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Gast Gast829

Leben in BCN

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Gast Gast829

Ich wollte mal fragen, wie die Lebenshaltungskosten in Barcelona so sind.

Wieviel müsste man denn ungefähr verdienen, um dort zu zweit leben zu können, ohne zu verhungern? Also ohne großen Luxus einzurechnen.

Ich hab z.B. Jobs gesehen, de für €20.000 im Jahr ausgeschrieben sind. Hier in der Pampa lebt man damit recht passabel, aber in Barcelona könnte ich mir vorstellen, dass es etwas knapp wird...

Danke schonmal

Saludos

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aber in Barcelona könnte ich mir vorstellen, dass es etwas knapp wird...

Deshalb gibt es in BCN so viele Wohngemeinschaften.

BCN ist wirklich eine Weltstadt mit entsprechenden Preisen für Wohnungen, die im Schnitt teurer sind als in München oder Heidelberg. Ich kenne zwei Personen, die dort 'leben' und überlegen, wohin sie können, um die Situation zu ändern. Sie verdienen als Singles jeder mehr als 20K, trotzdem reicht es nicht.

Einfache Rechnung: 20.000 / 12 = 1.666 / Monat Brutto, davon bleiben Netto ca. 1.200. Davon musst Du Miete, Comunidad, Strom, Wasser, Telefon/Internet, ÖPNV Tickets, Garage/Stellplatz und ggf. noch eine private KV abziehen. Für Lebenshaltung, Klamotten, Autoreparaturen, Reisen und Hobbies dürfte es da etwas eng werden.

Ein sinnvolles Leben mit Zukunft stellt man sich sicher anders vor.

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Gast Gast829

Genau so hatte ich mir das vorgestellt.. Das gleiche wie gewissen Gegenden in SCO. Aber in eine WG zieh ich mit meiner Frau bestimmt nicht mehr - die Zeiten sind um :D

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Gast Gast829

Ich schaue mich gerade nach Alternativen zu Gibraltar um und da kommt innerhalb Spaniens irgendwie nur BCN in Frage...

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Moin aus Barcelona :)

Soll ich Dir mal unsere Circa-Kosten pro Monat aufstellen?

Wir sind 3 Erwachsene zu Hause, 1 Hund, 2 Katzen, 2 Motorraeder, 1 Auto, Mietwohnung mit 85m2 und einen angemieteten Garagenplatz, weil das Parken auf der Strasse unmoeglich ist, keine Plaetze vorhanden, Stadtteil St. Martí (Clot/Camp del'Arpa):

Miete kalt 905€

Garagenplatz 107€

Circa-Nebenkosten pro Monat fuer Strom, Wasser, Gas: 90€ (sind je ca. 60€ alle 2 Monate)

Telefon, Mobiltelefone (versch.Anbieter) und Internet (ONO) 100€

Nahrungsmittel, Tierfutter, Haushaltsartikel ca. 600€

Benzin 100€

Versicherungen (auf den Monat gerechnet): 110€

Das waere mehr oder weniger fest jeden Monat, dazu kommt bei uns:

3 Raucher, Zigaretten: 360€

Kleidung? Kann ich nicht einschaetzen, denn wir sind keine Shopper und nutzen die rebajas aus, 50€/Monat?

Kino kostet in Barcelona 8 €, der billigste Eintritt

Eine T10 fuer Bus und Bahn auch fast 10 €, Einzelticket 2€!

Die Jahresmiete fuer den Wasserzaehler: 35€

Ich hab mit Sicherheit etwas ausgelassen, aber mehr oder weniger duerfte das hinkommen.

Barcelona ist die teuerste Stadt Spaniens, oder war es noch bis vor ganz kurzer Zeit, sollte sich das nicht geaendert haben.

Falls Du Fragen zu BCN hast, kannst mich gerne anschreiben, ich lebe hier seit 24 Jahren...

Gruss!

Mica

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Ich schaue mich gerade nach Alternativen zu Gibraltar um und da kommt innerhalb Spaniens irgendwie nur BCN in Frage...

