seine geschäftlichen und privaten Reserven aufgebraucht waren, ging er zum Arbeitsamt (Oficina de Empleo) in Andalucía und fragte nach, ob sie einen Job für ihn hätten oder ob er eine Hilfe für seine Miete bekommen könne. Die Antwort auf beide Fragen war ein schroffes NEIN. Auf die Frage, was er denn machen solle, nachdem er seine Geschichte erzählt hat, bekam er die Antwort: Gehen Sie doch nach Hause (=Deutschland), dort gibt es Geld. Unsere Landsleute gehen ebenfalls dort hin. Ich habe ihm und seiner Familie geholfen, wieder nach Deutschland zu kommen, sonst wären sie unter der Brücke gelandet.
In Deutschland bekommt jeder Sozialhilfe, auch wenn er vorher noch nie in Deutschland gelebt oder gearbeitet hat. Auch die Spanier. Ich will nicht über Recht oder Unrecht urteilen, aber von mir aus kann Deutschland alles Ausländer, die nicht länger als 3 Monate im Land sind, nach Hause schicken - das wäre Gerechtigkeit! Ich möchte nicht wissen, wie viele Spanier, Griechen, Italiener, Türken, Marokkaner, Libanesen, etc. exakt diesen Vorteil Deutschlands in der momentanen Situation ausnutzen, und sofort gen Heimat stürmen, wenn die wirtschaftliche Situation sich erholt haben sollte. Wohlgemerkt: SOLLTE. Mit anderen Worten: Wir werden sie mindestens 25 Jahre bei uns als Transferempfänger päppeln, obwohl ein anderer Staat dafür verantwortlich wäre.
Glaubt jetzt noch jemand an das 'gelobte' Land Spanien?
Ein Bekannter von mir wollte vor einem Monat ein Haus in Spanien kaufen, um dort zu leben und sein Unternehmen dorthin zu verlagern. Ich habe ihm ein paar Tips gegeben, und ihm gesagt, dass er mich im Notfall anrufen kann, wenn er einen Übersetzer braucht. Es kam kein Anruf. Erst nach seiner Rückkehr. Was war passiert? Er ist auf einen Haufen aufgeblasener und arroganter Makler und Verkäufer getroffen, die immer noch nicht begriffen hatten (oder begreifen wollten), was in ihrem Land los ist. Mondpreise wurden verlangt für lange Jahre leerstehende Ruinen (was das für Häuser in Spanien bedeutet, weiss jeder, der mal in Spanien gelebt hat), für die Büros sollte er 10-Jahres-Verträge abschliessen mit einer Mietvorauszahlung von 12 Monaten. Kurz: Die Spanier haben einen Investor verjagt, der für spanische Begriffe sehr viel Geld in die Hand genommen hätte (eigene Firma, Hausangestellte, Gärtner, etc.).
Glaubt jetzt noch jemand an eine gewisse Grundintelligenz der jetzigen spanischen Generation oder gar eine Zukunft für das Land?
Die Griechen wollen jetzt (Achtung: Konjunktiv!) Solarstrom exportieren. Problem: Sie haben keine Anlagen, die sollen erst einmal die Nordeuropäer vorfinanzieren (noch mehr Geld, das in den Orkus fällt).
In Spanien stehen sehr grosse MegaWatt-Solar-Anlagen, die aufgrund der Gesetzeslage nicht an das Netz angeschlossen werden (dürfen). Hat schon mal jemand davon gehört, dass diese Anlagen nun ans Netz gehen sollen (sie sind ja betriebsbereit!), um Strom in die EU zu exportieren und somit neues Kapital nach Spanien zu holen?
Nein? Richtig, das wird auch nicht passieren, weil die spanische Gesetzgebung und Bürokratie für Nordeuropa viel zu unsicher sind, d.h. es fehlt die Planungssicherheit für die Zukunft. Damit will ich nicht sagen, dass die Griechen in dem Punkt besser sind, im Gegenteil, die werden die Subventionen und Kredite für die Vorfinanzierung einheimsen und dann die Grätsche machen.
