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Die Onlineversion der kostenlosen Schweizer Pendlerzeitung 20 Minuten, hat eines meiner Videos in einem Bericht über die Stierkämpfe, Stierläufe und der Tierquälerei bei den Festen/Fiestas in Spanien aufgegriffen. Dort wird mein Video dann mit der folgenden Beschreibung belegt:

Zitat

Stierhörner anzünden

Dem Stier werden an den Hörnern brennende Kugeln befestigt. Dann lässt man ihn in einer Arena oder – etwa im Dorf Benicarló bei Valencia – auf der Strasse laufen. In Panik rennt das Tier stundenlang hin und her, während die Kugeln seine Hörner und teilweise auch seinen Körper verbrennen.

Diese Beschreibung ist reißerisch formuliert und entspricht nicht den Tatsachen, wie auch bei den anderen Videos, welche in dem Bericht mit dem Titel "Die blutigsten Volksfeste Spaniens", dargestellt werden. Auch dort werden Aussagen getroffen, die schlicht und einfach falsch, über alle Maßen überzogen und reißerisch verfasst wurden.

Bei meinem Video ärgert es mich unter anderem, da schon auf Youtube beim Video selbst, die Vorgehensweise korrekt erklärt wird und auch ein Link zu einem Forenbeitrag mit näheren Erläuterung dazu besteht (Der Feuerstier - Toro embolado), wie auch ein weiterer zum Spanien-Magazin (Spanien-Wissen: Feuerstier - Toro embolado), wo konkret auf den Feuerstier eingegangen wird. Weder die kurze Beschreibung auf Youtube, noch die weiterführenden Informationen wurden zur Recherche herangezogen.

Es fängt schon damit an, die Gemeinde Benicarló als Dorf zu bezeichnen. Ein einfacher Blick in die Wikipedia hätte da schon ausgereicht. Dort kann man auch schnell erfahren, dass Benicarló 26.521 Einwohner hat und da sollte es selbst dem einfältigsten Reporter einleuchten, dass dies nicht unter die Begrifflichkeit Dorf fällt. Dann übergeht er die Informationen zum Gestell, welches auf den Hörnern angebracht wird und dass nicht die Hörner selbst angezündet werden. Ebenso dichtet er sich ein stundenlanges hin und hergerenne des Stieres zusammen. Dass das ganze am Hafen stattfindet, sei mal nebenbei angemerkt.

Als kleinen Auszug kurz zwei weitere Beispiele aus der Kollage des Artikels.

Zitat

Enten ins Meer werfen

In der Stadt Sagunt bei Valencia findet immer am 15. August das Enten-Werfen statt. Dabei werden hunderte Enten ins Meer geworfen und müssen von badenden Teilnehmern eingefangen werden. Da aber die meisten Festteilnehmer die Tiere nicht richtig packen, stirbt der Grossteil der Enten.

Im Bericht spricht man von 110 Enten, von autorisierten Fängern, welche wissen müssen wie man die Enten fängt, aber auch von welchen, welche die Enten nicht immer korrekt fangen. Die Enten müssen dann auch zurück gegeben werden, aber kein Wort davon, dass der Großteil der Enten dabei stirbt, was ich auch aus eigener Erfahrung nicht bestätigen kann.

Als nächstes haben ich noch das Folgende:

Zitat

Stiere ins Meer treiben

In der Ortschaft Denia werden in der letzten Juli-Woche täglich zwei Stiere ins Meer getrieben. Das Ritual verläuft zwar unblutig, aber oft sterben die Tiere an Herzversagen oder sie ertrinken.

Auch hier findet das, ähnlich wie in Benicarló, am Hafen statt und tagsüber ist die Wasserseite offen. Dort werden die Tiere aber in der Regel nicht ins Meer getrieben, sondern sie rutschen aus, verkalkulieren sich usw. und fallen oder springen darauf hin in das Hafenbecken. Diese Zahl ist jedoch nicht auf zwei festgelegt, denn selbst im dort gezeigten Video sieht man mehr als zwei Kühe ins Wasser springen. Und daran sieht man auch schon, wie gut der dortige Autor recherchiert hat, denn in der Regel sind auf den dortigen Festen Kühe und weniger Stiere am Laufen. Und dann die letzte Aussage mit dem Herzversagen oder dem Ertrinken gehört auch in die Rubrik, was wir uns so aus den Fingern saugen können um es dramatischer klingen zu lassen.

