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Lilac

2,5 Tonnen Tomaten und Zucchini verschenkt

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Kleinbauern und Familienbetriebe vor der Pleite

… Aus diesem Grund errichtete die UPA eine Klagemauer in der Stadt Granada, an der die Betroffenen ihr Leid loswerden durften. Gleichzeitig verteilten die Landwirte 2,5 Tonnen an Tomaten und Zucchini unter den Bürgern und dies kostenlos.

www.andaluz.tv/nachrichten/nachricht-andalusien.php?idNot=12857&url=granada-andalusien-landwirte-verschenken-tomaten#sthash.GeVTi2tH.dpuf

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Gast Gast1681

Das ist zwar eine mehr oder weniger gut gemeinte Aktion, hilft aber den Kleinbauern und Familienbetrieben nicht weiter. Ich kann jetzt nur aus meinem persönlichen Umkreis berichten. Schon lange hat der Konsumer in DE Gemüse und Obst aus Spanien mehr oder weniger links liegen lassen. Der Chef eines Edeka Betriebes sagte mir mal, dass er diese Lebensmittel am Ende der Woche weg werfen kann, weil die Verbraucher es nicht mal zum reduzierten Preis kaufen. Nachdem etliche Obst und Gemüsesorten, vor allen Dingen Paprika derart mit einem Pestizidcocktail vergiftet waren und Stiftung Warentest dies berichtet hat, seit dem wird Obst und Gemüse aus Spanien nicht mehr nachgefragt bzw. gekauft, gleiches gilt übrigens für Marokko. Also, müsste hier ganz, ganz schnell ein Umdenken geschehen, verstärkt auf Bioanbau gesetzt werden und dann müssten sehr viele Hofläden entstehen, wo die Leute direkt beim Bauern kaufen können. Toll wäre es wenn diese Bauern sich der neuen Zeit annähern würden und ihre Erzeugnisse per Internet anbieten würden. Lieferung gegen Aufpreis von "bezahlbar" im Umkreis von 30-50 Km. Dann kommt der nächste Bio Kleinbauer. Ich verstehe schon lange nicht mehr warum die Leute nicht mehr Mut zu einem Neuanfang haben. Sie sehen doch dass sie sonst mit offenen Augen in ihr Verderben rennen.

Die Globalisierung hat nun mal nur Verlierer unter den Kleinen auf dem Zettel. Die Großen sind davon selbstverständlich nicht betroffen darum sind sie ja auch die Globalisierungsbefürworter.

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Für ein Umdenken ist es sicher an der Zeit, wenn Spanien weiterhin die Märkte in Nordeuropa bedienen will.

Hier in Austria kommt man an Bio überhaupt nicht mehr vorbei. Leise Zweifel bleiben natürlich, da mehr Bio verkauft als angebaut zu werden scheint.

Gibt es denn in den Obst- und Gemüseanbaugebieten Spaniens überhaupt noch keinen Bio-Trend?

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Gast Gast1681

Auch bei Bio gibt es verschiedene Anbaugebiete und auch Label. Zum Beispiel bietet sowohl Aldi als auch Lidl und Rewe Bio Ware an, dies ist jedoch konventionell angebaute Bio Ware, jedoch bezahlbar und darf auch bei weitem nicht so gespritzt werden wie herkömmlicher Anbei. Dann gibt es die Natur- und Bioland Sigel und natürlich die ebenso stark kontrollierten Demeter Höfe. Diese 3 sind in der Regel teurer aber auch definitiv schmackhafter. Die natürliche Umweltverschmutzung kriegt sowohl das Bio- als auch das konventionell angebaute Gemüse und Obst mit, aber wenigstens sind wir hier von weiteren Schadstoffen befreit. In einem der Biomärkte in denen ich in Deutschland einkaufe, kann ich einen wunderbaren, schmackhaften Rotwein kaufen, La Mancha heißt der Wein und ist absolut Bio. Ein herrlicher Genuss, die Flasche ist eine Pfandflasche und dafür zahle ich 3,69 das muss ich mir selbst Wert sein, wie ich meine. In Spanien habe ich diesen Wein noch nie gesehen. Auch auf den Wochenmärkten ist mir noch nie ein Stand aufgefallen der seine Ware als Bio Ware anbietet. Da hilft dem Konsumer der sich weitgehend gesund ernähren möchte wohl nur der Selbstanbau, aber an den Kleinbetrieben geht dieses Potential vorbei. Statt mich in nutzlosen Gesprächen über die böse EU und alles mögliche zu ereifern, würde ich halt jetzt schnell was anders machen. Je eher desto besser. Wir haben nämlich nun auch Kroatien in der EU und die haben die Zeit bereits erkannt und viele Kleinbauern sind dort bereits auf Bio umgestiegen. Die werden nun auch auf den Markt drängen.

