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noku

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Hallo,

ich bin ganz neu hier.

Ab dem 15.11.2015 werde ich mich vorwiegend ca 30 km südlich von Córdoba aufhalten, weil ich dort im Rahmen eines Projekts eine Produktionsstätte für energetisches Pflanzenöl aufbaue. Gibt es hier zufällig Leute aus der Gegend? 

Ich bin passionierter Pilzsammler mit einiger Erfahrung in Deutschland. Hat hier jemand Erfahrung mit Pilzen in Andalusien?

LG.

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Moin,

hier der aktuelle Führer (2013) zu Pilzen > herausgegeben von der "Junta de Andalucía" mit Info, an welchen Orten sie zu finden sind:

http://www.juntadeandalucia.es/medioambiente/portal_web/web/temas_ambientales/biodiversidad/conservacion_biodiversidad/plan_cussta/4_recoleccion_medio_natural/setas_comestAnd_2013.pdf

... der Download startet automatisch! .... aber alles in Spanisch! ... hoffentlich ist das kein Problem  :cool:

Alternativdownload der Datei mit besserer Formatierung:

http://www.besana.es/sites/default/files/setascomestibles.pdf

bearbeitet von baufred
alternative Downloadquelle

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    • Von Joaquin
      Ende September bekam ich den Anruf eines Freundes, ob ich nicht Lust hätte, Pilze pflücken zu gehen. Ich hatte schon davon gehört, dass in dieser Jahreszeit die Spanier der Region es in die Berge verschlägt, um dort Pilze zu pflücken. Da ich für jede Schandtat bereit bin sagte ich sogleich zu.
      So gegen fünf Uhr früh am nächsten Tag, wurden wir dann abgeholt und es ging zu viert von Benicarló aus, knapp drei bis vier Stunden landeinwärts, Richtung Berge. Entlang einem trockenem Fluss, vorbei an der Bergstadt Morella, unzähligen Schluchten, davon die tiefste der Region, ging es immer höher und tiefer in das Landesinnere.
      Wer Spanien nur vom Urlaub am Strand kennt, macht sich oft nicht bewusst, dass Spanien nach der Schweiz zu dem gebirgsreichstem Land Europas gehört. Als wir langsam die Region Valencia verliessen und uns der Rregion Teruel näherten, schlängelte sich die Straße in immer engeren Kurven, den Bergen entlang in die Höhe.
      Berg mit Stadt, Dorf.
      Stadt, Dorf in den Bergen.
      Nicht jeder verträgt diesen schnellen Höhenanstieg mit den unzähligen Kurven und so mussten wir zwei Zwischenstopps einlegen, damit meine Begleitung sich von der Fahr-Übelkeit erholen konnte.
      In der Nähe von Cantavieja, zieren dann auch Meter hohe Schneezeichen/Schneestangen die Straßen, denn im Winter kann hier ordentlich Schnee liegen. Dies ist dann auch nicht wirklich verwunderlich, denn bei Cantavieja hatten wir bereits 1.290 Höhenmeter erklommen und es ging noch weiter in die Höhe.
      Terrassen im Gebirge.
      Einige Zeit später erblicken wir dann unser Ziel, eine Hochebene. Zu dieser „la mola“ wie man es dort nennt, führte dann ein Feldwege hinein und wir befanden uns anschließend in einem Nadelwald. Dabei passierten wir noch einen elektrischen Kuhzaun, denn dort auf der Hochebene weiden auch Kühe. Das sollte man beim Pilze sammeln nicht vergessen, denn es könnte bei eine Begegnung mit dem Vieh, durchaus unangenehm werde.
      Wald und Lichtung
      Wald in der Gebirgsebene.
      Gesammelt wurden revellónes, revellóns wie man sie je in der Region dort nennt. Auf Spanisch heißen sie níscalos (Lactarius deliciosus) oder zu deutsch Edelreizker. Sie schauen aus wie Pfifferlinge, sind aber größer und Orang gefärbt. Sie wachsen nahe der Nadelbäume und sind oft von deren Nadeln oder Erde verborgen. Das macht das Suchen nach diesen Pilzen nicht gerade leicht und man muss schon ein gewisses Gespür dafür haben um zu wissen wo man sie zu suchen hat.
      Da ich zuvor noch nie Pilze gesammelt hatte, lief ich wie ein Blinder durch die Gegend, ohne zu wissen was dort zu machen war, wogegen zwei der anderen zielsicher auf die Suche gingen und nach nur ein paar Minuten sofort fündig wurden. Aber mit der Zeit hatte ich dann auch den Trick raus und auch mein Korb füllte sich langsam mit den Edelreizkern.
      Das Problem bei einer solchen Hochebene mit Wald ist, dass man keinen Bezugspunkt hat an den man sich orientieren kann. Keine Berge die man sieht oder ähnlichem. Daher ist ein GPS-Gerät gar nicht mal so verkehrt und vor allem immer in Rufweite der anderen Sammler bleiben. Auch ist es ratsam, nicht in die Richtung der Kuhglocken zu gehen.
      Dickicht im Wald.