Du sprichst also Catalan!

Oder doch nicht?

Dann würde ich an Deiner Stelle in Andalucía bleiben, wenn ich dort einen Job hätte :D

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Gast Gast829

Danke für die ausführliche Beschreibung!

So in etwa hatte ich mir das vorgestellt.. Da werden wohl auch zwei Gehälter á 20.000 knapp werden..

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Gast Gast829
Du sprichst also Catalan!

Oder doch nicht?

Dann würde ich an Deiner Stelle in Andalucía bleiben, wenn ich dort einen Job hätte :D

Um es kurz zusammen zu fassen, Ich habe seit letzten Freitag keinen Job mehr und weiß auch nicht, ob ich noch einmal einen bekomme.. Da wir aus persönlichen Gründen noch ca. 1,5 Jahre in ES bleiben wollen/müssen, schaue ich mich gerade ES-weit nach Alternativen um. Da kommen wohl erstmal nur BCN oder MAD in Frage, lasse mich aber gerne eines besseren belehren..

Sollte ich im nächsten Monat nichts finden, kann es sein, dass wir die Zelte hier abbrechen und wieder zurück nach Schottland gehen.. Und nein, Catalán können wir beide nicht.

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Um in Barcelona zu arbeiten, brauchst Du nicht unbedingt Catalán zu sprechen, es sei denn, Du bewirbst Dich fuer's oeffentliche Amt oder suchst eine Stelle "de cara al público", da koennte es schon sein, dass Catalán gefordert ist, aber dafuer gibt es gefoerderte Kurse der Generalitat - fast jede Firma hat (und wenn nicht, kann es beantragt werden) eine bolsa de formación, durch el Tripartito gefoerdert und mit diesem Geld werden Kurse bezahlt.

Darf ich fragen, was Dein Beruf ist?

Nachtrag: Schau Dich mal auf den Seiten fuer Barcelona fuer Deutsche und Madrid fuer Deutsche um, da gibt es Stellenmarktrubriken -

www.barcelonafuerdeutsche.com

www.madridfuerdeutsche.com

Vielleicht ist ja etwas dabei :-)

bearbeitet von Mica

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El Zorro:

Wenn Du von Gibraltar sprichst, nehme ich an, dass Du ein Coder bist oder in angrenzenden Bereichen arbeitest. Kennst Du schon Buscar trabajo. Miles de ofertas de empleo para encontrar tu profesión | Monster.es Da sind immer wieder Coder im Raum Málaga gefragt. Die Suchfunktionen bei Monster sind sehr gut, die Sprache kannst Du umschalten auf Englisch oder Deutsch. Du kannst Dich auch in monster.de anmelden und dann in Spanien suchen, was manchmal einfacher ist.

Mensch, das tut mir sehr leid für Euch, nachdem alles so positiv ausgesehen hatte...

Mica:

Interessant ist bei Deinen Links, dass nirgendwo ein Gehalt angegeben ist. Ein schneller Check ergab, dass es überwiegend sehr 'windige' Angebote sind.

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Zorro es tut mir unendlich Leid zu hören, dass Du Deinen Job verloren hast.

Verdammt! Deshalb seid Ihr doch von Schottland runter gekommen. Und nun die neue Wohnung, was sicher auch nicht ganz kostenlos abgelaufen ist.

Es ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass es keine Sicherheit mehr gibt. Ich sprach zwar eigentlich immer über Spanien, aber in Gibraltar scheinen wohl ähnliche Verhältnisse zu herrschen.

Gib nicht auf, Zorro. Ihr seid beide noch jung. Und wenn es Barcelona sein sollte: Ein Auto braucht man da nun wirklich nicht unbedingt. Also schaut auf die Kosten.

Ich drücke Euch die Daumen, dass alles zu einem guten Ende bzw. Neuanfang kommt. post-607-1385423730,0013_thumb.gif

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Gast Gast829

Danke für die Links :) Ich schau mir das gleich mal an.