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Spanien hat seine ökologisch bewirtschafteten Flächen von 2004 bis 2010 um 91 % gesteigert, während in Deutschland die Steigerung nur bei 29 % lag in diesem Zeitraum.

Quelle hier (Seite 6):

http://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/agrar/PDF/13-05Studie_steigender_Bioimport.pdf

- - - Aktualisiert - - -

Hier ist noch ein interessanter link, der eurer Einschätzung widerspricht:

"In Spanien wächst der Biosektor trotz der Finanzkrise mit beeindruckenden Zahlen "

http://www.ein-herz-fuer-bio.org/news/spanien-waechst-der-biosektor-trotz-der-finanzkrise-mit-beeindruckenden-zahlen

bearbeitet von Mischa
link geht nicht

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Gast Gast1681

Wieder eine Statistik der man glauben kann, aber nicht muss. In den deutschen Biomärkten in unserem Landkreis in DE ist definitiv kein Bio Obst und/oder Gemüse aus Spanien zu finden. Ich habe mir auch mal die mühe gemacht und die regionalen online Lieferanten ausfindig gemacht. Bei denen kann man einen Gemüse oder Obstkorb wöchentlich abonnieren. Spanische Ware - Fehlanzeige! Jetzt habe ich mir auch in unserer Region hier (Umkreis von 50 Km) die Mühe gemacht, irgendeinen Bio Vermarkter zu finden - auch hier war ich erfolglos. Das mag in Großstädten anders sein das kann ich nicht beurteilen, aber Kleinbauern und Familienbetriebe haben im Großstadtdschungel ohnehin schlechte Karten, also wo sind die Bio Anbauer vor Ort??

Gibt es die bei Dir in der Gegend Mischa? Es würde mich ja wirklich sehr, sehr freuen, wenn die Kleinbetriebler endlich aufwachen und vorwärts kommen. Denn es sind die Kleinen die wir brauchen, von der Großen haben wir genug und die meisten derer boycottiere ich ohnehin ;).

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Die Daten sind von 2012. Der erste link ist eine Studie der Uni Bonn - als glaubwürdig einstufbar. Ich war dieses Jahr noch nicht in D. Bei mir gab es überall spanische Bio-Produkte zu kaufen. Falls die weg sein sollten - dann armes Spanien!

Bei mir in der Gegens auf dem Land in Malaga gibt es Bio-Produkte. Die muss man aber dann direkt beim Hersteller kaufen, weil es sie nur bei besonderen Märkten gibt, wie z. B. Weihanachten oder auf Wochenmärkten, aber nicht in Alora, jedenfalls nicht regelmäßig.

Außerdem gibt es Kooperativen, aber für konventionell angbeaute Produkte.

Es gibt auch jede Menge Leute mit Gärten, die manchmal Überschüsse produzieren und mir dann tütenweise Bio-Bemüse und Obst schenken. Die haben schon deshalb keine Pestizide, weil Pestizide einfach teuer sind.

