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Der spanische Regierungschef Mariano Rajoy, musste mehr als zwei Jahre darauf warten, bis ihn der US-Präsident Barack Obama empfing. Überhaupt sind es damit erst vier Jahre, als das letzte mal ein spanischer Regierungschef  im Oval Office empfangen wurde.

Dadurch, dass Spanien am Ende es Monates, den EU-Rettungsschirm verlassen will, möchte man nun auf diese positive Tendenz hinweisen und vor allem das durch die NSA-Geheimdienst-Affäre gebremste Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa, wieder in Gang bringen. Denn anders als viele andere Europäische Ländern, hat Spanien ein großes Interesse an der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft. Spanien rechnet durch dieses Abkommen mit über 140.000 neuen Arbeitsplätzen im eigenem Land.

Das es bei dem Besuch nicht um Diplomatie geht, zeigt schon das Protokoll. Der spanische Regierungschef Rajoy wird an einer Konferenz der US-Handelskammer in Washington, teilnehmen. Hierbei werden den spanischen Regierungschef 15 der wichtigsten spanischen Firmenchefs begleitet und auf US-Amerikanischer Seite, 150 Spitzenmanager amerikanischer Konzerne. Hierbei werden auch für die USA, die guten, wirtschaftlichen Beziehungen Spaniens, zu den anderen Lateinamerikanischen Ländern eine Rolle spielen.  Denn insbesondere Mexiko sieht hier Spanien als Tor zur Europäischen Union und investiert stark in Spanien, bzw. kauft dort kräftig Firmen ein, wie zum Beispiel die spanische Bank, Banco Popular, eine Schiffswerft und auch den führenden spanischen Fleischwarenhersteller Campofrío, will eine mexikanische Gruppe aufkaufen.

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Das sich der spanische Präsident gefällt, wenn er im Ausland mit wichtigen Größen aufs Foto kommt, ist bekannt. Das er unsere Situation in Spanien mit Lobliedern über sein Reformen - Wunderwerk schmückt - ich kann es nicht mehr hören. Wer will mir erzählen, das ein amerikanischer Investor, erst durch den Besuch des Rajoy auf die Idee kommt, in Spanien zu investieren... Inzeiten von WWW, Videokonferenzen ect...? Schwachsinn! Das dann auch noch Obama ihn nochmal daran erinnert, das wir hier ein fettes Problem mit den Arbeitslosen haben, dürfte dem spanischen Wirtschaftswunder Präsidenten schwer im Magen liegen. Sein (!) Besuch im Oval-Office - ... und der farbige Präsident erinnert ihn an die Schande der Arbeitsplatzvernichtung, und das in aller Weltöffendlichkeit. Und fragen wir mal andersrum, was hat denn dieser Ausflug mit Erinnerungsfoto für Rajoy gekostet? Das Geld können die Familien ohne Wohnung und Einkommen bestimmt brauchen - von einem Foto mit Obama wird keiner satt!

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Nun, dass grade ein amerikanischer Präsident auf Schulden und Arbeitlosigkeit hinweist ist allerdings auch so, als würde ein Blinder über Farbe diskutieren!

In einem Land mit Millionen von nicht versicherten Menschen, welches nur deshalb nicht bankrott ist, weil es tagtäglich neue Millionen und Abermillionen druckt und das die Heimat der ansonsten so kritischen Ratingagenturen ist mit dem Finger auf Andere zeigen erscheint schon ziemlich dreist. Hätten nämlich die Agenturen hier den Maßstab für die Eu-Länder angelegt, so wäre außer einem BBB wohl auch nix rausgekommen. Aber, niemals in die eigene Wohnung Sch....en

bearbeitet von roham

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Ich persönlich bin absolut gegen dieses Freihandelsabkommen mit den USA.

Was wird denn passieren:

wir (die EU Bürger) bekommen über die USA Billigprodukte aus China, und aus den USA selbst: minderwertige Genprodukte zuhauf.

Nein Danke USA:

Wenn Spanien sich zu sehr an die USA orientiert droht: ein Tubokapitalismus wie in einigen Ländern in Südarmerika. Schulen und Univesitäten müssen von den Bürgern selbst bezahlt werden,

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    • Von Joaquin
      Der VW-Abgasskandal hat nicht nur Auswirkungen auf den Mutterkonzern, sondern auch auf all die Tocherunternehmen. Insbesondere jene, die genau auf deren Konzepte, Unterbauten und Technologien aufbauen und dazu gehört unter anderem SEAT. Da SEAT als größter Personenwagenhersteller in Spanien gilt und somit auch wirtschaftlich durchaus eine relevante Nummer darstellt, bleibt auch SEAT von den Tricksereien an den VW-Motoren nicht v verschont, mit all den Konsequenzen, wie Rückrufe und die Personellen Entscheidungen im Betrieb.

