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  1. Heute
  2. Die Ziele die wir uns 1986 gesteckt haben, hinsichtlich privater Altersversorgung, Firmengründung in Spanien, Hausbau in Spanien, erreichen einer Alterrente in Spanien, usw., bestand aus einer Planung, die bis zum Jahre 2000 in Anspruch gedauert hat. Und damals musste ich mir noch ordnerweise die Unterlagen (z. B. über das spanische Sozialsystem) über die spanische Botschaft besorgen. 1986 wurde z. B. die 9/10 Regelung bei den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland eingeführt, die im Auge behalten werden musste, damit wir heute (im Rentenalter) nicht einige hundert Euro mehr an Krankenkassenbeiträgen zahlen müssen. Da ja nie ganz sicher war, dass auch Rentner nicht doch einmal ihre Kapitalerträge bei der Berechnung der Krankenkassenbeiträge offen legen müssen (siehe Direktversicherungen) mussten auch dabei Sicherungen eingebaut werden. Und auch heute muss ich einige Stunden im Monat den neusten Stand der Dinge heraussuchen, damit wir nicht in eine Falle laufen. Bei der Kindergeldkasse wäre es uns bald passiert. Natürlich bin ich auch in einem gewissen Maße ein "Fachidiot" denn ich bin auch nur in den Sparten gut informiert und auf dem neusten Stand, die für uns maßgebend sind. Scheidungsrecht--- keine Ahnung, Probleme mit der Anrechnung von Studienzeiten -- keine Ahnung, private Krankenversicherung--- keine Ahnung, Aktienrecht--- keine Ahnung. Usw., usw. Viele Grüße aus Andalusien Helmut
  3. Letzte Woche
  4. Der Fortschritt und Aussagen, zu dieser Thematik hierzu klingt wie Deo Spray für die Allgemeinheit. Der eine hat es versucht. Andere kamen nie soweit. Was passiert eigentlich mit dem übrigen Restbestand des selbst gemachten Vorhabens. Er konnte es nicht verhindern, auch wenn er es wollte. Nimmt man allgemein dann veralteten Schrott der so unnütz in Verstecken rumliegt und weg muss.
  5. Hallo Klaudia, wo genau möchtest Du denn hin? Ich habe 2016 den Schritt gewagt und es ist ratsam schon mal vorher Kontakte zu knüpfen, sowie sich um Job/ Wohnung zu kümmern - einschließlich Nie/Residencia. Liebe Grüsse
  6. Liebe Spanien-Freunde, heute habe ich den Widerspruch gegen meinen abgelehnten Rentenantrag an die Seguridad Social geschickt. Zur Erinnerung: ich hatte einen Rentenantrag zum 01.04.2020 gleichzeitig in Spanien und Deutschland gestellt. Nach EU-Recht müssen beide Länder sich gegenseitig die Rentenversicherungszeiten anerkennen. Das hat bisher nur Deutschland getan; Spanien wollte einige Deutsche Versicherungszeiten nicht anerkennen - konkret meine Studienzeit in Deutschland. Dazu ist Spanien jedoch nach Europäischem Recht verpflichtet, wie ich nachstehend kurz aufzeigen möchte. Spanien hatte argumentiert, dass die Deutschen Studienzeiten nicht anerkannt werden, weil Studienzeiten generell nach Spanischem Recht rentenrechtlich nicht anerkannt werden. Mein Fall ist wahrscheinlich schon deshalb ein wenig speziell, weil ich als Deutscher hier in Spanien bis zu meinem Rentenalter gearbeitet habe und meine Rentenanträge von hier aus stelle. Folgende drei Knackpunkte der VERORDNUNG (EG) Nr. 883/2004 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 29. April 2004 habe ich in meinem Widerspruch aufgeführt: 1. (Präambel) ... in Erwägung nachstehender Gründe: (33) Es ist erforderlich, gesetzliche Vorruhestandsregelungen in den Geltungsbereich dieser Verordnung einzubeziehen und dadurch die Gleichbehandlung … von Vorruhestandsleistungen … für die betreffende Person … zu gewährleisten; Das bedeutet in meinem Fall, dass Deutsche Versicherungszeiten in Spanien auch für den Vorruhestand angerechnet werden müssen. Das war in Spanien auch immer der Fall, sondern erst, seitdem im Dezember 2019 der Europäische Gerichtshof korrigierend einschreiten musste. 