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Joaquin

Genmais ist unbedenklich für Kleinlebewesen

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Transgenen Maissorten sollen gegenüber Schädlingen wie in der Insektenwelt, resistenter sein und den Landwirten somit höhere Erträge ermöglichen.

Bei dem so genannten Bt-Mais ist es daher wichtig, dass wirklich nur Schädlinge bekämpft werden, jedoch nicht andere Insekten und Kleintiere. Dies soll nun eine spanische Studie bestätigt haben. In dieser wurde bei dreizehn Feldversuchen gezeigt, dass dieser spezielle Genmais eine Resistenz gegenüber Schadinsekten aufweist, dabei aber andere Kleinstiere nicht beeinflusst.

Gerade was den Anbau von Genmais angeht, ist Spanien das einzige europäische Land, in dem dieser gentechnisch veränderter Bt-Mais, angebaut wird. Das macht solche Studien natürlich statistisch sinnvoll möglich, ist aber auch unbedingt anzuraten.

Zwar belegt die Studie, dass der Genmais keinen Einfluss auf die Ökologie der Kleinstlebewesen hat, aber in der Kritik steht genverändertes Agrargemüse vor allem auch, weil die Industrie diese Sorten so verändert, dass die Bauern keine Setzlinge dieser Sorten anpflanzen und selbst Saatgut davon gewinnen können, sondern gezwungen sind die Saat direkt von der Industrie zu beziehen und sich somit in eine absolute Abhängigkeit vom Saatgutproduzenten begeben.

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      Dieser Artikel zur Fauna wird in der SpanienWiki weitergeführt:
      SpanienWiki.org: Fauna
    • Von Joaquin
      Also dieses Jahr haben es die Moskitos - Stechmücken, ja wirklich auf mich abgesehen. Zumindest in den ersten Tagen hier in Spanien, wurde ich mehrfach das Opfer von diesen Insekten. Zwei an beiden Füßen und einen an der linken Wade, innerhalb von Minuten. Tags darauf dann noch einen am linken Fuß und zwei rechten Bein, ebenfalls innerhalb kürzester Zeit. Tags darauf dann nochmal drei am rechten Bein, ebenso innerhalb von Minuten.

