moix

Die Stierkampf Debatte und Kontroverse - Kultur und/oder Tierquälerei?

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Dem noch hinzuzufügen wäre, das ich das auch nur im Norden Spaniens und in Francia gesehen habe.

Ich fand kein Video aus dem spanischen Baskenland; dafür aber zwei aus dem französischen Baskenland.

Wer Lust hat kann sie sich ja anschauen... dem Stier passiert gar nix. Er wird weder malträtiert noch wird er getötet.

"Toro Emocion" - Stierkampf ohne zu töten

Im französischen Bayonne feiern die Basken jährlich die "Fêtes de Bayonne". Ein großes Volksfest zu dem auch der Stierkampf gehört. Doch anders als im traditionellen Stierkampf wird der Stier nicht getötet. Die Toreros treten ohne das purpurne Tuch gegen den Stier an, versuchen aber seinen Angriffen so knapp und elegant wie möglich auszuweichen.

Im Verlauf des "Tanzes" mit dem Stier springen, hechten und "fliegen" die Toreros per Salto oder gesprungener Schraube über das Tier. Je spaktakulärer die Akrobatik, je näher am heranstürmenden Stier, desto begeisterter ist das Publikum....

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auch einmal etwas für die strikten Stierkampf-Gegner...

Kaum noch Zuseher, kaum noch Geld, dafür wachsende Abscheu: Spaniens traditionelles Volksspektakel ist auf dem Rückzug, immer mehr Arenen sperren zu, viele Kampfstiere wandern gleich direkt ins Schlachthaus.....

hier weiterlesen... http://diepresse.com/home/panorama/welt/1292634/Spanien_Dem-Stierkampf-geht-es-an-den-Kragen

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Abgesehen davon, das viele Arena - Empresarios, damit liebäugeln, die schönen Plazas für Events wie Beach-Partys, Gottschalk und Ballermanntreffs zu nutzen, ist auch Basketball oder Rockkonzert eine gute Geldquelle.

Den Ganaderias geht die Puste aus, denn die Kampfstiere werden nicht mehr so angefordert, da die Corridas u. Novilladas abnehmen - jetzt sogar Dank der IVA- Erhöhung.

Aber die wohlhabenden Toreros zeigen sich solidarisch, sponsern Eintrittskarten für Junge, Arbeitslose u. Rentner.

Einige bezahlen sogar Stiere selbst, zu Gunsten von Benefizveranstaltungen.

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Moix, hier hab ich mal zwei ehemalige und bekannte Toreros aus meinem Depto. Tolima....

Pepe Cáceres (José Humberto Eslava Cáceres) post-1426-1385423868,8865_thumb.jpg

Vásquez II (Alfonso Vásquez Cedeño) post-1426-1385423868,9034_thumb.jpg

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Danke Rambam, ich hab dann mal etwas nachgelesen, was so über diese Columbianischen Toreros bekannt ist.

Pepe Caceres (1935 - 87), wollte angeblich zuerst lieber Fußballspieler werden, bevor er sich für die Toros begeisterte.

Er war der erste columbianische Torero, der nach Spanien kam, das war 1954.

Im darauffolgenden Jahr hatte er in der Maestranza de Sevilla seine Alternativa.

In seinem Heimatland wurde er zu einem Idol.

1987 , wurde er bei einer Corrida tötlich verletzt , tragisch, denn er hatte kurz vorher seinen Rücktritt im kommenden Jahr bekanntgegeben.

Er gilt als "Erfinder" der "Cacerina", ein Akt mit der Capa, die den Stier auf das Pferd lenkt, genau im Moment, wenn der Picador die Pica ansetzen soll.

Alfonso Vasquez (segundo), war auch ein gefeierter Torero in Columbien und weit über dessen Grenzen bekannt.

Er wurde mal von Columbianischen Guerreros, 90 Tage, in den Bergen gefangen gehalten.

Es sei seine schwerste "cornada", diese Zeit als Gefangener, ohne Kontakt zur Aussenwelt.