@Lilac: Es liegt mitunter daran, dass ich eine sehr seltsame Firma erwischt habe, die aus irgendwelchen Gründen in GBZ überall hohes Ansehen genießt. Ich habe ursprünglich in der Lebensmitteltechnik gelernt, bin aber seit SCO auf Customer Service umgestiegen. Ist natürlich nichts womit man reich werden kann, aber man kommt einiges rum, weil Call Centre gibt es überall. Ich geb nicht auf und wir werden schon was neues finden - etwas unkomplizierter wäre zur Abwechslung jedoch auch mal nett :D

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Ja Mensch Zorro............

was soll man da sagen? Ich drück die Daumen, das sich etwas halbwegs Ordentliches an Arbeit für euch finden lässt , um vorerst über die Runden zu kommen. Mit eurer Wohnung wart ihr ja auch sehr schnell und beweglich und ich denke das du nun bei der Arbeitssuche nicht weniger emsig bist. Zähigkeit zahlt sich oft aus und du wirst sicher auch alle Hebel in Bewegung setzen um wieder in Lohn zu kommen.

In Barcelona scheint es eventuell auch noch einiges an Stellen-Angeboten zu geben, da dort ja noch mehr Industrie vorherrscht, darum ist es schon einmal sehr gut, das du deine Fühler danach ausstreckst. Ich kenne mich da leider nicht so gut aus, wünsche euch aber aus ganzen Herzen, das ihr es schaffen mögt.

Viel viel Glück von Julchen

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Gast Gast829

Passiert, Julchen! Ich mach mir da keinen großen Kopf drum. Wenn wir letztendlich sofort weg müssen aus ES, werd ich zwar die Sonne vermissen pero la vida es un viaje, no? :D

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Hola, ich bin neu hier im Forum und da ich in Barcelona lebe habe ich mir erstmal diese Sparte angeguckt. Ich finde, man kann gut mit zwei Gehältern von 20.000 EUR/p.a. eine Wohnung haben, alleine wird´s da schon knapp. Habe ich im ersten Jahr verdient, bevor ich was Besseres fand. Ich habe selbst jahrelange alleine gelebt, letztes Jahr wurde ich arbeitslos und hatte drei Wochen später was Neues und Gleichwertiges, mit ca. 50 EUR weniger als vorher im Monat, aber immer noch weit über die 20.000 (Sprachen sind wichtig in BCN, allerdings weniger catalán). Ich denke, ab 24.000 EUR/p. a. ungefähr geht es auch alleine. Ich habe aber nie in der Innenstadt gewohnt und habe immer das Auto auf der Strasse geparkt (grüne Zone). Meine 2-Zimmer-Single-Wohnung fand ich supe, die hatte nichts mit den allgemein typisch spanischen Wohnungen zu tun (kostete 650 EUR), bin nur dann mit meinem Freund zusammen gezogen....

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Hallo Mari! Herzlich post-607-1385423824,5433_thumb.gifim Spanien-Treff!

Mir scheint, dass Du mit Deiner bisherigen Wohnsituation großes Glück gehabt hast, denn für den Preis Deiner 2-Zimmer-Wohnung bekommen andere gerade mal ein Zimmer in einer WG.

Wie in jeder Großstadt kommt es sicher auch in Barcelona auf die Lage an.

Mich würde interessieren, wie lange Du schon in Spanien lebst und war Du dort so machst. Was trieb/zog Dich nach Spanien, was verbindet Dich mit diesem Land - außer Dein Freund, meine ich?

