Chicharrero

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Über Chicharrero

  • Rang
    Spanien Junior

Profil Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Puerto de la Cruz / Tenerife
  • Interessen
    Menschen, Reisen, Sprachen, Politik, Technik
  1. Auf Spanisch Denken und Träumen

    Hallo, mir ging es immer so, dass, wenn ich wenigstens vier oder fünf Wochen ich in einem fremdsprachichigen Land war, früher war das Englisch, jetzt ist es meist Spanisch, und ich mich immer oder vorwiegend in der Landessprache unterhielt, dann waren auch meine Träume bald in der jeweiligen Landessprache. Auch meine Tagträume oder Selbstgespräche, die ich im Stillen mit mir führte, wenn ich als Jugendlicher stundenlang Moped oder später Auto fuhr, waren dann in der Landessprache; seit Langem also Spanisch. Wenn ich aber nach D zurückgekehrt bin, hielt das noch ein paar Tage an, ging dann aber wieder auf Deutsch über. In der Zwischenphase wurde ich manchmal halbwach, merkte, dass ich träumte und schlief, aber doch so wach war, dass ich registrierte, was da vorging. Dann fühlte ich mich manchmal gequält und dachte, was träumst du denn da, du bist doch in der falschen Sprache. Aber welche nun die "richtige" Sprache sei, konnte ich mich nicht so recht entscheiden, und schlief irgendwie unzufrieden wieder ein. Aber nach ein paar Tagen war ich umgepolt, und die Qual vorbei. Jetzt lebe ich schon mehr als ein halbes Jahr auf Teneriffa, aber da ich den ganzen Tag Deutsch mit meiner Frau rede, träume ich auch weiterhin deutsch, trotz aller spanischen Gespräche, die ich zuweilen mit Nachbarn, meist aber beim Einkaufen, vor allem im Baumarkt, wo es doch heftig in technische Details geht, führe. Und das wird wohl auch so bleiben. Teilweise spreche ich ja auch Französisch und Japanisch, aber ich bin nie soweit gekommen, darin zu träumen. Die Sprachen tauchten allenfalls sporadisch auf, aber dann wurde ich immer irgendwie so was wie halbwach, merkte, was da abging, und sagte zu mir: Lass dass, die Sprache kannst du doch gar nicht! Ich versuchte regelrecht, sie abzuschalten. Dann schlief ich wieder ein, und was danach kam, weiß ich nicht, wahrscheinlich für diese Nacht gar nichts mehr. Und am nächsten Tag war es dann wieder die Muttersprache, also Deutsch. Grüße Chicharrero
  2. Chistes

    Como se saludan dos pilotos de la Avianca? (Línea aéra de la Colombia) ¿Adonde vuelas? Adonde caiga.
  3. Übliche Mietkonditionen

    Hallo, du brauchst ja sowieso jemand, der sich vor Ort drum kümmert. Wenn du das atraveo machen lassen willst, frag die doch. Wenn du selbst gar nicht als Vermieter auftrittst, ist jedenfalls möglich. Es sei denn, dass Haus steht auf einem Grundstück, das "uso residencial" hat. Grüße Chicharrero
  4. Übliche Mietkonditionen

    Hallo, zum einen müsste ja der Vermieter einverstanden sein. Zum anderen brauchst du, um etwas legal als Ferienwohnung vermieten zu dürfen, eine Lizenz; die aber bekommst du nicht so einfach. Grüße Chicharrero
  5. Spanien ist das gesündeste Land Europas

