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Thema: Jobsuche in Spanien - Chancen und Möglichkeiten

  1. #1
    Zeigt Interesse an Spanien Avatar von Biby
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    05.09.2011
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    Drensteinfurt
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    12

    Standard Jobsuche in Spanien - Chancen und Möglichkeiten

    Hola y buenas noches,

    mein Mann und ich planen nach 2 Jahren in Deutschland unsere Rückkehr nach
    Spanien. Wir sind auf der Suche nach Jobs oder Ideen. Ich Moment haben wir eine
    Eventagentur. Ich bin Reiseverkehrskauffrau und Touristikfachkraft. Mein Mann
    ist Veranstaltungstechniker. Er hat aber auch schon als Elektriker gearbeitet,
    da er Elektroanlageninstallateur gelernt hat. Ich bin gelernte Modistin
    (Hutmacherin) und nähe seit mehr als 30 Jahren, auch für Kunden. Mein Mann ist
    50 und ich bin 47. Außer uns beiden gibt es noch unsere Lena, eine spanische
    Galgo-Hündin.

    Wir wollen auf jeden Fall wieder nach Spanien. In Deutschland halten wir es
    einfach nícht mehr aus. Wir haben 4 Jahre in Spanien in der Region Denia
    gelebt.

    Vielleicht habt ihr ja Ideen oder Anregungen für uns, wo wir idealerweise
    zusammen Arbeit finden können? Zur Not auch jeder für sich. Nur bitte keine
    Gastronomie.

    Liebe Grüße

    Biby

  2. #2
    Gast1055
    Gast

    Standard

    Macht kreative Kopfbedeckungen gegen den Sonnenstich und vertreibt diese an die Touris.

    Als Veranstaltungstechniker wird er sich dort schwer tun. Da ich mit dem Bereich auch etwas zu tun habe und auch Kontakte zu Veranstaltern in Spanien habe, weiss ich, das da derzeit fast nichts zu verdienen ist und die ganze Branche am Wackeln ist.
    Julchen gefällt dies.

  3. #3
    Zeigt Interesse an Spanien
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    Standard

    Hola Peter, ich denke schon aus Erfahrung heraus, dass auch in Spanien in der Veranstaltungsbranche noch Geld zu verdienen ist. Ich weiss sogar konkret zwei oder drei Dinge, die man erfolgreich anbieten kann. Das geht aber erst, wenn wir wieder dort sind.
    Wenn es Dich näher interessiert, mail mich mal an.

  4. #4
    Gast1055
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Hola Peter, ich denke schon aus Erfahrung heraus, dass auch in Spanien in der Veranstaltungsbranche noch Geld zu verdienen ist. Ich weiss sogar konkret zwei oder drei Dinge, die man erfolgreich anbieten kann. Das geht aber erst, wenn wir wieder dort sind.
    Hallo,
    zwischen anbieten und damit Geld verdienen sind oft zwei Welten.
    Irgendwas geht immer, doch höre ich von diversen Veranstaltern, das seit der Krise deren Umsätze im Bereich Vermietung von Material um rund 50 % eingebrochen sind. Einer meiner Bekannten (Er Österreicher, sie Spanierin) hat mit seinem Unternehmen Spanien komplett verlassen und sein Glück in Benelux versucht. Ist da aber leider durch unseriöse Co-Veranstalter und an anderen Problemen gescheitert.
    Von Veranstaltern mit eigenen Programmen höre ich einen grossen Besucherrückgang, so dass die Kostendeckung fast nicht mehr gegeben ist.

    Ich will hier niemanden verunsichern, sondern nur vor Illussionen warnen.

  5. #5
    Zeigt Interesse an Spanien
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    Standard

    Hallo Peter,
    sagen wir es deutlicher: Ich bin 30 Jahre in der Branche.
    Mit Deiner Analyse verunsicherst Du mich nicht im geringsten, denn sie ist ja im Prinzip richtig. Gleiches beobachte ich ja auch in D, wo der Verdrängungswettbewerb auch immer grösser wird.
    8 von 10 Firmen, für die ich in D früher tätig war, sind Konkurs.
    Trotzdem gibt es noch einige Bereiche im Eventgeschäft und im Messebau, die auch in Spanien noch Gewinnbringend laufen, wenn man sich auf die richtige Kundschaft konzentriert.

    Aber ganz davon abgesehen: Wie meine Frau eingangs schon erwähnte, sind wir nicht unbedingt auf das Event- oder Veranstaltungsgeschäft fixiert. Wenn die Baubranche in Spanien nicht so stagnieren würde, könnte ich auch als Elektriker oder anderes arbeiten.
    Wichtig ist uns, so schnell wie möglich aus dem muffigen und überbürokratisierten Deutschland wieder weg zu kommen. Lieber in Spanien wenig verdienen, aber dafür eine wesentlich höhere Lebensqualität eintauschen.

    Und, ja, wir wissen auch, dass derzeit in Spanien die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist. Trotzdem kann es ja nicht schaden, wenn man hier über das Forum evtl Kontakte gewinnen könnte, die vielleicht zu einem neuen Job führen könnten.

