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ararauna

Mein Vogelgarten - wie alles anfing

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Oft werde ich gefragt, wieso ich auf die Idee kam einen Vogelgarten aufzubauen. Selbst hier in Andalusien, höre ich so beim Kaffeetrinken mit den Besuchern stets diese Frage.

Also beginne ich heute, die Entstehungsgeschichte meines Vogelgartens aufzuschreiben.

Eigentlich war alles nur ein Zufall.

1974 zog ich mit meiner Familie aus der Stadt Schwerin auf ein kleines Dorf. Ich hatte ja schon immer neben meiner beruflichen Tätigkeit etwas mit kunsthandwerklichen Arbeiten dazu verdient. Dazu war auch notwendig, denn wir hatten vier Kinder und obwohl wir beide als Lehrer arbeiteten, hätten wir uns so einiges nicht leisten können. Ich bemalte grosse Porzellanteller mit den verschiedensten Motiven, drechselte Figuren, Garderobenständer und vieles Andere. Diese Nebentätigkeit entwickelte sich derart, dass ich eines Tages überlegte, meinen Lehrerberuf an den Nagel zu hängen, um mein Geld künftig nur noch mit solchen Arbeiten zu verdienen. Das mangelhafte Angebot in den Geschäften der DDR machte solche Überlegung möglich.

Nun es war allerdings nicht problemlos, vom sozialistischen Lehrer zum „privatkapitalistischen“ Handwerker zu wechseln. Das machte mein Chef mir unmissverständlich klar, aber auch das war letztlich ein Problem, welches ich lösen konnte.

So trug der Umzug aufs Dorf auch dazu bei. Als kinderreiche Familie war das Haus sehr leicht zu erwerben, denn die zinsgünstigen Kredite machten es möglich. Das Grundstück hatte etwa 4000qm. Das alte Bauernhaus war zwar reparaturbedürftig aber ausserdem gehörte noch ein grosses Werkstattgebäude dazu. Kaufpreis: 23.000 Mark der DDR.

Einige Kaninchen wurden mit übernommen, ein Hund, eine Katze und ein in der Tombola gewonnenes kleines Schwein zogen mit uns in dieses Haus.

Nach der Grundsanierung war ein schmuckes Einfamilienhaus entstanden. Dabei war die Materialbeschaffung oft etwas abenteuerlich. Aber wenn man selbst etwas herstellen kann, was andere haben möchten, kann man Dies für Das eintauschen.

Nun ergab es sich, das ein Vogelliebhaber bei mir Wandteller mit bestimmten Vogelmotiven bestellte.

Offensichtlich war er mit meiner Arbeit zufrieden, denn bald meldeten sich weitere Vogelzüchter bei mir. Eigentlich wäre so ein Papagei im Atelier auch eine Bereicherung, sagte ich mir und so zog ein kleines Pfirsichköpfchen bei mir ein. Zunächts in einem Käfig, turnte er bald zwischen Pinseln und Farbtöpfen umher. Um die verschiedensten Vogelmotive malen zu können, kaufte ich mir eine Reihe von Vogelbüchern, die ich mit wachsendem Interesse las. So erfuhr ich auch, dass mein Pirsichköpfchen zu den Unzertrennlichen gehört und man diese Vögel unbedingt nur als Paar halten sollte. Also bekam mein kleiner Koko eine Kokoline. Damit fing alles an. Ich hatte für die beiden eine kleine Zimmervoliere gebaut und mehr zur Dekoration auch einen Nistkasten darin befestigt.

Bald lagen die ersten Eier im Nest und nach wenigen Wochen hockten 6 Junge neben den Altvögeln auf der Sitzstange. Ein Besuch bei einem Vogelzüchter, der mir zu meinem ersten „Zuchterfolg“ gratulierte, tat sein übriges. Schon entstand auf meinem Grundstück eine Anlage mit mehreren Volieren.

Fortsetzung folgt

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“Na das kann ja heiter werden!“ Meine Frau kommentiert meinen Volierenbau mit einem Schmunzeln.

Sie kennt mich einfach zu gut. Eine Sache, die mich begeistert, lässt mich nicht mehr los.