      Bein Pflücken selbst, sollte man vorsichtig vorgehen und die Pilze nicht samt Wurzeln heraus reißen, sondern diese nur am Stiel mit einem Messer abtrennen. So bleibt das Myzel, also jenes fädrige Geflecht dessen Früchte die Pilze sind, nicht zerstört wird. So kann es das nächste mal wieder neue Pilze hervor bringen. Wildes herumstochern im Waldboden oder gar mit einem Rechen den Waldboden aufwühlen, zerstört hier nur die Fauna und die Pilze.
      Einige markieren große Pilz-Fundorte mit Tüchern am Baum oder ähnlichem. Heutzutage werden solche Fundorte auch gerne mit einem GPS-Gerät markiert um im nächsten Jahr zielsicher die guten Fundorte wieder zu finden.
      Körbe voller Pilze - Edelreizker
      Korb mit Messer und Pilze - Edelreizker
      Gegen Mittag hatten wir schon ein paar Achtungserfolge, konnten aber mit drei alten Leuten nicht mit halten, deren Körbe bis an den Rand gefüllt waren. Wie sie uns mitteilten, war ihre Suche in den Tagen zuvor aber ebenso erfolgreich gewesen, also machten wir uns dann nach einer kurzen Stärkung weiter auf die Suche. Am Ende konnte sich auch unsere Ausbeute sehen lassen.
      Körbe voller Pilze - Edelreizker
      Zur anschließenden Stärkung ging es dann in das nahegelegene Dorf Tronchón und zwar zu Casa Matilde. Dies ist ein Tante Emma Laden und Restaurant, bei dem man in den dortigen Wohnräumen gute und deftige Hausmannskost der Region serviert bekommt. Mit dortigen Wohnräumen ist dann auch tatsächlich die Wohnung von Matilde gemeint. Dort im Erdgeschoss bekamen wir dann nach knapp zwei Stunden Wartezeit einen Tisch, gegenüber dem Kamin. Dort auf der Couch saß eine weitere Hausdame und strickte, während sie Fern sah.
      Also ein absoluter Insider-Tipp, gut besucht und überaus Urig. Je nach Gang, gab es ein paar Gerichte des Tages zur Auswahl. Ich hatte so neben einer Suppe als Vorspeise, dann Stierbäckchen mit Kartoffeln und Beilagen als erstes Hauptgericht. Danach gab es Geflügel mit einer Vogelart die mir nicht bekannt war, aber in der Größenordnung wie Wachteln und ebenso mit Beilagen. Als drittes Speise gab es dann Stierschwanz mit Beilagen. Wo die Stierwangen sehr zart und lecker waren, war der Steirschwanz nicht ganz mein Geschmack. Wo die Stierwangen sehr zart und lecker waren, war der Steierschwanz nicht ganz mein Geschmack. Dieser war mir etwas zu fettig gekocht und auch recht streng im Geschmack. Als Nachspeise gab es dann ein spezielles Milchgericht mit wahlweise Schokolade oder Karamell und super lecker. Mit viel Brot als Beilage, vino mit casera, also Wein mit Limonadensprudel, erreichte mein Magen ein absoluten Völlepunkt. Mir wurde schon zuvor versprochen, mit Hunger geht keiner aus diesem Haus.
      Aus dem Laden von Matilde kaufte ich dann noch einen hausgemachten Schafskäse. Auf dem Rückweg wurde dann noch einmal in einem Dorf Halt gemacht um das dortige Brot einzukaufen und so waren wir erst am späten Abend wieder in Benicarló. Ein langer, abwechslungsreicher, besonderer und sehr spanischer Tag.
      Die Zubereitung der Pilze, habe ich nach dortigem Rezept typisch spanisch gemacht, nämlich einfach á la plancha. Nach dem Säubern und Entfernen der Stiele, setzt man die Pilze mit der Oberseite des Hutes in die Pfanne, gießt Olivenöl über die Lamellen und streut ein wenig Salz darüber. Das Olivenöl gerät so in die Pfanne und nach ein paar mal wenden, sind die Pilze verzehrbereit. Sie haben einen guten und distingierbaren Geschmack, mit guten Biss.
      All die Strapazen lohnen sich und es kommt nicht von ungefähr, dass ein Kilo dieser Pilze zehn bis zwanzig Euro kosten. Wo und wann man diese Pilze findet, wird daher auch in der Regel nicht an Außenstehende verraten. Weniger der Kosten wegen, sondern um sich beim Sammeln keine Konkurrenz zu machen und diese Delikatesse selbst unter den Nagel zu reißen/sammeln. Anderenorts, wo diese Pilz-Wälder bekannt sind, werden sogar Pflückgebühren genommen, mit vorheriger Anmeldung und Zugang zum Wald. Da die Pilze als Delikatesse gelten waren all jene, denen wir von unserem übbigem Fang etwas abgegeben haben, dann auch recht dankbar für die Pilze.
    • Gast Gast829
      Von Gast Gast829
      Hi Leute,

      ich habe hobbymäßig recht viele Pflanzen (keine Angst, alle legal ) und in D oder SCO ist mir das davor noch nie passiert, daher die Frage... Manchmal wachsen in den Töpfen (Pflanzen stehen draußen) neben den eigentlichen Pflanzen, Pilze - die kommen einfach über Nacht und sind meistens am nächsten Tag wieder spurlos verschwunden. Ist das etwas, das ich bekämpfen sollte, oder kommt das in Spanien oder generell wärmeren Gegenden häufiger vor?

      Danke schonmal
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