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Lilac

Dauerzoff zwischen Gibraltar und Spanien

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Der britische Außenminister, William Hague, war not amused, als er zum Hörer griff und seinen spanischen Kollegen um Erklärung bat. Die Warteschlangen bei der Einreise und Ausreise zwischen Andalusien und Gibraltar soll enorme Ausmaße angenommen haben. Bis zu sechs Stunden seien die Reisenden in der prallen Hitze im Auto gesessen, um die Grenze zu passieren.

http://www.andaluz.tv/nachrichten/nachricht-andalusien.php?idNot=12865&url=gibraltar-spanien-grenzen#sthash.L2tI2U2n.dpuf

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Und die Süddeutsche titelt sogar:

Gibraltar wirft Spanien "Folter" vor

http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-um-grenzabfertigungen-gibraltar-wirft-spanien-folter-vor-1.1733098

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Die Briten schmeissen vor Gibraltar riesige Betonbloecke ins Mittelmeer, welche dann irgenwann (angeblich) kuenstliche Riffe sein sollen, an denen sich aber im Moment die Netze der spanischen Fischer verfangen und zerreissen und dafuer erfindet die Guardia Civil dann halt merkwuerdige und unerklaerliche Kontrollen mit Warteschlangen von bis zu 9 Stunden in der unertraeglichen Sommerhitze ...erinnert irgendwie an 2 Kinder, wo eins dem anderen das Spielzeug weggenommen hat, wie Du mir, so ich Dir - Ätsch! (Politisch korrekt, Spanier wuerden sagen ¡joderos!)

Fehlt eigentlich nur noch ein fischender Brite im Ruhestand auf dem Islote Perejil, bei dem die dorada auf der falschen Seite des Inselchens angebissen hat...

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Nun, eine solche Aktion in Zeiten der touristischen Hochsaison zeigt allerdings auch, wie wenig man sich in ES und besonders im Armenhaus Andaliusien darüber bewusst ist, wie ernst die Lage ist. Derzeit sind viele Touris in ES und für die Meisten in Andalusien gehört nunmal ein Besuch des Affenfelsens, warum auch immer, zum geplanten Reiseverlauf. Wenn man nun diese Touristen so behandelt, ob die mit ihrem Geld wohl wieder nach ES kommen, oder aber lieber Urlaub in Kroatien, Ungarn, Griechenland oder sonstwo machen, wo der Kunde zumindest noch vernünftig, wenn auch nicht als König, behandelt wird.

Wie Mica schon sagt, wie die kleinen, unerzogenen Kinder.

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Gast Gast1681

Das wird wohl ein ewiger Zündstoff bleiben, andere Gebiete haben es ja gezeigt, siehe Ex Jugoslawien, naher Osten. Ein Miteinander kann man eben nicht erzwingen.

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Stimmt, leider

Allerdings fürchte ich, dass tatsächlich eher Andalusien Geld von Touris verliert als GIB, das ja in Händen des Empires ist und von dort aufgefangen wird.

Schade, aber gib nem Deppen Macht und/ oder eine Uniform und er dreht durch........

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die spanier sollten einfach mal ihre brezel anschalten und nachdenken. was würde passieren wenn gib zu spanien gehören würde? genau...sie würden es innerhalb kürzester zeit herunterwirtschaften. immerhin ist gibraltar, als ganzes gesehen, mit über 10.000 arbeitsplätzen...der mit abstand größte arbeitgeber in der region.

und was die fischer / guardia civil betrifft. ich sehe fast jeden morgen wie spanische fischer fröhlich ihre netze ca. 20 - 50 m vom strand entfernt auswerfen und dabei immer schön bojenkanäle des wassersports zerstören. ( laut gesetz dürfen sie sich auf 200m dem strand nicht nähern) da schaut die GC entspannt zu. :rolleyes:

aber im gegenzug heftige multas verteilen, wenn ein divecenter kein barco de apoyo hat...( was aber wieder keinen sinn macht, da sich das boot dem strand nicht nähern darf)

bearbeitet von elcielo

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@elcielo ... das mit den Arbeitsplätzen mag wohl grundsätzlich richtig sein, doch im Umkehrschluss würde diese Aussage auch bestätigen, dass Steueroasen wie die Schweiz, Liechtenstein oder Luxemburg vollkommen in Ordnung sind, da sie ja auch in der jeweiligen Grenzregion zu Deutschland ne ganze Menge Arbeitsplätze schaffen.