Sie beobachtet, wie ich lange Dachlatten in unserem Garten auslege und damit die Grundrisse künftiger Volierenkomplexe markiere. „Aber hier möchte ich ein Gewächshaus, von hier bis da. Dahinter kannst du meinetwegen noch Vogelhäuser bauen.“

Meine Planung ist die eine Sache, aber die Materialbeschaffung für mein Vorhaben eine andere.

Mein Organisationsvermögen funktioniert jedoch auch dabei und ich finde immer neue Möglichkeiten, hunderte Meter von Winkeleisen, noch mehr gehobelte Kanthölzer und unendlich viele Rollen Volierendraht, der DDR Mangelwirtschaft zum Trotz zu organisieren. Dabei durfte ich meine Arbeit nicht vernachlässigen, das hätte meine Familie mir natürlich übelgenommen. Mein gutes Einkommen war die Grundlage aller Aktivitäten.

Mein Vogelgarten entwickelte sich, auch Dank meiner Frau zu einem kleinen Paradies, sie hatte die Planung und Bepflanzung der Blumenrabatten übernommen. Vor ihrem Lehrerstudium hatte sie schliesslich den Beruf einer Gärtnerin erlernt. Noch heute kenne ich viele lateinische Bezeichnungen, die sie mir zu jeder Blume erklärte. Primula auricula, sambuco niger......usw. Daran muss ich noch heute denken, während nun in Andalusien in unserem Vogelgarten auch viele exotischen Pflanzen blühen. Für meine Kinder und natürlich auch für die Kinder des Dorfes baute ich ein Gehege mit Zwergkaninchen und Meerschweinchen und in einem Pavillon vermehrten sich Eichhörnchen.

Längst hat sich der kleine Vogelpark über die Grenzen des Dorfes herum gesprochen.In den Volieren zogen immer neue Vogelarten ein. Zunächst vor allem australische Grosssittiche, die durch ihre Farbenpracht beeindrucken. Ausserdem sind sie leicht zu züchten und durch den Verkauf der Jungvögel konnte ich dann meiner Frau weismachen, unser Vogelgarten könnte auch mal etwas Gewinn abwerfen. „Vielleicht ernährt er uns später mal“, meine ich im Scherz. Meine Frau lachte darüber nur. Denn jede neue Vogelart, die auf meiner Wunschliste stand war bedeutend teurer, als die vorhandenen.

„Zuchtpaar Chinasittiche zu verkaufen“ diese Anzeige in einer Fachzeitschrift elektrisierte mich fast.

Die Chinasittiche sind die wertvollsten asiatischen Papageien aus der Gruppe der Edelsittiche.

Sie wurde damals äusserst selten gezüchtet und kaum angeboten. Eine heimliche Anfrage beim Verkäufer in Thüringen: 7000 Mark das Paar! Nicht erschwinglich, wir brauchen eine neue Küche, dafür war das Geld angespart. Ich erwähnte so nebenbei beim Abendbrot die Chinasittiche und von dem unverschämten Preis. Meine Frau sah mich lange an. Ich schaute intensiv zum Fernseher und sagte nichts mehr.

Am nächsten Morgen beim Frühstück: „Eigentlich tuts unsere Küche noch ein Jahr, mit dem alten Herd hab ich mich gut eingefuchst“, ruf doch mal, ob sie noch zu haben sind.“

Wir waren beide schon infiziert! Das durfte hier im Dorf niemand wissen, die alten Bauern hätten uns für verrückt erklärt. So viel Geld für ein paar Vögel.

Vorsichtshalber fuhr ich ins 20km entfernte Wittenburg um von dort im Postamt eine verlangte Anzahlung einzuzahlen. Die Postbeamtin sah mich seltsam an, in der Zeile: Zahlungsgrund hatte ich Anzahlung Chinasittiche vermerkt. Aber diese Vögel haben mich nicht enttäuscht, das Jahr darauf brüteten sie zwei Jungvögel aus.Wir waren stolz wie Oskar!

