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Lilac

Unternehmer klagen: Finanzamt klopft bei Sommergästen an die Tür

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Wunderbar, das sollten sie spanienweit machen. Auf den Balearen zumindest wäre das ein einträgliches Geschäft an Multas und würde helfen, die Schattenwirtschaft zumindest ein wenig in Schieflage zu bringen.

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Das wird schon seit 2010 gemacht, aber nicht von Tuer zu Tuer sondern ueber Stromverbrauchspruefungen, die der Besitzer noch nicht mal mitbekommt. Wer in seiner Steuererklaerung eine Zweitwohnung angibt, kann zu 99% sicher sein, dass bei selbiger der Verbrauch ueberprueft wird. Bei angeblich leerstehenden Wohnungen kann es auf die Rechnung nur die monatlichen Minimalbetraege geben (ohne Verbrauch), es sei denn, der Strom ist ganz abgestellt wenn da keiner wohnt - wer allerdings das ganze Jahr ueber - oder auch erhoeht im Sommer - regelmaessigen Verbrauch von Strom hat, dem wird auf die Finger geschaut und da kann es dann auch sein, dass die Inspektoren an der Tuer klingeln - nach voriger Pruefung der letzten Steuererklaerung und deren deklarierten Einnahmen.

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Gast Gast1681

Ich vermute mal das wird in Spanien genauso wenig funktionieren wie es in dieser Form auch in DE nicht funktioniert hat. Wenn jemand seine Zweitwohnung nicht selbst nutzt so kann er sie doch jederzeit Bekannten, Verwandten usw. unentgeltlich zur Verfügung stellen. Wer soll denn das Gegenteil beweisen?

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In gewisser Weise stimmt das natürlich, Bruny. Nur müssten die Mieter natürlich darüber informiert sein, dass ihnen die Wohnung schwarz vermietet wird. Ob da alle mitmachen?

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Gast Gast1681

Ich gehe davon aus, dass es dem Mieter egal ist, solange er keine Nachteile hat. Er will seinen Urlaub genießen und ob der Staat um Steuereinnahmen geprellt wird, wird den Urlauber nicht interessieren, denke ich mir ;).

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Das schon, aber er müsste ja auch dementsprechend reagieren, wenn er angesprochen wird. Er müsste also behaupten, er sei vom Vermieter eingeladen worden...

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Gast Gast1681

Ich geh davon aus, dass hier Mieter und Vermieter schon ganz schön kreativ sind. Vermieter sagt zum Mieter: Pass auf, du kannst hier als meine Bekannte "kostenlos" wohnen, das kostet dich XY die Woche, oder ich melde dich offiziell an, dann kostet dich die Woche YZ. Und schon sind sich beide einig. Aber ich will den Menschen nicht unterstellen, dass sie mutwillig dem Staat Steuereinnahmen vorenthalten :böse: :D.

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Na gut, wenn jemand so viele "Bekannte" hat :p. Offiziell ausschreiben könnte der Vermieter sein Objekt aber nicht, denke ich, denn die vom Finanzamt sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen...

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Soooo viele deutsche, englische, hollaendische etc. Freunde hat ja nun auch nicht jeder Spanier, der eine Wohnung an der Kueste hat...

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Und auch der Ausländer nicht :p, der sein Objekt vermieten will.

Und wenn einer seine Wohnung vermieten will, dann doch möglichst oft und vor allem während der Saison, sonst lohnt es sich ja nicht. Ist dann die Immobilie z.B. den ganzen Sommer über und immer wieder an andere Bekannte des Vermieters vermietet, so würde das dem Finanzamt doch auffallen... natürlich nur, wenn sie auf Zack sind...

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Was mich interessiert: In welchen Sprachen sprechen die Herren/Damen von der Hacienda denn die Urlauber an?

Wir wissen doch alle, wie sprachbegabt unsere spanischen Freunde sind. So what?

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Gast Gast1681

Die großen touristischen Unternehmen wird das wohl kaum betreffen. Und mein Post ging eher dahin, dass kein Staat mir anhand von gestiegenem Stromverbrauch beweisen kann dass oder ob ich schwarz vermiete, denn das war ja Mica's Aussage.