Wenn also Arbeitsplätze zu lasten der Steuerehrlichkeit innerhalb der EU mittels Steueroasen geschaffen werden, sollte man sich im Gegenzug überlegen, in welchem Umfang der entstandene Steuerschaden gegenüber den dortig vorhandenen Arbeitsplätzen steht. Ganze abgesehen davon sollte man nicht vergessen, dass ein Großteil der Arbeitsplätze in den Bereich der Finanzindustrie fällt, mit welchem der gemeine Spanier eher weniger etwas zu tun hat.

Nichtsdestotrotz ist Gibraltar unter der englischen Krone allein schon aufgrund der Lage und Nähe zu Spanien schon immer ein Dorn im Auge. Von der strategisch wichtigen Lage mal ganz abgesehen .... ;)

Irrwitzig finde ich allerdings, dass sich nun England an die EU wendet und von dieser eine Regelung fordert, zugleich genau dieses Land einen Sch... auf die Europäische Gemeinschaft gibt und sich nicht nur finanziell schon immer von der EU distanziert hat.

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Auch nicht schlecht, Sand von spanischen Straenden abschleppen, und den auch noch zu verkaufen - um auf Gibraltar in der Lage zu sein, dem Meer Terrain abzugewinnen fuer einen Komplex mit Hotel und 2500 Appartment; Terrain, welches nicht mehr zum britischen Hoheitsgebiet gehoert:

http://politica.elpais.com/politica/2013/08/20/actualidad/1377028975_504251.html

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Wie reagieren die Spanier auf diese Machtdemonstration?

Die britische Regierung betonte, dass diese Bewegungen nichts mit dem aktuellen Konflikt zwischen Gibraltar und Spanien zu tun haben und es sich angeblich um eine schon lange geplante Übung handelt.

http://www.andaluz.tv/nachrichten/nachricht-andalusien.php?idNot=13117&url=konflikt-gibraltar-spanien#sthash.dLL6NtnR.dpuf

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Historische Ansprüche ausgleichen

Drogen - und Waffenschmuggel auf dem Affenfelsen?

In einem Interview mit Cadena Cope verteidigte Antonio die Idee des spanischen Innenministers, 50 Euro pro Durchreise nach Gibraltar zu verlangen. "Es gleicht historische Ansprüche aus", die Situation des Felsens sei "steuerlich unhaltbar".

http://www.andaluz.tv/nachrichten/nachricht-andalusien.php?idNot=13132&url=gibraltar-andalusien#sthash.nMoWfhUO.dpuf

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London schließt Verhandlungen über Gibraltar aus

Großbritannien lehnt Verhandlungen über den Status seiner Kronkolonie Gibraltar grundsätzlich ab.

http://www.dradio.de/nachrichten/2013082015/2/

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"Die EU meldet sich auch zu Wort und stellt klar, dass Spanien mit den Provokationen aufhören muss. Es ist gegen EU-Recht, wenn man für die Einreise nach Gibraltar 50 Euro verlangen würde, auch wären die langen Wartezeiten nicht akzeptabel."

Wie schön, dass das dies EU auch mal feststellt. :) Doch denke ich, dass die EU bei Weiterem anderen Baustellen hat, um welche sie sich kümmern sollte!

Gibraltar ist zum Beispiel dafür verantwortlich zu machen, dass Spanien weniger Steuergelder einnimmt. Dies nimmt im Übrigen die britische Krone ganz bewusst in Kauf - zugleich geht sie aber gegen Steuerflucht von Firmen in Richtung Karibik oder der Schweiz vor. Jetzt erkläre mir bitte einer Mal die Logik, welche sich dahinter verbergen soll.

Schade, dass sich die EU in dieser Hinsicht vor den britischen Karren spannen lässt.

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Schade ist, dass dieser bloedsinnige Zoff doch nur dazu dient, von den wirklichen Problemen Spaniens so abzulenken, dass sie den groessten Teil der Schlagzeilen in Anspruch nehmen - wen interessiert der bekiffte Affenfelsen, sollen die Briten den doch behalten und damit gluecklich werden.

Fragt man sich doch, ob sowas nicht absichtlich provoziert wird, solange man ueber Gibraltar redet, treten Rajoy, Bárcenas, Urdangarín, die Arbeitslosigkeit, die Privatisierung der Krankenhaeuser etc. in den Hintergrund...