Sicher, Klappern gehört zum Handwerk, aber muss man nur um Leser zu bekommen wirklich alle Fakten außen vorlassen, Quellen rigoros ignorieren und dafür verkaufende Unwahrheiten und Übertreibungen hinschreiben?

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man mit Übertreibungen und Falschaussagen, der eigentlichen Sache, nämlich den Tieren, keinen Gefallen tut. Am Ende diskreditiert man sich und die gute Absicht dahinter. Aber ich bin mir in diesem Fall auch ziemlich sicher, weder dem Reporter, noch der Redaktion lagen das Leiden der Tiere am Herzen. Eher waren Selbstreputation und Steigerung der Leserschaft die Ziele.

Das eine muss ja das andere nicht zwingend ausschließen, aber offenbar war dem Schreiber und auch dem Herausgeber, die Tierquälerei und das Leid der Tiere noch nicht groß und die Bilder nicht grausam genug. In derartigen Fällen unterstelle ich, dass es hier nie um die Tiere selbst ging, sondern ausschließlich um monetäre Interessen und ich weiß nicht was am Ende wirklich perverser ist? Menschen, die sich keinen Kopf darüber machen, ob Tiere bei solchen Festen leiden und dann dort mitmachen oder Leute, die wissentlich und gezielt mit dem Leid der Tiere, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen versuchen und sich dann auch noch den reinen Schein des Aufklärers umhängen wollen.

Wer spielt also wirklich das perverse Spiel mit dem Spiel der Tiere?

 

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Anbei die alten Kommentare:

Es ist traurig, das einige Traditionen, wie die des Stierkampfes oder den Bous von den Gegnern und effekthaschenden Medien und vermeintlichen Tierschützern in den Schmutz gezogen werden. Noch schlimmer ist, das diese nicht die geringste Ahnung von dem tatsächlichen Geschehnissen haben. Die Tierschützer von PACMA gehen so weit, Pressemeldungen gezielt zu fälschen, Fotos werden manipuliert. In Coria zeigte die Organisation einen Vorfall an, wurde aber vom Gericht zurückgewiesen. In ihrem 'Blättchen' feierten sie aber einen Sieg vor Gericht. Vor Gewalt schrecken sie uch nicht zurück, in Valencia warfen sie einer älteren Dame einen Stein an den Kopf, als sie einen Stierkampf besuchen wollte.

Auch die Politik missbraucht das Thema, besonders die linken Parteien. Aber sind sie wirklich sooo tierlieb? Die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau (eng mit PODEMOS verbandelt), lässt für über 400.000 die tauben der Stadt vergasen. Das man diese über das Futter sterilisieren kann und dabei sogar Geld spart, kommt der Dame nicht in den Sinn. Fazit, von Tieren haben die meisten keine Ahnung, rechnen können sie auch nicht. Aber den Tierschutz groß auf die Fahne schreiben, das tun sie, um Wählerstimmen zu gewinnen.

Es ist abartig, wenn man versucht Tierqälerei  mit der Ausrede Tradition zu entschuldigen...

Wie man in Spanien mit den Tieren umgeht und wie die Tiere oftmals behandelt werden, ist einfach nur schrecklich.  Den Kindern wurde damals auch nicht beigebracht, weder von den Eltern, noch von der Schule, dass Tiere lebendige, fühlende , auch schmerzempfindende und trauerenpfindende Mitwesen,  die wir nicht qualen und töten , sondern schützen sollten.  Es muss tatsächlich endlich ein Umdenken stattfinden, vor allem , was diese Traditionen hier in Spanien betrifft. Tiere sind keine Sache, es sind lebende fühlende Wesen , die man mit Respekt behandeln soll, ebenso wie man den Menschen und andere Wesen mit Respekt und Wertschätzung entgegen treten sollte. Wo bleibt die Empathie?

Ist es aber nicht so, dass schon lange ein Umdenken in Spanien stattgefunden hat? Ich zumindest sehe das sehr deutlich und auch in Gesprächen mit Spaniern kann ich sagen, dass da ein deutliches Umdenken stattgefunden hat und an die nächsten Generationen weiter gegeben wird.

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vor 7 Stunden schrieb Joaquin:

Ist es aber nicht so, dass schon lange ein Umdenken in Spanien stattgefunden hat? Ich zumindest sehe das sehr deutlich und auch in Gesprächen mit Spaniern kann ich sagen, dass da ein deutliches Umdenken stattgefunden hat und an die nächsten Generationen weiter gegeben wird.

Dem ist so. Was nicht bemerkt wird, viele haben in der Zwischenzeit gelernt Spreu und Weizen zu trennen.