Bald darauf entdeckte ich bald mein Herz für die südamerikanischen Arten. Die grosse Gruppe der Keilschwanzsittiche sind lebhafte aber auch lautstarke Vertreter der Vogelfamilie und ähneln in ihrem Wesen ihren grossen Verwandten, den Aras. Diese kamen erst viel später in unseren Vogelgarten.

Wenn in Deutschland mehrere Leute gleiche Interessen verfolgen, so gründen sie einen Verein.

In der DDR hiess so etwas Sparte. Die Sparte der Ziergeflügel-und Exotenzüchter war für mein Interessengebiet zuständig. Auf Grund meines ausgewucherten Vogelbestandes machte man mich gleich zum Vorsitzenden so einer Sparte. Natürlich sollte auch unsere Sparte ihren ökonomischen Beitrag zur Planwirtschaft der DDR leisten. Unsere Mitglieder, bzw. ihre Vögel sollten Jungvögel für den Export ins nicht sozialistische Ausland liefern. Dafür gab es dann entsprechende Vogelfutterzuteilungen ausser der Reihe. Das sogenannte Exportfutter war von ausgezeichneter Qualität und nicht mit dem verschmutzten Normafutter vergleichbar. Für dieses Futter hatte ich mir mit Hilfe eines alten umgedrehten Staubsaugern eine Reinigungsanlage gebaut. So lieferten wir Wellensittiche, Kanarien und andere Vögel ab. Oft haben die Vögel jedoch nicht so richtig mitgespielt. Sie hatten wohl die Planvorgaben der DDR-Oberen nicht verstanden.

Fortsetzung folgt

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Klasse!!!! 3fach gefällt mir!

Auch in unserer Familie fing es mit einem, bei der Tombola gewonnenen Wellensittich an, allerdings im Westen.

Später kamen Papageien und Großsittiche dazu, dann Kanarien und Wellensittiche, fleißig wurde gezüchtet und ausgestellt, Preise gewonnen.

Am Ende waren es bestimmt 2oo Vögelchen.

Nach und nach stiegen meine Eltern auf Wildvögel um, natürlich mit amtl. Genehmigung.

Mittlerweile leben sie tierlos, bis vor 2 Wochen, da haben sie "dem armen Otto" eine Chance gegeben, einem Graupapageienkind, das durch Defekt weder Flug noch Schwanzfedern hat.

Nun beginnt "Operation Voiliere für behinderte Papageien" und was der arme Otto nicht durch Federn glänzen kann - er glänzt mit seinenm Sprachtalent.

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post-1909-1385423903,5473_thumb.jpgInzwischen ist unser Vogelbestand weiter gewachsen, Vom Förster bekomme ich zwei junge Kolkraben, die offensichtlich von ihren Eltern verlassen wurden. Ihr Ernährungszustand war sehr schlecht. Aber Kolkraben sind keine Kostverächter, sie schlucken gierig eingeweichtes Brot, Früchte, Fleischreste und waren richtig nimmersatt. So wie es in den weitaufgesperrten Schlund herein kam, so wurde der Kot in die Gegend gespritzt. Aber das in einem Korb hergerichtete Nest blieb dabei sauber.

Sie schupperten ihr Hinterteil geschickt über den Nestrand. Langsam wurde es Zeit, dass sie ebenfalls in eine Aussenvoliere umzogen. Ich hatte mit dem Förster im Wald Tannen-Schlete geschlagen, die Rinde abgestossen und so enstand daraus die Konstruktion einer Volierenanlage, die sehr naturbelassen wirkte. Diese Volieren hatte ich besonders gross gebaut. Grundfläche 6x8m, Höhe 4m

Schon lange wollte ich Uhus, Schneeeulen und andere Eulenvögel in meinem Vogelpark integrieren, aber für diese Vögel musste ja anderes Futter organisiert werden.

Da kam mir der Besuch des Zoodirektors aus dem Schweriner Zoo gerade recht. Er hatte von unserem Vogelgarten gehört war sehr erstaunt über die Artenvielfalt in meinen Volieren. Das Problem der Futterbeschaffung für künftige Euelenvögel konnte ich an diesem Tage lösen, er würde für mich eingefrorene Eintagsküken mitbestellen. Gleichzeitig bot er mir ein paar Uhu-Jungvögel an. Die grossen Eulen ergaben in der neuen Anlage ein imposantes Bild.