2. Artikel 1, Begriffsbestimmungen t) "Versicherungszeiten" (sind) die Beitragszeiten, Beschäftigungszeiten oder Zeiten einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, die nach den Rechtsvorschriften, nach denen sie zurückgelegt worden sind oder als zurückgelegt gelten, als Versicherungszeiten bestimmt oder anerkannt sind, sowie alle gleichgestellten Zeiten, soweit sie nach diesen Rechtsvorschriften als den Versicherungszeiten gleichwertig anerkannt sind; Das bedeutet in meinem Fall, wenn die Deutsche Rentenversicherung festlegt, dass meine Hochschulzeiten Versicherungszeiten sind, muss Spanien diese Zeiten als Versicherungszeiten anerkennen, auch dann, wenn diese nach Spanischen Gesetzen keine Versicherungszeiten sind. 3. Artikel 6, Zusammenrechnung der Zeiten … , berücksichtigt der zuständige Träger eines Mitgliedstaats, dessen Rechtsvorschriften den Erwerb, … von der Zurücklegung von Versicherungszeiten, … abhängig machen, … die nach den Rechtsvorschriften eines anderen Mitgliedstaats zurückgelegten Versicherungszeiten, … als ob es sich um Zeiten handeln würde, die nach den für diesen Träger geltenden Rechtsvorschriften zurückgelegt worden sind. Das bedeutet in meinem Fall, dass Spanien alle Deutschen Versicherungszeiten anerkennen muss; es können keine Versicherungszeiten aus meinem Deutschen Versicherungsverlauf herausgenommen werden. Wie schon vorher erwähnt, halte ich Euch auf dem Laufenden. Ich denke, wir werden etwas Geduld haben müssen, was die Entscheidung betrifft. Allerdings - und das sind die Kleinigkeiten, die man in Spanien berücksichtigen muss, vertritt mein Rechtsanwalt auch die Firma, in der meine Frau arbeitet und schon laufen die Dinge geschmierter, wie z.B. der direkte Kontakt mit dem Sachbearbeiter jenseits der offiziellen Wege ... Viele Grüße Arandanito muss heißen " ... Das war in Spanien auch nicht immer der Fall, ..
  7. Hallo baufred, ja - der IWF hat schon vor einigen Jahren ein Konzept ausgearbeitet, mit dem auch Bargeld (das zu Hause unter der Matratze liegt) mit Minuszinsen belegt werden kann; ist etwas schwierig zu erklären, aber es funktioniert tatsächlich. Es handelt sich bei Bargeld eben auch nur um ein Finanzprodukt, auf dem eine Währung aufgedruckt ist, ohne inneren Wert. Viele Grüße aus Andalusien Helmut
  8. ... 'ne weitere mögliche Alternative ist mir schon "zu Ohren" gekommen: den EURO als Währung mit Wechselkurs splitten >> Bargeld vs. Buchgeld (Kto.) mit Wechselkurs bei Bargeldausgabe .... auch damit lässt sich politisches "Spielgeld" 😎 generieren ...