Viel Freude bei uns und viel Spaß beim Austausch mit den anderen Usern:winken:

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Danke für die nette Begrüssung. Ach, nö, Glück hatte ich bei der Wohnung eher nicht. Ich bin vor 8 Jahren nach Barcelona gekommen, im ersten Jahr in einer WG. Ich wollte gerne alleine wohnen, aber in dieser Zeit gab es kaum bezahlbare Wohnungen, aber eine Freundin, die vor der grossen Blase eine Wohnung anmietete, überliess mir ihre, für die ich trotzdem teuer zahlte. Unverschämte Erhöhung, hohe comisión, obwohl die Agentur nix machte usw. Ich richtete mir mein Loch liebevoll ein ;) und als die Wohnsituation besser wurde, schaute ich mir immer wieder Anzeigen an und bekam so die letzte. Als ich diese Wohnung letztes Jahr an Freunde weitervermachtete blieb der Mietpreis und es wurde nur eine Bearbeitungsgebühr der Agentur erhoben (wurde verhandelt, war damals unmöglich, damals war es friss oder stirb). Es ist längst nicht mehr so wie vor ein paar Jahren. Teuren Schrott findet man immer wieder, aber 650 EUR muss heute keiner mehr für ein WG-Zimmer hinlegen. Ich wohne immer noch dort um die Ecke, nicht zentral, klar, aber mit Metro und Zug und Nachtbus perfekt angebunden, in 20 min. bin ich am Plaça Catalunya (die Welt ist klein und ich wohne immer noch da, deswegen will ich lieber nicht so Details preisgeben ;)).

Ich bin in der IT zu Hause, aber ich kam eigentlich zum Spanisch lernen und nach nem Jahr wieder gehen wie es so halt manchmal láuft :).

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    • Von traveler
      Hallo
      Nach 14 Jahren reisen und wohnen in Südeuropa und Afrika mit einem LKW Wohnmobil habe ich mich entschlossen, nun Spanien dauerhaft als Lebensmittelpunkt zu wählen. Meine bevorzugte Gegend ist Raum Almeria.
      ich möchte eine Wohnung mieten … aber dennoch weiter reisen. Nur halt nicht mehr den langen Weg nach deutschland machen.
      meine Wohnung in Deutschland will ich behalten und dort auch weiterhin gemeldet sein ….
      meine konkreten Fragen dazu sind nun …..
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      Hallo zusammen,
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    • Von F.Art
      Hallo,
      derzeit lebe ich mit meiner serbischen Frau in Serbien, aber ich bin Deutscher und wir überlegen den Schritt zu unternehmen nach Spanien aus zu wandern.
      Daher wollen wir uns über die Lebensunterhaltskosten, Arbeitssuche und Aufenthaltsbestimmungen informieren, sowie Empfehlungen von erfahrenen Auswanderern.
      1. Der Aufenthalt für mich ist kein Ding, aber wie Sieht es mit meiner serbische Frau aus?
      2. Berufliche Chancen? Ich habe zwei Berufe, Elektroinstallateur und Assistent für Informatik.
      Meine Frau ist hier Lehrerin. Ich spreche Deutsch und Englisch. Meine Frau spricht Roma, Serbisch und Englisch.
      3. Lebensunterhalskosten und sonstige Dinge.
      Als Lebensort stellen wir uns ein Ort vor der nicht zu groß ist und nicht zu viel Trouble hat. Eher ein Dorf als eine Stadt, allerdings auch nicht hunderte Kilometer von der Zivilisation entfernt.
      Was für hilfreiche Infos könnt ihr uns geben?
       
      Gruß F.Art
    • Von BarcelonaUrlaub
      Hey
      Kann mir jemand einen Airportfahrer für BCN Empfehlen?
      Meine Eltern fliegen übermorgen....
      Danke!!!
    • Von Joaquin
      Das Treffen mit Frau Kaufer aus „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“ im Event-Restaurant El-Paso

      Bei „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“ werden ja auch immer wieder Menschen und Familien gezeigt, welche nach Spanien auswandern um dort ihr Glück zu versuchen. Eine weitere Familie war dann auch die Familie Kaufer. Zu der damals ausgestrahlten Sendung auf VOX nahm ich dann auch Bezug und äußerte, wie auch andere hier im Forum, meine Kritik an ihrem dort gezeigten Vorhaben und Vorgehen.