    P.S.: Die Idee mit den Strohhüten ist vielleicht gar nicht so dumm....
    Geändert von Klaus (23.09.2011 um 07:55 Uhr)

  6. #6
    Spanien Profi Avatar von moix
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    Standard

    Erstmal Benvinguts im Treff ihr Zwei.
    Wichtig für einen Start finde ich die Region, in der man sich niederlässt.
    Im armen Andalusien ist Schmalhans Küchenmeister, aber in ganzjährig funktionierenden Urlaubsregionen kann man vielleicht noch was schnappen.
    Die Einstellung, lieber weniger zu verdienen, dafür an einem schönen Platz zu leben teile ich, aber es sieht düster aus.
    In den Zeitungen werden irgendwelche Statistiken veröffendlicht, z.B. das dieser September besser gelaufen ist wie im Vorjahr, wie erklären sich dann die höheren Arbeitslosenzahlen im August?
    Und die Ladenbesitzer knabbern langsam an den Nägeln, so besch... sind die Einnahmen.
    Welche Region schwebt euch denn vor, habt ihr Eigenkapital, Rücklagen ud ev. einen Rückzugsort in D, wohin ihr in der Not zurückkehren könnt?
    Und Bürokratie ... die ist hier der reinste Wahn, dagegen ist D Peanuts.
    Aber wer mit genügend "Pasta" hier einläuft, der kann sich Jemanden leisten, der die Hürden für einen nimmt.
    Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.

  7. #7
    Gast1055
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Hallo Peter,
    sagen wir es deutlicher: Ich bin 30 Jahre in der Branche.
    Ich noch ein bisschen länger.

    Mit Deiner Analyse verunsicherst Du mich nicht im geringsten, denn sie ist ja im Prinzip richtig. Gleiches beobachte ich ja auch in D, wo der Verdrängungswettbewerb auch immer grösser wird.
    8 von 10 Firmen, für die ich in D früher tätig war, sind Konkurs.
    Ich habe es überlebt, aber es ist richtig, dass es nicht mehr so gut läuft wie früher.

    Trotzdem gibt es noch einige Bereiche im Eventgeschäft und im Messebau, die auch in Spanien noch Gewinnbringend laufen, wenn man sich auf die richtige Kundschaft konzentriert.
    Lücken gibt es immer und die muss man finden.

    Aber ganz davon abgesehen: Wie meine Frau eingangs schon erwähnte, sind wir nicht unbedingt auf das Event- oder Veranstaltungsgeschäft fixiert. Wenn die Baubranche in Spanien nicht so stagnieren würde, könnte ich auch als Elektriker oder anderes arbeiten.
    Biete Dich den Residenten an, da diese lieber verlässliche deutsche Handwerker bevorzugen.
    Umbauten, Reparaturen, usw.

    Wichtig ist uns, so schnell wie möglich aus dem muffigen und überbürokratisierten Deutschland wieder weg zu kommen. Lieber in Spanien wenig verdienen, aber dafür eine wesentlich höhere Lebensqualität eintauschen.
    Nach allem was ich so höre, ist Spanien wesentlich bürokratischer als Deutschland. Für etwas wo ich hier drei Stempel brauche, benötigt man in Spanien sechs bis acht. Daher wird ja so vieles unter der Hand in Bars vereinbart.

    Und, ja, wir wissen auch, dass derzeit in Spanien die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist. Trotzdem kann es ja nicht schaden, wenn man hier über das Forum evtl Kontakte gewinnen könnte, die vielleicht zu einem neuen Job führen könnten.

    P.S.: Die Idee mit den Strohhüten ist vielleicht gar nicht so dumm....
    So gross wie Sombreros, hellblau wie das Meer und darauf verschiedene Motive wie Sonne, Vornamen, sonstiges, als Besonderheit.
    Schick zunächst einige junge schöne Menschen mit Sombreos über den Strand und kurz dahinter kommst Du als Verkäufer mit grosser Auswahl. Preis € 10 und schon gehen die weg wie warme Semmeln.

  8. #8
    Zeigt Interesse an Spanien
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    Standard

    Hallo Moix, Hola Zugvogel
    Im Prinzip würde uns die Region um Denia wieder gut gefallen, Sagen wir mal zwischen Oliva über Gata bis hin nach Moraira. Da kennen wir uns wenigstens schon gut aus.
    Das mit dem Eigenkapital ist so eine Sache: das, was wir vor 2 Jahren noch hatten, geht gerade langsam aber sicher hier den Bach herunter. Wie schon erwähnt, brechen auch hier die Aufträge ein, die Kosten (IHK, Finanzamt, Versicherungen uvm) laufen aber munter jeden Monat weiter.
    Und ich darf hier wegen Meisterzwang ja nicht mal eigenständig eine Steckdose geschweige denn einen kaputten Sicherungsautomat wechseln, um was dazu zu verdienen.
    Es wird vom Kapital her noch reichen für einen Umzug nach Spanien, dann vielleicht noch 2 oder 3 Monate zum Leben. Viel mehr leider nicht.
    Von daher ist es schon wichtig, direkt wenigstens einen Job zu haben, bevor wir zurück gehen.
    Das mit der Bürokratie sehen wir anders: In Spanien sind z.B. Steuerberater bezahlbar im Gegensatz zu D, auch war es für uns nicht das geringste Problem, in Gata de Gorgos amtlich zu heiraten, obwohl wir damals aufgrund mangelnder Spanischkenntnisse quasi noch raten mussten, wann wir "Si" sagen sollten.
    Auch haben wir hier gerade eine Betriebsprüfung hinter uns, wenn auch glimpflich: wegen einiger kleiner Fehlbuchungen wird eine Umsatzsteuernachzahlung von ca 300 Euro fällig. Ist zwar nicht die Welt, aber in Spanien hatten wir 4 Jahre lang gar keine Probleme, hier schon nach 2 Jahren...
    Verständlich, dass wir die... Nase... voll haben?
    Ach, noch in Bezug auf Elektrik: es stimmt, dass die deutschen Einwohner dort natürlich deutsche Handwerker bevorzugen. Ich kenne aber mindestens drei alleine in Denia, die den Markt quasi abdecken. Es wäre für mich Wahnsinn, gegen die konkurrieren zu wollen. Und Mitarbeiter einstellen können oder wollen die auch nicht.
    Wobei, wenn wir mal dort sind, natürlich auf Empfehlung auch solche Arbeiten von mir erledigt werden können.

