Auf der Kanaren-Insel El Hierro zittert seit drei Monaten die Erde. Mehr als 8000 schwache Beben wurden registriert. Experten sehen darin ein Vorzeichen für einen möglichen Vulkanausbruch.
Die Bewohner der Kanaren-Insel El Hierro sitzen auf gepackten Koffern. Sie haben wichtige Utensilien wie Ausweise, Transistorradios oder Taschenlampen zurechtgelegt, um im Falle eines Vulkanausbruchs auf eine Evakuierungsaktion vorbereitet zu sein. Seit drei Monaten bebt und zittert auf El Hierro die Erde. Mehr als 8000 Beben wurden registriert.
Zwar waren die Erdstöße mit einer Stärke von maximal 3,8 schwach, nur etwa ein Dutzend war für die Bevölkerung zu spüren. Aber sie gelten als ein Vorzeichen, dass auf der Insel ein Vulkanausbruch bevorstehen könnte. Die gut 10 000 Bewohner nahmen das Zittern der Erde anfangs ziemlich gelassen hin, aber nun wächst die Angst.
Magma hebt den Boden an
Denn die Intensität der Beben nimmt zu. Die Behörden gaben eine Vorwarnung heraus, stellten die Vulkan-Ampel auf Gelb und bereiteten Evakuierungen vor. Mehr als 50 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, Kinder bekamen schulfrei und der Tunnel an der Straße zwischen den Hauptorten Valverde und Frontera wurde gesperrt.
Unter der Insel haben sich Magma-Massen angesammelt und den Boden stellenweise um 35 Millimeter angehoben. Ob das Magma bis an die Erdoberfläche dringt, ist ungewiss. „Man geht nicht davon aus, dass ein Vulkanausbruch unmittelbar bevorsteht“, betonte die Regierung der Kanaren. Wissenschaftler bezifferten die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs in den nächsten Wochen oder Monaten auf 10 bis 15 Prozent.
(Focus online 28.09.2011)






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