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Sehr gut Roobert, ich sehe das wie Ferdinand, ich rieche auch lieber an den Blumen. Ein sehr schönes Viedeo.

Vielen Dank.

Liebe Grüße

ilse

PS: ich finde genau wie Ferdinand den Stierkampf Scheiße, mich würde nur über meine Leiche, jemand zum Stierkampf bringen, ich sehe mir noch nicht einmal sowas im Fernsehen an.

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Wozu diese sinnlose Quälereien?

Ich werde es nie verstehen. . .

Doch es wachen immer mehr Menschen auf und stellen sich gegen ihre eigene Tradition. Das ist schon mal ein Hoffnungsstreif am Horizont der blutigen Metzelei.

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Nun ist der Stierkampf also in Spanien Unesco-Kulturerbe geworden, wie auch schon vorher in Frankreich. Viele wissen es nicht, wohl weil es schlecht zu  Frankreichs Image als Kulturvorbild zu passen scheint, (auch in Filmen sind die Bösewichte immer viel eher spanisch ,-) ) auch in Südfrankreich   ist die corrida, bei der der Stier im Kampf getötet wird, verbreitet (siehe Wikipedia). Sowohl dort, als auch in Spanien existieren daneben andere Formen des Stierkampfes oder Stierspielen, die nicht tödlich enden, bei manchen wird der Stier allerdings danach getötet, ohne Öffentlichkeit. Das  nette Land ohne tödlichen Stierkampf ist Portugal.

Fest steht, dass der Stier in der Kultur Spaniens tatsächlich immer eine sehr große Rolle gespielt hat. In alten Zeiten, so wie bei vielen Mittelmeervölkern, im Zusammenhang mit  dem Überlebenskampf in der harten Natur, mit Männlichkeit und Fruchtbarkeit. Viele der lokalen Traditionen waren dabei um einiges grausamer, als die uns heute bekannte Form - aber die Menschen waren es untereinander auch, es gab viel grausame Unterdrückung, bittere Armut, etc... Feingefühl gegenüber einem Tier hätten wenige nachvollziehen können.

Die heutige Corrida ist eine sehr streng geregelte Form des Stierkampfes, die erst im 19. Jahrhundert entstand.  Dazu gehört auch, dass der Stier, wenn er durch die Lanzenstiche der Reiter genug "vorbereitet" ist, schnell und gezielt getötet werden soll. Schafft der Torero das nicht, gibt es Minuspunkte.

Es mag so  immer noch grausam genug sein, aber die Leiden des Stieres sind nicht die Attraktion, die die Zuschauer anzieht (abgesehen vermutlich von ein paar Gestörten, die es überall gibt). Diese Behauptung der meisten antitaurinos "die haben Spaß am Quälen von Tieren"  ist einer der Punkte, die mich von ihnen distanzieren, obwohl ich nun auch  nihct sagen kann, dass ich ein Stierkampf-Fan sei. 

Die Antitaurinos scheinen immer aus einem spontanen Empörungsgefühl heraus loszuschimpfen und erwecken den Eindruck, sich über jede Mühe von Beschäftigung mit der verurteilten Tradition moralisch erhaben zu fühlen! Daher wirken sie dann schlecht informiert, etwa so: "Will ich garnicht wissen, das ist grausam, diese Menschen, Völker sind böse, das genügt".

Umso edler ist man natürlich selbst, so auf der sicheren Seite, denn Stierkampf ist endlich mal eine Sünde, bei der wir Deutschen uns so richtig gut und unschuldig fühlen können, bei welchem Thema hat man das sonst schon? Also raus mit dem moralischen Zeigefinger. Aber es ist natürlich  nicht gerade förderlich für eine interkulturelle Verständigung.

Es sich mit solchen Themen zu einfach zu machen, finde ich nicht legitim. Und nicht nur der Rücksicht auf Spanier, Franzosen, Südamerikaner etc, wegen, sondern auch um unserer selbst willen, dazu gleich mehr.

Man könnte ja einen aficionado fragen: Was fühlst du dabei, was gibt dir das, was zieht dich dorthin?