    P.S.: Das mit den Sombreros lässt sich zu dem Preis so nicht realisieren, es sei denn, meine Frau lässt die in größerer Stückzahl in China anfertigen. Wenn, dann müßte es eher in Richtung Modellhüte gehen für Boutiquen oder so... dazu maßgeschneiderte Kleider...
    Das wäre machbar, würde aber etliche Monate dauern, bis da erste Umsätze zu erwarten wären.

  9. #9
    Gast1055
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    P.S.: Das mit den Sombreros lässt sich zu dem Preis so nicht realisieren, es sei denn, meine Frau lässt die in größerer Stückzahl in China anfertigen.
    Genau und dann diese selber mit Motiven kolorieren.

    Die Grundlage ist Massenware und Deine Frau macht dann aus jedem ein Unikat.


    Man sollte in unserem Alter immer das nutzen, womit man schon viel Erfahrung hat, aber immer angepasst an den Standort und örtliche Rahmenbedingungen.

    Für Modellhüte braucht man das entsprechende Publikum. Das ist in Deutschland in den letzten Jahren geschrumpft und in Spanien noch viel mehr. Von daher kann man im touristischen Bereich dort nur auf "schnelles Geld" setzen. Teure Hüte kauft man sich dann besser zuhause, wo man bei Mängeln dann auch weiss, wo man diese beheben lassen kann.
    Das ist bei allem hochpreisigem Kunsthandwerk den Kunden wichtig.

    Diese Materie kenne ich aus langjähriger Erfahrung gut.

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  10. #10
    Zeigt Interesse an Spanien
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    Standard

    Hola Peter,
    bei allen Ideen für eine Geschäftsgründung sollten wir aber zur ursprünglichen Frage zurück kommen: hat irgendwer eine Idee, wo wir beide dort einen festen Job finden können, ohne gleich nur auf eigene Faust Autonomo werden zu müssen? Eine Immobilienfirma, die einen festen Hausmeister sucht, der auch Handwerklich begabt ist? Ein Reisebüro, das für Tagestouren eine Deutschsprachige Reiseleiterin sucht?
    Ein paar Aufträge von deutschen Firmen für Messebau und Events in Barcelona oder Madrid würde ich ja selber schon mitbringen, Anfragen liegen mir vor, ob ich da nicht örtliches Personal (und Material) kenne bzw organisieren kann. Kein Problem. Aber die Menge an möglichen Aufträgen reicht noch nicht aus, darauf den Umzug zu gründen.
    Für mich käme von daher also auch eine Teilzeitstelle in Frage, um diesen genannten Bereich dort "nebenbei" aufzubauen.
    Eins ist uns aber wichtig: zumindest Miete und etwas zu essen sollte sicher sein, auch wenn alle möglichen denkbaren Geschäfte als Autonomo gerade mal nicht laufen sollten.

  11. #11
    Gast1055
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Hola Peter,
    bei allen Ideen für eine Geschäftsgründung sollten wir aber zur ursprünglichen Frage zurück kommen:
    Pardon, dass ich hier mit spontanen Ideen bezogen auf den Bereich Deiner Frau "spielte".

    Wünsche euch Glück bei der Realisierung eurer Träume.

  12. #12
    Zeigt Interesse an Spanien Avatar von Biby
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    Standard

    Hola Peter,

    da muss ich Dir jetzt mal drauf antworten. Wir wollen auf Dauer in Spanien leben. von unseriösen Geschäften halten wir gar nichts. Wir haben nicht vor, ein Saisongeschäft für die schnelle Mark auf Mallorca an zu fangen. Das liegt uns nicht. Unsere Kunden sollen zufrieden gerne wieder kommen. Das nennt man Kundenbindung. Wir nehmen auch Reklamationen oder Wünsche gerne entgegen. Wir wollen ganzjährig arbeiten, nicht nur in der Saison.
    Außerdem träumen wir nicht, wir haben rationale Vorstellungen, was funktionieren kann und was nicht.
    Wir haben von Deutschland die Schnauze voll. Aus verschiedenen Gründen. Unter anderem auch, weil die Polizei nícht in der Lage war, meine Schwiegermutter vor einem Stalker zu beschützen. Deshalb mußten wir damals unsere Zelte in Spanien abbrechen. Die Justiz versagt hier kläglich.
    Den Vorschlag mit den Sombreros empfinde ich persönlich als Beleidigung. Ich habe ein altes Handwerk gelernt. Das lasse ich nicht durch den Schmutz ziehen.

    Ich hoffe, dass andere User hier mit brauchbareren Vorschlägen kommen können. Wir bekommen hier keine spanischen Zeitungen. Auch im Internet ist über Jobs in Spanien nicht viel zu erfahren. Aber bitte nur ernstgemeinte Vorschläge.

