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Joaquin

Radfahrprofi Alberto Contador Titel für Tour de France und Giro d’Italia aberkannt

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Dem Tour de France Gewinner 2010 und Giro d’Italia 2011 Gewinner Alberto Contador wurden nun beide Siege aberkannt. Der Internationale Sportgerichtshof hat den spanischen Radfahrer diese Siege wegen Doping aberkannt und ihn für zwei Jahre gesperrt.

In Spanien stößt diese Entscheidung nicht auf Verständnis, da man dem Sportgerichtshof Willkür vorwirft und eine unqualifizierte Entscheidung wo mit zweierlei Maß gemessen wird. Ganz von der Hand zu weisen ist dies sicherlich nicht, wenn man das Vorgehen auch bei anderen Radsportlern sieht.

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Naja, ich finde, die ganze Entscheidung stinkt doch schon ein bisschen, Contador hatte zwar die Last des Beweises auf seinen Schultern, welchen er nicht erbringen konnte - aber die Gegenpartei auch nicht...

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Den Namen der Veranstaltung hast Du falsch geschrieben. Es heisst seit 2 Jahren 'Tour de Doping'.

Ich habe den Eindruck, dass die Veranstalter so eine Art Lostrommel drehen und hineingreifen, um einen Täter zu finden. So gesehen kann ich das Willkür-Argument verstehen (aus meiner bescheidenen Warte als 'Ab- und An-Nachrichten-Seher', der von Radsport keine Ahnung hat). Ist das in anderen 'Doping-Sport-Arten' nicht das gleiche Spiel?

Vielleicht eine blöde Frage: Gibt es bei Formel 1 auch Doping-Kontrollen? Ich frage nur, weil ich den Eindruck habe, dass manche Fahrer bekifft hinter der Lenkplatte sitzen :D

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Den Namen der Veranstaltung hast Du falsch geschrieben. Es heisst seit 2 Jahren 'Tour de Doping'.

Gedopt wurde bei der Tour de France von Anfang an. In einem TV-Bericht über die Tour wurde berichtet, wie die Radler schon früh zum Beispiel Kokain zum Aufputschen benutzten.

Hier ein kurzer Abriss aus der Wikipedia:

Bereits 1924 veröffentlichte der Journalist Albert Londres in seinem bekannten Artikel Les Forçats de la Route (Die Zwangsarbeiter der Straße), was ihm Henri Pélissier und andere Fahrer über das Doping bei der Tour berichtet hatten. Sie leerten damals ihre Trikottaschen und präsentierten Londres Chloroform, Kokain und eine Pille namens Dynamit.

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Gedopt wurde bei der Tour de France von Anfang an..

Leider Joaquin, musst mir nur sagen in welcher Sportart wird nicht gedopt. Die Seuche reicht vom Radsport über Pferderennen bis zum Tischtennis. Ja sogar an Volksläufen, wo am Schluss nur eine Einheits Erinnerungsmedallie abgegeben wird, wird "geschaufelt" bis die Läufer in der Dusche noch strampeln, am Boden natürlich. Leider wird nur im Radsport so rigoros Kontrolle gemacht. Etwas weniger spektakulär bei der Leichtathletik. Aber bei Fussballern, wo es ebensom oder noch viel mehr ums grosse Geld geht? Wie seriös dann Anklagen gemacht werden ist eine andere Sache. Bin für Null Toleranz was Doping anbelangt und finde es am effektivsten, wenn die Athleten nicht nur an, sondern auch beim Training zwischen den Wettkämpfen kontrolliert werden. Unangemeldet natürlich. Die Athleten sind bei dieser Art von Kontrolle auch verpflichtet bei Abwesenheiten ihren zwischenzeitlichen Wohnort bekannt zu geben. Da würde doch noch ab und zu ein Athlet staunen, wenn er im Trainingslager auf irgendwelcher Insel, sein "Wässerchen" abgeben dürfte.

Dass doch eher an den Haaren herbeigezogene Thesen (Ausreden) über in Proben gefundene Stoffe zelebriert werden ist auch nichts Neues. Das reicht von mit Aufputschmitteln verseuchter Zahnpasta bis zu Glenbutterol-Schnitzel. Eines unterstütze ich jedoch, die Proben müssen seriös gemacht werden und für das Labor anonym und bei Ahndungen müsste es eigentlich mehr als gerecht zu und her gehen und in Sachen Strafmass für alle gleich. Das heisst für mich auch dass Landesverbände hinter Kontrollen stehen müssten und gerade dieser Punkt scheint mir in einigen Ländern doch sehr fraglich zu sein. Denken wir nur an die plötzlich verschwundenen Athletenlisten im Zusammenhang mit einem gewissen Doktor Fuente. Werden viele Sporthalbgötter halt immer noch gedeckt und geschont, derweil man der Sache als solchers einen Bärendienst tut.