Ich habe im Internet Texte von Antitaurinos gesehen, die sich in sadistischen Phantasien darüber ergehen, was sie den Toreros am liebsten antun würden, gegen die jeder Torero als friedlichstes Blumenkind erscheint. Das kann einen schon stutzig machen.  Ich habe mich gefragt, wie kommt es, dass gerade der Stierkampf  in einem Ausmaß bis hin zu tödlichem Hass die Gemüter erhitzt, wo er doch insgesamt gesehen bei weitem nicht die schlimmste Art gegenwärtiger Tierquälpraktiken darstellt? (das mit den Hunden in Spanien regt mich z.B. weit mehr auf)

Erstmal "banal" fällt ins Auge, dass der Stier das Männlichkeitssymbol überhaupt ist, könnte es da vielleicht sein, dass sich unter den männlichen fanatischen  antis mancher etwas sehr identifiziert...? (da er sich mit dem Matador nicht identifizieren kann) Derlei Dinge sitzen ja bekanntlich tief im kollektiven Unbewussten...

Ansonsten scheint die Antwort genauso tief in den Grundlagen der Kulturen verwurzelt zu sein, wie der Stierkampf selbst. Es sind ja auch zwei Themen: Tierschutz und Kulturkonflikt. Man kann die Tiere aber nicht an den Menschen vorbei schützen, wenn es einem wirklich ernst ist.

Wenn man  sich zudem nicht auch seine eigene kulturelle Prägung mit allen verinnerlichten "Selbstverständlichkeiten" bewusst macht und dazu mal einen Schritt auf Distanz gehen kann, wird man es nicht erfassen können und wollen.

So ein fremder bzw. weiterer Blickwinkel ist eine interessante und wichtige Erfahrung, gerade heutzutage. Unterschiede zwingen einen, sich mit der eigenen Kultur/Lebensweise auseinanderzusetzen, Dinge infrage zu stellen, zu überprüfen. Das ist eigentlich wichtig für die  gesellschaftliche Weiterentwicklung, aber die meisten wollen  es nicht, weil es einen der selbstverständlichen  Geborgenheit, des "Heimatgefühls" beraubt, die einem der gewohnte Blickwinkel garantiert. Daher vor allem rührt Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.  Das Fremde ist unbequem und wird abgewehrt.  Man"muss" ja funktionieren.

Ginge es nur um Tierschutz, darum die Stiere zu retten,müsste man sich fragen, welches alternative Schicksal man ihnen bietet. Werden das dann alles glückliche Biorinder, jahrelang auf grünen Weiden, irgendwann sanft getötet? Irgendwie bezweifele ich das....  Es mag sein, dass  nicht jeder Kampfstier ein so schönes Leben vor seinem Ende in der Arena führt, wie eigentlich vorgesehen, wie auch nicht jeder Schlachtbetrieb sich an die Regeln hält, aber insgesamt betrachtet scheint ein Kampfstierdasein heutzutage trotz allem eine der angenehmsten Lebensentwürfe für ein Rind darzustellen. Warum bekämpft man dann ausgerechnet das  mit so viel Vehemenz? Weil es nicht der Ernährung dient? Wir müssen heutzutage kein Fleisch mehr essen, schon gar keine ungesunden Mengen von Billigfleisch. Da geht es auch nur um Genuss und Gewohnheit.

Ein industrielles Fleischrind ist für uns nur eine Sache, Fleisch, kein individuelles Lebewesen. Das wollen wir auch so und bestimmen es einfach frech so, wie es uns passt. Wir geben ihm keinen Namen, bewundern nicht seine Schönheit und sein Wesen.

Wirkliche Stierkampfanhänger hingegen tun das, sie lieben die Tiere auf eine Weise, die uns fremd ist, obwohl sei sie töten, traditionell hinterher auch essen. Getötet würden sie ohnehin,  es geht hier überhaupt nicht um einen gleichberechtigten Zweikampf! Ich wage im Übrigen zu bezweifeln, dass der Stierkampf ein humaneres Image hätte, wenn in 50% der Kämpfe der Torero das Zeitliche segnete...selbst wenn er nicht verspeist wird.

