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Joaquin

Lufthansastreik und die Rechte der Fluggäste

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Heute, Montag ab 0.00 Uhr bis voraussichtlich Donnerstag um 23.59 Uhr soll der Streik. Man kann davon ausgehen, dass dieser bundesweite Streik zu einem der größten Lufthansastreiks in der Firmengeschichte gehören wird.

Immerhin wurde beim letzten Lufthansastreik 2001 die Fluggesellschaft nur tageweise bestreikt. Diesmal sind es vier Tage in Folge, was eine Umdisposition der Flüge in vielen Fällen unmöglich macht. Diesmal wird man mit zahlreichen Verspätungen und Flugausfällen rechnen. So rechnet man mit insgesamt 1.300 Flüge welche bis zum Ende des Streiks gestrichen werden.

Immerhin waren durch die Vorankündigung des Streikes die Mehrzahl der Passagiere gewarnt und haben sich selbst um andere Alternativen gekümmert. Auch die Lufthansa konnte hier rechtzeitig umdisponieren oder sie auf die Bahn umlegen.

Immerhin streiken diesmal 4.500 Piloten und Co-Piloten, sowohl in Passagier- als auch in Frachtmaschinen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bestreikt damit nicht nur die Lufthansa, sondern auch deren Tochter Germanwings.

Ziel des Streikes ist wie so oft der Schutz des Arbeitsplatzes der Piloten. Man will verhindern, dass der Lufthansa-Konzern die gut bezahlten Arbeitsplätze in billigere Gesellschaften verlagert und somit interne Tarifstrukturen umgeht. Dieses Problem erscheint den Piloten so gravierend, dass sie von den ursprünglichen 6,4 Prozent mehr Gehalt nun sogar zu einer Nullrunde bereit sind, wenn ein Stopp der Job-Auslagerung garantiert wird.

Da bis zum Ende der Frist es zu keiner Einigung zwischen der Gewerkschaft und dem Lufthansa-Konzern gekommen ist, haben die Piloten wie geplant ihren Streik begonnen.

Für die Fluggäste ist in diesem Streik das europäische Recht von Interesse, denn die EU-Fluggastrechte Verordnung sieht vor, dass Fluggäste schon bei kürzesten Verspätungen auf ihre Rechte pochen dürfen. Diese treten in Kraft bei Aubflugverzögerungen von zwei Stunden und bei Kurzstrecken von bis zu 1.500 Kilometern, ebenso wie bei drei Stunden Abflugverzögerung bei Mittelstrecken bis 3.500 Kilometer und vier Stunden bei Langstrecken.

Bei derartigen Verspätungen muss für das Wohl des Fluggastes gesorgt werden, womit Fluggäste dann Anspruch auf kostenlose Mahlzeiten haben, ebenso wie Erfrischungsgetränke, zwei Telefongesrpäche, Faxe oder E-Mails und wenn es nötig ist auch Hotelübernachtungen inklusive des Transfers. Bei einer mindestens fünfstündigen Verspätung kann man als Fluggast sogar komplett von der Reise zurück treten und sein Geld zurück verlangen.

Erfährt man als Fluggast am Flughafen, dass der eigene fLug gestrichen worden ist, so hat man die Wahl zwischen der Ticketpreiserstattung oder sich mit einem Ersatzflug zum Ziel bringen zu lassen. Im letzterem Fall muss die Fluggeselschaft dem Fluggast eine alternative Beförderung ermöglichen.

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      Der Unglücksflieger war ein Airbus der älteren Generation und wurde 1990 ausgeliefert, womit es 24 Jahre auf dem Buckel hatte. Seine normalen Maße sind 37,5 Meter lang und rund 40 Tonnen schwer. Dabei handelt es sich um zweit häufigst verkaufte Flugzeug der Welt. Das Alter einer solchen Maschine ist in der Regel kein Problem, da sie regelmäßig gewartet und beanspruchte Teile ausgetauscht werden. Problematisch kann es dann werden, wenn sie nicht über aktuelle und notwendige Sicherheits-Systeme verfügen.
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      Germanwings Flight 4U9525 plane crash in France - BBC News

      Auf flightradar24.com, kann man sich den Flugverlauf anschauen, so wie er sich bis kurz vor dem Aufprall ereignet hat.
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      Nachtrag:
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      Ein paar Spinner verbreiten derzeit falsche Bilder des zerschellten Flugzeuges über Twitter und andere soziale Kanäle, ebenso wie ein falsches Video.

