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Joaquin

Matar Judíos - Juden Töten heißt in León-Spanien, Wein-Limonade zu Ostern trinken

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Spanien hat in seiner Vergangenheit so manchen Schwarzen Fleck in der Geschichte gehabt. Einer darunter war auch die Inquisition und die damit verbundene Judenvertreibung. Da in Spanien sowohl die Christen, wie auch die Juden und ebenso die Moslems waren, haben sich so einige Brauchtümer, rund um die jeweiligen Religionen gebildet und sind bis heute erhalten. So auch das matar judíos (Juden töten) oder auch salir a matar judíos (raus gehen um Juden zu töten).

Dieser Ausdruck wird in der Provinz León zu Ostern benutzt und bedeutet dort nichts anderes, als in einer der Bars, Wein-Limonade, ähnlich der Sangría zu trinken.

Nun gibt es über die Herkunft dieser Tradition mehrere Geschichten. Eine davon besagt, dass im Mittelalter zu Ostern die Christen in die Judenviertel gingen um diese wegen der Tötung Jesus Christus zu verprügeln. Die Obrigkeit sah betrachtete dies mit Sorge und sorgte dann darauf, dass auf ihren Weg ins Judenviertel, die Kneipen Limonade an diese Leute ausschenkten. Da zu Ostern Alkohol verboten war, umging, bzw. lockerte man dieses Verbot, indem man Wein mit Wasser, Zucker und Zitronensaft streckte. So wollte man die rauflustigen Christen betrunken machen, auf das sie ihr Vorhaben vergessen. Andere jedoch sagen, dass genau diese gesüßte Alkohollimonade es war, welche die Christen dazu brachte die Juden zu verprügeln.

Eine andere Geschichte besagt, dass die Christen zu Ostern und aufgrund der Ermordung Jesus, sie ein Glas Limonade tranken, wie den Wein beim Abendmahl und dies jeweils den Tot eines Juden symbolisieren sollte.

Dann gibt es eine weitere Legende, wonach Ritualmorde verübt wurden und die Juden die Trinkswasser-Brunnen vergiftet haben sollen, was seinen Höhepunkt in der Zeit der Schwarzen Pest hatte.

So wie das Mittelalter halt war. Heute ist matar judíos jedoch nur ein Begriff um am Ostern Feucht-Fröhlich zu trinken und zu feiern. Dabei hat jede Bar sein ganz eigenes und individuelles Rezept für diese besondere Wein-Limonade.

ORIGEN de la LIMONADA (30-03-12)

Hier ein Rezept dazu in Spanisch:

Receta de Cecilia Martinez de 82 años natural de León:

spacer.gifLIMONADA para 8 litros de vino tinto

1½ Kg de azúcar

¼ Kg de higos secos

¼ Kg de pasas

Zumo de 1 Kg de limones

Zumo de 2 Kg de naranjas

2 palos de canela en rama

1 tercio de las cáscaras de limón en trocitos

Cáscara de seis naranjas en trocitos

Mover bien y dejar asentada tres días la mezcla, se prueba por si falta algo. Tiene que ser muy suave al paladar. Consumir al cuarto día. Notar que no esté áspera, y si lo está, añadir azúcar, naranja, canela, higos y pasas. He de añadir que la calidad de esta receta supera ampliamente a la que se expende en los distintos bares de la ciudad de León.