    Hallo Joaquín, du schreibst > Warum sollte man in einem Land leben wollen, dessen Wirtschaft nicht gerade so gut läuft? aber du zeigst doch selber durch dein Verhalten, dass es zuweilen sinnvoll ist, das nicht zu tun. Vor vielen Jahren herrschte in Deutschland eine Griechenlandphilie, zu der Zeit bekan ich, ich bin Lehrer, einen neuen griechischen Schüler. Ich fragte ihn, warum er bzw. seine Familie hier her käme, es wollten doch so viele Deutsche dorthin. Seine Antwort war: Mein Papa hat dort keine Arbeit, hier aber ja. Diesen Satz habe ich nie vergessen. Grüße Chicharrero
  6. Zur Erinnerung nochmal vorab: Ich stelle diese Berichte nachträglich ein, es geht im Nachfolgenden um den September 2013. Hallo, Tarragona kannte ich als Weinsorte, das war eigentlich der Grund, hier Rast einzulegen. Aber die Stadt wurde, wie ich erst hier erfuhr, schon 200 v. C. von den Römern gegründet und war die Hauptstadt der Region, während Barcelona nur eine unbedeutende Zwischenstation an der Straße nach Rom war. Beleg dafür ist aber nur noch ein wenig erhaltenes Stadion, ansonsten hat die Stadt wenig zu bieten. Wir waren deshalb nur drei Tage da, haben sie vorwiegend zu Erholung genutzt und waren erstmals am Strand. Aber ein anderes Ereignis dominierte unseren Aufenthalt: Der “Diada“, “Dia de Cataluña“, der katalanische Nationalfeiertag. Ursprünglich war er als Gedenktag an den 11. September 1714 gedacht, an dem Katalonien im spanischen Erbfolgekrieg kapitulierte und seine Selbständigkeit verlor. Faktisch wird er heutzutage als Demonstration des Wunsches nach Wiederherstellung der Selbständigkeit genutzt. Dieses Jahr hat die Feier aber eine besondere Bedeutung: Man erklärte die "Via Catalana", eine Menschenkette, die 400 km von der französischen Grenze bis nach Valencia führte. Wir hatten in unserem Hotel nur spanisches Fernsehen, die meisten Sender katalonisch. Da war den ganzen Tag lang nur von der "cadena", der "Kette" die Rede. Interview folgte auf Interview, mal Prominente, mal Leute auf der Straße. Und wenn alles durch war, fing es wieder von vorne an. Zwischenbemerkung: Für uns schien es im Fernsehen so, als drehe sich die ganze Welt nur um die cadena und kenne kaum ein anderes Thema. Was habt ihr, die ihr in Deutschland, oder in nichtkatalonischen Teilen Spaniens lebt, überhaupt davon mitbekommen? Aber weiter: In Tarragona führte die Kette sogar durch die Straße, an der unser Hotel lag, davon füge ich einige Fotos bei. Schon Stunden vorher sah man Leute mit gelbem Hemd oder komplett mit Flagge verziert auf dem Weg oder versammelt in den Restaurants. Die Kette war dann, wie man auf den Fotos sieht, gut bestückt, man hätte auch fünf oder sechs Parallelketten bilden können. Ob es außerhalb von Städten auch so aussah, weiß ich natürlich nicht, aber hier, wo wir sind, ist immerhin schon ein Außenbezirk von Tarragona. Und nach dem, was das (katalonische“ Fernsehen zeigte, war sie selbst in ländlichen Gebieten geschlossen. Als es im Raum Braunschweig vor zwei Jahren eine Menschenkette vom Atomlager Asse (östlich von Braunschweig) zum Atomlager Schacht Konrad (westlich von Braunschweig) gab, haben wir es selbst innerhalb des Stadtgebiets Braunschweig nur mit Mühe geschafft, links und rechts überhaupt jemanden an die Hand nehmen zu können. Es gibt übrigens zwei Flaggen hier: Die rot gelb gestreifte offizielle Nationalflagge Kataloniens hat wahrscheinlich jeder schon gesehen. Aber oft sieht man eine, auch an den Häusern, die zusätzlich ein blaues Dreieck mit einem weißen Stern hat. In der Wikipedia findet man die nicht, ich habe gefragt: Das ist die Flagge des angestrebten zukünftigen autonomen Kataloniens. Als ich fotografierend an und vor der cadena vorbeiging, bin ich mehrfach gefragt worden, wie ich als Ausländer zu den katalonischen Selbstbestimmungswünschen stehe. Ich habe dann geantwortet: “Im Deutschen gibt es ein Sprichwort: Einigkeit macht stark. Außerdem bin ich für die Vereinigung von Deutschland mit Japan.“ Da meine Frau daneben stand, verstanden sie die zweite Bemerkung und lachten. Ich hoffe, sie haben sich die erste zu Herzen genommen, denn ich bin kein Freund der heutzutage zunehmenden Kleinstaaterei. Am Tag nach der Diada las ich einen sehr guten und ausführlichen Zeitungsartikel, weiß leider nicht mehr wo. Da wurden neben Katalonien auch die Separationsideen des Baskenlands, Schottlands und anderer angesprochen. Nach dem, was da stand, sind sich die Rechtsexperten nicht ganz einig, die Mehrheit ist aber der Meinung, dass der Teil eines EU-Staates, der sich verselbständigt, EU-Mitglied bleibt. Ein paar Tage später las ich im Vorbeigehen an einem Kiosk die Titelzeile von El Mundo: “Brüssel signalisiert, dass ein unabhängiges Katalonien nicht mehr EU-Mitglied sein wird.“ Nachstehend wieder einige Fotos. Leider sind mir beim Datensichern einige Fotos der cadena verloren gegangen, und sonst hat die Stadt, wie schon gesagt, nicht viel zu bieten. Grüße Chicharrero