  9. Warum sollten zwei Parteien (die untereinander Schwarz-Geschäfte abwickeln) darauf Rücksicht nehmen, dass sie sich dabei an irgendwelche Bargeldhöhen halten? Für 1000 € Kokain kaufen geht dann, aber für 2000 € nicht? Der Handwerker (der dann schwarz mein Badezimmer erneuert hat) sagt dann: "Oh tut mir leid, aber mehr als 1000 € kann ich schwarz nicht annehmen? Oh- tut mir leid, aber die Kalaschnikow oder den Sprengstoff für das nächste Attentat kann ich leider nur per Visa Karte zahlen, denn mehr als 1000 € in bar sind ja nicht erlaubt? Wer so einen Blödsinn glaubt, der glaubt auch dass Zitronenfalter Zitronen falten. Es geht doch einfach darum, dass schrittweise das Bargeld komplett abgeschafft wird, damit die Sparkonten mit Minuszinsen belegt werden können. Ansonsten würde der Sparer sein Geld von der Bank abholen und unters Kopfkissen legen. Wenn ein Sparkonto mit 5% Minuszinsen im Jahr belegt wird, aber der Kontoinhaber kein Bargeld mehr bekommen kann, wird er auch geneigt sein möglichst schnell Waren für sein Geld zu kaufen. Das rettet die Banken, die Geldumlaufgeschwindigkeit (M1) wird höher, die Inflation beginnt an zu galoppieren, und der Staat kann sich dadurch entschulden, wobei natürlich das Guthaben der Sparer vernichtet wird, genauso wie alle Wertanlagen auf die eine Währung aufgedruckt ist. Auf eine Bargeldabschaffung kann man sich vorbereitet und ich denke es wird keine fünf Jahre mehr dauern. Viele Grüße aus Andalusien Helmut
  10. PSOE fordert ebenen sozial die schrittweise Abschaffung des Bargeldes. Obergrenze für Barzahlungen von zurzeit 2.500 auf 1.000 Euro weiter zu verringern BANKNOTEN SIND NACH ANGABEN DES GELDTRANSPORTUNTERNEHMENS LOOMIS KOSTENGÜNSTIGER ALS DEBITKARTEN. Nachgewiesen nicht Virusverbreiter. Handzuhaben bei Stromausfall usw.. Bringen der Situation angepasstes auf den Tisch. Ohne Teilung mit (?????) von Plastics oder Metallteilen. https://www.wochenblatt.es/spanien/psoe-fordert-die-schrittweise-abschaffung-des-bargeldes/
  11. Wenn für das Fotografieren eines Polizisten Hunderttausende von Euro Strafe verhängt werden können und für das Nichtangeben des von Oma geerbten Häuschens, mehr Strafe als das Häuschen wert ist, dann sollte man sein Geld tatsächlich nicht mit nach Spanien bringen. Wohlgemerkt, wer im Modelo 720 das Häuschen nicht angibt, ist geliefert, auch wenn alle Steuern bezahlt wurden. Wer nur eine Kontovollmacht nicht angibt ebenfalls. .
  12. Hallo Arandanito, Wissen ist Macht. Als ich vor etwa einem Jahr meiner lieben Frau mitteilen konnte, dass ich das Sozialgerichtsverfahren um ihre Erwerbsunfähigkeitsrente in Deutschland gewonnen habe, konnte ich ihr gleichzeitig mitteilen, dass nun erstmalig (seit etwa 30 Jahren) kein akutes Sozialgerichtsverfahren mehr in -D- am Laufen ist. Wir haben aber auch wirklich alles in Deutschland einklagen müssen, sogar das Kindergeld. Ich habe dabei festgestellt, dass sich z. B. die Kindergeldkasse, oder genauer gesagt der Mitarbeiter der Kindergeldkasse, so verhalten hat, wie ein Betrüger in einer kriminellen Vereinigung. Der Vorgesetzte dieses Betrügers hat meine Anfrage kommentarlos weggesteckt, als ich nach zwei gewonnenen Gerichtsverfahren schriftlich bei ihm nachgefragt habe, ob dieser Betrüger denn immer noch auf seinem Platz sitzt, oder ob er zwischenzeitlich zumindest einmal nachgeschult worden ist. Da jagt die deutsche Polizei in den Fußgängerzonen rumänische Hütchenspieler, die Passanten um einige Euros betrügen und einige Meter weiter sitzen die richtigen Betrüger in den Ämtern und wollen den Bürgern das vorenthalten, was ihnen gesetzlich zusteht; was für eine verkehrte Welt. In der Ehe habe ich das große Los gezogen, denn ich habe meine erste Liebe heiratet können. Wir haben uns kennengelernt als sie 15 war und ich 17; in dem Jahr sind Menschen das erste Mal auf dem Mond gelandet. Unseren Umzug nach Spanien