Es ist unerheblich, worüber hier diskutiert wird, weder die Spanier noch die Europäer haben ein griffiges Konzept, um das Land wieder auf die Beine zu bringen. Wäre es anders, hätte ich in Deutschland schon lange darüber in der Zeitung oder in der WiWo oder Zeit oder Süddeutschen oder Welt lesen können. Oder online in der El Pais, El Economista, 5 Dias, etc. lesen können.
Es ist jedoch nur Schweigen im Blätterwald...
Spanien steht sich oft selbst im Weg.
Wer vor 40 Jahren eine kleine Strandbar aufmachte, der hatte freie Hand.
Heute überschlagen sich die Vorschriften doppelt u. dreifach.
Als ich vor Jahren hierherkam, hatte ich den Auftrag, aus einem kleinen Restaurante und einer 100ha Finca einen Freizeitpark zu machen.
Wir wollten keinen von diesen Plastikdingern, sondern etwas, wobei die Finca ihrem geschäft genauso nachgehen konnte, wie gehabt.
Es solte etwas mit Rualtourismus zu tun haben, also mit Tieren, Natur, wandern, Radfahren ect.
Wir bekamen eine vorläufige Genemigung, für 2 Jahre.
Das Restaurand bekam einen Grill, eine offene und eine geschlossene Terrasse.
Vor dieser gab es einen Reitplatz für Ponyreiten, auch eine Show war geplant.
Neben dem Gebäude würden in den ehemaligen Gewächshäusern heimische Tiere und ein Streichelzoo eingerichtet.
Unter den nahen Obstbäumen wurde ein Minigolfplatz gebastelt.
Pferde und Mountainbikes standen den Gästen zur Verfügung um die Finca, mit oder ohne Führer zu durchwandern.
Dort liefen Rinder, Esel und Pferde/Ponys frei herum, so richtiges Malborocountryfeeling. Obendrein super Aussicht.
Das Ding wurde ein voller Erfolg, gut 10-15 Leute in Lohn und Brot.
Dann kamen die Funcionarios...
Hier keine Genehmigung, dort durfte auf einmal noch nicht mal die Reitbahn mit Metallrohren umzäunt sein.
Die Sattelkammer sollte eine Holzhütte sein, auch die Bestuhlung im Restaurand nur aus Holz und und und...
Dann durfte die geschlossene Terrasse keine Fenster mehr haben und das dach war auch nicht aus dem Material, was die Funcioarios sich so ausgedacht hatten..
Ich riet dem Besitzer zum schnellsten Verkauf, denn im Grunde sollte er alles abreissen und neu bauen, nach den "neusten" Bestimmungen.
Und diese wechseln ja in Spanien schneller, als ich meine Socken.
Nun, ich sah das Ende kommen...noch wärend der Umbauarbeit wurde verkauft.
Der neue Besitzer wollte genauso weitermachen und hatte schon nach 2 Monaten die von "Oben" angeortnete Schliessung verortnet bekommen.
Ein halbes Jahr kämpfte er mit den Behörden, dann warf auch er das Handtuch.
Die Finca wechselte noch 2x den Besitzer, dem letzten riss der Gedultsfaden.
Da man ja in ES mit einer Finca nicht einfach was machen kann, was einem so grad in den Sinn kommt... Bagger her, alles platt gemacht und Mais angebaut.
(Warscheinlich nett subvencioniert)
Überall, wirklich überall legen einem die Behörden Steine in den Weg und kaum hat man diese weggeschafft, schmeisst eine neue Regierung dir neue vor die Füsse, es ist zum Auswachsen.
Nun zur Bildung, die 6x9 ansprach, das geht ja grade schon wieder los, mit Kürzungen im Bildungsbereich.
Und dann kostet der Schulbesuch die Eltern noch eine Stange Geld, Bücher, Uniform, Futtergeld usw.
Und wenn Sohnemann ohnehin nicht der fleisigste ist, dann soll er schnell mal als Kellner oder sonst was arbeiten - wenns denn was zum Arbeiten gibt.
Dabei ist das Schulsysthem eigendlich nicht das schlechteste.
Ich würde erstmal diese Berge von unnötigen Gesetzen und Vorschriften abschaffen und den ganzen Verwalungsapperat ausmisten, dann bestünde noch Hoffnung.