Ich erinnere mich an die zweite Hälfte der 90er Jahre, wo es hieß, dass fast alles, was Spanien an Bio produzierte nach D gehen würde. Habe dazu aber jetzt leider nichts gefunden, ist ja auch schon eine Weile her.

Ach ja - wegen deinem Wein: Ich habe in D immer einen ganz leckeren konventionell hergestellten Tinto gekauft, der einen Namen hat, der eher griechisch als spannisch klingt. Den habe ich in Spanien auch noch nie gesehen. Einer meiner Freunde sagte, das wäre normal - das wären eben die Export-Produkte.

Hier in Malaga gab es vor kurzem so eine Art Bio-Feria in einem Stadtteil. Davon wusste aber kaum jemand etwas und es gab auch so gut wie keine Werbung dafür. Es war ein Samstag Nachmittag und viele Kleinbetriebe haben ihre Produkte vorgestellt und Tapas angeboten. Ich war nicht dort. Habe davon erfahren, weil ich in einem Netzwerk bin (also über Internet).

Ich sehe hier zwei Gründe, warum der Bio-Markt Probleme hat (also hier in Malaga, ansonsten weiß ich nicht, was in Spanien passiert):

1. Die Leute sind einfach zu arm, um mehr Geld auszugeben als unbedingt sein muss

2. Die Leute glauben nicht an irgendwelche Siegel oder Versprechungen und denken, dass sie sowieso die ganze Zeit nur für dumm verkauft werden.

Aber vor Ort sind die Leute sehr stolz auf ihre Produkte aus der eigenen Region. In Alora z. B. Olivenöl, Zitrusfrüchte, Ziegenkäse, eingelegte Oliven (aber, wie gesagt - konventionell, nicht bio, bzw. zu einem geringen Teil auch Bio)

LG von Mischa

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…..... Erhalten 13 Cent …beim Verkauf an Großmarkt-Sammelstelle.

An der Straße 60 Cent. Im Laden 0,90 bis 2,30 VK. Derzeitige Preisgestaltung im Anbaugebiet.

Für nachweisbar 100% Biotomaten. Mit den dazugehörigen Wachstumszeichen

ohne Genveränderung (so steht es mindesten auf der Samenpackung).

Bei einem Wasserverbrauch von ca 180 Liter Wasser pro Kilo bis sie beim Verbraucher sind.

Trotz bzw und mit Einstellung vom Kunden, dass auch die Bio-Tomate genauso aussehen müssen, wie ….

ohne Makel und einer Lagerzeit von mindestens 2 bis - Wochen ohne Druckstellen.

Also einen Preis zu erhalten ist eine Sache, die Einstellung vom Verbraucher ………

Also behält vorab sicher die auch Biotomate ihren Platz beim Aufbau der Klagemauer.

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Hier habe ich eine Internetseite gefunden von dem Öko-Netzwerk in Malaga:

http://malagatequieroverde.org/redverso/

Und hier noch eine Seite von denen, wo auch von besagter Feria die Rede ist (mit weiter führendem link dorthin):

http://malagatequieroverde.org/redverso/?page_id=20

Das scheint alles relativ neu zu sein. Hier tut sich einiges - man findet es halt nicht in den normalen Nachrichten, bzw. wenn, dann ist es klein gedruckt, dass man es leicht übersieht.

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Also bei uns in BCN gibt es schon Bio und immer mehr - aber die Preise sind entweder gepfeffert oder man braucht das Auto, um zum Einkaufen (z.B. nach Gavá) zu fahren, womit sich die etwas guenstigeren Preise dann wieder mit dem Benzingeld aufrechnen.

Nur mal so als Beispiel: Im mercado de Santa Catalina gibt es auch ganze Staende, die nur Bio verkaufen ( 1 Huhn - 30 Euro ca...)

und online kann man mittlerweile in ganz Spanien bestellen.

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@ Tiza - Genau das habe ich selbst erlebt, als ich in Spanien Knoblauch angepflanzt habe. Absolut bio, täglich Stunden auf dem Acker, um Unkraut zu zupfen.