haben wir recht gründlich geplant; dazu gehörte auch, dass wir vorher Gütertrennung vereinbart haben und ich meinen Teil nicht mit nach Spanien genommen habe. Meine liebe Frau ist daher alleinige Eigentümerin unsere Immobilie in Spanien. Das hat sich dahingehend sehr positiv ausgewirkt, dass Ordnungswidrigkeiten, die wir natürlich auch in den zwölf Jahren begangen haben, als wir die Immobilie aufgebaut haben, immer mir zugestellt wurden. Ich habe dann erst einmal nichts gegen die Strafe unternommen, sondern habe erst nach der Verjährungsfrist Einspruch dagegen eingelegt. Für Spanier vollkommen unvorstellbar, dass bei einem Ehepaar in Spanien der Frau alles alleine gehört. Auch mit dem Modelo 720 haben wir keinen Ärger bekommen, denn das spanische Finanzamt kann natürlich auch nicht an mein Vermögen (im nicht EU-Ausland) herankommen; sie könnten noch nicht einmal herausbekommen wo es ist, wie viel es ist und in welcher Form es angelegt worden ist. Ausdrücklich möchte ich aber darauf hinweisen, dass ich mich bis heute (gegenüber den Finanzämtern, egal ob in Deutschland oder Spanien) vollkommen legal verhalten habe, aber man weißt ja nie was den Staaten so einfällt, wenn sie Geld brauchen. Ich habe sogar Rechtsstreitigkeiten gegen den Rat meines deutschen Steuerberaters und Rechtsanwaltes geführt und habe trotzdem gewonnen. Zu Spanien kann ich sagen, dass hier sogar versucht wird Sippenstrafen gegen mich durchzusetzen, die es nur in der braunen Vergangenheit in Deutschland gegeben hat, oder unter Franco. Nur bei mir ist eben nichts zu holen. Aber, bei der Rentenversicherung in Spanien hat meine Frau ausschließlich positive Erfahrungen gemacht; der Antrag auf Ihre Erwerbsunfähigkeitsrente wurde 3 Wochen nach Antragstellung genehmigt und ging mit 65 dann in die Altersrente über. Natürlich könnte ich jetzt noch viele Seiten weiterschreiben, aber was ich als ganz wichtig ansehe ist, dass nur das Vermögen mit nach Spanien genommen wird, wenn es unvermeidbar ist. Und, das Vermögen, was dann nicht mit nach Spanien genommen wird, darf nicht den Aufdruck einer Währung haben und der gesamte Kapitalertrag muss legal steuerfrei sein. Ach- doch noch etwas. Viele Menschen sehen in der Definition eines Rechtsstaates, einen Staates, in dem kein Unrecht durch den Staat geschehen kann; das ist aber in keinem Land der Welt möglich. Ansonsten müsste der Staat jedem Bürger einen persönlichen Rechtsanwalt an die Seite stellen. Ein Rechtsstaat ist ein Staat, in dem der Bürger Entscheidungen des Staates, oder seiner Bediensteten, gerichtlich überprüfen lassen kann und das in mehreren Instanzen. Vor dem Sozialgericht sogar kostenlos. Nur- viele Leute bekommen aber eben ihren Hintern nicht hoch und lehnen sich nicht gegen eine unrichtige Entscheidung des Staates auf. Viele Grüße aus Andalusien Helmut
  13. .... ¡Tienes toda razón! Glückwunsch zum Durchhaltevermögen und nachhaltigem Abklopfen der Umstände, Gegebenheiten und rechtl. Mölichkeiten. Darum auch immer wieder für alle Auswanderwilligen der gute Ratschlag, die span. Sprache mit einem Maximum an Körpereinsatz zu erlernen, um den Widrigkeiten des spanischen Alltags in all seinen Erscheinungsformen erfolgreich begegnen zu können. - Es zahlt sich immer aus!!! Danke für die Schilderung deiner "verzwickten" persönlichen Probleme und deren Lösungswege für ein jetzt entspanntes Leben .... ¡Suerte, y, que tengaís un futuro en paz!