  13. #13
    Gast1055
    Gast

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    Zitat Zitat von Biby Beitrag anzeigen
    von unseriösen Geschäften halten wir gar nichts.
    Ich verstehe nicht, was daran unseriös sein soll, ein praktisches Produkt an Touristen zu verkaufen.

    Den Vorschlag mit den Sombreros empfinde ich persönlich als Beleidigung. Ich habe ein altes Handwerk gelernt. Das lasse ich nicht durch den Schmutz ziehen.
    Das Eine schliesst doch das Andere nicht aus.

    Wenn das Dich beleidigt tut mir das leid. Aber nur weil Du Dich in den Möglichkeiten begrenzt, muss das doch nicht schlecht sein.

    Ich kenne gute Hutmacherinnen, welche in Deutschland ihr Stammpublikum haben. Wenn das für Dich von Spanien aus weiterhin zu bedienen ist, dann ist ja wunderbar. Einfach weitermachen.

    Wir haben von Deutschland die Schnauze voll. Aus verschiedenen Gründen. Unter anderem auch, weil die Polizei nícht in der Lage war, meine Schwiegermutter vor einem Stalker zu beschützen. Deshalb mußten wir damals unsere Zelte in Spanien abbrechen. Die Justiz versagt hier kläglich.
    Das hast Du in einem anderen Forum schon mal beschrieben. Nun kann ich euch dem zuordnen.
    Geändert von Gast1055 (23.09.2011 um 16:34 Uhr)

  14. #14
    Spanien Profi Avatar von moix
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    Bilby, ich denke , das mit den Strohhüten war nicht als Beleidigung gedacht.
    In Spanien ist im Moment dermassen Ebbe in den Geldbeuteln, da würdest du auf deinen teuren Einzelhüten noch bis nächsten Sommer sitzen. Die Leute geben kein Geld aus.
    In den Touricentren kann man mal eher einen schicken Sombrero loswerden, und dann dadurch eventuell sogar einen deiner gewiss schönen Creationen an die Frau bringen.
    Wenn sich ein deutscher hier als Elektriker anbietet, ohne Meisterbrief... das ist vielen zu heiß.
    Will deinem Mann nicht das Können absprechen, aber es ist in der Vergangenheit soviel Schindluder mit solchen angeblichen Experten gelaufen, das die Leute, verständlicherweise, vorsichtig sind, grad bei so "gefährlichen" Arbeiten, wie Elektik, Gas, Wasser. Da sind viele schon im Vorfeld abgezockt worden und sind nun bedeutend vorsichtiger.
    Anstellung zu finden, zumal nun, zum Saisonende...aussichtslos, wage ich zu behaupten.
    Sucht euch mal die diversen lokalen Zeitungen im Internet, da dürftet ihr fündig werden, bzw, sehen was in den jeweiligen Orten an Arbeit überhaupt geboten wird.
    Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.

  15. #15
    Zeigt Interesse an Spanien
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    Standard

    Moix schrieb:
    Bilby, ich denke , das mit den Strohhüten war nicht als Beleidigung gedacht.
    In Spanien ist im Moment dermassen Ebbe in den Geldbeuteln, da würdest du auf deinen teuren Einzelhüten noch bis nächsten Sommer sitzen.
    Sorry, das mit den Strohhüten könnte doch auch frühestens in der nächsten Saison losgehen, also so im Mai...
    Und meiner Frau widerstrebt es halt, billige Chinaware, die den Urlaub nicht überlebt, sozusagen anonym an den Mann oder die Frau zu bringen.
    Das mit dem Thema Elektro also noch mal: Ich habe dort schon als Elektriker gearbeitet, die Kunden waren alle sehr zufrieden, weil ich mein Handwerk verstehe. Sogar mit den Fallstricken der "ausgeklügelten" spanischen Verdrahtungs"technik". Dazu kommt, dass ich zusätzlich umfassende Kenntnisse in Steuerungstechnik besitze, Garagentorantriebe, Poolsteuerungen etc, die ein normaler deutscher Elektromeister üblicherweise gar nicht hat.
    Auch in D kommt ja nur der Elektrogeselle ins Haus, der Meister so gut wie nie, höchstens zum Schauen, was gemacht werden muss, und zum Kassieren. Trotzdem würde ich es bevorzugen, den Kollegen dort keine offizielle Konkurrenz zu machen.
    Ich suche einen festen Job, wie beschrieben. Gerne auch bei einem Elektriker, der einen zweiten Mann braucht für die vielen Aufgaben, die einer alleine eh gar nicht machen kann.

    Zum Tipp mit den Zeitungen: die findet man online. Aber nur die wichtigsten Artikel stehen drin. Keine Stellenanzeigen. Alles schon probiert. Ich kann mir die ja wohl schlecht alle auf Verdacht in Papierform nach Deutschland abonnieren lassen...

  16. #16
    Spanien Profi Avatar von Julchen
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    Hallo Klaus,

    Costa Blanca Nachrichten hat auch manchmal diverse Stellenangebote aufzuweisen unter:

    Costa Nachrichten Media - CBN-Arbeit + Kapital, Recht + Beratung

    lese dich doch da auch einmal durch.

    Viel Glück Julchen
    Grüße von Julchen

    In der Ruhe liegt die Kraft..........

