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Joaquin

Osterprozession: Karwoche und Ostern in Spanien

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In Spanien ist die Bevölkerung zu 92% römisch-katholisch im Glauben geprägt, daher spielt in Spanien die Kirche noch in vielen Lebensbereichen eine große Rolle die sich auch in zahlreichen Festen wiederspiegelt. Eines dieser kirchlichen Feste kann man zu Ostern beobachten in der Karwoche, die Osterprozession, welche in der Regel am Karfreitag stattfindet.

Befremdlich für Deutsche sind die Capuchones, Menschen die bei der Orsterprozession nicht nur die übliche Tracht tragen sondern zudem ihr Gesicht mit einer spitzen Kapuze bedecken. Sie wecken in viele negative Assoziationen zum Ku-Klux-Klan. Auch wenn die Absicht das Gesicht vor Fremden zu verbergen beiden gemein ist, ist die Absicht der Capuchones doch eine viel noblere. Es sind Büßer und deren Verschleierung dient der reinen Buße, denn eine Buße die öffentlich zur Schau gestellt wird, ist keine echte Buße. Viele Büßer gehen zudem Barfuß bei der Osterprozession.

In viele Orten begleiten Musiker die Prozession und große Trommelgruppen. Auch Kinder sind bei den Prozessionen beteiligt.

Wesentlicher Bestandteil der Prozessionen an Ostern sind die Pasos, die reich verziert Marienstatuen zeigen oder eine Szene des Kreuzweges von Jesus Christus und die von Trägern getragen werden.

Zahlreiche Bilder der Osterprozession in Bencarló kann man im Spanienforum sehen und

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Eines dieser kirchlichen Feste kann man zu Ostern beobachten in der Karwoche, die Osterprozession, welche in der Regel am Karfreitag stattfindet.

Ich kenne es aus meiner Zeit in Almeria so, dass Osterprozessionen die ganze Woche - am Tag, am Abend und in der Nacht - stattfinden. Samstag Nacht gibt es dann die letzte Prozession.

In viele Orten begleiten Musiker die Prozession und große Trommelgruppen.

In Almeria war auch immer eine banda de música des spanischen Militärs dabei.

Wesentlicher Bestandteil der Prozessionen an Ostern sind die Pasos, die reich verziert Marienstatuen zeigen oder eine Szene des Kreuzweges von Jesus Christus und die von Trägern getragen werden.

Unter solch einen Paso können schon mal so um die 20-25 Mann stecken.

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Habe mir verschiedene Prozessionen im TV angesehen. Ja nach Region/Stadt, gibt es mehrere Marien oder Christusumzüge. Auch die Mitläufer, meist mit spitzen kaputzen behütet haben unterschiedliche Bedeutungen. In einer, glaube in Noirdspanien, laufen die Männer barfuss, in Ketten und in anderen tragen sie ein Büßerhemd, hinten frei, und schlagen sich mit Ruten den Buckel blutig. Zum Abschluss werden sie sogar noch mit 5 o.6 Stichen in den Rücken belohnt. Und das schauen sich 100derte an... Als mal wieder die Prozessionen in Sevilla buchstäblich ins Wasser fielen, gab es bei vielen Tränen. Aber auf alle Fälle sind alle sehenswert und die schönen Figuren bewunderswert.

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Vor vielen Jahren haben wir uns in Malaga eine Prozession angesehen, von der wir heute immer noch sehr beeindruckt sind. Soweit ich mich erinnere, wurde ein "Thron" durch die Straßen getragen, der wohl ungeheuer schwer gewesen sein muss, er wurde von mind. 80 Männern durch die Straßen getragen. Ich glaube, er stellte das Abendmahl dar mit allen Jüngern in lebensgroßen Figuren. Die Trageaktion konnte immer nur in kurzen Abständen (schätzungsweise 10 Schritte) vonstatten gehen, dann musste der Thron wieder abgestellt werden, damit sich die Männer erholen konnten, teilweise wurden die Männer auch ausgewechselt. Nun habe ich im Internet recherchiert, aber diesen Thron konnte ich nicht ausfindig machen, schade.