Für Contador natürlich nicht gerade erfreulich, doch um der Seuche (vielleicht) mal Herr zu werden müsste man rigoros durchgreifen, bei allen Sportarten. Selbst dann wird es wieder solche Dummköpfe haben, die den Kontrolleuren ins "Messer" laufen, weil sie denken alle anderen wären dümmer als sie selbst.

Eines möchte ich noch loswerden. Ich bewundere Contadors Art wie er Rennen fährt auch. Dass solche Leistungen alleine das Resultat von Doping ist, ist natürlich mehr als an den Haaren herbeigezogen. Er ist ein Supertalent und könnte, um in Spaniens Sportwelt zu bleiben, auch lückenlos neben eine ganze Reihe grosser Spanischer Radsportler gestellt werden. Auch bin ich überzeugt, dass er nebst seinem Willen und Begabung eigentlich auch Superleistungen bringen würde ohne dass er in Kontrollen hängen bleiben würde.

Mit Sportsgruss Visita

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Leider Joaquin, musst mir nur sagen in welcher Sportart wird nicht gedopt.

Ja warum denn ausgerechnet ich? :confused:

Aber wo du schon dabei bist, ich glaube nicht, dass bei Sportarten wie Schach, Curling und Fechten gedopt wird ;)

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Vor allem müssten die Proben bei allen Teilnehmern gemacht werden, zur gleichen Zeit. OK, bei der Tour de Doping sind es vielleicht ein paar mehr**, aber nur dann wäre es wirklich gerecht und fair.

(**Ich weiss definitiv nicht, wie viel Teilnehmer das wirklich sind)

Die Kosten wären bei dem Zirkus allemal vertretbar, denn die Tour ist ein Millionengeschäft für die Veranstalter. Wenn nicht sogar ein Milliardengeschäft, wenn man das gesamte Merchandising dazu rechnet.

Mich stört es, dass die Titel so spät wieder aberkannt werden. Die Kontrollen müssten doch schneller durchgeführt werden können. Oder liegt es an dem Veranstalter, der erstmal den Rausch des Jubels kosten und Einnahmen machen will, ohne dabei gestört zu werden? Ich bin da sehr misstrauisch...

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Ja warum denn ausgerechnet ich? :confused:

Aber wo du schon dabei bist, ich glaube nicht, dass bei Sportarten wie Schach, Curling und Fechten gedopt wird ;)

Tschuldigung Joaquin

Wollte dich wegen deinem Namen nicht belästigen. Habe einfach auf deinen Beitrag geantwortet, könnte aber durchaus Max oder Moritz heissen. Bedenke aber was du glaubst, muss nicht unbedingt Realität sein (bei mir übrigens auch nicht) Doch was glaubst du, nehmen die Banker oder auch Manager in hohen Positionen oder sogar Ärzte um den Stress zu bewältigen. Das sind zwar keine Sportler, doch vergleichsweise hat es viele Sportarten, die rein körperlich auch nicht Leistungen eines Schwerathleten erbringen müssen und möglicherweise grössere Leistungen im menthalen Bereich erbringen.

Hallo 6 x 9

Bin ganz deiner Meinung. Etwas speditiver Arbeiten der Verbände wäre von Nöten, liegen doch die Resultate der Proben relativ schnell vor und mit positivem Befund wird auch die B Probe innert nützlicher Frist zur Verfügung stehen. Wieso dann eine Verurteilung so lange auf sich warten lässt ist mir auch unklar.

Es grüsst Visita.

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Bedenke aber was du glaubst, muss nicht unbedingt Realität sein (bei mir übrigens auch nicht) Doch was glaubst du, nehmen die Banker oder auch Manager in hohen Positionen oder sogar Ärzte um den Stress zu bewältigen. Das sind zwar keine Sportler, doch vergleichsweise hat es viele Sportarten, die rein körperlich auch nicht Leistungen eines Schwerathleten erbringen müssen und möglicherweise grössere Leistungen im menthalen Bereich erbringen.