  17. #17
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    Hola Julchen,
    Danke für den Hinweis. Die Anzeigen waren so gut versteckt, dass wir die bislang wohl übersehen haben.
    Diesmal war nichts passendes dabei, werden es aber weiter beobachten.
    Mittlerweile sind zumindest zwei Tipps bei uns angekommen, wo wir uns bewerben können, offene Stellen in unserer Richtung, mal sehen, ob das was werden kann.

  18. #18
    Spanien Profi Avatar von Julchen
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    Hola zurück

    einige Tipps sind ja schon einmal ein Anfang... bleibt drann ihr Beiden. Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es oft auch, trotz vieler Wiederstände.
    Ich wünsche Euch viel Glück und das ein Neuanfang in Spanien gelingen möge. Leider sind eben die Arbeitsstellen momentan wirklich sehr schlecht gesät.

    Lieben Gruß Julchen
    Grüße von Julchen

    In der Ruhe liegt die Kraft..........

  19. #19
    Moderator Avatar von Lilac
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    Habt Ihr es schon einmal auf dieser Seite versucht?
    http://www.ocupacio.gva.es:7017/port...usquedaOfertas
    Viel Glück.

  20. #20
    Spanien Profi Avatar von moix
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    Selbst ist der Mann/Frau.
    Dreht den Spieß mal um. Branchenbuch...Firmen nach Gusto aussuchen und anschreiben.
    So habe ich bisher immer Arbeit gefunden.
    Lebenslauf - curiculum und dann ein netter Brief, mit Ideen was man in diesem Betrieb gerne machen würde...
    Naja, nur so einen Idee.
    Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.

  21. #21
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    Hola Lilac, auch Dir Danke.
    Die Seite hatte ich vor kurzem schon mal angeklickt. Für den Bereich Marina Alta hatte ich auch drei Stellen gefunden, aber alle völlig Berufsfremd bzw teilweise sogar Fachstudium Voraussetzung.
    Weiter suchen ist wohl angesagt...

  22. #22
    Zeigt Interesse an Spanien
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    Zitat Zitat von moix Beitrag anzeigen
    Selbst ist der Mann/Frau.
    Dreht den Spieß mal um. Branchenbuch...Firmen nach Gusto aussuchen und anschreiben.
    So habe ich bisher immer Arbeit gefunden.
    Lebenslauf - curiculum und dann ein netter Brief, mit Ideen was man in diesem Betrieb gerne machen würde...
    Naja, nur so einen Idee.
    Auch das tun wir seit ein paar Wochen. Bis jetzt eine freundliche Absage, dass derzeit keine Stellen frei wären, alle anderen bislang keine Reaktion.
    Früher habe ich meine Arbeit auch gefunden, indem ich einfach in eine Firma marschiert bin und mich vorgestellt habe, dazu bin ich leider etwas weit weg. Muss wohl doch mal für ein, zwei Wochen rüber fahren... Nur auf Verdacht ist das aber auch ein Kostenfaktor, der mir hinterher beim Umzug Probleme bereiten könnte.

  23. #23
    Spanien Alt-Junior
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    Standard

    Hallo,
    ich möchte gerne einige Anmerkungen zu dem Thema loswerden.

    Es gibt immer ein Dafür und ein Dagegen, ob es besser in Spanien oder in Deutschland ist.
    Für mich persönlich gilt: In Deutschland lebe ich besser, das sage ich als jemand, der 17 Jahre in Spanien verbracht hat.
    Die Gründe dafür sind vielfältig, gehören allerdings nicht hierher.

    Zum eigentliche Thema:
    Wie sieht es denn realistischerweise aus in Spanien ?
    Die wirtschaftliche Situation ist schlecht und wird vermutlich auf absehbare Zeit auch schlecht bleiben.
    Die Anfrage richtet sich, wie bei fast allen "Auswanderern" auf die typischen Ziele wie Costa Blanca, Mallorca oder Costa del Sol.
    Warum nicht dahin, wo es in Spanien noch am meisten Arbeit gibt, wie z.b. Barcelona, Raum Madrid oder Galizien, Navarra usw. ?
    Die Frage ist wohl leicht zu beantworten: Weil das Wetter dort nicht so gut ist. Außerdem leben dort auch kaum Deutsche.
    Wie sieht es ehrlicherweise mit der Sprache aus ?
    Die Kenntnisse werden nach 4 oder 5 Jahren Aufenthalt in diesen Gegenden mit vielen Residenten
    wahrscheinlich eher durchschnittlich aussehen, oder ?

    D.h. man konkuriert mit Einheimischen, die die Sprache perfekt beherrschen, gute Kontakte haben, die Mentalität ist identisch und mittlerweile sind mehr
    Spanier bereit, Jobs zu machen, die sie vor der Krise nicht gemacht hätten.
    Die Wahrscheinlichkeit, eine unbefristete Stelle ohne Hungerlohn in einer spanischen,hier valencianischen Firma zu bekommen, und das als Ausländer
    ohne perfekte Spanisch/Valenciano-Kenntnisse tendieren gegen Null.

    Bleiben die deutschen bzw. deutsch-geführten Firmen:
    Welche Firma im Raum Denia bis Altea soll das sein ? Mir fällt keine ein.
    Die meisten sind Inhabergeführt, und nicht wenige von denen sind froh,
    überhaupt noch genug Aufträge zu haben.

    Selbst in der Gastronomie wird es immer schwerer.
    Und wir wollen uns nichts vormachen, wenn ein Gastronom jemand einstellt für Service, dann doch eher im Alter bis sagen wir 30-35 Jahre.
    Man ist doch in Deutschland schon ein alter Hund ab 40 Jahren.