Das Hauruck von Einzel-Initiativen hilft nicht. Kann auch nichts verändern mit solchen Streichelzoo-vorgaben.

So lange eben Emanationen vorherrschend sind. Nicht aber eine einigermaßen Gleichberechtigte Lebensform.

Sowie deren Grundlagen zur Gegenseitigkeit.  Sehe keinen Grund Spanien hier vor zu heben.

bearbeitet von Tiza

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Der eine nennt es Tierquälerei, der andere Tradition und Kulturgut. Ein Konsens ist aussichtslos, denn jeder hat seine in sich schlüssigen Argumente. Stierkämpfe wird es weiter geben, solange sich genug zahlende Zuschauer finden. Nur weinge machen sich Gedanken, was alles hinter diesem mit viel Geld verbundenen Schauspiel abgeht, z.B. wieviel direkte und indirekte Arbeitplätze betroffen sind. 2014 wurden die Einnahmen der dank Hemmingway's "Fiesta" weltberühmt gewordenen "St. Fermin" Feste in Pamploina in 8 Tagen dank Stierkampf ca. € 136 Mio. eingenommen, das sind nicht weniger als 17 Mio. pro Tag. Wenn das kein Argument ist...........

bearbeitet von Meckerer

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      (Natürlich gibt es Ausnahmen)
      Diese Tier e sind nur noch Nummern, gezüchtet auf Effektivität.
      Viel Fleisch und viel Milchleistung.
      Der spanische Kampfstier, Toro de lidia, genießt hohes Ansehen, bei Züchtern, Aficionados und Toreros..
      Er wird frei geboren, zieht mit dem Familienverband über riesige Weideflächen (da greift die Subvencion).
      Das junge Kuhkalb wird nach dem Absetzen (Trennung), vom Züchter und div. Fachleuten geprüft.
      Kriterien sind neben Gebäude(hübsch oder nicht), die Tapferkeit.
      Diese Tapferkeit wird seit Jahrhunderten gezüchtet.
      Schon ein 3 Tage altes, tapferes Stierchen, geht auf alles los, was sich bewegt.
      In der Prüfung wird es je nach dem, einmal vom Pferd aus, mit einenem langen Holzstab zu Fall gebracht - rennt es feige weg, wars das.
      Geht es tapfer wieder auf die Pferde los, wird es selektiert und in einer kleinen Arena mit Capa und Muleta (die roten Lappen) "gereizt".
      Erweist sich das Kuhkalb hier als tapfer, hat es sich ein tolles Leben verdient, als Zuchtkuh.
      Der kleine Stier hat 3-5 Jahre Lebenserwartung, auf der riesigen Weide, bei bestem Futter, tierärztlicher Versorgung und täglicher in Augenscheinnahme.
      Die Tiere bekommen neben der Zuchtnummer auch einen Namen.
      Ihre Eltern sind bis ins letzte Glied bekannt, alle stammen von den tapfersten und besten Stieren ab, die es je gab.
      Der Vater nämlich ist ein "Indulto", ein Stier, der in der Arena gekämpft hat und wegen seiner Tapferkeit begnadigt wurde.
      Nach dem Kampf, der für den Ganadero (Züchter), eine große Ehre darstellt, wird er tierärztlich versorgt und reist zurück, nach Hause, wo er seine eigene Herde bekommt, die er dann "beglücken" darf.
      Noch Tage nach dem Kampf ziert er die Titelblätter der Fachpresse, sein Pedrigee wird durchgehechelt, er ist Sohn von, Enkel von...
      Wenn ein Stier seiner Bestimmung, dem Tod in der Plaza de torors zugeführt wird, gelten auch hier strenge Regeln.
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      Ist dieser dann beim Kampf aus irgendeinem Grunde lahm, oder krank, wird er wieder hinausgelassen.
      Beim Stierkampf gibt es drei Kategorien:
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      Novilladas werden von "Stierkampflehrlingen" bestritten, die Corridas von fertigen Maestros.
      Die Novillos (Jungstier) haben ein Gewicht um die 4ooKg und sind zwischen 3 - 4 jahre alt.
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      Die Lanze hat eine kleine, dicke Spitze, die grade mal durch die Haut dringt.
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      Bis sie das erstemal, wenn überhaupt in der Arena stehen, vergehen Jahre des Trainings.
      Wenn die Lehrlinge einen guten Manager haben, bekommen sie die Chance, bei den "Kuhtests" der Züchter, die Capa zu schwingen, was die Zahl der Aspiranten dezimiert, viele landen im Krankenhaus, lebensgefährlich verletzt.
