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Lilac

Wir erzählen eine Geschichte...

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Habt Ihr Lust auf ein wenig Spaß? :D

Ich habe da etwas gefunden, bei dem jeder mitmachen kann. Es dreht sich um eine Geschichte, die wir gemeinsam erzählen. Ich werde anfangen und jeder User, der Spaß daran hat, ergänzt dann ein paar Worte. Niemand weiß also, wie sich die Geschichte entwickelt. Es kann eine Liebesschnulze, ein Romantik-Thriller oder ein harter Krimi daraus werden.

Der Vorteil: Es ist ganz einfach und wird mit jedem neuen Beitrag immer lustiger, weil jeder der Geschichte eine eigene Wendung geben kann.

Alles Verstanden? Aber klar.

Nun geht es los:

Der Wecker klingelte einmal wieder viel zu früh. Brummend und halbblind vor Schlaf tapste Klaus nach dem Krachmacher. Endlich erwischte er ihn und schleuderte die Uhr voller Wut in eine Zimmerecke.

Doch was nützte es schon? Übel gelaunt setzte Klaus sich auf, streckte sich und und ging müden Schrittes ins Bad...

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So, wer macht weiter?:cool:

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Beim rasieren schnitt er sich auch gleich in die Wange und die Haare wollten auch nicht so sitzen wie sie sollten. Fängt ja schon mal gut an dachte er sich und schlurfte noch im Bademantel in die Küche. Was er da sah verschlug ihm doch gleich die Sprache.............................

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Gast Gast1681

denn er hatte Hackfleisch zum Auftauen in die Küchenspüle gelegt, aber gestern abend vergessen Kater Miko zu füttern. Kein noch so kleines Krümelchen war übrig geblieben, die.............

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nur kaltes Wasser kam... :-o..... Ach ja, dachte er sogleich, den Klempner wollte ich doch gestern auch noch anrufen!! Das Telefon läutet und er geht nackt in den Flur um es abzunehmen ..............

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Gast Gast1681

doch leider hatte er vergessen, dass er für heute ja eine Putzkolonne bestellt hatte. Und so stand er nun, wie Gott ihn schuf. Bevor er überhaupt reagieren konnte hörte er schon ein ..........

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Gast Gast1681

dachte dabei überhaupt nicht daran, dass er mit seinen nassen Füßen auf dem überaus rutschigen Marmorboden stand. Es kam wie es kommen mußte, er fiel der Länge nach hin, verfehlte den Flokati und lag nun da in seiner ganzen Pracht. Er hörte wie sich die Haustüre öffnete und wieder schloß.....

- - - Aktualisiert - - -

P.S. Ihr müßt jetzt eine Weile ohne mich weiter machen. Ich schließe meinen PC und melde mich später wieder. Viel Spaß :D:winken:

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Als er vorsichtig den Kopf hob, sah er sich umstanden von drei weiblichen Reinigungskräften, die grinsend auf ihn nieder schauten.

Sie näherten sich dem hilflos-nackten Mann und griffen...

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unter die Arme und platzierten ihn im wohnzimmer auf seine Couch. Eine der Damen hüllte ihn in eine Decke um seine Blöße zu bedecken. Eine andere begab sich in die Küche und setzte eine Kaffemaschine in Betrieb. Die Dritte suchte nach Kaffetassen und trug sie ins Wohnzimmer um sie auf dem Couchtisch zu platzieren.

Als dann alle gemeinsam im Wohnzimmer Platz genommen hatten und sich an dem herrlich duftenden Kaffe zu erfreuten, wollten die 3 Mädels von dem geplagten und inzwischen die Fassung wieder gewonne KLaus wissen, was zu diesem Chaos geführt habe.

Klaus überlegte nicht lange und fing an.....................................

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...von der Katze, dem Fleisch und seiner Tapsigkeit zu berichten. Alle lachten und er stimmte mit ein.

Dann schaute er auf die Uhr und wurde blass...

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Gast Gast1681

also meine Damen, ich war auf Hawai, an einem wunderschönen, naturbelassenen Strand, umgeben von vielen wunderhübschen jungen Hawaianerinnen, die alle meine Dienerinnen waren, sie brachten mir frische Früchte, bereits geschält und mundgerecht zubereitet. Sie massierten meinen Rücken und meine verspannten Schultern. Ich war rundum glücklich und zufrieden. Gerade wollte ich mich erheben um mit einer meiner jungen schönen Dienerinnen ein Bad zu nehmen, da ertönte eine Alarmglocke und ich ........