 Der Torero entfaltet seine Kunst im Kampf mit dem Stier. Er spielt mit der Gefahr, die trotz ungleicher Chancen besteht, tanzt  sozusagen mit dem Tod und "besiegt" ihn dadurch. Dabei muss er sich in das Tier hineinfühlen können, sich intensiv mit ihm befassen. Dieser Kontakt, die Kunst und die reale Gefahr zusammen vermitteln die Faszination. Nicht die Schmerzen des Stieres. Allerdings ist auch das allgemeine Verhältnis zu Schmerz in Kulturen unterschiedlich. Diese existenzielle Ebene zwischen Tod und Leben, intensives Erleben, der Übergang von Schmerz zu Freude,  bestimmt auch den echten Flamenco und vermittelt etwas, das dem Spirituellen nahe kommt. Es ist vielleicht ein typisch spanisches Merkmal, das Teil des maurischen Erbes ist. Das Erleben in unserer mitteleuropäischen Zivilisation ist vergleichsweise ziemlich eingeebnet, weshalb dann auch viele an allen möglichen Orten und unter verschiedensten Vorwänden "Kicks"  und Gewalt suchen. -

Außerdem könnte es gut wahr sein, dass das Tier mitten im Gefecht die Schmerzen der Verletzungen nur unterschwellig spürt, auch wenn mancher die Behauptung zynisch findet. Wenn Kinder sich prügeln, merken sie oft erst hinterher, was für Wunden sie sich dabei geschlagen haben. Das habe ich sogar selbst so in Erinnerung, vorher ist man einfach zu beschäftigt mit  dem Kämpfen. Auch bei Schlachten im Mittelalter soll das so gewesen sein, während Mann gegen Mann kämpfte.

Wenn man auch noch  bedenkt, dass wilde Rinder in der Natur oft von Wolfsrudeln gehetzt und mit vielen Bissen totgebissen wurden während sie auch um ihr Leben kämpften, könnte man den Tod in der Arena sogar beinahe artgerecht nennen. Es wirkt auch nicht als Verrat auf das Tier, weil der Stier den Torero vorher nicht kennt. 

 Aber gut, die letzen 20 Minuten sind natürlich  nicht angenehm.

Und jetzt mal etwas Kultur nach soviel Barbarei? Wie ist es beim vertrauten Schlachtrind, sowohl bei uns als auch in Spanien? Man sperrt es es eine kurze Existenz lang in einen industriellen Massenstall. Genauso sperrt man dann seinen Tod aus, den es anonym in Schlachthof, abgelegen, um unsere Nerven und unseren Appetit zu schonen, keineswegs immer so schmerzlos wie nach Lehrbuch, erleidet. Ob das Rind unser diskretes, pikiertes Wegschauen wohl zu würdigen weiß? 

Welcher Tod hat mehr Würde sowohl für den Menschen als auch für das Tier? Für die Indianer wäre die Antwort klar....die dankten ja auch noch dem Geist des Tieres, wenn sie es aßen und riefen sich unser aller Sterblichkeit in Erinnerung.

Statt das Schnitzel als paniertes Rechteck und den Fisch als Stäbchen (und um Himmels willen ohne Kopf...) vorzuziehen, damit  es nur nicht nach Tier aussieht. Damit die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut -  und was ich nicht weiß (wissen will) dafür bin ich nicht verantwortlich.

Aber wir sind ja nicht wie diese rohen Wilden, wir sind ja zivilisiert. Wow!! Zu unserer technischen Zivilisation passt der industrielle, anonyme, feige  Wegseh-Schlachtbetrieb viel besser als der Stierkampf, gar keine Frage. Wie überhaupt jede Art von verdecktem und verstecktem Tod und Elend.