Die Kolkraben wuchsen schnell. Sie waren jedoch komplett auf mich geprägt, denn. ich hatte sie ja per Hand aufgezogen. Kaum hatte ich die Voliere betreten bettelten sie mich an, hüpften auf meine Schulter, zogen an meinen Schnürsenkeln.

Ich musste aufpassen, dass sie nicht an meinen Ohren zupften, denn das konnte schmerzhaft werden. Sie wurden langsam flügge. Bei Spaziergängen nahm ich öfter einen dieser beeindruckend grossen Raben mit. Sie übten den Gleitflug von meiner Schulter auf den Waldweg, aber immer wenn etwas sie erschreckte suchten sie sofort wieder bei mir Schutz.

Auch andere Rabenvögel zogen bald in eine Gemeinschaftvoliere. Eichelhäher, Rabenkrähen, Dohlen

Und Elstern vertrugen sich gut zusammen.

Ein besonderer Höhepunkt war für unseren Vogelgarten das Angebot des bereits erwähnten Zoodirektor, mir zwei Paare Aras in Dauerleihe zu überlassen. Die Ara-Anlage des Schweriner Zoos ist eine Freianlage, darum werden die Handschwingen der Grosspapageien beschitten, sonst würden sie ja wegfliegen. Einige dieser Vögel werden von den dominanteren Papageien regelrecht weggebissen. Sie flüchten dann auf die höchsten Stellen der aufgestellten Sitzäste, dann werden sie regelrecht gepiesackt, in die Füsse gebissen usw. Daher würde er mir gern vier dieser Vögel überlassen. Nun wurde das geplante Gewächshaus, dessen Betonfundament bereits stand umgeplant zur Araanlage.

Es enstanden zwei grosse Volieren aus massiven Winkeleisen und extra starkem Drahtgeflecht.

Hier im Vogelgarten durfen die Federn nachwachsen und bald sah man die wundervollen Papageien durch die zehn Meter lange Voliere fliegen. Das Schutzhaus war zwar isoliert, aber nicht beheizbar.

Im Zoo werden die Aras im Winter in ein beheiztes Schutzhaus gesperrt.

Meine Aras waren nun ganzjährig in der Freivoliere und nur nachts und bei schlechtem Wetter, sah ich sie freiwillig das Schutzhaus aufsuchend. Selbst bei Minustemperaturen schienen sie sich wohlzufühlen. Zwei Jahre später, wir feierten das 10-jährige Jubiäum unseres Vogelgartens hatten wir viele Persönlichkeiten dazu eingeladen. Unser Bürgermeister, der Dorfchor, auch viele Vertreter der regionalen Zeitungen und natürlich Zoodirektor waren gekommen. Nach einem Rundgang, fragte er mich, wo denn seine Aras geblieben wären. Ich zeigte auf die wunderschönen Papageien in der grossen Voliere. „Das sind die aus unserer Anlage“, er war beeindruckt. Dieses dichte lückenlose Gefieder, dieses geschickte Fliegen,“die sehen ja prächtig aus.“ Zu seiner Kuratorin gewandt, meinte er, sie sollte sich mal Gedanken machen, eine Voliere wäre besser. „Diese Vögel haben eine ganze Kondition.“ Mehrere Tageszeitungen berichteten nun über unser Vogelparadies. Ein Vertreter des Bezirks Schwerin kam bald darauf mit einer Urkunde. Der Vogelgarten wird ausgezeichnet mit dem Titel: „Staatlich anerkanntes Naherholungsobjekt „ Meine Frau lachte“Na das ist doch toll ! „

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Das Jahr 1989, das Jahr der Wende ist auch für unsere Familie mit Einschneidungen verbunden. Die älteste Tochter und mein Sohn sind bereits ausgereist mit all den damit verbundenen Problemen und Schikanen. Wir gehen mit auf die Strasse zu den Montagsdemos. Das Ende der DDR ist abzusehen. Plötzlich geht alles ganz schnell und ohne Verletzungen ab. Es ist nicht zu fassen, dass die Mauer plötzlich offen ist.