Ich hätte nie gedacht, das mir in Spanien das bekannte Lied "Der Antrag auf den Antrag für das Antragsformular" so verfolgen würde.
Aber so sanns meine spanischen Freunde, und da ich sie und dieses Land liebe muss ich damit leben...wie gerne würd ichs besser machen.
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Vitamin B ist unerlässlich![]()
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Moin,
Ohne mich wiederholen zu wollen, die spanische Gesellschaft wird auf ein Maß vor der Krise zurückgestutzt.
Alles in den Jahren 2000-2008 war ja nicht mehr normal.
Die Bauwut, die Kauflaune bzgl. Pisos, Autos und Möbel.
Die inflationäre Errichtung von Centros Comerciales, an jeder Ecke ein neuer Supermarkt, Möbelmarkt, Restaurant, Friseur usw. usw.
Man hatte mit immer steigenden Einwohnerzahlen kalkuliert und über Jahre stiegen ja die Einwohnerzahlen auch.
Die Frage ist nun aber, ob sich die Einwanderer auch das Leben in Spanien leisten können.
Die Mehrheit hat damit ihre Probleme. Wie auch der eine oder andere Spanier.
Vielleicht hilft nur noch ein Cut. D.h. der Lebensstandard wird heruntergeschraubt und es wird eben nicht mehr jeden Tag 2 mal im Restaurant gegessen so
wie es selbst ein Bauarbeiter während der guten Jahre gemacht hat. Wir selbst hatten kaum die Küche genutzt, ständig draußen gegessen.
Hier in D haben wir das deutlich runtergeschraubt, liegt ja auch am unterschiedlichen Klima.
Wie dem auch sei, seine Touristen wird Spanien immer haben, mal mehr und mal weniger, und auch die ausländischen Residenten steuern ihren Beitrag dazu.
Aber den gleichen Hype wie in den Boomjahren wird es wohl nicht mehr geben.
Ich habe nicht den Einblick in die spanische Gesellschaft der 80er Jahre, meine Eltern hatten schon damals eine Wohnung in Spanien und ich war 2 mal im Jahr auf Urlaub unten, allerdings lebten die Spanier auch damals nicht schlecht, vielleicht fuhren sie kleinere Autos, aber trotzdem hatten sie wohl ihr Auskommen.
Jedenfalls hatte ich den Eindruck.
Schönes Wochenende Euch allen
Gesundschrumpfen ist wirklich gut, aber das darf nicht nur den Normalo betreffen, sondern auch den Behördenapperat.
Wo in den 70-80gern nichts, oder bloss ein Stempel nötig waren, brauchst du heute 10, alle von verschiedenen Instanzen.
Heute im TV Proteste von Leuten, die ihre Hypothek nicht mehr zahlen können und nun auf der Strasse stehen.
Aber was für Leute wurden gezeigt...?
Marrokanische ExBauarbeiter, denen die bank nach 2-3 Jahren Festanstellung einen fetten Kredit zum Pisokauf aufschwatzte.
Einer hätte 1000€ im Monat zu zahlen...(könnt ich nicht).
Erinnert mich an die Zeit nach der Wende, da wurden so manchem armen Ostler, Versicherunge, Ratenkäufe und Mobilverträge aufgeschwatzt und hinterher war nix mit "blühenden Landschaften", sondern es blühten Kuckskleber auf dem Gekauften.
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Ich habe heute einen Arbeitsvertrag mit einer Firma abgeschlossen, die Solaranlagen erstellt. Das Gehalt ist okay, und da mehrere grosse Projekte anstehen, ist ein Umzug von mir nach Spanien sogar für die Firma von Vorteil. Für mich erst recht. Ich muss nur leider vorher wenigstens einen Monat zum Einarbeiten im viel zu kalten und nassen Deutschland, am Bodensee, durchhalten.
Aber das schaffe ich schon. Und dann gehts Richtung Heimat.
Wenn für Dich nur ein Monat Einarbeitung 'Durchhalten' sind, dann wird das in Spanien nichts.
Offenbar weisst Du nicht, wie nass und kalt die Winter in Deiner sogenannten Heimat sein können.
Liebe Foris!