Das hätte jetzt nach Schamanin's Geschichte kommen sollen .....

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seine Geschichte kurz zu fassen.

Schlecht geträumt, aus dem Schlaf gerissen, in die Wange geschnitten und kalt geduscht. Von dem Chaos in der Küche gar nicht erst zu reden! Das gleichzeitige Läuten des Telefons und sperren der Wohnungstüre hat mich dann noch restlich um den Verstand gebracht und ein Handtuch um die Blöße zu wickeln vergaß ich dann noch sowieso. Was dann geschah habt ihr ja selbst mit erlebt und ich kann mich nun auch nur bedanken, mir aus dieser Verlegenheit geholfen zu haben.

Ach was für ein Tag............... wäre ich heute doch nur liegen geblieben!

Leider muss ich ins Büro und bin sowieso schon spät dran. Ihr wisst ja was zu tun ist und so werde ich mich nun kultivieren und euch dann hier schalten und walten lassen. Ich sage euch noch kurz Bescheid wenn ich gehe...also bis gleich.............................

bearbeitet von Lilac
schon okay, Julchen

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Gast Gast1681

Gesagt getan, in Windeseile ware er fertig, sagte den Damen Bescheid und verabschiedete sich. Um etwas Zeit zu sparen, nahm er den Aufzug der von seiner Etage direkt in die Tiefgarage fährt und so würde er Zeit sparen. Also rein in den Aufzug U für Untergeschoss gedrückt, der Aufzug hat es auch eilig und bringt in flink nach unten. Er entsteigt dem Aufzug geht zur Tür, doch die war ageschlossen ..........

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Gast Gast1681

mit den Worten: Ihren Ausweis bitte. Darauf Klaus, sorry Herr Wachtmeister, den habe ich nicht bei mir. Der Polizist: Dann muß ich Ihre Daten aufnehmen: Ich brauche Namen, Adresse, Tel. Nummer usw. Ihren Ausweis müssen Sie dann in der Polizeiinspektion Südring vorzeigen. Klaus: Mein Name ist Klaus Ulkig und ich wohne hier in diesem Haus und bin schrecklich in Eile. Polizist: Warum sind sie so in Eile? Na, weil ich heute morgen am Strand von Hawai mit meinen wunderschönen Hawaianerinnen war, die übrigens meine Dienerinnen waren. Dann hat es geklingelt und ich bin ausgerutscht. Dann haben mich meine Damen splitterfasernackt auf dem Küchenboden ..........

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..es klickten die Handschellen und wenn Klausi nicht gestorben ist, so sitzt er noch heute in der geschlossenen Anstalt!

- - - Aktualisiert - - -

Manno, Bruny! Deine Hula-Hula-Geschichte ist doch raus genommen, genau wie meine. Die Fortsetzung von Julchen ist genommen worden. Und Du kommst jetzt mit Hawaii. Da geht der Typ doch gleich in die Klappse. Tz, tz, tz....

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Moment mooooooment unterbrach ihm der Polizist. Sie scheinen mir doch etwas verwirrt zu sein! Wenn sie behaupten hier zu wohnen, dann schlage ich vor mit in ihre Wohnung zu gehen um nach den Rechten zu sehen. Dabei können sie mir dann auch gleich ihre Papiere zeigen und ich entscheide wie weiter vor zu gehen ist.

Gesagt getan und die drei Damen der Putzkolonne staunten nicht schlecht als Klaus schon wieder in der Türe stand noch dazu zusammen mit der Polizei.

Er kramte seine Papiere hervor und übergab diese den Polizisten, dabei erzählte er ihm in kurzen Sätzen was ihm heute schon so alles wiederfahren ist( welches die Damen auch bestätigen konnten) und das es somit auch kein Wunder wäre das er kurzzeitig etwas verwirrt gewirkt haben könnte.

Als sich der Polizist davon überzeugt hatte das alles soweit in Ordnung scheint, verabschiedete er sich und verließ mit einem Kopfschütteln und verstohlenen Grinsen die Wohnung.