Wie Gefangenenlager,Drohnenangriffe, geheime" Antiterrorkommandos" und natürlich Massenvernichtungswaffen, deren Bedienungselemente (Menschen...) wenig Bezug zu den Auswirkungen auf das Leben in den Zielregionen haben - das ist nämlich nicht ihr Job. Sie sind, selbst wenn es keinen rettet, bereit für die "Ehre" Amerikas und der westlichen Welt, ..( z.B)., aus sicherem Bunker heraus Millionen zu töten ohne selbst gefährdet zu sein und ohne es zu sehen. Verglichen mit derlei wahnsinnigen Auswüchsen unseres zivilisatorischen Fortschrittes, die wir ziemlich ergeben hinnehmen, erscheint mir der archaische Stierkampf geradezu vernünftig, natürlich und gesund. Hier spielt sich unmaskierte Wahrheit ab.

 Ein Hauptmerkmal unserer Kultur ist Heuchelei und Doppelmoral, wegsehen und Verleugnen. Und die Verdrängung des Todes. Ich glaube, die Aufregung kommt daher, dass der Stierkampf diese Tabus bricht und das eine Provokation und Beunruhigung darstellt für diejenigen, die sich stark bis ausschließlich in mit unserer technischen Zivilisation identifizieren.

Aber ich kann den versteckten Tod einfach nicht humaner finden als den sichtbaren, warum soll das zivilisierter sein?. Eine Technik, die einen von den direkten Auswirkungen seiner Gewalttat fernhält und schützt,  macht mehr Grausamkeit möglich.

Man sollte den Stierkampf, bei dem der Tod  offen zu sehen ist, vor allem als Anstoß nehmen, sich zu fragen wie wir "Zivilisierte"ganz allgemein mit den Themen Gewalt, Tod  und Sterblichkeit umgehen und die weniger einsehbaren Schauplätze mal  unter die Lupe nehmen! 

Und auch mal überlegen, wie wir uns die technisch-zivilisatorische Weiterentwicklung vorstellen, wo es schon ernsthafte Überlegungen gibt, ob der biologische Mensch nicht ein überholtes Modell ist und die Weiterentwicklung in einem intelligenten Maschinendasein läge. Vielleicht sollte man angesichts solcher drohenden Szenarien ein paar relativ harmlose archaische Bräuche bestehen lassen?

Im Übrigen bin ich dafür die Gewissensfragen  die corrida betreffend den Spaniern u.a. überlassen, solange wie wir selbst  Schlachtfabriken dulden und nutzen, halte ich es für lächerlich und anmaßend, ihnen moralische Vorhaltungen zu machen.   

Gruß Hella

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Kurz eine Anmerkung und Klarstellung.

Der Stierkampf ist weder in Spanien, noch in Frankreich noch in Portugal, UNESCO-Kulturerbe geworden und wurde auch nicht auf die Liste des immateriellen Erbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. Einzig das Spanische Parlament hat hierzu ein Gesetz erlassen und damit den Stierkampf als immateriellen Kulturgut deklariert. Angesichts der öffentlichen Meinung glaube ich auch nicht, dass die UNESO den spanischen Stierkampf jemals diesen Status zuteilen wird.

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Gegen den Stierkampf 71,28%
(Man weis nicht mehr wohin mit einem Betrag. Sorry)
Nichts gegen Tierschutz bin auch dafür. Wobei - der sich mit Tierschutz befasst,
sieht andere Wertigkeit vorrangig. 600 bis teilweise 800 Milliarder Subventionen,
werden allgemein suggeriert zur Investition:
…für feiges abschlachten von wehrlosen Stieren, als ein nationales Kulturgut.
Stimmt ja auch. Sollte sofortige Streichung erfolgen. Danke für jede Unterstützung dazu.

Man braucht sicher auch nur angeblich 6 Milli Subventionen ??????
zu Erhaltung des Naturschutzes vom/und dem Umfeld vom Toro Bravo.
Ziegen sind eben billiger. Hört man auch nichts, von unrechtmäßigen Verhalten.
Sollte die angenommene Summe zu hoch sein? Kann man in den Medien,
denn Verfall des jeweiligen Produktes dann lesen.

Es ist irgendwie ein langweiliges Thema, etwas zu vertreten.
Aber keine entsprechenden Alternativen zu bringen.