  14. Liebe Spanien-Freunde, Ich möchte mich mit diesem Beitrag weder beschweren, noch um Rat bitten, da das Problem inzwischen gelöst wurde. Dennoch möchte ich gern berichten, wie es einem ergehen kann, wenn Widersprüche im Internationalen Recht durch eine Person ausgenutzt werden. Wie ich in einem anderen Beitrag geschrieben habe, bin ich 1997 von Berlin nach Tarragona gezogen, weil ich meinen Kindern, die mit meiner geschiedenen Ehefrau in Alicante wohnten, näher sein wollte. Als die Kinder volljährig wurden und alle eigene Einkünfte hatten, kamen wir zu der Einigung, keine Unterhaltszahlungen mehr zu zahlen. Mein Fehler war, das nicht schriftlich festzuhalten, da ich meinte, mit den Einkommensnachweisen aller Beteiligten ausreichend abgesichert zu sein. Fünf Jahre später war das Verhältnis zu meiner Ex allerdings nicht mehr so gut, doch es überraschte mich trotzdem, als sie die Nachzahlung von Unterhalt für die letzten fünf Jahre verlangte, natürlich mit Zinsen und allen anrechenbaren Kosten. Als Beweis legte sie das Deutsche Scheidungsurteil vor, welches in Deutschland inzwischen nicht mehr einklagbar war, aber mit den unterschiedlichen Verjährungszeiten in Spanien plötzlich wieder lebendig wurde. Ohne mich anzuhören, verurteilte die erste Instanz mich zu einer Zahlung von rund 50.000 Euro. Zu dieser Verurteilung führten folgende irreführende Faktoren: - Ansprüche aus dem Deutschen Scheidungsurteil waren nach Deutschem Recht verjährt, in Spanien aber nicht, - Da wir beide nun unseren Wohnsitz in Spanien hatten, war der Gerichtsstand nicht mehr Berlin, sondern Alicante, mit der Konsequenz der Beurteilung eines Deutschen Scheidungsurteils mit Spanischen Gesetzen (absurd!) - Ex forderte Unterhaltsnachzahlungen im Namen der inzwischen volljährigen Kinder, ohne deren Vollmacht zu haben. Wurde von der ersten Instanz aber nicht überprüft - Die Spanischen Behörden haben sich nicht mit den Deutschen Behörden in Verbindung gesetzt, um die Höhe der Nachzahlung festzulegen, wie es das Europäische Recht verlangt. Dann hätte sich schnell herausgestellt, dass es hier nichts mehr zu holen gibt. Außer der Verurteilung zur Zahlung dieses Betrages wurde mein Gehalt und meine Wohnung provisorisch gepfändet. Es blieb mir ein Existenzminimum, mit dem ich gerade meine Hypothek zahlen konnte, was aber zum Leben nicht reichte. Provisorisch pfänden heißt, es wird erst einmal alles eingezogen und dann schaun wir mal, wer Recht hat. (Erst schießen und dann fragen.) Ihr werdet verstehen, dass ich mich im ersten Moment wie in einer ausweglosen Falle gefühlte habe. Aber dann wurde mir klar, ich muss hier kämpfen oder ich komme hier wirklich nicht mehr heraus. So habe ich mich fast einen ganzen Sommer lang mit Europäischem Recht beschäftigt und meinem Anwalt, der hier überfordert war, entscheidende Tipps gegeben. Und tatsächlich, wir haben den Prozess gewonnen. Hätte ich das Feld allein meinem Anwalt überlassen, würde ich heute vielleicht unter einer Brücke wohnen. Ach ja, damit war das ganze Theater aber noch nicht zu Ende: - ich wurde erst drei Monate später über den gewonnenen Prozess informiert, bis dahin wurde mein Gehalt weiter gepfändet; - ich hatte Probleme, mein gepfändetes Geld wieder zurückzuerhalten. Es war so einfach, ein Teil meines Gehaltes direkt vom Arbeitgeber abzuzweigen. Da man jedoch nicht gewohnt war, dass auch Männer Unterhaltsprozesse gewinnen können, wussten die Behörden nicht, wohin damit. Also wieder kämpfen und am Ende konnte ich auch das hinkriegen. Auf meinen Anwaltskosten bin ich jedoch sitzengeblieben weil meine Ex sich als nicht zahlfähig erklärte. Dieses Spiel hat meine Ex insgesamt drei Mal mit mir gespielt; habe alle drei Prozesse gewonnen. Bis der Richter im dritten Urteil meine Ex als absolut bösgläubig („absoluta mala fé“) betitelte. Seit dem ist Ruhe. Meine Botschaft für Euch ist nur, in schwierigen Situationen nicht gleich das Handtuch zu werfen. Wenn Ihr einen Fall habt, der absolut ungerecht erscheint, es gibt einen Ausweg. Man muss sich nur erst auf den Hodenboden setzen und selbst analysieren Für diejenigen, die erst noch nach Spanien kommen wollen: Man kann hier wirklich relax leben, solange alles glatt läuft. Aber im Leben läuft halt nicht alles glatt. Damit muss man aber rechnen. Viele Grüße Arandanito
