Meckerer

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  1. Spanien ist ein Land voller Gegensätze und unmöglicher Möglichkeiten, ein organisiertes Chaos, in dessen Perfektionierung viel Aufwand und noch mehr Geld gesteckt werden. Sich da durchzufinden ist eine Herausforderung. die sich aber lohnt wenn man die vielen Schlupflöcher herausfindet und diese für sich ausnutzt. Ich bin nie "ausgewandert" und fühle mich auch nicht als "Ausländer", vielleicht auch weil ich zwar in D geboren bin, meine Großeltern aber aus Litauen, Dänemark, Savoyen und Südfrankreich stammen. Gehe das alles wie einen langen, unbefristeten Urlaub an, bleib wer Du bist und taste Dich langsam in die neue Umgebung vor - es gibt jede Menge Überraschungen, leider auch nicht wenige unangenehme, aber das gehört nun mal dazu und läßt sich verkraften. Andererseits gibt es hier auch ungeahnte Möglichkeiten. Wo anders kann man z.B. auch ohne Schulabschluß studieren? In Spanien ist das nach Bestehen einer (gesalzenen) Aufnahmeprüfung möglich, für die ein 2-jähr. Vorbereitungskurs angeboten wird. Also: herkommen und sehen was zu machen ist. Allerdings braucht das (wie alles) seine Zeit und viel Ausdauer.
  2. Mein Rat: vergiß am besten erst mal. was du von Spanien aus Urlaubserfahrungen u.ä. zu wissen glaubst, es läuft alles ganz anders und braucht eine längere Eingewöhnungsphase einschl. der Sprache. Alles läuft ganz anders und erfordert viel Geduld, Ausdauer und auch einen uns ungewohnten aber fürs "Überleben" notwendigen Grad an Mißtrauen gegen jeden und alles. Nichts ist wie es auf den ersten Blick scheint, alles ist möglich, fast, vielleicht, doch nicht so ganz oder genau umgekehrt. Ich kam 1961 nach Spanien und weiß, wovon ich rede. 90% aller "Neuankömmlinge" überleben das 1. Jahr nicht. Je höher die Erwartungen umso größer die unausbleiblichen Enttäuschungen. Aber zu schaffen ist es, wie auch alles was einen wirklich motiviert. Denk an das Schlaraffenland und den Reisbrei (in diesem Fall Paella), der vielen im Hals stecken bleibt. Aller Anfang ist schwer, dafür sorgen hier auch jede Menge Fallstricke und Steine im Weg. Bzgl. Internet habe ich Movistar Glasfaser 50Mb und unbegr. Inlandsgespräche für 38,-/mtl. Reicht für meinen Bedarf einschl. 2 Smart-TV ud 2 Computer. Ohne einen fahrbaren Untersatz steht man hier arm da. Die Mieten in Alicante sind wegen Wohnungsknappheit (bei ca. 4 Mio. leerstehenden Wohneinheiten) hoch. Ein paar km landeinwärts sieht es dagegen wegen fehlender Infrastruktur besser aus. Aber denke mal an 1.200,- Lebenshaltungskosten. Das mal so vorneweg in großen Zügen.
  3. Finger weg von diesem Makler - der will abzocken. IVA wird auf Geschäftslokale, nicht aber auf Wohnraum erhoben. Eine NIE ist ebenfalls nicht notwendig, solange Du keine Einkünfte und/oder andere steuerpflichtigen Belange in Spanien hast. Alle Zahlungen an den Makler siehst Du nie wieder, ebenso wie Mietkautionen in den allerseltensten Fällen abgerechnet oder sonstwas werden.
  4. Wo und wohin auch immer - es gibt unendlich viel zu sehen. Ich lebe ständig seit 1964 im Land und habe noch immer nicht alles gesehen. Zug besser gleich vergessen, für lange Strecken gut, aber sonst gibt es bessere Alternativen. April bis Ende Mai sind gut, dann wieder Mitte September bis vor Weihnachten, d.h. Juli und August besser meiden. Wohin? Spanien ist fast doppelt so groß wie Deutschland und hat nur die Hälfte an Eionwohnern, d.h. die Ortschaften sind weiter entfernt und das Land wesentlich dünner bersiedelt. Es gibt hunderte verlassenen Ortschaften. Ca. alle 50 km ändern sich Land und Leute, Küche und Gebräuche. 2 Wochen sind dafür gar nichts. So mal aus dem Ärmel: Madrid-Aranda-(Burgos)-Valladolid-Plasencia-Toledo-(Chinchon) -Cuenca-Madrid. Am besten mit (Miet-) Auto. Übernachtung fängt bei 40,- o.F. an, besser man denkt an 70,-. Hauptmahlzeiten bewegen sich zwischen 10,- und 20,- ohne Getränke, Trinkgelder sollten knapp bemessen sein (ca. 5 %). öffentliche Verkehrsmittel sind günstig, parken ist teuer. Das mal so vorneweg als Idee.