    Meiner Meinung nach gibt es fast nur eine Chance in Spanien und das ist die Selbständigkeit. Dafür braucht Ihr allerdings Kapital, 5000 oder 10.000 Euro reichen da
    bei weitem nicht aus.
    Ich weiß, daß diese Dinge sehr ungern gehört werden, ich finde aber, man sollte ehrlich seine Situation einschätzen und in letzter Konsequenz
    akzeptieren, daß nicht jeder im Ausland glücklich, zufrieden und erfolgreich sein kann.
    Ich hatte den beruflichen Erfolg, habe mich aber letzlich doch gegen Spanien entschieden.
    Heute, wieder zurück in Deutschland, bin ich zufriedener als je zuvor. So kann es also auch gehen.

    Falls Ihr partout an Eurem Vorhaben festhalten wollt, könnt Ihr mir eine PN schicken.
    Ich habe noch den einen oder anderen Kontakt an die Costa Blanca, Kumpels von mir mit eigenen Firmen, vielleicht sucht ja der eine oder andere.
    Viel Glück, Ihr werdet es brauchen.

  24. #24
    Moderator Avatar von Lilac
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    Standard Herzlich Willkommen im Spanien-Treff

    Hallo elcalpino und danke für Deinen langen, guten, wahren Beitrag.
    Du hast leider Recht, diese Wahrheiten - die als Aufklärung unbedingt in ein Forum über Spanien gehören - werden nicht gern gelesen.
    Ich selbst habe 22 Jahre in Spanien gelebt und gearbeitet. Mit Beginn der Crisis wurde es schwer und langsam immer schwieriger. Ich war nur angestellt und zwar in einer spanischen Firma. Als die Geschäfte zurück gingen, wurden sie Ausländer als Erste auf die Straße gesetzt.
    Inzwischen hat sich nichts gebessert - ganz im Gegenteil.
    Die Arbeitsplätze werden knapper, die Kriminalität steigt. Eine Entwicklung, die ganz natürlich Hand in Hand geht.
    Ich werde wieder nach Spanien kommen - als Urlauber, als Rentner, aber niemals, um dort mein Brot verdienen zu müssen.

  25. #25
    Zeigt Interesse an Spanien
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    Standard

    Hola Elcalpino,
    Sicher magst Du in allen wesentlichen Aussagen durchaus recht haben, das alles haben wir auch schon gewusst und realistisch eingeschätzt.
    Es gibt aber einige Aspekte, warum wir es trotzdem wieder versuchen wollen:
    In den 4 Jahren an der Marina Alta haben wir uns zu Hause gefühlt. Das können wir nach den 2 Jahren zurück hier in D beim besten Willen nicht behaupten.
    Weiter wohnt mein Schwiegervater dort seit über 15 Jahren.
    Natürlich, warum sollte man da lügen, spielt auch das Klima eine Rolle.

    Unser Spanisch ist mangels Notwendigkeit dort natürlich nicht das beste, aber wir lernen trotzdem täglich weiter etwas dazu. Für mich reicht es zum Beispiel schon lange, um z.B. als Elektriker im Grosshandel in Denia alle relevanten Bauteile, Kabel, und was sonst noch dazu gehört korrekt mündlich zu bestellen.

    Zum Thema Arbeitssuche: Obwohl ich ein As in meinem Job bin, finde ich auch in D in meinem Alter kaum noch Aufträge. Es reicht gerade zum Leben, aber es wird weniger, die Jugend wird bevorzugt.
    Der einzige Vorteil in D wäre die soziale Hängematte, dazu bin ich aber noch viel zu agil.
    Ob ich jetzt hier oder dort neue Arbeit suche, tut sich eher nichts. Die Chancen sind sozusagen gleich.

    Derzeit besteht eine kleine Chance, dass ich für eine international arbeitende Firme tätig werden kann, die grosse Hotels mit Konferenztechnik ausstattet und diese auch betreut. Den Standort Marina Alta haben die noch nicht im Portfolio, ist für die aber sehr interessant. Mal schauen, ob das Mittelfristig was werden kann.
    Ansonsten suchen wir unverdrossen weiter.

  26. #26
    Spanien Profi Avatar von Julchen
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    Ein herzliches Willkommen auch von mir elcalpino

    Du warst dem Namen nach sicher in Calpe beheimatet !?

    Deinen Beitrag kann ich auch nur bepflichten. Er ist offen , ehrlich und aus Erfahrung geschrieben und dieses ist für ein Forum über Spanien sehr wichtig und zu honorieren. Da ich selbst in DE lebe und arbeite und nur einige Male jährlich nach Spanien pendle, komme ich mit diesen Problemen nicht so sehr in Berührung. Doch auch mir fällt auf, wie die Arbeitslosigkeit dort um sich greift und in Gesprächen mit unseren spanischen Freunden, welche selbstständig sind, hört man auch schon viele Zukunftsängste heraus.

    Deinen sehr aussagefähiger Beitrag, sehe ich nun keinesfalls negativ, sondern als einen sehr ernst gemeinten Ratschlag für Auswanderungswillige, alles auch gut abzuwägen.

    Liebe Grüße Julchen
    Grüße von Julchen

    In der Ruhe liegt die Kraft..........