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Gast Gast1681

Meiner Meinung nach ist es auch ein Ablenkungsmanöver. Ich weiß nur nicht welchen Zweck dies erfüllen soll, denn Spanien's Riesenprobleme sind damit ja nicht vom Tablett. Aber die Presse hat was um das ansonsten politische Sommerloch zu füllen.

Für mich machen sich beide Seiten lächerlich(er).

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Während Gibraltar davon spricht, dass man ein Riff anlegen möchte, um die Artenvielfalt zu erhalten, konnte die Guardia Civil nun belegen, dass es sich hier wohl nicht um ein neues Bewusstsein von Umweltschutz handelt, sondern es eine reine Schikane darstellt.

Eine objektive Darstellung im Andaluz.TV???

http://www.andaluz.tv/nachrichten/nachricht-andalusien.php?idNot=13169&url=andalusien-gibraltar-konflikt#sthash.MrlaISKZ.dpuf

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Gast Gast1681

Objektivität darf man hier weder der einen noch der anderen Seite zuschreiben. Da stecken auf beiden Seiten viel zu viel Emotionen drin. Aber ich wiederhole mich gerne, ich würde es begrüßen wenn zwei Männer so eine Angelegenheit unter sich austragen würden, als zu der sonst so verhassten EU-Mama zu laufen. Aber beide Staatsmänner müssen ihren Bürgern wohl beweisen was für tolle Hechte sie doch sind :nerven:.

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Ach wenn ich nicht wirklich ein Fan von Rajoy bin, muss ich gestehen, dass er in dieser Angelegenheit sehr gemäßigt reagiert hat. Btw. nicht Spanien, sondern England ist zur von ihr gehassten EU gerannt und hat um Klärung gefordert.

In der Zeitung ist es schon gut dargestellt, Cameron sollte sich lieber um die Probleme im eigenen Land kümmern, anstatt von diesen mittels Provokation anderer EU-Staaten abzulenken. Aber wie dieser wirklich tickt, zeigte ja seine jüngste Reaktion gegenüber dem Guardian.

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Gast Gast1681

Ist doch vollkommen egal wer hier mehr provoziert, die Einen weil sie Betonblöcke ins Meer werfen, die anderen weil sie willkürliche Grenzkontrollen durchführen und Grenzübertrittsgelder einführen wollen. Für mich spricht das bei beiden nicht für Souveränität. Beide täten gut daran sich um die dringenden Probleme ihrer Länder und Bürger zu kümmern.

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Spanien braucht nur Greenpeace an der Seite, dann ist der ganze Zauber mit den schwimmenden Tankstellen und Zementbloecken eh bald zuende.

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zum betanken der schiffe:

Widerstand der Regierungen

Doch längst gibt es auch Kritik in Spanien. Die Opposition im spanischen Parlament wollte im Juni 2010 die spanische Regierung zwingen, wegen der Zunahme des Tankverkehrs auf dem Meer bei der britischen Regierung in London zu protestieren, die für Gibraltar zuständig ist. Die Initiative scheiterte im Kongress am Widerstand der spanischen Regierung.

Möglicherweise verfolgt die spanische Regierung auch wirtschaftliche Interessen: Die zweitgrößte Firma, die vor Gibraltar Schiffe betankt, ist Cepsa Ltd., die zu dem in Madrid ansässigen Cespa-Konzern gehört.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/oelpest-im-mittelmeer-gibraltars-geleugnete-katastrophe-a-761417.html

Wem gehört das Meer?

Allerdings hat auch Spanien schon solche Blöcke ins Meer geworfen. Greenpeace begrüßt die Maßnahme. Damit würden künstliche Riffe erzeugt, als Laichgebiete zur Regenerierung der Bestände. Dies verhindere zudem die umweltschädliche Schleppnetzfischerei. "Diese Netze werden ja über den Meeresboden gezogen und wühlen dort alles auf", erklärt Greenpeace-Sprecherin Elvira Jiménez.

http://www.dw.de/spaniens-s%C3%A4belrasseln-am-affenfelsen/a-17000101

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@ elcielo - Danke für diese interessanten Links!:daumenhoch: Ich finde es wirklich gut, die Probleme von mehreren Seiten betrachten zu können.

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