  5. Bzgl. Mietvertrag ist zu unterscheiden, ob als "ständige Wohnung" (domicilio habitual) oder "Ferienwohnung" (segunda residencia). Da gibt es unterschiedliche gesetzliche Vorschriften. Allgemein ist ein gutes Einvernehmen der Parteien auf lange Sicht eine seltene Ausnahme.
  6. Ergänzemd zu Baufreds Ausführungen sei noch zu bemerken: hohe Arbeitslosigkeit, zunehmende Verarmung, galoppierende Inflation (ggw. 5,5%) und eine unsichere Zukunft, was von den "Urlaubern" und solchen, die es werden wollen, nicht ernst genug genommen und auch übersehen wird. In Sachen Haushaltshilfen sind viele eingewanderte Mittel- und Südamerikaner(innen) unterwegs, bezahlt werden sie von den Einheimischen mit 8,-/ Std. und weniger. Ganz allgemein werden Dienstleistungen schlechter bezahlt als in D.
  7. Der Wohnungsmarkt ist schwer übersehbar. Trotz Wohnungsnot und hohen Mieten gibt es über 4 Mio. leerstehende Wohneinheiten (ganze Wohnstädte), die keiner will, und ein paar hundert verlassene Dörfer, die nur darauf warten, daß da mal jemand kommt.
  8. Hallo Isis, ich lebe seit 1964 ständig in Spanien, los ultimos 42 años en Murcia. Da ist viel Erfahrung zusammengekommen. Besser vergiß erstmal, was du von Spanien aus Urlaubserfahrungen oder -Erzählungen zu wissen glaubst, die Realität ist ganz anders. Es como en 1001 noches, muchos velos bonitos y tentadores que no te dejan ver con claridad lo que hay detras de todo ese montaje. Asi que hay que desarrollar una cierta desconfianza y estar preparado para lo inesperado. Aber es lebt sich ganz wunderbar wenn man einmal "mittendrin" ist. Keine Vorabzahlungen an Makler wie "Reservierungsgebühren" o.ä., das Geld ist weg für immer, ebenso werden die Kautionen sehr selten zurückgezahlt. Gehe vorsichtig und mit Bedacht vor. Die beste Zeit für Immobiliendinge sind die Monate November bis Februar. Ujn buen entendimiento entre propietario e inquilino es una excepcion. Muy importante, la Ley española de arrerndamientos (LAU) difiere sensiblemente del alemán. (https://www.boe.es/diario_boe/txt.php?id=BOE-A-2021-13259). El NIE puedes tramitar en el consulado español mas cercano en Alemania. Abrir una cuenta bancaria es fácil, pero insiste en que sea una cuenta con servicios basicos para que no te salga cara. Ach so, alle Einkünfte einschl. Renten sind hier zu versteuern, das mal so vorneweg. Und nicht vergessen: auch weiße Rosen werfen schwarze Schatten.
  9. Na und, das ist doch ganz normaler Alltag. Ein Bekannter brachte es mal auf den Punkt und sagte : " Este pais no funciona, pero tiene mucha gracia". Ist auch so, wohin man auch blickt.
  10. Hier meine Erkenntnisse nach 57 Jahren ständigen Aufenthaltes in Spanien: 1. Gibt es in Spanien Nachfrage nach Deutschen Facharbeitern? Kaum, die Arbeitslosigkeit liegt bei über 30% Tendenz steigend. 2. Was sind die Voraussetzungen um sich als Deutscher in Spanien selbstständig zu machen? Eigenkaiptal und Kenntnis der Verbrauchegsetze, Marktstrukturen, Zahlungsmoral, Möglichkeiten der Durchsetzung von Forerugen usw. 3. Am liebsten würde ich weiterhin im Gesundheitssektor bleiben mit Personaltraining, Ernährungsberatung usw. oder Fitnessreisen anbieten. Wie ist eure Einschätzung dazu, ist sowas gefragt? Wenn es um Geschäfte geht sind de Spanier Fremden gegenüber zurückhaltend und mißtrauisch, mal ganz abgesehen von der Sprachbarriere. 4. Wo in Spanien? (Voraussetzungen: am Wasser, durchgehend warme Temperaturen, viele Deutsche Auswanderer, gute Infrastruktur ) Da ist am wenigsten etwas zu verdienen. 5. Sind die Kaufpreise & Mieten für Wohn- und Gewerbeobjekte generell verhandelbar und in welchem Rahmen ungefähr? Abhängig von Lage und Größe- 6. Gibt es hier andere Leute, die ggf. auch darüber nachdenken, sich in diesen Bereichen selbstständig zu machen oder dies sogar bereits gemacht haben? Würde mich sehr über einen regen Austausch zu euren Erfahrungen oder gar Möglichkeiten zur Zusammenarbeit freuen. Ich war viele Jahre im Gesundheitssektor (Onkologie, Biophysik) tätig, aber nicht am Wasser un bei warmen Temperaturen. Aller Anfang ist schwer, und je höher die Erwartungen umso größer die Enttäuschungen. Aber zu schaffen ist alles wenn man wirklich will.