Was noch viel aufschlussreicher wäre, wieviel Geld der Subvention:
wirklich im Bereich Stierkampf verbraten wird „gibt ja auch gute Steaks“.

Gleich welche Einstellung sie dazu haben, es wäre viel interessanter etwas dazu erfahren.
Man findet keinen Vorschlag:….oder „…“/nur „Blah“…….und???
nicht mal bei Google. Hat ja einiges im Griff.

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Sollte der Stierkampf nicht in Spanien verboten werden? Das war jedenfalls meine letzte Information. Schade, dass dies wohl immer noch nicht passiert ist, wenn ich mir eure Berichte hier ansehe. :(

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@ Pablo 33 - Stierkampf gehört zur Kultur Spaniens und total legal. Verboten ist er nur in Catalunya, wo man aber Stierläufe weiterhin zu sehen bekommt. (Illegal, aber Catalunya is not Spain) Bevor wir nun hier die Diskussion eröffnen, rate ich Dir, einmal eine Ganaderia, eine Zuchtstätte der Stiere zu besuchen. 1000de Ha Land, wo die Tiere in Freiheit, im Einklang mit der Natur aufwachsen, in der das Wort Ecologie seine Realität hat.  Wird der Stierkampf wirklich einmal verboten, wandern Tausende von Stieren, Kühen und die niedlichen Kälber zum Schlachter. Wem diese Idee gefällt, sollte der Hamburger im Halse stecken bleiben.

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Am 10.9.2016 um 11:35 schrieb moix:

@ Pablo 33 - Stierkampf gehört zur Kultur Spaniens und total legal. Verboten ist er nur in Catalunya, wo man aber Stierläufe weiterhin zu sehen bekommt. (Illegal, aber Catalunya is not Spain) Bevor wir nun hier die Diskussion eröffnen, rate ich Dir, einmal eine Ganaderia, eine Zuchtstätte der Stiere zu besuchen. 1000de Ha Land, wo die Tiere in Freiheit, im Einklang mit der Natur aufwachsen, in der das Wort Ecologie seine Realität hat.  Wird der Stierkampf wirklich einmal verboten, wandern Tausende von Stieren, Kühen und die niedlichen Kälber zum Schlachter. Wem diese Idee gefällt, sollte der Hamburger im Halse stecken bleiben.

Ich wollte keine Diskussion eröffnen, sondern habe eine ganz einfache Frage gestellt, denn nach meinen Informationen wollten doch einige Tierschutzorganisationen versuchen es zu verbieten. Mit dieser Frage wollte ich dir nicht auf die Füße treten! Auch finde ich, dass du bei diesem Thema nicht so aggressiv reagieren muss. Immer schön locker bleiben.   

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@ Pablo33, Jaja, die lieben Tierschutzorganisationen. Die sollten sich mal lieber um wirkliche Probleme kümmern, wie Walsterben, Überfischung, Aussterben von Eisbären wegen des Klimawandels, Massentierhandlungen und 'Tata' - Um die Millionen bestialisch geschlachteten Schafe und Rinder für den muslimischen Kult, jedes Jahr. Aber da kommt kein Piep. Ich weiß ja nicht wie es um Dein spanisch bestellt ist, aber das solltest Du Dir mal durchlesen. http://www.mundotoro.com/noticia/todos-somos-el-toro/1302015 Hier geht es nicht nur um den Stierkampf sondern um die Elimination des Mundo rual, des Landlebens. Die Industrie der Mascotas, der Haustiere hat uns schon bis 2040 analysiert und lenkt den Menschen bewusst in eine Richtung. Die Abschaffung des Stierkampfes ist nur ein Teil der Strategie.

Und von wegen agressiv, wenn ich etwas ironisch bin, mag es manchem agressiv vorkommen, man hat mich noch nicht wirklich sauer erlebt, Pablo.