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      Der spanische König Rey Felipe VI und seine Frau, welche zu Besuch in Frankreich sind, haben ihren offiziellen Parisbesuch abgesagt. Sie sollten dort heute eine Velázquez-Ausstellung im Grand Palais besuchen und an einem Staatsdinner teilnehmen. Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat all ihre heutigen Termine abgesagt.

      Zum Zeitpunkt des Absturzes, soll ein heftiges Gewitter in der Region gegeben haben. Ob und wie dies mit dem Unglück zusammenhängt, ist noch nicht bekannt. In der Regel dürfte ein solches Gewitter umflogen werden. Sollte das Flugzeug jedoch schon beschädigt worden sein oder einem Defekt zum Opfer gefallen sein und der Pilot hätte bei diesem Unwetter versucht die Maschine im dortigem Gebirge, auf dem kleinen Flughafen Notanden zu wollen, wäre dies in der Tat eine mehr als ungünstige Wetterlage um so eine rettende Landung zu vollführen.

      Die schlechte Wetterlage wird nun von Seiten Frankreichs dementiert. Das Wetter sei ruhig zum Absturzzeitpunkt.

      Unter den Opfern sollen auch zwei Kleinkinder sein.

      Airbus gibt nun bekannt, dass kein Notruf von der Maschine abgesetzt wurde. Diese sich ständig ändernden Meldungen macht klar, warum sich die Offiziellen in Frankreich bedeckt halten, was das herausgeben von Informationen angeht. Hier will man offenbar auf Nummer sicher gehen und nur bestätigte und eindeutige Meldungen an die Öffentlichkeit bringen.

      Möglicherweise soll auch eine Schulklasse von 20 Schulkindern an Bord gewesen sein. Es soll sich dabei um eine deutsche Schulklasse handeln, die an einem Schüleraustauschprogramm teilgenommen hat. Dabei soll es sich konkret um 16 Schüler und 2 Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums handeln.

      Dies ist der erste Totalausfall und Absturz einer Maschine von Germanwings. Die Maschinen von Germanwings gelten als sicher, zumal die Wartung der Maschinen vom Mutterkonzern Lufthansa übernommen wird.
      Die Bundeskanzlerin Angela Merkel wird morgen nach Frankreich zum Unglücksort fliegen.

      Die A320 gilt als eines der sichersten Flugzeug. Gleichzeitig gilt die Maschine-Mensch-Schnittstelle als nicht ganz so optimal eingeschätzt. Der Computer nimmt dem Piloten sehr viel Arbeit ab und dies kann in Extremsituationen auch vom Nachteil sein. So soll in einem vergangenem FAll bei der Tochterfirma Lufthansa, der Computer aufgrund eines veristen Sensors einen Sinkflug eingeleitet haben, obwohl die Piloten einen Steigflug angeordent hatten. Erst nach dem Ausschalten des Computers, konnte id eMaschine wieder auf Kurs gebracht werden. Auch hat der A320 zahlreiche Verbesserungen über die Jahre hinweg erfahren. Die einzelnen Fluggesellschaften sind jedoch selbst dafür verantwortlich, ob sie jede Verbesserungen einbauen.

      Der Pilot hat über 6000 Flugstunden auf dem A320 absolviert und flog seit 10 Jahre für Germanwings und Lufthansa. Das Flugzeug wurde erst gestern in Düsseldorf das letzte mal durch Lufthansa-Mitarbeiter durchgecheckt. Den letzten großen Check hatte das Flugzeug Mitte 2013.

      Zur Zeit geht man von 67 deutschen Staatsbürgern ausgegangen.

      In der Unglücksmaschine waren die neusten Computer verbaut, womit auch vergangene Fehler dort keine Relevanz spielen dürften.

      Bei den Opfern ist nun die Rede von 144 Menschen, darunter  zwei Babys.
      Derzeitig wird auch vom Abtransport der ersten Leichen berichtet. Die Bergung scheint sich aufgrund des Geländes und des Wetters in den Alpen, schwierig gestaltet. Dort soll sich unter anderem auch eine Lawine gelöst haben. Das Flugzeug selbst soll weitestgehend in einem Stück dort zu sehen sein, was gegen eine Explosion in der Luft spricht.

      Ein erstes Video der Rettungskräfte
      Crash GermanWings : les secours déployés à Seyne-les-Alpes


      Die Teile des Flugzeuges sollen auf etwa 2 km verteilt sein, was für einen heftigen Aufschlag spricht und auch dafür, dass der Pilot das Flugzeug nicht unter Kontrolle hatte.
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