Joaquin, du schreibst: Befremdlich für Deutsche sind die Capuchones. Das stimmt schon, wir haben eine Weile hin und her überlegt, welche Bewandtnis sich dahinter verbirgt. Zufällig anwesende Deutsche haben uns aufgeklärt. Aber noch viel befremdlicher fand ich persönlich die "schräge" Musik ....... :eek: ;)

Alles in allem war es ein interessantes Erlebnis für uns, die Prozession wurde von den Menschen als eine Art Volksfest erlebt, am Rande der Prozession wurde durch viele Stände für das leibliche Wohl gesorgt, auch die Kinder bekamen ihre Luftballons etc., alle Menschen waren aufs feinste herausgeputzt, und das mitten in der Woche ;-) Irgendwann in den nächsten Jahren schauen wir uns dieses Ereignis wieder an!

Nächtliche Grüße, Ute

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Die Träger werden sorgfältig ausgesucht, denn sie müssen in Größe und Schrittlänge zusammen passen.

Für viele von ihnen ist es eine hohe Ehre.

Dieses Jahr war z.b. Antonio Banderas unter ihnen, er kommt fast jedes Jahr.

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Die Träger werden sorgfältig ausgesucht, denn sie müssen in Größe und Schrittlänge zusammen passen.

Oh, das kann ich mir gut vorstellen, dass es andernfalls Probleme gäbe. Es war schon sehr beeindrucken, wie die Männer dieses riesenhafte und schwere Teil im Gleichtakt nach vorne bewegten. Da fällt mir gerade noch was ein. Es gab eine Art Anführer, der mit einer Trillerpfeife die Kommandos pfiff. Jede Aktion hatte eine eigene Pfeif-Folge. Das Fertigmachen zum Anheben, das Anheben, die Schritte, das: Achtung, gleich wird wieder abgesetzt, dann das Absetzen usw. Unglaublich, wie so viele Menschen sich in vollkommener Harmonie und vor allem hochkonzentriert bewegen können.

Dieses Jahr war z.b. Antonio Banderas unter ihnen, er kommt fast jedes Jahr.

Ich liebe Zorro! ;) Wie schön, dass auch ein bekannter Schauspieler sich für solch ein Fest wieder auf seine Wurzeln besinnt. Vielleicht wird er ja in ein paar Jahren unerkannt unter seiner Kapuze an uns vorbei gehen :)

Grüßlis, Ute

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Ohhh, die ganze spanische Prominenz ist in diesen Tagen in ihren Geburts.-o. Lieblingsstädten dabei.

Und viele schleppen dann auch die Marienstatuen u. Kreuze, tragen die Kaputzen ect.

Diese Events muss man gesehen haben, das kann sich so ein deutscher Normalokatholik garnicht verstellen.

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Vor vielen Jahren haben wir uns in Malaga eine Prozession angesehen, von der wir heute immer noch sehr beeindruckt sind. Soweit ich mich erinnere, wurde ein "Thron" durch die Straßen getragen, der wohl ungeheuer schwer gewesen sein muss, er wurde von mind. 80 Männern durch die Straßen getragen. Ich glaube, er stellte das Abendmahl dar mit allen Jüngern in lebensgroßen Figuren. Die Trageaktion konnte immer nur in kurzen Abständen (schätzungsweise 10 Schritte) vonstatten gehen, dann musste der Thron wieder abgestellt werden, damit sich die Männer erholen konnten, teilweise wurden die Männer auch ausgewechselt. Nun habe ich im Internet recherchiert, aber diesen Thron konnte ich nicht ausfindig machen, schade.

Hola Ute, war es vielleicht so etwas wie in den Fotos zu sehen ist.

post-1426-1385423769,6773_thumb.jpg

Ich habe auch noch ein Video gefunden. TVSpain - SEMANA SANTA - PASIÒN, Holly Week, passion of Malaga

und hier habe ich das Abendmahl Semana Santa de Málaga | Fiestas y Festivales de España

post-1426-1385423769,5547_thumb.jpg

post-1426-1385423769,6287_thumb.jpg

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Die Träger werden sorgfältig ausgesucht, denn sie müssen in Größe und Schrittlänge zusammen passen.