      Aber ich wollte mich nun gerne persönlich davon überzeugen, was nun genau an dieser Geschichte um und mit der Familie Kaufer, tatsächlich dran ist. Immerhin hatte ich ja bisher nur die Möglichkeit die Geschichte durch das Fernsehen zu beurteilen und wie ja wohl alle mittlerweile wissen sollten, sind diese Arten von „Dokumentationen“ alles andere als penibel recherchiert, bzw. wahrheitsgetreu nachgestellt und oft nur billig inszeniert.

      Zuerst versuchte ich das Lokal der Kaufers in Benicarló ausfindig zu machen und recherchierte ein wenig im Internet über die Kaufers. Nicht all zu schwer, denn auf ihrer Homepage verheimlichen sie nicht, dass sie bei „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“ mitgemacht haben und so kommt man mit den entsprechenden Suchbegriffen bei den Suchmaschinen, dann auch schnell auf ihre Homepage.

      Beim großen Einkaufszentrum „Centro Azahar“ an der Landstraße N340, machte ich mich bei einem Einkauf im Eroski auf die Suche nach dem Event-Restaurant „El Paso“ und fand es dann dort auch tatsächlich. Machte von außen einen richtig guten Eindruck. Nachdem ich nun lokaltechnisch zumindest festgestellt hatte, dass die ganze Geschichte kein reiner Fake war, schrieb ich die Familie Kaufer per Email an, ob sie nicht Interesse an einem Treffen mit mir hätte, um über ihren Auftritt bei „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“ und ebenso ihrem Neuanfang in Spanien zu plaudern. Dabei verwies ich auch auf meinen hier im Forum verfassten Artikel, damit sie eine ungefähre Vorstellung von dem bekommen konnte, wie ich bisher über sie gedacht habe und was da insgesamt wegen ihres Auftritts in der Sendung, so an Meinungen hier im Forum erschienen waren.

      Nun denn, die Email wurde höflich beantwortet und ich wurde zu einem Treffen in das Restaurant eingeladen. Damit stand einem Treffen mit echten „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“-Stars, nichts mehr im Wege

      Im Folgenden werde ich versuchen den Inhalt des recht ausführlichen und langen Gespräches, so weit wie möglich aus meinen Gedächtnis zu rekonstruieren und so wahrheitsgetreu wie möglich wieder zu geben.


      Ich und meine Begleitung wurden von Frau Kaufer höflich empfangen und so nahmen wir uns ausreichend Zeit, um die wahren Hintergründe zu dieser Geschichte zu erfahren und ihren Wertegang in Spanien.

      Das Restaurant El Paso selbst, macht schon von außen einen guten Eindruck, welcher sich ebenso im Inneren fortsetzt. Es ist angelehnt an einen Saloon, aber ohne zu sehr amerikanisch zu wirken. Zahlreiche Details und eine liebevolle Umsetzung sorgen dafür, dass man sich hier beim Essen wohl fühlen kann, wozu auch das nette, spanische Personal seinen Teil beiträgt. Also eine gute Atmosphäre, auch um ein solches Gespräch zu führen.


      Die Wahrheit um „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“ bei VOX und der Blick hinter die Kulissen

      Zu „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“ sind die Kaufers durch eine Immobilienanzeige o.ä. gekommen, welche sie im Internet bzw. in einem Forum aufgegeben und angekündigt hatten. Auf diese Internetanzeige meldete sich dann eine Produktionsfirma bei den Kaufers um mal nachzufragen, ob man da nicht einfach und so locker nebenbei, mitfilmen dürfe. Wie ich ebenfalls dieses Jahr erfahren habe, scheint dies im übrigen eine gängige Masche und Trick der Produktionsfirmen zu sein, hier passende Opfer zu finden. Man nimmt nicht irgendwelche Bewerber für derartige Produktionen, sondern sucht sich gezielt im Internet derartige Auswanderer aus und schreibt sie dann direkt an. So trifft man die Opfer oft unvorbereitet bei ihren schon laufenden Vorbereitungen und kann sie damit schnell und einfach überrumpeln.