  27. #27
    Spanien Alt-Junior
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    Hallo Julchen, Lilac und Klaus,
    Du hast Recht julchen, die letzten 8 Jahre habe ich in Calpe gelebt.
    Und Lilac, über Deine Erfahrungen von einem Leben in Spanien verfügt sicherlich nur ein Bruchteil aller User in allen Spanien-Foren.
    Leider wird man schnell als Spanienhasser betitelt, wenn man kritische Anmerkungen zu der Situation macht, in der sich das Land befindet.
    Ich bin Realist genug um zu wissen, daß sich Spanien verändert hat, manches positiv und manches negativ.
    Mir persönlich gingen einige Veränderungen zu weit. Es war eben nicht mehr das Land, das ich so sehr mochte wie zu Beginn meiner "Auswanderung".

    Klaus, was ich nicht verstehe ist, daß Du keine Arbeit z.b. als Elektriker in Deutschland findest.
    Vielleicht liegt es an der Region, keine Ahnung.
    Ich habe letztes Jahr ein Haus gekauft, Nähe Hamburg, dort komme ich her, und natürlich mußten diverse Dinge renoviert und umgebaut werden.
    U.a. wurde die Elektrik auf den neuesten Stand gebracht. Ich suchte also im Internet nach Elektrofirmen in der Nähe, fand 7 oder 8 davon und habe mich für die
    erste entschieden. Der Elektriker, mittlerweile gehen wir regelmäßig ein Bierchen trinken, hat mir erzählt daß seine Firma so viel zu tun hat, daß er selbst seit 4 Jahren keinen
    Urlaub mehr machen konnte. Warum ? Viele Aufträge und seine Firma sucht schon ewig Elektriker.
    Wir bekommen jede Woche so ein Käseblatt ins Haus, eine Zeitung aus der Region, was dort an Arbeit angeboten wird, geht auf keine Kuhhaut !
    Tischler, LKW-Fahrer, Konditor, Technische Zeichner, Mitarbeiter bei Autovermietern, auf der Tankstelle, Verkäuferinnen in Boutiquen, beim Bäcker, Lidl sucht, Aldi sucht,
    meine Bank sucht 2 Bankkaufleute, ein Immobilienmakler sucht, die IKK-Krankenkasse sucht und diverse andere Voll-und Teilzeitjobs.
    Nur am Rande: Meine Frau hat aus Interesse bei Aldi gefragt, wie sieht es mit dem Gehalt aus, Antwort war ca. 1800 Brutto, wäre in ihrem Fall ca. 1260 netto.

    Ich finde das eigentlich nicht schlecht, zumal das Gehalt steigt.
    Aber das ist nicht das Thema denn Ihr wollt ja nach Spanien auch aus den von Dir genannten Motiven.
    Ich wollte nur verdeutlichen, daß zumindest in unser Region, ca. 50 Km von Hamburg entfernt, Arbeit vorhanden ist.

    Wenn man einen festen Job in Spanien bekommen könnte, muß man heutzutage allerdings damit rechnen, ihn bei schlechter Auftragslage schnell wieder zu verlieren.
    Das wäre vor 4 oder 5 Jahren kein Problem gewesen, konnte man in eine Firma reinspazieren und sein curriculum präsentieren und oft hatte man nach kurzer Zeit wieder Arbeit. Das wird heute schon schwieriger werden. Dann ist die Enttäuschung für Euch sicherlich noch größer, gerade eben wieder zurück an der Costa Blanca und schwupps, schon wieder keine Arbeit. Denkt auch in diesem Fall an Kapital, mit dem Ihr eine Zeit überbrücken könnt.

    Ich habe mehrmals mit Kumpels unten gesprochen, und alle haben mir erzählt, daß täglich Spanier oder Südamerikaner in die Firma reinkommen und nach Arbeit oder einem kleinen Auftrag fragen.
    Das habe ich früher in Spanien nie erlebt ! Es waren ja auch wilde und goldene Zeiten, allerdings kommen die nicht wieder. Und ich sage das als Optimist !

    Der Tourismus allein kann es nicht rausreissen, und die Bauwirtschaft wird nicht mehr diese Massen von Arbeitern so wie vor der Krise beschäftigen. Also bleibt doch nur die Pflege von Bestandsimmobilien. Der Markt ist allerdings abgedeckt.
    Sicherlich kann man sich durchbeissen, das habe ich damals auch getan, auf der anderen Seite bin ich heute fast 20 Jahre älter und ich möchte einen gewissen Standard nicht mehr missen.
    Ich weiß noch die ersten 2 Jahre; schlecht bezahlte Jobs, eine schweinekalte Bude im Winter, die Sprachprobleme anfangs, daraus resultierent keine soziale Eingliederung usw. Wir wollten zu der Zeit immer wieder mal hinwerfen und zurück nach Deutschland, aber irgendwie ging es immer weiter, man verdiente immer besser, man wohnte immer besser und mit den sozialen Kontakten wurde es auch immer mehr. Wirklich alles in allem eine tolle Zeit, aber ich war auch erst 27 Jahre alt.
    Viele meiner Schwierigkeiten sah ich sportlich als Abenteuer wie z.b. die Besuche bei den verschiedenen Ämtern mit 5 Wörtern spanisch, meine erste Verkehrskontrolle
    oder das langsame Internet mit 56k-Modem.
    Heute möchte ich das alles nicht mehr haben. Aber es hat sich ja auch diesbezüglich viel getan in Spanien, das meinte ich mit positiv.