Für viele von ihnen ist es eine hohe Ehre.

Dieses Jahr war z.b. Antonio Banderas unter ihnen, er kommt fast jedes Jahr.

Es handelt sich dabei immer um eine bestimmte "Hermandad" (Bruderschaft) in der jeder Träger in der Regel seit seiner Kindheit, so wie der Papa, Mitglied ist. Selbst die jüngsten Mitglieder laufen verkleidet nebenher und helfen indem sie den Trägern Wasserflaschen darreichen o.ä..

Ich nehme an das Antonio Banderas als echter Andalusier ebenfalls Mitglied in einer Hermandad ist. :D

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In kleinen Orten ist es möglich sich auch als Träger zu beteiligen.

Da wird auch nicht nach einem Obolus gefragt.

Man ist ein kleiner Teil, der dazu gehört zum Ganzen.

Ohne Frage wer Du bist oder was Du hast.

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      Montag bis Donnerstag: 09:00 - 17:00 Uhr
      Freitag: 09:00 - 14:00 Uhr
      Telefon: 030 254 007 0
      Fax: 030 257 99 55 7
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      Website: http://www.exteriores.gob.es/Embajadas/BERLIN/de/Pages/inicio.aspx
      Öffnungszeiten der Konsularabteilung:
      Montag bis Donnerstag: 09:00 - 14:00 Uhr
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    • Von Joaquin
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      Zusammenfasung
      Regierungsform: Parlamentarische Erbmonarchie Staatschef: König Felipe VI. Regierungschef: Ministerpresident Mariano Rajoy Nationalfeiertag: 12. Oktober Amtssprache: Spanisch (castellano - kastilisch), in autonomen Regionen galizisch, aranesisch, baskisch, katalanisch Hauptstadt: Madrid (3,2 Mio. Einwohner/ 606 km2) Einwohnerzahl: ~45 Mio. Fläche: 504.646 km² Währung: Euro Kfz-Kennzeichen: E Internet-TLD: .es Telefonvorwahl: +34 Notruf: 112, 085 (Feuerwehr), 062 (Guardia Civil) Zeitzonen: UTC +1 MEZ; UTC+2 MESZ (zwischen März und Oktober); UTC (Kanaren); UTC +1 (Kanaren: zwischen März und Oktober) Religionen: römisch-katholisch (ca.92%) Verwaltung des Landes: 17 autonome Gemeinschaften, 52 Provinzen Geographie
      Spanien liegt auf einer Halbinsel, welche man die Iberische Halbinsel nennt. Sie beinhaltet die südwestlich der Pyrenäen liegenden Länder Spanien, Portugal, das Fürstentum Andorra und Gibraltar. Spanien selbst liegt zwischen Portugal, Frankreich und dem Zwergstaat Andorra. Dazu gehören jedoch noch weitere Inseln, welche sich im Atlantischen Ozean und im Mittelmeer befinden, wie auch Städte auf dem afrikanischen Kontinent oberhalb von Marokko.
      - Meer, Strand und Küsten
      Spanien hat aufgrund seiner geographischen Lage eine vielfältige Küstenlandschaft. So grenzt das Land sowohl an das Mittelmeer an, wie auch am atlantischem Ozean und dem Golf von Biscaya.
      Als iberische Halbinsel und durch seine besondere, geographische Lage, hat Spanien zahlreiche attraktive und bekannte Küsten und Strände sowohl am Mittelmeer, wie auch am Atlantik. Zudem bietet Spanien mit seinen populären Inselgruppen den Balearen im Mittelmeer (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) und den Kanaren im Atlantik (Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro), eine der wohl bekanntesten und beliebtesten Inseln und Ausflugziehle, mit zahlreichen Stränden.
      Mit den Kanaren, welche auch als die Inseln des ewigen Frühlings bekannt sind, hat man durch das mediterran-subtropische Klima, das gesamte Jahr über angenehme Temperaturen. Dadurch können auch im Winter Strand- und Sonnenverwöhnte, durchaus auf ihre Kosten kommen.