Ach ja, die Tierschutzpartei PACMA, gesponsert von dieser Industrie, ließ sich in allen TV Sendern, international feiern. Für eine 'MegaDemonstration' in Madrid. Lächerliche angebliche 4000 'Tierschützer' protestierten gegen etwas, was sie nur vom Hörensagen kennen. Am 13 März dieses Jahres waren in Valencia 40.000 Menschen auf der Straße um für den Toro zu demonstrieren. Interessant nicht? Foto der Pancarta des internationalen Club taurino aus London, die Franzosen waren auch da, und wie man sieht auch Deutsche. Ach ja, bei der Demonstration der Jäger, Fischer und Taurinos in Madrid im Juni waren es 200.000 Menschen. In den Medien: Kein Piep!

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Man muß sich wirklich fragen was am Stierkampf schlimmes dran sein soll. Wenn man liest was auf deutschen Bauernhöfen passiert, lohnt es sich nicht, sich über den Stierkampf aufzuregen. Er ist nun mal eine " spanische Tradition ". Und damit sollten die Spanier sich auseinandersetzen.

 

Mal einige dieser ach so deutschen Bauerntugenden. Muttersauen stecken in einem Stahlkorsett und können sich nicht bewegen. Das soll verhindern das die Ferkel versehentlich erdrückt werden. Kein Wunder bei dieser Enge. Viele der Sauen " trauern". Sitzende Stellung mit Schaum vor dem Maul und gesenkten Kopf, vom Trockenkauen. Schweine wollen den ganzen Tag fressen. In diesen Zuchtfabriken bekommen sie nur zu festgesetzten Zeiten ihre Portionen. Alles harmlos? Wie wäre es damit. Sie liegen auf einem Boden aus Beton. Nur ihr Kot gibt etwas weiche Unterlage. Dabei sind Schweine reinlich. Noch mehr? Ferkel werden ohne Betäubung mit einem glühenden Schneidgerät die Ringelschwänze abgeknipst. Dann werden die Mäuler aufgezwängt und die Eckzähne abgeschliffen. Eberhoden werden bei vollen Bewußtsein abgeschnitten, Geflügelschnäbel werden abgeknipst, bei Kälbern werden die Hornansätze ausgebrannt. Und da wird sich über den Stierkampf aufgeregt? Erstmal vor der eigenen Haustür Ordnung machen, dann kann man weiter sehen.

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Das nicht jeder ein Freund des Stierkampfes ist, finde ich O.K. Schlimm finde ich allerdings, das er von Politik, Vegetariern und 'Tierschützern', als Aufhänger benutzt wird. Die Zustände, welche Kleckerchen anprangert finde ich allerdings um vieles Schlimmer, als einen Stierkampf oder den 'Toro de la Vega'. Politiker, besonders in Spanien benutzen ihn um Stimmen der Veganer und Tierfreunde zu gewinnen und aus Hass gegen alles was Spanien ausmacht (z.B.Catalunya). Die Veganer sind keine Tierfreunde, sondern verfolgen ganz andere Ziele für die Zukunft der Menschheit. Wahlsterben, schmelzende Eisberge, aussterbende Tiere, ect. interessiert sie nicht im geringsten. Auch Legebatterien oder die Schweinebuchten interessieren sie letztendlich nicht, sie interessiert künstliche Nahrungsmittel, das ist eine ganze Industrie, die am Verdienst interessiert ist.