  7. > seit 1842 wird an der Sagrada Familia gearbeitet Hallo, laut Wikipedia erfolgte die Grundsteinlegung am 19. März 1882. Falls sie bis 2026 fertig wird, wären das 144 Jahre. Kann man das ernsthaft in Erwägung ziehen, oder ist das “spanische Zeitrechnung“? Hier in Puerto gibt es den sehr eindrucksvollen “Jardín de aclimatación de La Orotava“. Man arbeitet an einer Erweiterung, und im November vorletzten Jahres gab der Leiter bekannt, dass diese “in Kürze“ abgeschlossen sein soll. Allerdings arbeitet man bereits seit 1988, also 25 Jahre daran, und ich kann heute im Vergleich mit dem Zeitpunkt der Ankündigung der baldigen Fertigstellung keinen Fortschritt erkennen. Aber solche Geschichten kennt ihr von anderen Dingen sicher auch. Am Kölner Dom, um ihn nochmal zum Vergleich heranzuziehen, wurde von 1248 bis zu seiner offiziellen Fertigstellung im Jahr 1880, allerdings mit Unterbrechungen, 632 Jahre lang gebaut. Das schafft die Sagrada Familia vermutlich nicht. :-) Und wenn man die ständigen Restaurationen mitzählt, ist er immer noch nicht fertig. Grüße Chicharrero
  8. Ich kann es dir nicht nur glauben, Rita, sondern total nachvollziehen. Jemand erzähtle mir jetzt, dass sein Sohn, seit er eine philppinische Freundin hat, als pädophil verdächtigt wird - dabei ist sie sieben Jahre älter als er. :-) Mir fiel auf: Hinter "Schlange" habe ich oben auch ein * gemacht, aber vergessen, die dazugehörige Fußnote anzufügen. Sie sollte lauten: Ich bin völlig schlangenuntaglich. Wäre ich in der DDR aufgewachsen, wäre ich glatt verhungert.
  9. Hallo, wie zuvor berichtet, stelle ich hier nach und nach Berichte über meine Reise nach Teneriffa ein, die im August/September letzten Jahres stattfand. Hier nach Figueres der nächste Bericht: Hallo, jetzt sind wir in Barcelona. Obwohl wir vor Jahren schon zweimal für je einen Tag hier waren, haben wir diesmal für eine Woche gebucht, dann aber noch drei Tage draufgelegt. Wahnsinn, was man hier alles besichtigen kann! Mit der Sagrada Familia, der Kirche Gaudís, die wohl jeder kennt, hatten wir Pech: Sie wird an mehreren Stellen restauriert und, wie mir scheint, noch erweitert, weite Teile waren eingerüstet. Aber eindrucksvoll ist sie trotzdem. Freunde meinten, das sei eine ewige Baustelle wie der Kölner Dom. Das kann man aber nicht vergleichen, denn das erste Problem beim Kölner Dom war der weiche verwendete Sandstein, später kam saurer Regen hinzu. Die Familia ist aber aus Beton. Außerdem wird der Kölner Dom nur repariert, nicht erweitet; an der Familia war aber deutlich zu erkennen, dass neue, zuvor nicht vorhandene Teile angebaut werden. Während der Kölner Dom fertiggebaut ist, ist Gaudí ja durch einen Unfall gestorben, bevor sein Lieblingsobjekt fertig war. Unklar ist mir, ob man von ihm geplante Teile nachträglich anfügt, oder ob man das Gebäude in seinem vermuteten Sinn vervollständigt. Ich habe mir zwei einige Bücher zu dem Thema gekauft, bin aber noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen. Weniger bekannt als die Familia Sagrad ist aber, dass es in Barcelona sieben eindrucksvolle Häuser gibt, die Gaudí entworfen hat. Die meisten kann man auch von innen besichtigen, aber die Preise sind unverschämt: In meinem Reiseführer für die gesamte spanische Mittelmeerküste aus dem Jahr 2003 liegen die Eintrittspreise überall bei rund 5 Euro, jetzt aber zwischen 16 und 28 Euro! Aber die Leute können sich das leisten, die Schlangen* vor Gaudí-Häusern und Museen sind so unerträglich lang, dass man besser vorab im Internet bucht. Wir haben uns von den Gaudí-Häusern nur das schönste, das Casa Battló von innen angesehen. Aber auch in anderen Museen sind die Eintrittspreise ungewohnt hoch. Ab und zu bekommen wir in aber Altersermäßigung: Meine Frau* muss immer den Ausweis vorzeigen, bei mir genügt das Gesicht. :- ) Es gibt hier übrigens einen städtisch organisierten Fahrradverleih: bicing, ähnlich wie das die DB in Deutschland macht, aber weit intensiver. Die Fahrräder sehen auffällig aus und es gibt rund 5.000 Stück davon, die sich auf fast 400 Ausleihstationen verteilen. Für 30 EU kann man einen Jahresvertrag abschließen, bekommt einen Code und kann dann eins der elektronisch abgesicherten Fahrräder ohne weitere Kosten spontan an einer der Ausleihstationen abholen, oder im Internet zuvor die Verfügbarkeit prüfen, und es an irgendeiner anderen Station wieder abstellen. Manche Strecken sind wohl beliebter als andere, weshalb die Fahrräder zuweilen umtransportiert werden müssen. Mehrfach sahen wir Kleinlastwagen mit Aufbauten zum schnellen Verstauen der Fahrräder, die abends durch die Stadt fuhren. Ach, es gäbe soooviel über diese Stadt zu berichten, aber wir sind einfach dauernd unterwegs und dann fehlt mir abends die Lust, lange zu schreiben. Wir haben aber beide vor, nochmals, vielleicht sogar öfter, wieder hierher zu kommen. Von Teneriffa aus gibt es ja günstige Flüge, und als Resident zahlt man zudem nur 50% des Preises. Die nachfolgenden Fotos sind eine kleine Auswahl aus rund 200 Stück. So, jetzt aber Schluss für heute, und bis bald mal wieder Chicharrero *Meine Frau ist nur fünf Jahre jünger als ich, wird aber von Europäern meist 20 bis 25 Jahre jünger eingeschätzt. Asiaten altern äußerlich nicht so schnell und heftig wie wir. Solltet ihr mal einen Asiaten kennen lernen, von dem ihr denkt, er sei Abiturient: Seid vorsichtig, er könnte Prof. Dr. Ing. sein!
  10. "vertebrar" heißt auch, wie ja schon gesagt, "stüzten". Ich denke deshalb nicht, dass der Erbauer an Dinosaurier gedacht hat, e.s ist einfach nur ein Bahnsystem, das sich auf Stützen fortbewegt. Lässt sich z. B. von der Alwegbahn auch so sagen
  11. La Orotava Krippe