      Genau so passierte es dann auch bei den Kaufers. Zwar hatte sich die Produktionsfirma schon früh gemeldet und gefragt, ob man da nicht einfach mal so nebenbei mitfilmen dürfte. Dann eines Tages, mitten in den größten Vorbereitungen und beim Umzug, meldete sich die Produktionsfirma plötzlich und teilte den Kaufers mit, das Ganze musste sofort innerhalb von zwei Tagen fertig gedreht werden. Also das, was in der Sendung dann nach mehreren Wochen ausschaut, wurde in nur zwei Tagen abgedreht. Klar das hier, vieles für das Produktionsteam gestellt werden musste/sollte, um diesen Eindruck zu erwecken.

      Das dann fertig gedrehte und vor allem zusammen geschnittene Material, bekam die Familie Kaufer natürlich erst im Fernsehen selbst zu sehen. Von dem was sie dann aber im Fernsehen sahen und vor allem wie sie dort dargestellt wurden, darüber waren sie dann doch mehr als überrascht bzw. entsetzt.

      Ein wenig wurde beim Dreh inszeniert um Spannung zu erzeugen, so wie der gestellte Streit zwischen Mutter und Tochter. Andere Dinge wurden komplett falsch dargestellt, wie der Eingang ihres Hauses, welcher angeblich nur durch die Garage möglich wäre und was so angeblich in Spanien üblich wäre. Auch wies mich Frau Kaufer darauf hin, dass immer wenn ein O-Ton ohne den jeweils sprechenden Akteur gezeigt wird, man hier davon ausgehen kann, dass dies nicht im jeweils gezeigten Zusammenhang steht und eine mehr oder weniger grobe Manipulation der gezeigten Darstellung durch den Regisseur ist.

      Da die Film-Crew selbst unter Zeitdruck stand und wie schon berichtet, alles in zwei Tagen im Kasten sein sollte, setzte man die in derartigen Dingen unerfahrene Familie einem weitaus größerem Druck und Streß aus. So wurde Familie Kaufer dann auch mit mobilen Sendern und Mikrofonen bestückt. Was sie dabei eben nicht wussten war, dass sie dabei ununterbrochen On-Air waren, also alles was sie sagten ununterbrochen aufgezeichnet wurde. So nahm sich die Produktionsfirma dann später gerne die Freiheit heraus, das hier oder dort Gesagte, halt nach Belieben frei an die ein oder andere Stelle in der „Reportage“ und natürlich gerne aus dem Zusammenhang gerissen zu platzieren und somit ein vollkommen falsches Bild der Szene und der Familie zu erschaffen.

      Finanziell ist es da schon eine richtige Frechheit bzw. Unverschämtheit, was der Familie Kaufer angeboten wurde. Hier hat man pro Person und Tag jeder Person 100,- Euro angeboten, von denen sie die Produktionsfirma aber zusätzlich mit durchfüttern mussten

      Gewundert hatte mich und andere Zuschauer im übrigen, dass die Folge mit den Kaufers bei „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“, so plötzlich endete und man im Fernsehen überhaupt nicht weiter erfuhr, wie es nun mit der Familie weiter ging. Dies hing natürlich damit zusammen, dass zu der Zeit die Familie Kaufer das Resultat der Ausstrahlung selbst im Fernsehen bewundern konnte und sie davon mehr oder weniger die Schnauze voll hatten.

      Familie Kaufer sagten zwar, dass sie generell gerne für dieses Format weiterhin zur Verfügung stünden, aber nur wenn ein anderer Regisseur hier die Leitung übernimmt und sie nur bei ihrer tatsächlich Arbeit im Restaurant usw. gefilmt würden. Also ohne das Szenen nachgestellt oder gar inszeniert würden. Erstaunlicherweise willigte man hier ein und es wurde dann auch tatsächlich weiter für „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“ mit der Familie Kaufer gedreht. Ausgestrahlt wurde dieses Material dann jedoch nie. Es war dem Sender VOX dann wohl nicht spektakulär genug, wenn alles normal und ohne irgendwelche gestellten, dramatischen Szenen abläuft.