  15. Hallo Helmut, ich denke, der Moment ist gekommen, wo ich mich kurz vorstellen sollte. ich bin vor 23 nach Spanien gekommen, konkret nach Katalonien. Einerseits hatte ich mir einen alten Traum erfüllt, einmal in Spanien leben und arbeiten zu können. Auf der anderen Seite war es eine Möglichkeit, in der Nähe meiner Kinder zu sein, die seit meiner Scheidung von meiner spanischen Ex wieder in Alicante wohnten. Beruflich machte ich das Gleiche wie in meiner Geburtsstadt Berlin: Einkäufer für Komponenten und Rohstoffe für die Automobilindustrie: Kein Ausstieg, alles normal. Aber ich war nach Feierabend dort, wo Andere sonst nur im Urlaub sind. Inzwischen bin ich wieder verheiratet; wieder mit einer Spanierin - diesmal aus Galicien, wo wir ein größeres Haus am Atlantik haben. Alle meine drei Kinder haben inzwischen selbst eine Familie und Arbeit in Deutschland gefunden. Man könnte es fast Ironie des Schicksals nennen. Jedenfalls bin ich mit meiner Frau, die ich für den besten Menschen halte, den ich je kennengelernt habe, hier in Valls (Tarragona) sehr glücklich. Viele Grüße Arandanito
  16. ...Ohne Euch mit Einzelheiten zu langweilen... Hallo Arandanito, ich denke, ich spreche auch hier für Peter, wenn ich Dir schreibe, dass Du uns in keiner Weise langweilst. Das ist ein interessantes Thema und wir können alle dabei etwas lernen. Ich bin Handwerksmeister und somit auch Ausbilder und habe eine Erlaubnis Jugendliche auszubilden; da kommt es nicht darauf an Recht zu behalten, sondern Erfahrungen zu sammeln und die dann auch weiterzugeben. Und wenn Du jetzt recht hast (dass ich hoffe) dann hast Du irgendwann Dein Ziel erreicht und wir haben alle was gelernt. Ich versuche immer ein wenig Logik in die Sache rein zu bringen und Probleme analytisch zu zerlegen, was natürlich auch nicht immer zielführend ist. Ich bin echt gespannt was dabei herauskommt. Wichtig ist, dass Du uns auf dem Laufenden hältst, denn nur so können wir etwas lernen. Viele Grüße aus Andalusien Helmut
  17. Hallo Helmut, hallo Peter, also, auch wenn Ihr Euch beide einig seid, es überzeugt mich noch nicht. Weder Spanien noch Deutschland können ihr eigenes Süppchen kochen, weil beide Länder an internationale Abkommen gebunden sind. Da gibt es z.B. die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments vom 29.04.2004., die ich mir heute etwas genauer angesehen habe. Ohne Euch mit Einzelheiten zu langweilen (bei Bedarf informier ich Euch natürlich), muss Spanien alle im Europäischen Ausland anerkannten Versicherungszeiten akzeptieren, auch wenn diese nach Spanischem Recht nicht anerkannt würden. - Studienzeiten in Deutschland - egal ob Deutscher oder Spanischer Student - werden von Deutschland anerkannt und müssen wegen der EG-Verordnung auch von Spanien anerkannt werden. - Umgekehrt, studierte man in Spanien, würde Spanien diese Zeiten rentenrechtlich nicht anerkennen und gemäß der EG-Verordnung müsste das dann auch Deutschland nicht tun. Das heißt in Spanien studieren, wäre im Sinne des Europäischem Rentenrechts ungünstiger. Am 15.07.2020 werde ich Widerspruch bei der Seguridad Social einlegen und Euch auf dem Laufenden halten. Viele Grüße Arandanito
  18. Früher
  19. Ich denke, da hat Peter den Punkt getroffen, denn ein Spanier der in Deutschland studiert und dann auch in Deutschland eine gewisse Zeit arbeitet, bekommt die Ausbildungszeiten in Deutschland auf seinem Rentenkonto gutgeschrieben, aber nicht in Spanien, weil Spanien sein eigenes Süppchen in Rentensachen kocht; genau wie Deutschland auch. Aber natürlich spekulieren wir da alle auch und ich bin mal gespannt was dabei herauskommt.
  20. Hallo Peter, hm, das sehe ich nicht so. Hätte der Spanische Rentner in Deutschland studiert, würde die Deutsche Rentenversicherung ihm diese Zeiten genauso anerkennen. Es ist keine Diskriminierung der Spanischen Rentner; es ist eine Diskriminierung der Spanischen Universitäten. Viele Grüße Arandanito
  21. Hallo alle zusammen. Ja, grade die letzten Ausführungen besagen, das die Regelungen nur in Deutschland so angewandt werden. Und dadurch ändern sich aber nicht die Regelungen in Spanien. Würden die D Ausbildungszeiten in Spanien anerkannt, würde ein spanischer Rentner diskreminirt.