    Ich lebe zwar i n Puerto, aber doch am oberen Rand, kurz unter der Autobahn, und habe deshalb auch den Blick über die Stadt hinweg aufs Meer. Nachstehend die Aussicht, die ich habe, wenn ich hier an meinem PC sitze. Na ja, nicht im Moment, jetzt ist es ja dunkel :-) Grüße Chicarrero
  12. Wer kennt "Easy Post"?

    Ja, ich stehe der sogenannten Privatisierung der Post(en) in diversen Ländern ohnehin skeptisch gegenüber. Anfangs habe ich das in D begrüßt, weil ich dachte, die sind billiger, weil sie sich geschickter organisieren. Inzwischen ist aber ja bekannt, dass der Preisvorteil zum größten Teil dadurch zustande kommt, dass man die Leute schlechter bezahlt. Am deutlichsten wurde das, als 2007 der Mindestlohn für Briefträger auf alle Briefzustelldienste ausgeweitet werden sollte – und diese sofort gerichtlich dagegen vorgegangen sind. Dabei ist der Briefträgerlohn schon beschissen niedrig. Und wie die Austräger der diversen Paketdienste ausgenommen werden, darüber gab es im TV schon mehrere ausführliche Berichte. Ich habe die ersten Jahrzehnte meines Lebens in einer Zeit gelebt, als wir in D Vollbeschäftigung hatten. Da brauchte man keinen Mindestlohn, weil ohnehin alle Firmen über Tarif bezahlten, um Leute zu bekommen und zu halten. Heutige Dumpinglöhne, die z. T. so niedrig sind, dass einem schlecht wird, davon zu hören, und deren Empfänger nur überleben, weil von unseren Steuergeldern Hartz-IV aufgestockt wird, hätte niemand anzubieten gewagt. Grüße Chicharrero
  13. Wer kennt "Easy Post"?