      Zur Zeit läuft eine Rückrufaktion für den Seat Exeo. Dieser wurde zwar nur bis 2013 und auch nicht in Spanien produziert, aber es ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass sich der Skandal nun langsam aber sicher auch auf die anderen Fahrzeugmarken des VW-Konzernes ausweitet. In Sachen SEAT damit auch in Richtung Spanien und dies ist sicherlich erst die Spitze des Eisberges.
      Besonders wenn es darum geht die finanziellen Verluste durch den Abgsasskandal wieder rein zu holen wird am Ende auch bei SEAT die Kostenschraube angesetzt werden. Vor allem da sich zur Zeit überhaupt noch nicht das gesamte Spektrum absehen lässt, was da in Zukunft noch an Schadensersatzforderungen auf den VW zukommen wird und was da einige Prognostizieren, dass könnte den Konzern so richtig in die Knie zwingen.
    • Von Joaquin
      Im Sommer diesen Jahres, war die Arbeitslosenzahl in Spanien, so niedrig wie noch nie seit 2011. Dies zumindest laut der Statistikbehörde INE, welche gestern ihre neuen Zahlen darlegte. Auch wenn sich dies so erst einmal ganz nett anhört, wird beim Blick auf die Zahlen klar, dass Spanien mit 21,2 Prozent immer noch nach Griechenland, die zweithöchste Arbeitslosenquote in der EU hat, nach Griechenland.
      Aber mit Zahlen lässt sich ja so vortrefflich spielen. Zum Beispiel hatte Deutschland im Februar eine Arbeitslosenquote von rund 6,9 Prozent. dort nicht mitgezählt werden jene, welche zum Beispiel anderweitig durch Beschäftigungsmaßnahmen geparkt werden wie zum Beispiel durch Häkel-Gruppen, Sporttherapie, Bewerbungstraining usw., dann da sie ja hier tätig sind, stehen sie dem Arbeitsmarkt somit nicht zur Verfügung. Denn wer dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, kann demnach ja auch nicht der Arbeitslosenquote hinzugerechnet werden, auch wenn sie damit tatsächlich keiner echten Arbeit nachgehen. Es kommt halt immer auf den Standpunkt des Betrachters an
      Alte Menschen, welche in den Augen der Arbeitsagentur für Arbeit zu alt sind um noch vermittelt werden zu können, aber selbst noch keine Rente beziehen, gehören in die Rubrik "Sonderregelungen für Ältere" und kommen auch nicht in der Arbeitslosenquote vor.
      Natürlich sind auch kranke Arbeitslose nicht wirklich Arbeitslos, denn sie stehen ja aufgrund ihrer Krankheit dem Arbeitsmarkt auch nicht zur Verfügung.
      Wird ein Arbeitsloser über private Arbeitsvermittler betreut, zählt er ebenfalls nicht als Arbeitslos, obwohl er weiterhin Geld vom Amt bekommt. Für die Statistik ist dies kein Arbeitssuchender und nun wird es echt schwierig hier das mit dem Standpunkten und dem Betrachter ganz objektiv zu sehen , denn so langsam wird doch klar, dass es nur darum geht, Statistiken zu schönen.
      Somit werden aus den 6,9 Prozent dann schnell mal 8,72 Prozent.
      Nun ist diese Praxis aus Deutschland schon länger bekannt, aber meine Frage geht er dahin, ob es derartige Tricks (und da bin ich mir sicher) auch in Spanien gibt? Wie hoch liegt dort die tatsächliche Arbeitslosenquote?
    • Von Joaquin
      José María Gay de Liébana ist ein Mann Wirtschaftswissenschaftler, der so einiges auf diesem Gebiet aufzuweisen hat:
      Mehr dazu kann man hier lesen: ¿Quién es el economista José María Gay de Liébana?
      Und das was er zu sagen hat, ist durchaus hörenswert. Hier erst mal zum Reinschnuppern ein kurzer Ausschnitt:
      JOSÉ MARÍA GAY, el economista indignado
       
       
      Hier ein wenig mehr:
      XIX JORNADAS José María Gay
       
    • Von Joaquin
      Das oberste Verwaltungsgericht Spaniens (Audencia Nacional), hat den so genannten Sozialplan von Coca-Cola Iberian Partners (CCIP) anuliert. In der Folge heißt dies, dass Coca-Cola 821 von 1190 entlassenen Arbeiter wieder einstellen und auch ihren bisher entgangen Lohn, nachträglich auszahlen muss.

      Coca-Cola hatte mehrere Tochterunternehmen in einer Firma zusammengefasst, dann Stellenstreichungen und die Schließung von vier Werken angekündigt angekündigt, obwohl es in Spanien Gewinne einfährt. Dass Coca-Cola diesen Schritt weder mit ihrer Belegschaft kommuniziert, noch darüber mit den Arbeitnehmervertretern darüber gesprochen hatte, wurde vom Richter nicht gerade mit Wohlwollen aufgenommen.

      Die Gewerkschaft hatte zum Boykott der Marken des Getränkeherstellers aufgerufen und ebenfalls das Gericht in dieser Angelegenheit bemüht. Die nächsten Schritte von Coca-Cola werden nun mit Spannung erwartet und man wird sehen, wie der Konzern nun mit dem Urteil und der Gewerkschaft umgeht.
    • Von Joaquin
      Um die maroden Banken im eigenen Land, infolge der Immobilienkrise zu sanieren, gewährte die EU, Spanien Hilfen in Form von Krediten. Für diese Bankensanierung standen 2012, 100 Milliarden Euro zur Verfügung, von denen Spanien 40 Milliarden in Anspruch nahm. Mit deren Rückzahlung, hätte Spanien eigentlich erst im nächsten Jahrzehnt beginnen müssen, aber nun teilte Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Freitag in Madrid mit, dass man schon dieses Jahr 1,3 Milliarden Euro an die Partner in der Europäischen Union zurückzahlen würde.
      Mit dieser vorzeitigen Rückzahlung der EU-Kredite und Schuldentilgung, möchte Spanien vor allem zeigen, wie gut es seiner Wirtschaft nun schon geht und damit Vertrauen in die eigene Wirtschaft und das Land stärken.
      Im Grunde dürfte es nur darum gehen, Investoren zu zeigen, dass ihr Geld jetzt auch in Spanien wieder gut und sicher angelegt ist. Man will im Rating aufsteigen um dann selbst anderswo günstiger an Kredite herankommen zu können, usw. Mal schauen, ob diese Rechnung dann auch so wirklich aufgeht.
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