  22. Hallo Helmut, noch einmal vielen Dank für de Zeit und Mühe, mir zu antworten. Ich habe mich noch einmal im Netz umgesehen. In der web der Deutschen Rentenversicherung findet man folgenden Satz, Stand heute: Schulzeiten zählen ab dem 17. Lebensjahr für die Rente - auch wenn keine Beiträge gezahlt werden (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Azubis-Studierende-und-Berufseinsteiger/Schueler/schueler_node.html). Steigt man in das entsprechende Gesetz ein (Sozialgesetzbuch, Sechstes Buch, Rentenversicherung), § 58 SGB VI (1) 4, heißt es: ((1) Anrechnungszeiten sind Zeiten, in denen Versicherte … nach dem vollendeten 17. Lebensjahr eine Schule, Fachschule oder Hochschule besucht oder an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teilgenommen haben (Zeiten einer schulischen Ausbildung), insgesamt jedoch höchstens bis zu acht Jahren.).https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbvi/58.html Außerdem werden Fälle wie Krankheit, Mutterschutz und Arbeitslosigkeit aufgeführt, jedoch leider keine Kindererziehungszeiten - wie in dem Fall Deiner Frau. Es sieht so aus, als ob Kindererziehungszeiten nicht als Anrechnungszeiten gelten. Viele Grüße Arandanito
  23. Hallo Arandanito, ich muss zugeben, dass ich Dir zu Deinem Problem keine konkrete Antwort geben kann, oder aus Erfahrung schreiben kann, aber es ist z. B. so, dass auch deutsche Kindererziehungszeiten nicht von der spanischen Rentenversicherung als Beitragszeiten anerkannt werden. Andersrum ist es auch so, dass eine Erwerbsunfähigkeit in Spanien nicht von der Deutschen Rentenversicherung anerkannt wird. Aber selbst wenn die Deutsche Rentenversicherung die spanische Erwerbsunfähigkeit anerkennt, geht der Versicherte noch nicht einmal dann im selben Alter in Altersrente, sondern in Spanien mit 65 und den Deutschland mit 65 plus. Nach meinen Erfahrungen hat in Europa jedes Land seine eigenen Bestimmungen, welche Zeiten als Beitragszeiten anerkannt werden; daher gibt es ja auch keine einheitliche europäische Rente, sondern jeder Staat kocht sein Süppchen selbst. Nur so ein Beispiel: Wenn eine Frau in Deutschland fünf Kinder hat, werden ihr für jedes Kind 3 Jahre Beiträge in der deutschen Rentenkasse gut geschrieben; mit diesem 15 Beitragsjahren würde sie aber in Spanien die Mindestrente von etwa 9.000 € im Jahr erhalten, und wäre in Spanien auch noch kostenlos krankenversichert; auch wenn sie in Deutschland nie berufstätig gewesen wäre. ...Beide Länder zahlen –gegebenenfalls nach Zusammenrechnung deutscher und spanischer Versicherungszeiten – nach ihrem Recht und ihren Berechnungsvorschriften eine eigenständige Rente aus... https://www.mallorcamagazin.com/service/leben-und-arbeiten-auf-mallorca/beruf-arbeit-rente/mais-expertentipps-fur-ihre-rentenkasse.html#:~:text=Beide Länder zahlen –gegebenenfalls nach,Berechnungsvorschriften eine eigenständige Rente aus.&text=Versicherungszeiten unter einem Jahr werden,des aktuellen Wohnsitzes zurückgelegt worden. Viele Grüße aus Andalusien Helmut
  24. Hallo Helmut, aber das ist genau der Punkt. In Deutschland wird mir alles anerkannt: die Deutschen Beitragszeiten, die Studienzeiten in Deutschland und die in Spanien gearbeiteten Zeiten. Deshalb konnte ich nach Deutschem Recht auch am 01.04.2020 in den Vorruhestand gehen und erhalte eine Deutsche Rente hier nach Spanien überwiesen. Die internationalen Verträge zwingen Deutschland, die Zeiten aus Spanien bei der Berechnung des Rentenalters mit zu berücksichtigen. Dieser Zwang gilt der gegenseitigen Anerkennung gilt auch für Spanien, wird aber nicht eingehalten. M.E, hat Spanien kein Recht, aus dem Deutschen Versicherungsverlauf bestimmte Zeiten - hier die Studienzeiten- herauszunehmen und für nicht rentenrelevant zu erklären. Viele Grüße Arandanito Hallo Helmut, kurzer Nachtrag. Die Ausbildungs- und Studienzeiten werden künftig ab 18.05.2016 nicht mehr berücksichtigt. Mein Hochschulabschluss war 1992 und wird deshalb in Deutschland noch anerkannt. Viele Grüße Arandanito