      Geschichte
      Im Altertum eroberten die Römer Spanien, was sich bis heute prägend auf die spanische Sprache auswirkte. Das Spanisch ist eine romanische Sprache und stammte vom Latein ab. Im frühen Mittelalter eroberten die Mauren weiter Teile der Iberische Halbinsel und stellten diese unter islamischer Herrschaft. Am Ende des Mittelalters wurde Spanien von den Christen zurückerobert und es entstand so das Königreich Spanien. Spanien selbst eroberte in der Neuzeit große Teile von Südamerika und anderen Ländern, konnte aber am Ende nur noch kleine Gebiete um Norden von Afrika halten.
      Historische Chronologie
      1200 - 1000 v.Chr.: Die Iberer vermischen sich mit dem Volk der Kelten welche dort eingedrungen sind. Die Phönizier bilden im Süden ihre ersten Kolonien, so wie das heutige Cadiz (damals Gadir) 1000-700 v. Chr.: Die Phönizier bilden die Mittelmeerhandelsrouten. Die Griechen dringen in die iberische Halbinsel und Spanien ein. Ca. 600 v.Chr.: Während der punischen Kriege welche zwischen Rom und Karthago statt finden, werden die Griechen von den Karthagern vertrieben, welche daraufhin in Carthagena (neues Karthago) und Ibiza wichtige Kolonien bilden. Ca. 200 n.Chr.: Nach der Niederlage Kathargos gegen Rom erobert Rom die spanischen Provinzen. Viele der römischen Bauten zwie zum Beispiel das Kolosseum und die heutige Sprache zeugen von dieser Zeit. Ca. 400 n. Chr.: Es stellen sich die ersten Verfalltendenzen im Römischen Reich ein. Nun erobern die Goten Spanien. 8.Jh - 15.Jh: In Spanien fallen die Muslime ein und bringen dem Land Fortschritt, wie fortschrittliche Bewässerungstechniken, moderne Architektur und neue medizinische Kenntnisse. 15.Jh.: Es findet die Reconquista (Wiedereroberung) durch die katholischen Könige und die spanische Inquisition statt. 1492: Der Seefahrer Christopher Kolumbus entdeckt auf der Suche nach einer neuen Handelsroute nach Indien, den neuen Kontinent Amerika und verhilft somit Spanien zu hohem Reichtum. 16. Jh.: Es werden Kolonien in Südamerika geschaffen. Kriege finden auf dem europäischen Festland statt. Spanien erwächst zu einer Seemacht. 17./18. Jh.: Es folgt der spanische Erbfolgekrieg mit dem Ende der Habsburg-Dynastie. 19. Jh.: Frankreich unter Führung von Napoleon, erobert kurzfristig Spanien. 1936: Franco bildet eine Militärdiktatur und es folgt der Spanischer Bürgerkrieg. 1975: Mit dem Tod Francos folgt die Demokratieschaffung Spaniens. 1986: Beitritt Spaniens in die EU. Klima
      Das Klima in Spanien ist vor allem im Sommer sehr warm, vor allem an der Küste des Mittelmeeres und in der Mitte Spaniens. An der Atlantikküste ist es dagegen eher gemäßigt. Die an der afrikanischen Küste liegenden, kanarischen Inseln haben ein subtropisches Klima. In der Mitte Spaniens kann es im Winter dagegen ziemlich kalt werden. Aufgrund der klimatischen Wärme, der zahlreichen Strände und Inseln, ist Spanien ein beliebtes Reiseland für Urlauber und Touristen.
      Tourismus
      Spanien ist mit das weltweit beliebteste Urlaubsland und zudem das beliebteste Ziel deutscher Touristen. So haben alleine im Jahr 2005 ca. 55,6 Mio. ausländische Touristen, Spanien besucht.