      Also lieber Sender VOX, mich würde da schon die originalgetreue Fortsetzung der Familie Kaufer interessieren. Evtl. überlegt ihr euch das ja doch nochmal und zeigt mal das eh schon gedrehte Material


      Die Geschichte vom Auswandern nach Spanien und der Weg in die dortige Selbstständigkeit

      Nun will ich mich dem Thema der Auswanderung widmen.

      Vorweg die Schlussfolgerung zu der die Familie Kaufer gekommen ist. Sie würde vieles, wenn nicht sogar alles, anders machen. Der bisherige Weg war für sie hart und steinig und ist es immer noch.

      Zwar ist Spanien ein Land Europas und gehört zur EU, aber wenn es darum geht sich dort selbstständig zu machen, dann gibt es doch erheblich mehr Unterschiede zu Deutschland, als wenn man nur in den Urlaub fährt oder dort als Rentner seinen Lebensabend verbringen will. Vor allem hatten damals die Kaufers kaum die Wirtschaftskrise wahrgenommen und erst Recht nicht mit den Folgen dieser Krise für Spanien und damit letztendlich für sie, gerechnet.

      So haben die Kaufers einen langen Leidensweg hinter sich gebracht, auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit in Spanien und dem Auswandern in dieses Land. Hierbei haben sie zahlreiche Rückschläge, persönliche Schicksalsschläge und Enttäuschungen verbuchen müssen und man scheint hier immer noch nicht wirklich über dem Berg zu sein.

      Eine Sache welche sie so nie wieder machen würden, wäre es alle Zelte in Deutschland vollständig abzubrechen und sich Hals über Kopf ins Wasser zu stürzen. Ihr Rat ist es, auch wenn es nur eine kleine Mietwohnung in Deutschland ist, diese zumindest so lange in Deutschland zu behalten, bis wirklich zu 100 Prozent fest steht, dass der Schritt nach und in Spanien gelungen und felsenfest untermauert ist. Das die eigene Existenz in Spanien durch die neue Selbstständigkeit einen solchen soliden Untergrund hat, dass man dort wirklich auf eigenen Füßen für die Zukunft stehen kann. Erst dann kann und sollte man auch die letzten Zelte in Deutschland abbrechen, aber nicht eine Sekunde früher. Sicher für die Meisten ein sehr wichtiger Ratschlag.

      Auf den Schritt der Auswanderung versuchte man sich aus Deutschland heraus, so weit wie möglich vorzubereiten. Jedoch auch in Spanien ändern sich Gesetze mit der Zeit und was noch vor ein paar Jahren galt, als man sich aus dem Ausland über die Gesetzeslage informierte, muss beim Auswandern noch lange keine Gültigkeit mehr haben. Dann gibt es natürlich auch noch die Diskrepanz zwischen der Theorie und der Praxis. Das was laut dem Papier sein sollte, muss noch lange nicht auch so im Alltag gehandhabt werden.

      Dann muss man einfach anerkennen, dass es halt doch ein paar kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede gibt, welche sich durch zahlreiche Gebiete des spanischen Lebens ziehen. Insbesondere als Selbstständiger im Gastronomiebereich, wo man auch für und mit den Spaniern zusammen arbeiten will und muss, darf und kann man diese nicht so ohne weiteres außen vor lassen. Wenn man jedoch zuvor hier wenig Kontakt mit Spaniern und zudem noch auf diesen Arbeitsgebiet hatte, dann muss man mit dem seit Jahren aufgebauten Wissen aus Deutschland brechen und sich schnellstmöglich auf die neue Situation einstellen.

      In der Selbstständigkeit bezahlt man in der Regel Unkenntnis und mangelhafte oder falsche Vorbereitung mit finanziellen Rückschlägen. Hier zählt nicht nur wie schnell man aus den gemachten Fehlern lernt, sondern auch wie schnell man sich der erforderlichen Situation anpassen kann und wie gut das finanzielle Polster ist, welches einem solche Fehlschläge und das Umsetzen des neu Gelernten, bis zum Erfolg ermöglicht.