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      Hat es der Lehrling über die Alternativa zur Confirmation in Madrid geschafft, hat das Geld, Hunger, Blut und Tränen gekostet.
      Ob er dann so ein erfolgreicher Torero wie z.B. "El Cordobes" wird, steht in den Sternen, denn das Publikum ist so launisch wie die Stiere.
      Und so riskieren im Sommer jeden Tag, irgendwo in Spanien, Portugal, Frankreich und Südamerika hunderte Stiere und Männer ihr Leben.
      Stierkampfverbot - ein Wirtschaftszweig soll eleminiert werden.
      Zum Kampf von Jose Thomas, in Nimes, bewegten sich auch viele Catalanen nach Francia und die Stadt hatte 100% Hotel u. Gaststättenbesetzung ... ne Menge Kohle!
      Mit der IVA-Erhöhung zahlt nun auch der Zuschauer in ES 21%, was die Eintrittskarten verteuern wird, besonders bei den Novilladas.
      Die Corrida wird übrigends nicht von der EU subvencioniert (soweit ich weiss), sondern die Stierzucht.
      Matadores wie El Juli, haben mit ihrem Geld verbilligte Eintrittskarten für Rentner, Arbeitslose u. Behinderte gesponsert.
      Geben Benefitzkämpfe, für Kranke ect.
      Und riskieren Spott, Verachtung und obendrein ihr Leben.
      In den letzten 2 Wochen landeten mindestens 15 junge Männer, mit z.T. lebensgefährlichen Verletzungen in der Enfemeria.!
      4 Kampfstiere wurden begnadigt - Indulto!
      Ich möchte hier nun keine Diskusion auslösen, sondern nur zum besseren Verständnis beitragen.
    • Von Joaquin
      Beim Stierlauf, bzw. das Stierrennen (spanisch encierro de toros), werden Stiere durch die Straßen einer Stadt getrieben. Das Ende dieses Laufes, kann sowohl eine echte Stierkampfarena sein oder einem ähnlich aufgebauter Stierplatz, wie bei den Stieren auf der Straße.
      Die Straßen werden hierzu abgesichert und Anwohner sichern Türen und Fenster so, dass kein Tier dort eindringen kann. Barrikaden werden an den Straßen so aufgestellt, dass die Tiere ihren Weg zum Ziel finden. Gleichzeitig sind diese oft so konstruiert, dass Zuschauer zwischen diesen hindurch den Lauf beobachten können oder sich Läufer, durch für Menschen ausreichend weite Öffnungen, vor den Stieren in Sicherheit bringen können.
      Solche Stierläufe finden in Spanien bei zahlreichen Patronatsfesten der jeweiligen Städten oder Dörfer statt. Da diese in der Regel keine eigene Stierkampfarena haben, gibt es dort traditionelle Plätze, wo die Stiere hin getrieben werden. An diesen werden dann je nach regionaler Tradition, vormittags und nachmittags, bzw. am späten Abend, die Stierspiele veranstaltet, die so genannten Stiere auf der Straße. Bei diesen werden die Stiere jedoch nicht getötet. Es ist vielmehr ein Fangen und Kriegen Spielen, wobei der Mensch jener ist, der vom Stier gefangen werden und sich dann auch ernsthafte Verletzungen zuziehen kann, bis hin zum Tot.
      Bei Sanfermines in Pamplona zum Beispiel, sind die Stiere jedoch fester Bestandteil des am Nachmittag stattfindenden Stierkampfes. Dies ist jedoch wie oben beschreiben die Ausnahme, denn die wenigsten Städte oder gar Dörfer, verfügen über eine Stierkampfarena.
      Den Ursprung hat der Stierlauf, als früher noch zu Pferd, die Stiere von den Feldern durch die Straßen der Städte in die Stierkampfarenen getrieben wurden und immer mehr Bewohner sich diesem Treiben anschlossen. Heutzutage werden die Stiere jedoch mit entsprechenden LKWs transportiert und an einem festen Ausgangspunkt und zu einer festen Zeit, nach ertönen eines Signales, für den Lauf frei gelassen.
      Anstelle von Stieren werden je nach Region und Anlass, auch Kühe verwendet. Dieser Kuhlauf ist dann auch für die Teilnehmer viel sicherer, da Kühe viel weniger wiegen, kleiner sind und auch nicht so aggressiv wie die Stiere.
       
      Stierlauf - Encierro de Toros
      Einzelnachweise
      Stierlauf in einer Kleinstadt - Encierro
  • Aktuelles in Themen