Ich nutze die neuen Möglichkeiten, nehme Kontakt zum Norddeutschen Rundfunk in Hamburg auf. Täglich hatte ich die NRD2 Plattenkiste gehört und ich stellte mir vor, hier mal mein kleines Vogelparadies präsentieren zu dürfen.

Tage später klingelt das Telefon: „Hier ist der NDR, sie sind der erste DDR-Bürger mit dem ich offiziel telefonieren kann. Ich möchte sie einladen in die NRD2 Plattenkiste.“ Ich kann es kaum fassen.

Am Freitagmittag erwarten sie mich und meine Frau im Funkhaus Hamburg.

Ich soll über unseren Vogelgarten im Radio berichten. Bereits während der Sendung unzählige Anrufe, Vogelzüchter aus ganz Norddeutschland wollen mich besuchen. Unbekannte gratulieren uns zu dem Erreichten. Die Wirkung der Sendung spüren wir noch monatelang. Unzählige Kontakte entstanden und wurden gepflegt. Besonders für unser neues Vorhaben sollten diese Kontakte noch von grosser Bedeutung werden. Wirtschaftlich allerdings war die Wende zunächst ein Sprung ins Ungewisse. Hatte man doch zu DDR-Zeiten mir alle meine Arbeiten förmlich aus den Händen gerissen, läuft plötzlich kaum noch etwas.

Die Kunstgewerbegeschäfte halten sich auch sehr bedeckt.

Ein Treffen mit Handwerkern aus Hamburg machte mir klar, dass mit meinem Kunsthandwerk kein Geschäft mehr zu machen war. Die Leute reisten erst mal in den Westen und dort gab es ja nichts, was es nicht gab. Ich fasste einen Entschluss. „Meine liebe Frau, ich baue dir ein Cafe im Vogelgarten.“ Eigentlich war das ganz logisch. Wir hatten immer schon viele Besucher und die netten wurde stets zu Kaffee und Selbstgebackenem eingeladen.

Nun hatte ich im letzten Jahr angefangen ein neues Werkstattgebäude zu bauen. Die alte Werkstatt war einfach zu klein geworden. Das Fundament hatte ich bereits gegossen. Aber die neu bestellten Maschinen konnte ich abbestellen. Auf dem fertigen Fundament errichtete ich nun ein schickes Cafegebäude. Ein grosser Wintergarten mit Blick auf die Volieren wurde das Schmuckstück vom „Cafe Vogelgarten“. Die traumhafte Gartenlandschaft mit den vielen Vogelarten und darin dieses Cafe mit leckeren selbstgemachten Kuchen und Torten, mit tollen Eisbechern und einem kleinen Speisenangebot- das konnte nur erfolgreich sein. Wir waren ja nur 50km von Hamburg, 40km von Lübeck , 20km von Schwerin entfernt. Ich malte grosse Werbetafeln, lud zur Eröffnung und unser Cafe Vogelgarten wurde zum Ausflugsziel der Region. Meine Frau und eine Tochter kreierten immer neue tolle Kuchen- und Tortenrezepte. Unsere Papageientorte war der Renner!

Auch für unseren Vogelbestand eröffnete die Wende neue ungeahnte Möglichkeiten. Ein erstes Ausflugsziel war für uns natürlich der Vogelpark Walsrode. Hier konnte einige interessante neue Arten erwerben. So zog dann auch der „Lachende Hans“, der australische Kookabura bei uns ein. So wurde unser Vogelgarten wieder attraktiver. Die Eulenanlage wurde um Schneeeulen und Bartkäuzen erweitert. Auf die Bartkäuze waren wir besonders stolz. Leider wurden diese tollen Vögel in dem Jahr, in dem sie das erste Mal Nachzucht hatten aus der Voliere gestohlen. Ein Verlust, den wir sehr bedauerten.

In dem Jahr wurden jedoch auch aus anderen Zoos in Deutschland zielgerichtet wertvolle Vögel entwendet. Aber das ist nur ein schacher Trost für uns. Die offene Grenze hatte auch ihre Schattenseiten und nicht jeder, der zu uns kam, meinte es gut mit uns.

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