    Hallo, danke für die schnelle Information. Ich habe jetzt auch mal gegooglet und fast nur negative Aussagen über die Firma gefunden: www.mallorca-forum.com/inselleben/post-b...-mallorca-neulinge!/ http://www.wochenblatt.es/1000004/1000014/0/29652/article.html http://www.holidaycheck.de/thema-Easy+Post+wer+hat+Erfahrung-id_235353.html?agent=hc.aw.11.99&s_kwid=dsa&hc_cid=HCDE_OM_GPPCS_18528866413&tsource=OM_GPPCS&gclid=CNyL7PavwbwCFU7HtAodZSwARw http://www.easy-post.de/page1.html http://www.spanien-treff.de/viewtopic.php?f=7&t=6048 Neben nur ganz wenigen positiven Aussagen berichten die meisten, dass die der Firma übergebene Post ihr Ziel nie erreicht. Grüße Chicharrero
  14. Wer kennt "Easy Post"?

    Hallo, meine Frau hat sich Ansichtskarten und gesagt, dass sie einige nach Deutschland, einige nach Japan schicken will. Für Japan bekam sie zwei 75-er, für Deutschland das, was ich hier wiedergebe. Das sieht mir gar nicht nach einer Briefmarke aus, eher nach einer Spaßmarke, die man daneben klebt. Es steht weder das Absendeland drauf, noch der Preis. Im Kleingedruckten steht "For exclusive use on Easy Post". Aber weder die deutsche, noch die englische oder amerikanische Wikipedia kennt "Easy Post". Hat man sie da vera...., oder geht das in Ordnung? Grüße Chicharrero
  15. Danke, für das Kompliment. :-) Die Idee, eine Weltreise zu machen, hat wohl jeder mal gehabt, aber den meisten kommt dann doch aber was dazwischen. Ich habe es im Alter von 29 bis 32 Jahren gemacht. Vier Jahre eisern gespart und dann drei im Wohnmobil, damals sagte man noch Campingbus, gereist, das ist sehr preisgünstig. Das erste halbe Jahr bereiste ich die USA, mein Hauptinteresse aber galt Lateinamerika, das seit Kindesbeinen mein Lieblingsgebiet ist. Deshalb habe ich vorher Spanisch gelernt und die Hälfte der Zeit, also 1 ½ Jahre dort verbracht, dabei Deutschen aus dem Weg gegangen, um voll in Kultur und Sprache einzutauchen. Eigentlich wollte ich von Chile aus nach Asien übersetzen, aber das war mit dem Auto zu teuer, so fuhr ich von Rio nach Genua und von dort, Deutschland links liegend lassen, gen Osten. Und so traf ich in Afghanistan zwei Japanerinnen, die nach ebenfalls drei Jahren Weltreise auf dem Heimweg waren. Wenn Moslems allein reisenden Frauen gegenüber nicht so aggressiv wären, wäre das wohl nichts mit uns geworden. Aber die beiden waren es leid, im Iran angefangen ständig begrabscht zu werden. Wenn ich bei ihnen war, passierte das nicht. In Delhi lernten wir einen Holländer keinen, reisten zu viert weiter, haben uns dann aber in Nepal zu zwei Paaren getrennt, weil das Auto für vier doch recht eng war. Eigentlich hatte ich nie vor, eine Frau aus einem ganz anderen Kulturkreis zu heiraten, man liest immer wieder, dass das oft schief geht. Aber nachdem wir acht Monate lang auf 5 m² Wohnfläche durch Indien gereist waren, 24 Stunden am Tag zusammen, ohne uns ein einziges Mal ernsthaft zu streiten, dachte ich, das könnte auch länger gut gehen. Und das tut es nun schon mehr als 30 Jahre lang. Seitdem war ich zwar vielmals im Ausland, am meisten wieder in Lateinamerika, aber immer nur im Rahmen normaler Urlaubsreisen, also maximal sechs Wochen. Immer noch Globetrotter? Ja, als ich pensioniert wurde, wollte ich eigentlich meine damals “unterbrochene“ Weltreise fortsetzen. Aber, bitter, meine Frau wollte nicht mit, obwohl wir uns auf diese Weise kennen gelernt haben. So bin ich nun in Teneriffa, vier Monate nach unserer Ankunft sind wir immer noch am Einrichten. Aber wenn wir damit fertig sind, geht das Reisen wieder los, aber wieder immer nur für kurze Zeit. Sollte meine Frau eines Tages vor mir sterben und ich noch fit genug sein, fahre ich doch noch los und verbringe den Rest meines Lebens als Zigeuner. Falls jemand mit will, nehme ich schon Anmeldungen entgegen. :-) Aber statistisch ist das unwahrscheinlich, denn erstens leben Frauen länger als Männer, zweitens ist meine Frau fünf Jahre jünger als ich, drittens leben Japaner länger als Deutsche und viertens war ich bis vor einigen Jahren Kettenraucher. Na ja, mal abwarten. Grüße Chicharrero