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Madrid - dpa. Trotz einer Erholung der spanischen Wirtschaft emigrieren mehr Spanier in andere Lände...

Madrid - dpa. Trotz einer Erholung der spanischen Wirtschaft emigrieren mehr Spanier in andere Länder. Wie das Nationale Statistik-Institut (INE) am Donnerstag in Madrid mitteilte, stieg die Zahl der Auswanderer 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf fast 100 000. Dies sei der höchste Wert seit Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008. Damals lag die Zahl der Emigranten nur bei einem Drittel des jetzigen Werts. Die meisten Spanier zog es im vorigen Jahr nach Großbritannien, Frankreich, Deutschland und in die USA. Spanien hat mit 21 Prozent eine der höchsten Arbeitslosenquoten in der Europäischen Union. Allerdings erzielt das Land mit mehr als drei Prozent ein höheres Wirtschaftswachstum als die meisten anderen EU-Staaten.

https://www.costanachrichten.com/spanien/spanier-verlassen-land-13586612.html

Naja, wenn die Spanier laut Target 2 Salden (Stand Mai 2020) für 451,8 Milliarden Euro an Gütern alleine aus anderen EU-Ländern importiert haben, die sie nicht bezahlen brauchen, dann haben sie eine Menge Geld gespart und brauchen auch keine eigenen Leute, die diese Waren selbst produzieren.

Bei einer Geburtenrate, die etwa 25 % niedriger ist als in Deutschland, werden die jungen Menschen auch ihre Gründe dafür haben.

Wenn ich hier durchs Dorf fahre, dann sehe ich nur alte Leute (wie mich) oder Auslieferungsfahrer, meistens von Paketdiensten.  

Viele Grüße aus Andalusien

Helmut

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Geschrieben (bearbeitet)

Da muss man firm sein zum Problem ES und vielen Ländern. ---- Zu einem überarbeiteten Artikel vom 9.3.2020 ---  Bravo

Spanien hat mit 21 Prozent eine der höchsten Arbeitslosenquoten in der Europäischen Union. Allerdings erzielt das Land mit mehr als drei Prozent ein höheres Wirtschaftswachstum als die meisten anderen EU-Staaten. 

bearbeitet von Tiza

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Kein Mensch verlässt gerne für immer seine Heimat und den Kreis seiner Lieben und Bekannten. Und wenn doch, dann gehen gerade die jungen und die intelligentesten  Menschen zuerst und für immer. Zurück bleiben die nicht so gut ausgebildeten, die Alten und  Kranken. Das fördert zwar die Besucherzahl in den Bars, Krankenhäuser, Spielhallen und Altentagesstätten, aber welche gut ausgebildete junge Menschen bleiben dann noch für die Produktion in der Industrie? Muss ja auch nicht, wenn man unbegrenzten  zinslosen Kredit ohne Rüchzahlungsverpflichtungen für Waren hat.

Kann es vielleicht nicht auch sein, dass die jungen Menschen Spanien verlassen, weil sie spüren, dass hier etwas ganz hart aus dem Ruder läuft, z. B. durch Überregelierung und eine Staatsquote die mindestens bei 70 liegt. Für jeden Pups werden Genehmigungen verlangt, und wenn man es bewusst oder unbewusst vergessen hat, dann hagelt es unverhältnismäßig hohe Strafen, die gleich eine ganze Familie ruinieren können. Ist das ein Umfeld, in dem junge Menschen ihre Kinder großziehen wollen? Mit der heutigen Möglichkeit der Geburtenkontrolle haben die Menschen es selbst in der Hand zu bestimmen, für wie viele Kinder sie in ihrem Land eine Zukunft sehen.

Und das fatale ist, die intelligenten und dann auch meist am Besten ausgebildeten jungen Leute merken zuerst, was da abläuft, und packen die Koffer. Die die hierbleiben, haben nur die Möglichkeit keinen oder weniger Nachwuchs in die Welt zu setzen.

Und wenn Regierungen merken, dass Überregelierung sich nachteilig auf die Gesellschaft auswirkt, dann muss eben noch mehr davon her.

Ist es überhaupt in Spanien z. B. vorstellbar, das Tesla hier eine Megafabrik baut, ohne auf die Baugenehmigung zu warten? Natürlich nicht, aber in Deutschland ist das möglich. Da ist auch schon die Erweiterung der Fabrik geplant, die es eigentlich noch gar nicht geben dürfte.

Spanien ist schon einmal einen ganz harten Weg nach unten gegangen. Von einer Weltmacht, hin zur Bedeutungslosingkeit und in bittere Armut. Die Gründe waren die selben wie heute.

 

 

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