    Vielleicht ging die Entwicklung in Spanien in manchen Bereichen einfach zu schnell, sodaß zuviel Pulver verschossen wurde.
    Als Beispiel: Hätte man sich beim Errichten der abertausenden von Wohnungen und Häusern einfach doppelt soviel Zeit gelassen, gäbe es jetzt vielleicht noch Arbeit für die nächsten 10 oder 20 Jahre. Man hätte dann jetzt nicht auch das Problem von Mio. von Kolumbianern, Marrokanern oder Rumänen, die arbeits-und perspektivlos zu hause hocken und vielleicht auf dumme Ideen kommen ! Bitte nicht denken, ich hätte was gegen diese Nationalitäten, viele sind supernette Leute, mit tun sie nur leid !
    Wir sind schließlich alle Ausländer, zumindest im Ausland.

    Ich schreib schon wieder zuviel, ich weiß, ich bin vom Thema abgekommen.
    Schönen Abend noch allen und Grüße an die Costa Blanca und den Rest Spaniens von der Costa del norte !
    Gast1055 gefällt dies.

  28. #28
    Zeigt Interesse an Spanien
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    Hola Elcalpino,

    Dass es bei Euch so viele offene Jobs geben soll, erstaunt mich. Bei uns ist das nicht der Fall. Mit einer Ausnahme: Als Technischer Zeichner hätte ich tatsächlich schon den einen oder anderen guten Job haben können. Es scheitert daran, dass ich zwar auch am Computer mit diversen Cadprogrammen etc gut zeichnen kann, aber keinen Brief dafür in der Tasche habe.

    Aber das Thema ist hier nicht, ob ich bei einem Umzug besser das Ausland um Hamburg herum wähle, weil es da vielleicht Jobs gibt, oder besser nicht das spanische "Ausland" wähle, sondern dass meine Frau und ich einen Job da suchen, wo wir uns zu Hause fühlen.
    Also noch einmal: uns sind die Risiken und Eigenheiten in Spanien bekannt.
    Eine Generaldebatte, ob es besser ist, in Deutschland oder in Spanien zu leben und zu arbeiten , kann gerne in einem anderen Thread geführt werden. Viele naive junge Auswanderungswillige wird das möglicherweise zu derem Glück abschrecken. Uns aber nicht mehr.

    Wir bitten also noch einmal die anderen Leser hier, sich mal um zu hören, ob in der Region Marina Alta irgendjemand derzeit oder in nächster Zukunft eine offene Stelle hat in den Bereichen, die wir im Thread bereits aufgezählt haben.
    Geändert von Klaus (25.09.2011 um 20:20 Uhr) Grund: Fehler beim abspeichern korrigiert

  29. #29
    Moderator Avatar von Lilac
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    Nur eine Anmerkung noch dazu, Klaus: Selbst wenn einer von Euch beiden das große Glück hätte, eine Anstellung - sogar mit Anstellungsvertrag - zu bekommen, so weißt Du doch nie, ob Du eine Woche später immer noch beschäftigt bist. In Spanien gibt es keine Kündigungsfristen, wenn der Boss jemanden raus haben will.
    Also gibt es - zumindest im Angestelltenverhältnis - nie eine Sicherheit, ob Du auch im nächsten Monat noch Geld verdienst, um die Miete und Deinen Lebensunterhalt zu bezahlen.
    Ist Euch das auch bekannt? Und wenn ja, seid Ihr bereit für ein Leben in völliger Unsicherheit, nur um in Spanien zu sein?

  30. #30
    Zeigt Interesse an Spanien Avatar von Biby
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    Hallo Lilac,
    das ist uns bekannt. Aber darum geht es nicht. Wir sind in Spanien zuhause. Hier nicht. Mein Vater lebt seit 17 Jahren dort. Ich habe ihn gefragt, ob er uns mal besuchen kommt. Seine Antwort: "Du bekommst mich nicht mehr nach Deutschland." Und das ist auch meine Meinung. Ich habe mich immer im Ausland wohler gefühlt, als in Deutschland, seit meiner Kindheit.
    Wir haben überlegt, was wir in Spanien an Deutschland vermißt haben, es kam ein "nichts". Dann haben wir überlegt, was wir an Spanien vermissen. Da kann ich eine Menge auflisten, aber das würde den Rahmen sprengen. Wir kommen mit der deutschen Mentalität nicht klar, uns liegt eher die spanische.
    Wir rechnen mit allem, weil wir in Spanien Ausländer sind. Aber wir müssen hier auch mit allem rechnen, vor allem unangenehmen, weil wir hier auch Ausländer sind und uns auch als solche fühlen. Ich bin vor einiger Zeit auf den Markt einkaufen gegangen und habe den Markthändler auf spanisch angesprochen. Der hat ganz verstört geschaut, aber mir war nicht bewußt, dass ich in Deutschland war. Ich war ganz in Gedanken-in Spanien, zuhause.
    Die Unsicherheit kennen wir, aus Deutschland. Denn die haben wir hier zur Genüge. Auftraggeber, die nicht zahlen. Seit einem Jahr warten wir auf die Begleichung einer großen Rechnung. Im Moment warten wir auf einen Gerichtstermin, seit November 2010. Das ist Deutschland, wie ich es kenne. Nichts ist sicher, absolut nicht. Und das ist die Wahrheit über dieses Land.
    Geändert von Biby (25.09.2011 um 20:44 Uhr)

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