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Joaquin

Leck im Atomreaktor Ascó 1 bei Tarragona

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25 Jahren nach Tschernobyl erleben wir in Japan, Fukushima einen erneuten Super-Gau. Deutschland versucht zwanghaft eine Energiewende und Europa sieht keine Veranlassung die Atomreaktoren auf die neue Gefahrensituation hin zu überprüfen.

Da passt es gut ins Bild, dass bei dem Atomreaktor Ascó 1 nahe Tarragona in Spanien, ein Leck aufgetreten ist. Zum Zeitpunkt des Lecks sollen sich 14 Arbeiter im Reaktorsicherheitsgebäude des Kraftwerksblocks aufgehalten haben. Dabei ist es zu einer Verstrahlung gekommen, wobei man aber betont, die dortigen Arbeiter seien nicht schwer verstrahlt worden.

Laut dem Reaktorbetreiber Anav, sei die Strahlung durch die Öffnung eines sich unerwünscht geöffneten Ventils verursacht worden, bei dem 25 Kubikmeter Wasser aus dem Haupt-Kühlsystem in ein Becken im Reaktorsicherheitsgebäude gelaufen sei. Dabei bedeckte das radioaktive Wasser den Boden knöcheltief. Die 14 Arbeiter wurden darauf hin dekontaminiert. Um die Mitarbeiter zu dekontaminieren habe hier lediglich eine Dusche mit Wasser ausgereicht, das die Arbeiter nur mit den Schuhen und der Schutzkleidung in Kontakt mit dem radioaktiven Wasser gekommen seien, jedoch nicht mit der Haut.

Zur Zeit des Zwischenfalls, soll der Reaktor nicht voll im Betrieb gewesen sein. Die spanische Atomaufsichtsbehörde (CSN) untersucht bisher diesen Vorfall.

Dabei ist das AKW Ascó nicht zum ersten mal aufgefallen. Schon einmal im November 2007 gelangten über das Ventilationssystem radioaktive Partikel in die Umwelt. Betroffen waren dabei auch nahegelegene Häuser und der Fluss Ebro nahe des Ebrodeltas und des selbigen Naturschutzgebietes. Wie so oft in der Geschichte der AKW's weltweit, wurde auch hier dieser Zwischenfall monatelang verheimlicht und wurde erst publik, als Insider Umweltschutzorganisationen, Informationen zuspielten. Erst danach gestand der Betreiber Endesa das Leck ein. Dabei hatten in dieser Zeit dutzende Schulklassen das Atomkraftwerk besucht.

Begrüßenswert ist, dass in Spanien seit 1983 ein Baustop für AKWs herrscht und nur acht Reaktoren im Land in Betrieb sind.

Hoffentlich kann sich Spanien bald komplett von den AKWs lösen und seinen Strom komplett "grün" gewinnen.

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Nach über 20 Jahren Spanien erlebe ich gerade ein Land, in dem es keine AKW gibt: Österreich. Es gibt kaum ein Haus, welches auf dem Dach keine Solarzellen hat. Auf einigen Bergen sieht man Windkraftwerke und jeder Bach wird von Zeit zu Zeit durch kleine Wasserkraftwerke geführt, ohne dass man es überhaupt sieht. Auch alles andere passt sich wunderbar in die Naturlandschaft ein.

Österreich ist autark was die Stromerzeugung anbelangt. Und ich habe - dies nur nebenbei bemerkt - noch nie in meinem Leben so ein sauberes, fortschrittliches Land gesehen, in dem jeder Bürger ein wenig daran mitarbeitet, seine Heimat schön, sauber und gesund zu erhalten.

Ich bin überrascht und begeistert!:winken:

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      Mit freundlichen Grüßen
      Mike
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      Dabei hatte erst kürzlich das Atomkraftwerk Ascó bei Tarragona an der spanischen Mittelmeerküste für einen über sechs Monate verschwiegenem Störfall, für Aufsehen gesorgt.

      Die in Spanien bestehenden Atomkraftwerke sollen nach Angaben der sozialistischen Regierung, noch bis zum Auslauf ihrer Lizenzen, im Betrieb bleiben und will sie dann abschließend vom Netz nehmen lassen.
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