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      Wenn ich in Spanien bin und ich bin es in der Regel in den wärmeren Jahreszeiten, dann bestelle ich mir im Restaurant oder einer Bar, gerne eine Coca Cola. In 99 Prozent der Fälle bekomme ich diese, so wie es sich gehört, dann auch mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe serviert. Das hält die Cola angenehm kühl, die Kohlensäure und der Geschmack bleiben länger im Getränk und die Zitronenscheibe gibt dem ganzen dann noch ein gewisses Extra an Genuss. So lieb ich es und so erwarte ich das auch, denn ich mag keine warme Coca Cola. Ich mag auch keine Coke, wo die Kohlensäure nebst Geschmack sich in den Äther verabschiedet hat und die Zitronenscheibe ist wie bei gewissen Schwarztees, einfach das geschmackliche i-Tüpfelchen.
      In Deutschland dagegen kann ich schon froh sein, wenn ich überhaupt mal Eiswürfel dazu bekomme. Und auch ohne, kann es gut sein, dass man eine warme Cola hingestellt bekommt, aus der sich die Kohlensäure schon seit Dekaden verabschiedet hat. Warme, abgestandene Coca Cola, ist ähnlich wie das Servieren einer kalten Suppe. Geht nicht, schmeckt nicht!
      Aber das gilt auch für alle anderen, derartigen Limonaden. Sei es Pepsi, Fanta und selbst Mineralwasser oder Sprudel, so etwas serviert man nur warm, wenn es der Kunde ausdrücklich wünscht, ansonsten gehört das gekühlt und in der Regel mit Eiswürfeln im Glas und einer Zitronenscheibe.
      Klar, Deutschland ist viel kälter als Spanien, aber selbst bei einem Rekordsommer wie dieses Jahr, bekommt man in der deutschen Gastronomie nicht selten nur abgestandene Plörre serviert. Und wenn man dann nachfragt, ob man das Getränk evtl. gekühlt oder mit Eiswürfel bekommen darf, dann wird man noch von der Bedienung angeschaut, als solle man sich angesichts solcher Wünsche auch noch was schämen sollte. Sorry, die Limonade bitte warm und das Schnitzel dann gerne kalt, passt schon...
      Ausgerechnet als ich gestern in Deutschland, in einem chinesischen Restaurant war, bekam ich Sprudelwasser in einem Glas mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe. Schau an wie weit da jemand herkommen muss, um ein Getränk in Deutschland ordentlich zu servieren
      Es gibt Heißgetränke wie Kaffee oder Tee, die sollten heiß serviert werden und dann gibt es Kaltgetränke, die in der Regel auch so auf der Karte ausgewiesen sind und die sollten dann auch gefälligst kalt serviert werden. In Spanien in der Regel kein Problem, in Deutschland in der Regel schon ein Problem. Woran mag das liegen?
      Ich habe das Gefühl, dass ähnlich wie beim Kaffee, in Deutschland Getränke zwar auch in großen Massen konsumiert werden, aber lange Zeit eher lieblos und oft genug ohne Geschmack und Qualität. Beim Bier Top und dann rechts und links davon, geht alles flöten. Evtl. noch den ein oder anderen Wein, wenn man sich in einem guten Lokal befindet, aber ansonsten ist das alles doch sehr flach. Der Spanier legt da meines Erachtens mehr Wert bei der Nahrungsaufnahme. Das fängt schon an mit den kleinen Knappereien, die man ungefragt vor und neben dem Essen hingestellt bekommt, dann mehrere Gänge, den Nachtisch und natürlich der Kaffee danach. Da wird irgendwie das Ganze mehr zelebriert und man nimmt sich auch viel mehr Zeit dafür, auch für das Reden miteinander.
      Bei meiner Coka Cola, da mag ich es wenn die Eiswürfel die Cola über den längeren Plausch in der Bar angenehm kühl halten und mit der Kohlensäure auch der Geschmack bleibt. Es trägt einfach zur angenehmen Stimmung bei und diese sollte nie durch ein mangelhaftes Essen oder Getränk gestört, sondern im positiven Sinne betont und gefördert werden.
       
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      Ich muss vorweg auch gleich mal einwerfen, dass wir es in Spanien oft genug erlebt haben, wenn eine Coca-Cola Light bestellt wurde, es sie nicht immer gab oder wenn, man eine deutlich abgelaufene Dose bekam, welche nicht selten sogar angerostet war
      Eine Cola Zero zu bekommen scheint dagegen, heutzutage in Spanien kein Problem darzustellen. Light wird auch oft verneint und man bekommt statt dessen, schnell eine Zero angeboten.
      Marketing der Firma Coca-Cola kann durchaus ein Grund sein, aber ich denke auch, dass die Spanier, welche mit dem Englischen sowieso auf dem Kriegsfuß sind, das Zero viel leichter über die Zunge kommt als das Light. Una Coca-Cola-Cero. Da hat man dann auch gleich die Übersetzung ins Spanische, das Getränk hat nun quasi einen spanischen Namen und selbst wenn ich in meiner englischsprachigen Gewohnheit, die Coca-Cola-Zzzzzerou bestelle, werde ich ohne weiteres verstanden
      Light läuft dort einfach nicht, aber mit Zero bzw. Cero, gibt es überhaupt keine Probleme
      Was die Kalorienangaben angeht, habe ich das bei der Coca-Cola Zero vergessen, so wie ich es gemacht habe. Muss ich das nächste mal daran denken
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