Ich liebe Tiere, arbeitete im Tierschutz habe gegen Tiertransporte demonstriert, Tiere vermittelt, gepflegt ect. Und bin für den Stierkampf und den STIER. Wer einmal in den Zuchtstätten dieser Tiere war, weites Land, freies Leben, bis das Tier, der Stier, seiner Bestimmung zugeführt wird, kann sich den Argumenten zum Erhalt der Toros nicht entziehen. Diese riesigen Güter sind dermaßen reich an Pflanzen und Tieren, die dort im Einklang mit der Natur leben, das es ein Verbrechen wäre, den Toro 'abzuschaffen'. Ein ganzes Ökosystem wäre dem Untergang geweiht. Besonders abartig finde ich wenn die angeblichen Tierschützer nach der Demo essen gehen. Nicht nur der Hamburger schmeckt ihnen, nein, auch eine Languste schmeckte einer der führenden 'Tierschützerin'. Das dieses arme Tier bei lebendigem Leib in kochendes Wasser geworfen wird, hat sie nicht berührt. Und irgend so ein Vollpfosten von diesen 'Tierschützern' behauptet noch obendrein, das Insekten keine Tiere wären. Was sind sie denn? Hätten wir das Insekt, die Biene nicht, wäre es schlecht um unser Überleben bestellt. In den Zuchstätten der Stiere haben Biene einen bedeutenden Posten in ökologischem Sinne. Werden Corridas verboten, wegen der paar tausend Rindviehcher, die dabei im Kampf ihr Leben lassen, züchtet keiner mehr diese Tiere und die riesigen Ländereien machen keinen Sinn mehr. 'Beton ick hör dir trapsen'. Dank der Toros wurde zum Beispiel der iberische Luchs nicht ausgerottet, sondern erfreut sich einer 'Wiedergeburt' in den Ganaderias. Also bevor man, wegen hässlichen Bildern vom Stierkampf, blutender Stiere, gleich dagegen ist, sollte man sich erstmal informieren, was alles dahinter steckt.

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      Als kleinen Auszug kurz zwei weitere Beispiele aus der Kollage des Artikels.
      Im Bericht spricht man von 110 Enten, von autorisierten Fängern, welche wissen müssen wie man die Enten fängt, aber auch von welchen, welche die Enten nicht immer korrekt fangen. Die Enten müssen dann auch zurück gegeben werden, aber kein Wort davon, dass der Großteil der Enten dabei stirbt, was ich auch aus eigener Erfahrung nicht bestätigen kann.
      Als nächstes haben ich noch das Folgende:
      Auch hier findet das, ähnlich wie in Benicarló, am Hafen statt und tagsüber ist die Wasserseite offen. Dort werden die Tiere aber in der Regel nicht ins Meer getrieben, sondern sie rutschen aus, verkalkulieren sich usw. und fallen oder springen darauf hin in das Hafenbecken. Diese Zahl ist jedoch nicht auf zwei festgelegt, denn selbst im dort gezeigten Video sieht man mehr als zwei Kühe ins Wasser springen. Und daran sieht man auch schon, wie gut der dortige Autor recherchiert hat, denn in der Regel sind auf den dortigen Festen Kühe und weniger Stiere am Laufen. Und dann die letzte Aussage mit dem Herzversagen oder dem Ertrinken gehört auch in die Rubrik, was wir uns so aus den Fingern saugen können um es dramatischer klingen zu lassen.
      Sicher, Klappern gehört zum Handwerk, aber muss man nur um Leser zu bekommen wirklich alle Fakten außen vorlassen, Quellen rigoros ignorieren und dafür verkaufende Unwahrheiten und Übertreibungen hinschreiben?
      Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man mit Übertreibungen und Falschaussagen, der eigentlichen Sache, nämlich den Tieren, keinen Gefallen tut. Am Ende diskreditiert man sich und die gute Absicht dahinter. Aber ich bin mir in diesem Fall auch ziemlich sicher, weder dem Reporter, noch der Redaktion lagen das Leiden der Tiere am Herzen. Eher waren Selbstreputation und Steigerung der Leserschaft die Ziele.
      Das eine muss ja das andere nicht zwingend ausschließen, aber offenbar war dem Schreiber und auch dem Herausgeber, die Tierquälerei und das Leid der Tiere noch nicht groß und die Bilder nicht grausam genug. In derartigen Fällen unterstelle ich, dass es hier nie um die Tiere selbst ging, sondern ausschließlich um monetäre Interessen und ich weiß nicht was am Ende wirklich perverser ist? Menschen, die sich keinen Kopf darüber machen, ob Tiere bei solchen Festen leiden und dann dort mitmachen oder Leute, die wissentlich und gezielt mit dem Leid der Tiere, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen versuchen und sich dann auch noch den reinen Schein des Aufklärers umhängen wollen.
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