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Wieso meinst Du, es betrifft nicht die Touristengebiete, Bruny?

Der Bericht bezieht sich auf die Gegend um Denia, also Costa Blanca, also reines Touristengebiet.

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@Brunny ... natürlich kann dir kein Staat anhand des gestiegenen Stromverbrauches bewiesen, dass du schwarz vermietest. Daher nehmen die ihre Recherche ja nur als Anhaltspunkt, mal persönlich vor Ort zu erscheinen und die tatsächlichen Gegebenheiten abzuklären.

Offizielle und für Vermietung an Touristen zugelassene bzw. registrierte Unternehmen wird es tatsächlich nicht betreffen, denn die geben ja im Gegensatz zu vielen ausländischen Immobilien-Eigentümern entsprechende Steuererklärungen über Einkünfte bzw. Umsätze ab.

Dem Staat geht es einzig und allein um die vielen Schwarzvermieter, welche im Ausland ihren Wohnsitz, hier aber eine Immobile haben und diese zwecks Kostendeckung oder zusätzlichem Einkommen gerne an eigene Landsleute vermieten. In dieser Hinsicht kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass der spanische Fiskus nicht nur einen Abgleich zum Stromverbrauch macht, sondern ebenso im Internet in hierfür bekannten Foren und Kleinanzeigenportalen recherchiert.

Und ja - ich finde die Handlungsweise der spanischen Finanzbehörden in diesen Sachverhalten vollkommen richtig!

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Gast Gast1681

@Lilac - ich schrieb die großen touristischen Unternehmen .... Ich gehe doch davon aus, dass die ihre Steuern bezahlen.

@insomnia - versteh mich bitte nicht falsch - ich bin auch dafür dass der Staat da einen Riegel vorschiebt. Aber all die anderen "Sünder" die in Spanien eine Zweitimmobilie besitzen und dann während ihrer Abwesenheit an ihre Landsleute vermieten, werden doch wohl clever genug sein, dies so zu gestalten, dass die Immo in diesem Zeitraum an Freunde, Familienmitglieder im weitesten Sinne zur freien Nutzung überlassen wurde. Jahrelang haben wir uns selbst, während der Wartezeiten am Flughafen, das Prahlen der überwiegend deutschen Immo Besitzer angehört. Die meisten haben es auch damit gerechtfertigt, dass sie ja ohnehin Steuern auf die Immo an den spanischen Staat abführen und genügen für Müllabfuhr usw. Bezahlen obwohl sie gar nicht vor Ort sind. Und genau diese vielen Schwarzvermieter impfen natürlich ihre "kostenlosen Mieter" entsprechend. Informiert sind sie ja durch die Medien.

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@Brunny ... stimmt und gegen diese wird auch nur schwer beizukommen sein.

Nichtsdestotrotz ist es zumindest ein Anfang und meiner Ansicht nach auch ein Schritt in die richtige Richtung.

Insgesamt liegt in Spanien einiges im Argen und ich frage mich oft, warum man immer von EU und Hilfen spricht, zugleich aber nicht in der Lage ist, auf europäischer Ebene weitestgehend die Steuern bzw. die Steuerhöhen anzugleichen.

Sicher ist das keine einfach Aufgabe und ein Staat wir nur ungern auf gewisse Steuern, die Rahmen einer Harmonisierung entfallen würden, verzichten, doch insgesamt würden Möglichkeiten für Maßnahmen zur Steuervermeidung wie Irland- und Gibraltar-Ltd.'s kaum noch möglich sein und folglich auch die Steuermoral des kleines Mannes verbessert werden.

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Gast Gast1681

Da sind wir uns absolut einig. Aber ehrlich gesagt, das einzige was einige verbindet ist die Währung. Wir haben keine gemeinsame Sprache, keine gemeinsamen Steuern und auch keine gemeinsamen Rechte. Und die meisten sind auch keine Europäer, sondern Deutsche, Spanier, Franzosen usw. Wer dache aus Europa die Vereinigten Staaten von Amerika machen zu können war und ist auf dem Holzweg. Aber das ist ein anderes Thema ;).

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      http://www.spanien-bilder.com/aktuelles_aus_spanien_details8750.htm
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