Klaus ist zurück und schreibt wieder. Das sollte uns alle freuen.
Ich möchte Euch bitten, nicht wieder neue Hackereien anzufangen.
Klaus, ich wünsche Dir viel Glück bei Deinem neuen Job. Du warst ja schon einige Zeit in Spanien und weißt, dass man auch dort im Winter warme Klamotten und eine warme Buden brauchen kann.
Ich hoffe für Dich, Du hast beides.
Saludos Lilac
http://www.lilacnamez.oyla.de/
Am Bodensee läst es sich doch einen Monat aushalten, besonders mit der Perspektive, danach endlich in seine Wahlheimat abdüsen zu können.
In welchem Teil Spanien sollst du aufschlagen?
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Hallo Moix,
die projektierten Baustellen sollen irgendwo zwischen Barcelona und Castellon liegen, sowie bei Almeria.
Weitere sind in Planung. Mein Wunschziel zurück an die Marina Alta passt von Fahrtkosten/zeiten etc perfekt. Genaueres haben wir heute aber nicht besprochen. Erst mal einarbeiten.
Es geht also doch, wenn auch nicht mit Hilfe aus einem Spanienforum.
Wie Du schon schreibst, Klaus, hier handelt es sich um ein Spanienforum. Also nicht um ein Arbeitsamt.
Außerdem ist es im Endeffekt doch egal für Dich - Hauptsache es klappt überhaupt!
Saludos Lilac
http://www.lilacnamez.oyla.de/
Ich mache darauf aufmerksam, dass dieser Thread hier "Leben und arbeiten in Spanien" heisst, sowie "Jobsuche - Chancen und Möglichkeiten".
Von daher war es legitim, um Hilfe und Tipps zu bitten.
Wie wir anfangs schon betonten, wollten wir ausdrücklich nicht erfahren, dass fast alle anderen user hier der Meinung sind, es gäbe keine Chance.
Und damit schliesse ich das Thema.
Klaus, ich frage mich zum wiederholten Male, was du dann hier noch willst.
Du wurdest freundlich wiederbegrüßt, man wünscht dir Glück...was willst du noch?
Oder ist es dir langweilig, da du ja in dem anderen Forum gesperrt bist?
Das dir hier keine gebratenen Tauben in den Mund geflogen sind (in Form von Jobs), liegt vllt. auch an deiner netten Art, mit andern Leuten umzugehen.
Aber da es sich hier um nette Foraner handelt, könnte eventuell was bei deiner späteren Wohnungssuche rumkommen...
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Hola Klaus und Biby,
ich freue mich für Euch, dass es so rasch mit einem Job geklappt hat und wünsche Euch von Herzen, dass Ihr bald dortin zurückgehen könnt, wo Ihr gerne leben möchtet.Der Job liest sich zwar, so wie Du ihn schilderst, für mich ein wenig unsicher, aber was ist schon "sicher" im Leben, das sind auch andere Festanstellungen nicht, und ich finde auch, ein bissel Risikobereitschaft gehört immer mit dazu.Und ich sehe es auch so wie Ihr, dass man auch das Pro und Contra abwiegen muss, und da für Euch das Pro das Contra überwiegt, weil Ihr schon längere Zeit in Spanien gelebt habt, kann ich es nachvollziehen, dass Ihr Eure Pläne gerne umsetzen möchtet.Ich wünsche Euch viel Erfolg dafür!(wäre schön, wenn Du weiter berichten würdest, ich komme zwar nicht viel dazu, in Foren zu schreiben, aber zwischendurch schmöker ich immer mal sehr gerne ein bischen und lese mit).
Allerdings hättest Du Dir meiner Meinung nach den letzten Satz sparen können, auf mich wirkt er selbst als Aussenstehende, die in diesem Thema noch nicht geschrieben hat, und als Neue hier im Forumein bissel wie ein "Nachtreten", und das macht nicht wirklich sympathisch, finde ich
Mir wurde hier in diesem Forum als Neue sofort, prompt und ganz toll geholfen.Ich habe zwar keinen Job gesucht, sondern "nur" ein Hotel, konnte jedoch durch die Tipps hier konkret etwas finden und buchen...
Saludos karma
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