  25. Hallo Arandanito, ich weiß ja nun nicht ob diese Regelung auch für Dich zutrifft, aber die Spanier werden nicht Zeiten anerkennen, die in Deutschland auch nicht mehr anerkannt werden. Aber halt uns mal weiter auf dem Laufenden, denn das wird sich ja hier auch einige Leute interessieren, was dabei rauskommt. Viele Grüße aus Andalusien Helmut Ausbildung wird bei der Rente nicht mehr angerechnet Mit in Kraft treten der letzten Rentenreformgesetze werden zum größten Teil (Schul)Ausbildungs- oder auch Studienzeiten für die Rente nicht mehr berücksichtigt. Für die künftigen Rentner bedeutet dies eine Kürzung der Rentenhöhe. Diese für viele angenommene Ungerechtigkeit wurde zuletzt am 18.05.2016 durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt (Az. u.a. 1 BvR 2217/11, 2218/11). Die Verfassungsbeschwerden wurden vom höchsten deutschen Gericht überhaupt nicht angenommen. Die Kläger konnten nicht ausreichend genug begründen, warum die verschiedenen Ausbildungen einheitlich zu berücksichtigen sind. Die Änderungen aus dem Jahre 2004 (RV-Nachhaltigkeitsgesetz) sind nicht verfassungswidrig. https://rente-rentenberater.de/rentenversicherung/versicherungs-beitragsrecht/12-ausbildungszeiten.html
  26. Aussicht wie immer trotz eines Erfolges In der Zwischenzeit ist man dem System und dem Sachbearbeiter ausgeliefert. Was einem nicht zum Lebensunterhalt weiterhilft. Bis einige daran interessiert sind etwas von Gemeinschaft und Humanität zu begreifen…….. Anhang: Pflegeversicherung DE im Ausland, da ist man auf demselben Stand. (Gerne in einem anderem Thread) Auch hier wäre man dankbar, wenn mir hier jemand mit spezifischen Kenntnissen seine Einschätzung geben könnte. Vorab kommt Arandanito,
  27. Hallo Helmut, also zunächst einmal vielen Dank für Deine schnelle Reaktion. Ich bin was meine Chancen auf Erfolg angeht, nicht so pessimistisch. Es gab im vergangenen Dezember eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, der Spanien für den Ausschluss von im Ausland erworbenen Rentenzeiten verurteilt, weil es aus Sicht der internationalen Verträge illegal ist. Es ging damals um zwei Spanier, die in Deutschland gearbeitet hatten und die wegen des Ausschlusses der Deutschen Zeiten nicht auf die Mindestanzahl an Jahren kamen, um in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Die Seguridad Social muss jetzt vorsichtig sein, was sie aus ausländischen Versicherungsverläufen ausschließt. Es gibt noch einen weiteren Grund für meinen Optimismus: auch ohne Berücksichtigung meiner Hochschulzeiten komme ich auf 36 Jahre und 10 Monate Beitragszeiten, während nur 35 Jahre notwendig sind, um in Spanien vorzeitig in den Ruhestand gehen zu können. Es sieht so aus, als ob hier nicht richtig zusammengerechnet wurde. Ich werde auf jeden Fall Widerspruch einreichen und Euch auf dem Laufenden halten. Das Dilemma meiner Hochschulzeiten: würde Spanien sie anerkennen, hätte ich am 01.04.2020 in den Vorruhestand gehen können, da ich auf mehr als 38,5 Jahre Beitragszeiten komme. Ohne die Hochschulzeiten, Vorruhestand erst im Oktober 2020. Wohlgemerkt, die Deutsche Rentenversicherung zahlt seit April und hat die in Spanien zurückgelegten Versicherungszeiten ohne Probleme anerkannt. Trotzdem wäre ich dankbar, wenn mir hier jemand mit spezifischen Kenntnissen des Spanischen Rentenrechts seine Einschätzung geben könnte. Viele Grüße Arandanito
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