Klaus ging nun vieles durch den Kopf. Eigentlich wollte er ja in einer Woche zu seiner Schwester auf die Finca nach Mallorca fliegen.... Wenn nun hier schon alles schief geht, warum nicht gleich abreisen?? Er griff zu seinem Handy und wählte die Nummer seiner Vertretung im Büro.......................

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Gast Gast1681

er atmete tief durch als er die vertraute Stimme am Telefon vernahm und weil er so sehr unter Stress stand an diesem Morgen fiel es ihm relativ leicht seiner Vertretung zu schildern, dass er ziemlich fix und foxi und überarbeitet sei und dringend eine Auszeit brauche. Nach kurzem Gespräch mit der Versicherung dass die Vertretung übernehmen wird für die nächsten 2 Wochen wollte er gleich Nägel mit Köpfen machen und seine Schwester anrufen. Also wählte er die ihm vertraute Nummer in Mallorca und

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schilderte auch ihr diesen verrückten Tag. Die Schwester war sogleich auch hoch erfreut , zu erfahren das sie ihren Klaus nun schon früher als erwartet in die Arme schließen dürfte. Sie machte zudem den Vorschlag, doch die netten 3 Damen der Putzkolonne zu fragen ob sie nicht auch noch mitreisen möchten, denn etwas mehr Leben hätte ihre große Finca nun auch schon lange wieder einmal nötig..................

So ein Angebot konnten und wollten die 3 Mädels natürlich nicht ausschließen und

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Gast Gast1681

so wurden nun eifrig Pläne geschmiedet. Als die Flugtickets bestellt werden sollten, mußte sich eines der Mädels outen, dass sie schreckliche Flug- und Höhenangst hat und ein Flugzeug lebendig nicht besteigen würde. Also wurde schnell umdisponiert und Klaus erklärte sich einverstanden mit dem Auto zu fahren. Nun wurde die Route besprochen, bis dem 2. Mädel einfiel, dass Mallorca ja eine Insel ist und somit eine Fähre genommen werden müsste. Davor jedoch .....

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dies auch schnell gebucht werden sollte. Auch hatte sie Bedenken das sie einen Inselkoller bekommen könnte. Jedoch die allgemeine Vorfreude lies sie ihre Bedenken dann auch schnell wieder vergessen und so machten sie sich, nachdem die Koffer gepackt und auch alles andere arrangiert war , auf den Weg in eine wundervolle Zeit. Lustige und harmonische Tage verlebte Klaus im Kreis von 4 Damen, fern der Heimat und dachte oft mit einem Lächeln daran, wie alles begann.

In diesen 2 Wochen wurde 5 Menschen Freunde fürs Leben und somit hat ein schlecht begonnener Tag nur Gutes gebracht.

1. kommt es anders , 2. als man denkt!

ENDE GUT...ALLES GUT!

bearbeitet von Julchen

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Gut! Das war eine Geschichte aus der Schublade "Friede, Freude, Eierkuchen".

Jetzt hoffe ich auf etwas Fetzigeres.

Sabine hasste es, im Winter nach Arbeitsschluss den langen Weg bis zur nächsten U-Bahn-Station nehmen zu müssen. Doch was sollte sie machen? Ein Auto kam für sie nicht in Frage. Es war zu teuer und lohnte sich bei den guten Verkehrsanbindungen in der Großstadt nicht.

Nur der Winter war halt so schrecklich. Sie war kein besonders ängstlicher Typ, aber in der Dunkelheit durch die Straßen zu laufen, zumal sich ihre Arbeitsstelle mehr am Stadtrand befand, war nicht unbedingt etwas für sie.

Heute nieselte es außerdem noch, aber es gab auch eine gute Nachricht: Es war Freitag und zwei freie Tage lagen vor Sabine. Sie freute sich auf ihre kleine, gemütliche Wohnung, wollte sich am Samstag etwas Leckeres zu Essen besorgen und dann die Wohnung nicht wieder verlassen, bevor sie Montag zur Arbeit musste.

Ganz in Gedanken und Vorfreude versunken hatte sie schon den halben Weg zur U-Bahn-Station zurück gelegt, als sie...