      Mich hat hier nicht nur die Heftigkeit dieser Attacken erstaunt, sondern auch wie sehr diesmal diese Stiche gejuckt haben. In der Regel schaffe ich es dies dann zu ignorieren und langsam abheilen zu lassen, nicht jedoch dieses Jahr. Ich musste mich immer wieder dort kratzen. Gekonnt zwar um die Wunde herum, aber trotzdem nicht schön anzusehen. Zur Linderung wurde dann Azeron auf die Juckenden Wunden getan, was auch etwas Linderung brachte.
      Mit der Zeit habe ich nun wohl durch Essen und was auch immer, einen etwas anderen Geruch angenommen und ich wurde seit Tagen nicht mehr von den Mücken gestochen, aber diese Attacken haben mich dieses Jahr schon etwas erstaunt, zudem ja zu dieser recht frühen Jahreszeit. Meine Begleitung hat es indes gefreut, denn wenn die Mücken mich attackieren, wird sie ja nicht belästigt
    • Von Joaquin
      In der Landwirtschaft ist man wie auch in der Wirtschaft bestrebt, den größtmöglichen Ertrag zu erwirtschaften. Dem stehen die Schädlinge als klassischer Feind entgegen, weshalb auch die Industrie in der Schädlingsbekämpfung immer neue Wege bestreitet. Die neuste und wohl umstrittenste Neuerung auf diesem Gebiet, ist die Gentechnik.
      In Europa und Spanien setzt man diese Technologie vor allem beim und mit dem Mais an. Laut Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO fallen weltweit vier Prozent der Maisernte den Raupen des Maiszünslers zum Opfer. In Europa ist neben Portugal vor allem auch Spanien betroffen, weshalb hier der Genmais gerne zum Einsatz kommt.
      Was in Spaniens Landwirtschaft gern gesehen ist, wird in zwei Dritteln der EU jedoch abgelehnt. So haben Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, die Niederlande, Österreich, Polen, Ungarn und Zypern den Anbau von gentechnisch veränderten Lebensmitteln verboten. Für Schottland, Wales und Nordirland hat Großbritanien und für Wallonine hat Belgien einen Antrag bei der EU gestellt. Die EU-Kommission leitet diese Verbotsanträge an die Saatguthersteller weiter, welche aber trotzdem den Anbau in den entsprechenden Ländern beantragen können. Dies hat aber wenig Sinn, da die jeweiligen Ländern den Anbau auch per nationalem Gesetz verbieten können.
      Wenn von Genmais oder Gentechnik-Mais die Rede ist, ist in der Regel Transgener Mais MON810 gemeint. Um genauer zu sein, handelt es sich um Bt-Mais MON810 des US-amerikanischen Agrarkonzerns Monsanto. Bt-Mais heißt dabei, dass man dem Mais-Genom bestimmte Genome anderer Organismen eingeschleust hat, welche die Bekämpfung von Schadinsekten verbessern sollen. Die Rolle des Genmais MON810 sinkt zugunsten neuerer transgener Events mit kombinierter Insekten- und Herbizidresistenz, jedoch ist es eines der wenigen, in der EU zugelassen Genpordukte seiner Art.
      Mais 1507, auch bekannt als Herculex I und Herculex CB, ist ein insekten- und herbizidresistenter Mais und wurde von Dow AgroSciences und DuPont (Pioneer Hi-Bred). Auch dieser Transgener Mais ist in der EU als Futtermittel zugelassen, jedoch nicht zum Anbau. Anderenorts haben Schädlinge bereits Resistenten gegen diesen Mais gebildet haben.
      In Spanien hat der Genmais MON810 mittlerweile einen Anteil von 30 Prozent an der gesamten Maisproduktion. Für die spanischen Landwirte eine einfache Rechnung, da der Ertrag höher ausfällt und man sich zudem die Kosten für Pestizide und deren Auftrag erspart. Mehr Gewinn bei geringeren Ausgaben und Aufwand.
      Bis jetzt hat man noch keine Auswirkungen des Genmais auf Kleinstlebewesen feststellen können, aber die Forschungen daran gehen unvermittelt weiter. Imker beschweren sich jedoch, dass man sich nun nie sicher sein kein, Pollen wirklich nur aus nicht Genmais zu haben, da man unschwer die Bienen beim Sammeln des Blütenstaubes kontrollieren kann. Auch haben es Biobauern in Spanien schwer, denn sie können kaum höhere Preise für ihre Produkte verlangen, wenn der Wind den Blütenstaub der Blütennarbe von Biomais, auch auf ihre Felder trägt und damit Inspektoren der Prüfstellen Anteile des Genmais in den Bio-Maiskolben nachweisen.
      Nun kommt jedoch eine neue Studie auf den Tisch, welche die Vorteile von Genmais vom Tisch fegt. Veröffentlicht hat diese Studie die Regierung der autonomen spanischen Region Aragon. In Aragonien beruhen fast drei Viertel der Maisproduktion auf Gentechnik. Dabei schnitten laut Bericht die konventionellen Vergleichslinien und die Gentechnik-Varianten ähnlich ab. Signifikante Unterschiede wurden laut offiziellen Berichten nicht festgestellt.
      Auch hat man beim Schädling Westlicher-Maiswurzelbohrer, welcher beim Fressen des Gentechnik-Mais durch das pflanzeneigene und genetisch hinzugefügte Insektengift getötet werden soll, keinen nennenswerten Rückgang in den letzten fünf Jahren feststellen können.
      Es bleibt abzuwarten ob diese Studie nun ein Einzelfall ist oder ob diese auch durch andere Expertisen bestätigt wird. Im letzten Fall sollte ein baldiges und rasches Umdenken in der spanischen Landwirtschaft erfolgen.
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