Natürlich wollten die Knollen nicht so groß werden, wie die aufgeblasene Massenproduktion. Aber niemand wollte unsere Bio-Ware haben. Zu klein, zu viel Arbeit beim Schälen, zu teuer.

Ich habe sie in kleine Säckchen verpackt und zum Teil in Jalon auf dem Markt verkauft, zum Teil den spanischen Nachbarn geschenkt. Sie waren ehrlich überrascht, dass die "Deutsche" wirklich etwas erntete.:D

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Also ich hätte den Bio-Knobi sofort gekauft.

Hier gibt es öfters mal so Fleisch-Zubereitungen, wo die Knobi-Zehen ungeschält reinkommen. Das ist Super-lecker - sogar für mich als Ex-Vegetarier. Schlägt aber arg auf die Hüften.

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@Lilac Der eine Teil ist wirklich nur Zeitvertreib und bringt mal einen kostenlosen Besuch im Restaurant.

Die gewünschte Mindestmenge bei der Annahmestelle braucht dann doch leider billige Helferlein. :D

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Gast Gast1681

Da braucht es wohl beide Seiten um ein gut gehendes Geschäft daraus zu machen. Zum einen den mündigen Verbraucher der vielleicht für sich entscheiden muss was ihm lieber ist, ein gesundes Essen oder Gift auf seinem Teller. Der weiß das Bioobst und Gemüse eben aussieht wie Bioobst und Gemüse. Mal kleiner, mal größer, mal dicker, mal dünner und eventuell auch schief. So what - dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Und für mich bedeutet Bio auch gleichzeitig regional, denn wenn ich meine Tomate erst 5000 km durch die Welt fliegen muss, dann muss sie ja bereits geernet worden sein, bevor sie reif war und das will ich nicht. Wenn mein Geldbeutel schmal ist, heißt das nicht gleichzeitig dass ich mir keine gesunden Lebensmittel leisten kann, halt vielleicht nicht in der Masse. Aber darüber hatten wir ja schon öfters diskutiert. Und es braucht den geschäftstüchtigen Anbauer, der weiß wie er sich vernetzen muss, der weiß wie er sich und seinen Kleinbetrieb darstellen muss. Und der weiß wie man Kunden gewinnt und bindet. Das ist für viele Kleinbetriebe Neuland aber es sollte für alle eine neue Herausforderung sein. Ich würde liebend gerne regionale Bio Lebensmittel kaufen, aber hier auf dem Land wüsste ich nicht wo, denn Internet Auftritt haben die Anbauer nicht und wenn ich erst stundenlang mit dem Auto fahren muss ist das in meinen Augen ökologisch absolut uninteressant.

@ Mica - 30,00 Euro für ein Huhn (ca. hin oder her) das ist nicht Bio, das ist schlichtweg Wucher. Für ein mit ausschließlich Maiskörnern gefüttertes freilaufendes Bauern Bio Huhn in DE zahlt man auf dem wöchentlichen Bio Markt 16.00 Euro. Es ist ja kontraproduktiv wenn die Ware so teuer angeboten wird, dass sie nur ein paar betuchte kaufen können. So kann sich kein Markt entwickeln.

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Producto ecológico - algunas cooperativas - Andalucía

Almoradú. Huelva.

La Borraja. Sanlucar de Barrameda. Cádiz

El terruño. Morón de la Frontera. Cádiz

El Zoco. Jerez. Cádiz.

Del Huerto a mi Casa. Ecija Sevilla

La ortiga. Sevilla

Asociación de Consumo Etico La talega. Alcalá de Guadaíra. Sevilla

La Breva. Málaga

Serrania Ecológica. Ronda. Málaga

Asociación Guadalhorce Ecológico. Valle del Guadalhorce. Málaga.

Almocafre. Córdoba

El Encinar. Granada

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Gast Gast1681

Ich werde mal etwas recherchieren und melde mich sobald ich Fakten habe.

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