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Gast Gast1681

bemerkte, dass sie den Weg durch den unbeleuchteten Stadtpark genommen hat. Kurz blieb sie stehen und dachte darüber nach ob sie umkehren und den weiteren Weg über die Hauptstrasse nehmen sollte. Der Regen hat zwischenzeitlich jedoch zugenommen und deshalb hat sie sich kurzer Hand dafür entschieden, den restlichen Weg durch den Stadtpark zu nehmen. Etwas mulmig war ich schon zumute, insbesondere da die Sträucher und halbhohen Bäume im Dunkeln relativ bedrohlich wirkten. Sie legte also einen Zahn zu und eilte über die Kieswege. Kurz darauf hielt sie nochmals inne, denn sie hatte ein..........

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    • Von madridtapas
      Alcalá gibt es schon seit fast 2000 Jahren und wurde unter den Römern Complutum genannt. Den heutigen Namen verdankt die Stadt den Mauren, die Anfang des 8. Jhdt. ganz Spanien eroberten.
      Bedeutendstes Kind der Stadt ist Miguel de Cervantes (1547-1616), der Autor des Don Quijote. Sein Geburtshaus können Sie in der Fussgängerzone Calle Mayor umsonst besuchen.
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      Seit 1998 gehört die Altstadt von Alcalá de Henares zum Weltkulturerbe der UNESCO.
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    • Von Joaquin
      Dieser Artikel zur Geschichte Spaniens wird in der SpanienWiki weitergeführt:
      SpanienWiki: Spanien - Geschichte
    • Von Joaquin
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      Ich denke das folgende Foto aus dem Jahre 1920 bis 1925 sagt mehr als Worte



      Bis dieses Stück Fleckchen Erde dann aber ausgebaut wurde, spielte man im Camp de Les Corts zwischen 1922 und 1957, was zu dieser Zeit in etwa so ausschaute



      Wobei ich mir nicht ganz sicher, ob man hier nicht evtl. die Stadien in den Bildern vertauscht hat oder es sich um ein und das selbe handelt? Aber auch so finde ich den Blick in die Vergangenheit ganz interessant.

      Insbesondere beim ersten Bild erkennt man dann auch gut, warum sie Camp genannt werden. Denn Camp ist katalanisch und heißt auf Spanisch Campo. Dies bedeutet nichts anderes als Feld und auf einem Feld hat man halt früher Fußball gespielt
    • Von Lilac
      Wer die dramatische wirtschaftliche Situation in Spanien verstehen will, muss in seine Vergangenheit blicken


      http://derstandard.at/1381368649938/Spanien---Die-Geschichte-eines-Landes-ohne-Jobs
    • Von Lilac
      Fünf Hunde auf einer Finca




      1. Teil - G R E M L I N


      Ich komme eigentlich aus einem guten Stall. Meine Mutter war eine reinrassige Pekinesin und ihre Menschen ihr wohl gesonnen. Aber wie das im Leben halt manchmal so geht... die Liebe machte einen Strich durch die Rechnung ihres Lebens. Mama vergaß sich und brannte mit einem echten Casanova durch. Das war das einzig Echte an ihm, zumal er auf einen recht unübersichtlichen Stammbaum zurückschaute. Nach wenigen hektischen Liebesnächten erkannte Mama ihren Fehler und suchte ihr Menschenhaus wieder auf. Doch es war bereits geschehen: Meine Geschwister und ich machten uns taillenmässig schnell bei Mama bemerkbar.

      Ihre Menschen waren darüber nicht begeistert. Wir durften zwar den Luxus einer heimischen Geburt genießen (ich nehme an, die Herrschaft meiner Mama wollte die Bescherung erstmal in Augenschein nehmen), wurden jedoch nach wenigen Wochen der Gemütlichkeit an Mamas Zitzen still, heimlich und ohne große Umstände an die Luft gesetzt. Genauer gesagt: Man packte uns sechs in einen Pappkarton und setzte uns – einen nach dem anderen – aus.
      Wenn ich mich auch mit meinen gerade acht Wochen Lebensalter nicht an den genaueren Ablauf dieser "menschlichen" Handlung erinnere - so weiß aber, es war Januar.

      Nun mag man denken, es sei eine Erleichterung für einen kleinen Mischling, in Spanien geboren zu sein. Doch selbst hier, in Lloret de Mar, ist der Januar ein verflixt unangenehmer Monat. Es war kalt, es regnete und so ist es nicht verwunderlich, dass ich bald eine handfeste Erkältung hatte.