Ich glaube, das viele nicht wissen woran ich glaube, aber es gerne immer wieder vermuten :D

Zurück zum Thema. Entweder man erlaubt Doping oder man geht konsequent gegen alle Dopingsünder mit allen möglichen Mitteln und Konsequenzen nach. Dazu müssten aber auch die Strafen viel härter ausfallen und zwar in dem Maße, dass die Konsequenzen so drastisch sind, dass sie auch als Abschreckung dienen. Ein Wettbewerbsverbot von 10 Jahren anstatt von zwei Jahren, wäre hier für einen Dopingsünder sicherlich der sportliche und finanzielle Ruin.

Es geht um viel Geld welches die Gewinner erreichen können und daher muss die Strafe dahin abzielen, dass hier der Einsatz von unlauteren Mitteln, dann jegliche Aussicht auf dieses Geld promt zunichte macht, anstatt es in greifbare Nähe zu rücken.

Das Problem besteht heute aber, dass die Kontrolleure der -Dopingmedizin in der Kontrolle von neuen Mitteln hinterherhinkt und bei der Genmanipulation sicherlich ihr Ende findet wird. Zudem kann man in der Tat sehr leicht anderen Sportlern irgendwelche Mittel ins Essen usw. schleusen und damit gezielt die Konkurrenz mit anschließendes Doping-Denunziation aus dem Rennen werfen.

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Der Radsport hat seine Glaubwürdigkeit verloren.

Ich schaue kaum noch, war früher Fan.

Und genauso denken viele. Aber: Weniger Zuschauer, weniger Einnahmen, weniger Geld für Gehälter.

Die Radprofis haben den Ast auf dem sie saßen selbst abgesägt.

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Entweder man erlaubt Doping oder man geht konsequent gegen alle Dopingsünder mit allen möglichen Mitteln und Konsequenzen nach.

Joaquin, ist leider absolut nichts neues und wird es ebenfalls leider bleiben. Auch haben dies "reuige" Sportler nach ihrer Sportlerkarriere schon zu gegeben. Alles, was noch nicht auf der verbotenen Liste steht, wird genommen. Dies selbst im Wissen, dass es gesundheitsschädigend wäre.

Kibitz, obwohl ich gleiches herbei hoffte, fürche ich, dass die Wende auf diese Art kaum eintreffen wird. Dafür sind mir diie Fussballstadien zu voll. Selbst wenn dort vor riesen, riesen Massen exzelenter Fussbal zelebriert wird. Obwohl beim Fussball nie einer hochfliegt (ist ja klar warum) , selbst ich weiss, dass bereits in unteren Ligen geschummelt wird und dort geht um minimales Geld.

Gruss Visita

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Nun hat es auch Jan Ullrich erwischt.

Was würde wohl passieren, wenn man auch noch Lance Armstrong Doping nachweisen könnte? Dann hätte der Radsport ein richtig heftiges Problem. Könnte es sein, dass man ihn daher eher verschont?

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Fuentes hatte auch einige (sehr viele) spanische Spitzen Fußballer als Klienten. Madrid, Barcelona etc. - wie die manchmal auf dem Platz rumlaufen und foulen haben die noch Reserven von Fuentes.:rolleyes:

"Brot und Spiele" ist aber wichtiger als die Wahrheit - besonders in Zeiten der Krise.

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Hallo Joaquin und Kiebitz

Ihr verfolgt die leide Dopinggeschichte. Ja Ulrich hat auch kürzlich Verbindungen zu Doktor Fuentes zu gegeben. Um Lans Armstrong munkelt man schon lange. Man müsste annehmen, dass seine ehemaligen Mannschaftshelfer sicher mal was mitbekommen haben. Könnte sein, dass das Gemunkel aus dieser Ecke stammt. Zudem ist in den letzten Tagen der Ehemann von Rekordweltmeisterin Jeannie Longo verhaftet worden. Natürlich nur wegen Handel und Vertrieb mit "Zuckerwasser". Ob noch andere Ehemaligen zittern weiss ich nicht, doch könnte es sein.

Ich denke, dass die Strafen von Contador und Ulrich mit der Aberkennung der Titel hart sind. doch das Gute daran ist, dass die Strafen nur in ganzer Härte abschreckend wirken. Ob es nun alle schnallen, steht auf einem anderen Blatt. Die vielen Kntrollen, auch mit Fahndungserfolgen (leider nur für die Dopingsucher), dürften dem Radsport doch eher hilfreich sein um auf das richtige Geleis zurück zu finden. Allerdings müssen sich Radsportler auch etwas verarscht vorkommen, wenn bei anderen Publikumsintensiven Sportarten (natürlich auch anderen) kaum oder gar nicht kontrolliert wird. Verstehe das Hinterfragen von 6x9 sehr gut.

Es grüsst Visita

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