      Einer von vielen Rückschläge, waren unter anderem ein Kabelbrand an der Außenseite ihres Restaurants. Eigentlich Glück, denn somit war das Feuer nur an der Außenwand und nicht im Restaurant selbst. Auch Glück, dass dieser von den Nachbarn rechtzeitig bemerkt wurde und somit auch schnell die Feuerwehr anrückte. Pech für die Kaufers, dass die Feuerwehr ihre Arbeit bei Feuer in der Regel ohne große Rücksicht auf Verluste erledigt und bei den Löscharbeiten das Restaurant komplett unter Wasser setzten. Weiteres Pech war, dass dies ausgerechnet in der Nacht vor der geplanten Eröffnung passierte und somit nicht nur das Restaurant unter Wasser stand, sondern auch jegliche zuvor erledigte Arbeiten für die Eröffnung zerstört waren. Mit viel Engagement, Hilfe und ohne in dieser Nacht wirklich ein Auge zuzumachen, schaffte man es dann doch noch, das Restaurant trocken zu legen, die Tische wieder zu dekorieren und eine erfolgreiche Eröffnung hinzulegen.

      Die Kaufers hatten ja eigentlich vorgehabt ein Finca zu bauen, was mehr eine Ferienanlage werden sollte, um dort Wohnungen bzw. das Haus an Gäste zu vermieten. Aber auch hier kam alles anders als erwartet. Denn ohne es zu wissen, erwarben sie Land auf welchem es zuvor gebrannt hatte. Nach spanischem Gesetz heißt dies dann, dass dieses Land in den nächsten 30 Jahren nur als Forstgebiet genutzt werden darf und kein Bauland ist. Man versuchte und versucht zwar nun gemeinsam mit den Behörden eine Lösung zu finden, aber dieses Vorhaben war damit vorerst gescheitert und auch dieses Geld, zumindest vorerst in den Sand gesetzt.

      Aber auch so haben die Kaufers immer wieder mal ihre lieben Probleme mit den spanischen Behörden. In Spanien ticken die Uhren nun einmal etwas anders, aber so langsam haben auch sie den ein oder anderen Kniff raus und wissen wie man in Spanien damit umzugehen hat.

      Nun versucht man mit den lokalen Geschäften zusammen zu arbeiten und mit Events und anderen Dingen, kräftig die Werbetrommel für das Restaurant zu rühren. Hier zählt vor allem Vertrauen in ein funktionierendes und bestehendes Lokal, welches nicht von Anfang an da ist, sondern sich erst mit der Zeit aufbaut. Denn gerade die privaten Familienfeiern usw. sind es, welche einem Lokal hier die Zukunft sichern können. Derartige Feste werden aber nur gebucht, wenn sich die Spanier vor Ort auch sicher sind, bzw. sich sein können, dass das Lokal auch noch am jeweils gebuchten Datum in der Zukunft, zur Verfügung steht und nicht Pleite bzw, Konkurs gegangen ist. Es ist also sehr viel Vorlauf und Arbeit nötig um sich hier Vertrauen aufzubauen und sich ebenso dieses zu verdienen.


      Schlusswort

      Auch in Deutschland habe ich zahlreiche Lokale und Restaurants ihre Zelte auf- und abbauen sehen. So wird gesagt wenn man es schafft einen solchen Betrieb fünf Jahre aufrecht zu erhalten und damit zu überleben, dann hat man es etabliert und somit geschafft. Wie lange es dauert bis man ein Restaurant in Spanien und zu Zeiten der Krise halten muss um es bei den Einheimischen und in der Gegen bekannt zu machen, sich einen guten Ruf zu erarbeiten usw. kann man gerade in der heutigen Zeit schlecht vorhersagen.

      Da aber alles Orakeln hier nichts hilft, wünsche ich der Familie Kaufer alles Gute auf ihren Weg in eine gesicherte Zukunft in Spanien. Immerhin bin ich mit Frau Kaufer so verblieben, dass dann alles doch gut werden wird und wir uns im kommenden Jahr dann erneut in ihrem Restaurant El-Paso treffen
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