      Am schlimmsten war jedoch der Hunger. Mama hatte keine Zeit gefunden, uns einem "Überlebenstraining in freier Natur" zu unterziehen. Bei meiner Statur waren Mülltonnen für mich unerreichbar. Außerdem war die Konkurrenz stark und meine lieben Artgenossen konnten sich nicht durchringen, mir von den ohnehin schon kargen Bissen ein wenig abzugeben. Soviel zum Thema Welpenschutz!

      Immerhin schaffte ich es, mich aus einem Gemisch von Schnecken und vom Regen aufgeweichten Brotresten fast einen Monat lang am Leben zu erhalten.

      Manchmal, wenn ich mich vor Wind und Regen unter ein parkendes Auto oder den herabgefallenen Deckel einer Mülltonne gerettet hatte, träumte ich mit knurrendem Magen und Einsamkeit im Herzen vom gemütlichen Körbchen meiner Mama. Im Alter von rund zwölf Wochen wusste ich zwar so gut wie gar nichts über die wechselnden Jahreszeiten, aber mein Instinkt sagte mir, dass ich unbedingt noch ein bis durchhalten musste, damit das Leben für mich einfacher würde. Aber wie?

      Es war ohnehin schon sehr kalt, noch Kälter ist es jedoch, wenn man nass ist bis auf die Haut. Oft vermischten sich die Regentropfen mit meinen Tränen der Hoffnungslosigkeit. Sie kroch genauso schnell in meinen unterernährten Körper, wie die Kälte der Nacht. Es war im Winter nicht allzu viel los auf den Straßen von Lloret de Mar. Trotzdem waren einige Touristen hier. Sie besaßen Häuser auf Rädern, die mich wie magisch anzogen. Diese rollenden Hütten strahlten soviel Wärme und Gemütlichkeit aus. Auch hatte ich schon Artgenossen beobachtet, die mit den Menschen in diesen Häusern lebten. Sie hatten ein warmes Plätzchen und bestimmt ausreichend Futter. Ich stellte mir vor, wie ihnen abends vor der Heizung von ihren Menschen der Kopf gekrault wurde. Bei mir tat dies höchstens der Sturm und das war nicht angenehm.
      Langsam reifte in mir der Entschluss, alles daran zu setzen, auch Bewohner eines solchen Heimes zu werden. Zielstrebig ging ich auf die Suche nach einem Zuhause und einem Menschen.
      Dieser Entschluss hielt mich am Leben und gab mir neuen Mut.
      Trotzdem verging fast wieder ein ganzer Monat – es war inzwischen April aber immer noch kalt und stürmisch – bis mir schien, das geeignete Objekt gefunden zu haben; eines von diesen fahrenden Wohnzimmern.
      In ihm wohnte nur ein einziger Mensch. Ich legte mich zunächst auf die Lauer und beobachtete ein wenig die Gewohnheiten dieses Zweibeiners. Noch hatte ich ja keine großartigen Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln können. Er schien ein reinlicher Typ zu sein. Jeden Tag putzte und schrubbte er seine Hütte. Dadurch stand die Tür häufig offen und ich konnte mir einen Einblick in das Innere verschaffen. Wie gemütlich es ausschaute! Da gab es eine richtige Essecke und ein kuscheliges Bett. Alles mit Teppichen ausgelegt. Doch das Verlockendste war die Wärme, die durch die offene Tür nach außen strahlte. Noch etwas Anderes drang durch die Tür zu mir heraus: Essensdüfte! Mir wurde ganz schwindlig in meinem kleinen Kopf. Meinem Magen ist es mehr zu verdanken als meinem Mut, dass ich mich von Minute zu Minute weiter der offen stehenden Tür näherte. Noch hatte der Mensch mich nicht gesehen. Wie würde er reagieren?

      Das Haus war recht klein und es bestand kaum eine Möglichkeit, sich zu verstecken. Doch nun hieß es, alles auf eine Karte zu setzen: Mit einem Satz war ich drin, schnell verzog ich mich unter den Tisch und rollte mich ganz hinten in der äußersten Ecke ein. Manchmal ist es doch ein Segen, so klein geraten zu sein.

      Sicherheitshalber stellte ich mich schlafend. Wenn ich die Augen schloss und ihn nicht sah – vielleicht sah er dann auch mich nicht.
      Doch es geschah, was geschehen musste: Kaum lag ich einige Minuten auf meinem Platz, hörte ich ganz nah eine tiefe Stimme:
      „Ja, wen haben wir denn da?“

      Fortsetzung folgt

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