      Bei den touristischen Regionen, führt Katalonien die Statistik in Spanien an. Dorthin reisten 25,3% aller Spanien-Touristen hin. An zweiter Stelle kommen dann die Balearen mit den Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Dorthin reisten 9,4 Millionen Touristen, gefolgt von Andalusien mit 7,6 Millionen Touristen und das Land Valencia mit 4,8 Millionen Touristen.
      Zu den beliebtesten Reisezielen in Spanien und den viel besuchten Orten gelten die Pyrenäen, die Balearen, die Kanarische Inseln, die Costa Brava, Barcelona, Salou, Girona, die Costa Dorada, die Costa del Sol, die Costa de la Luz, die Costa Blanca, Benidorm, die Sierra Nevada und die Costa Verde
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      Spanien und seine bekannten Inseln, sind sehr gut mit dem Flugzeug zu erreichen und verfügt dafür über große, internationale Flughäfen.
      Wenn man für den Urlaub in Spanien vorhat eine Wohnung zu mieten, sollte man sich über die Modalitäten beim spanischen Mietvertrag zeitig informieren.
      Beliebte Ausflugsziele und Routen
      Für gläubige Christen ist auch der Jakobsweg in Spanien ein beliebter Pilgerpfad.
      Spanien ist bekannt für seine zahlreichen, kulturellen Schätze, die als Weltkulturerbe und Weltnaturerbe ausgezeichnet wurde.
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      Spanien ist aufgegliedert in 17 Autonome Gemeinschaften bzw. Regionen (comunidades autónomas) und zwei Autonome Städte (Ceuta und Melilla). Innerhalb dieser Autonomen Gemeinschaften/Regionen ist Spanien in 50 einzelne Provinzen unterteilt, wobei die meisten dieser Provinzen nach der jeweiligen Hauptstadt benannt sind
      Wirtschaft
      Ab dem Jahr 2008 erschütterte Spanien eine große Finanzkrise.
      → Hauptartikel: Finanzkrise Spaniens
    • Von Joaquin
      Dieses Jahr ist Hitzerekordjahr in Deutschland. Gleich an zwei Tagen wurde in Deutschland ein neuer Hitzerekord von 40,3 Grad Celsius gemessen. Beides in Kitzingen, am 5. und 7. Juli 2015. Ganz Deutschland stöhnt angesichts dieser hohen Temperaturen und ich, ja ich find's geil
      40,3 Grad, wie lächerlich ist das denn? In Spanien hat man im Juli 1994, in der Stadt Murcia, 47,2 Grad gemessen. Und so etwas ist kein statistischer Ausreißer, denn Temperaturen über 44,8 Grad Celsius, hat man schon 50 mal in Spanien gemessen. Nicht zwei mal 40,3 Grad, nein, 50 mal 44,8 Grad bis hin zu 47,2 Grad. Und glaubt mir eines, die 4,5 Grad bis knapp 9 Grad Unterschied, die merkt man deutlich bei diesen Temperaturen.
      Und warum finde ich es nun so toll, dass ganz Deutschland unter dieser Hitzewelle stöhnt? Nun, vielleicht weil ich mir ab und zu auch ein wenig Demut und Verständnis für andere Kulturen von den Deutschen wünsche. Nicht immer nur anderen vorschreiben wollen, wie die Dinge auf die Deutsche-Art gemacht werden, sondern evtl. auch mal berücksichtigen, dass gewisse Dinge anderswo halt nicht so wie in Deutschland erledigt werden können. Und hier fällt nun das Stichwort, "Siesta", mit deren teilweise mehrstündigen Mittagspause.
      Und dann hört man sie schon schimpfen, die deutschen Touristen, welche mit knallroten Köpfen, nicht selten auch mit einer ebenso rot-verbrannten Haut, in der mittäglichen Bruthitze herumlaufen und verzweifelt versuchen ein geöffnetes Geschäft zu finden. Dann geht aber erst richtig das Gemeckere los. W ist denn das hier für ein fauler Haufen und das es da ja kein Wunder sei, dass es Spanien und dem Rest des Südens so überaus schlecht geht. In Deutschland wäre so etwas nicht möglich, da würde durchgearbeitet, bla, bla, bla.
      Nicht selten sind es genau die Leute, die in Deutschland am Stammtisch mit Nachdruck fordern, die Ausländer sollten sich in Deutschland doch bitte zu 135 Prozent, der deutschen Kultur anpassen. Dabei versagen sie schon selbst im Urlaub, an lokalen Öffnungszeiten. Warum auch, sie bringen ja das Geld, sie sind Kunde und der ist bekanntlich König und dann sollen sich mal die Ausländer dort in Spanien, also sie Spanier, dem zahlender Tourist gegenüber anpassen. Immerhin geht es hier um Service der zahlenden Kundschaft gegenüber.
      Ja und daher freut es mich, dass es jetzt mal wieder so ein wenig heiß ist in Deutschland. Plötzlich merkt der Deutsche dann auch, dass diese arbeitsfreie Mittagszeit und das Verlegen der Arbeit in die kühleren Stunden, schon so ein wenig Sinn macht. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Temperaturen im Spanien und allgemein im Süden Europas, halt doch schon deutlich höher sind und das über Monate hinweg.
      Klar ist das was anderes, wenn ich da zum Urlaub bin, aus dem Pool oder Meer heraus mal schnell was einkaufen gehen möchte, um dann im Anschluss wieder ins kühle Wasser zu springen. Aber welcher normale Mensch geht schon in der brühenden Mittagshitze einkaufen und schleppt dann noch den Einkauf zurück? Genau, die Touristen aus Deutschland, um dann mit einem Kreislaufkollaps im Krankenhaus aufzuwachen.
      Sicher gibt es heute auch Klimaanlagen und die moderne, globalisierte Welt hat auch schon in Spanien Einzug gehalten. Wo die kleinen Geschäfte Mittags zumachen, laufen in den großen Discountern die Klimaanlagen auf Hochtouren und man kann super bequem ins Auto einsteigen, die Klimaanlage voll aufdrehen, ein paar Liter Sprit mehr verbrennen und zum Einkaufen klimatisiert hin und zurück fahren. Bequem und modern, aber sicher nicht wirklich vernünftig, und klima- und umwelttechnisch, auch mehr als bedenklich, dieser Fortschritt.
      Nichtsdestotrotz vermeiden zu dieser Jahreszeit die Spanier zu Recht, ins Freie zu gehen oder körperlich schwere Arbeit zu verrichten. Mittagessen um 14.00 Uhr und dann eine Siesta bis 16.00 Uhr oder 17.00 Uhr. So gestärkt kann man dann weiterarbeiten.
      Hätten unsere "tolleranten" und gut informierten, deutschen Touristen sich vorab über die Öffnungszeiten informiert, hätten sie entspannt am Mittag chillen können und dann bei angenehmeren Außentemperaturen, ihren Einkauf getätigt.
      Für einen heißen Sommer macht es natürlich keinen Sinn, die Arbeitszeiten und Gewohnheiten in Deutschland zu ändern, aber es sollte evtl. doch mal den ein oder anderen Deutschen zum Nachdenken zu bewegen, falls es wieder mal bei dem Wort Siesta anfängt, über die faulen Südländer herzuziehen. Es zeigt sich immer so leicht mit den Finger auf andere, wenn man nicht selbst in deren Haut steckt. Und in diesem Sommer, durften die Deutschen für einen kleinen Zeitraum und für ein paar Grad mehr als sonst üblich in Deutschland erfahren, wie man sich in der Haut eines Südländers fühlt, wen man ohne Klimaanlage in der brütenden Mittagshitze arbeiten soll. Denn es macht halt nicht immer Sinn, das deutsche Modell 1:1 auf andere Länder und Kulturen übertragen und erzwingen zu wollen
       
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