  11. Auf Makler ist selten Verlaß, die wollen nur abzocken. Daher keinerlei Anzahlungen, Reservierungsgebühren o.ä. , das Geld ist weg für immer. Wichtig ist, ob das Haus im Grundbuch als solches eingetragen ist und eine Bewohnbarketsbescheinigung "Cerificado de habitabilidad" vorhanden ist. Was steht im Kataster? (Catastro). Wie sieht der Flächen-Nutzungplan (Plan de actuacion urbaisitca) aus? Wegen Preis kan man den behördlich für jedes einzelne Objekt festgelegten Durchschnitts-Marktwewrt (Vaor medio de mercado) online Abfragen und hat damit eine relle Verhandlungsgrundlage. Das mal für den Anfang, es gibt noch etliche Fallstricke. Wegen Hypothek direkt mit der Bank verhandeln.
  12. Das kanst Du Dir getrost sparen. Was Du brauchst ist ein COC des Herstellers und ein sogen. "“Certificado de instalación individual de gas en vehículos habitables de recreo” von einem zugelassenen Installateur. Damit kann der span. ITV ein "Certificado de caracteristicas tecnicas" ausstellen. Anhänger unter 750 kg. Ges.-Gewicht benötigen keine Zulassung und tragen das Kennzeichen des Zugfahrzeuges. Versicherung entfällt ebenfalls-
  13. Im Juli/August wird es in Alicante und Umgebung sehr warm, dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit, was nich jeder verträgt was sich auch auf Tiere ausdehnt.
  14. In Spanien ist grundsätzlich alles möglich, z.B. werden blanke Drähte in welche Steckdose auch immer gesteckt, und die Erdleitungen sind nicht geerdet. Mit der Spannung wird es auch nicht immer genau genommen, immerhin behält sich der Lieferant Schwankungen von +/- 20% im Vertrag vor. Bei mir kamen mal ganze 85V aus der Steckdose, aber es gibt ja Alternativen, z.B. die Straßenbeleuchtung mit satten 225V - da freute sich die Waschmaschine......
  15. Siollte machbar sein. Mal unter "alquileres costa daurada" googeln und mgl. Makler ignorieren und solchen auf keinen Fall irgendwelche "Reservierungsgebühren" o.ä. zahlen .- das Geld ist weg für immer. . Viele Vermieter verlangen Kaution (bis zu 3 Monaten, obwohl 1 Monat üblich ist). Die Rückzahlung gestaltet sich u.U. schwierig.
  16. Wie in der Politik die Parteien sind in der Philosophie die Religionen ein Machtinstrument, in desen Namen das größte Unrecht als normal und berechtigt verkauft wird. Karl Marx sagte ganz zutreffend "Religion ist Opium des Volkes". Es sollte hier eine klare Grenze zwischen dem "Glauben" und der (n) Religion(en) gezogen werden. Der Gaube eint, die Religionen rufen zum Kampf gegeneinander auf. Und außerdem ist es unerhört, daß wir ungefragt in eine Religion hineingezwängt werden und dafür auch noch Steuern zahlen müssen.
  17. Es kann einem alles passieren, überall und jederzeit. Ich kann z.B. nicht verstehen, warum jetzt noch jemand nach Afghanistan reist um sich von der dortigen Lage zu überzeugen. Wenn Dene Freundin aus Peru ist sollte sie wissen, was zumutbar ist und was nicht, kommt natürlich auch drauf an aus welchem Milieu. Für mich hört Amerika am Rio Bravo auf. Der Zaun kann kann gar nicht hoch genug sein.
  18. Rein formell ist man als Arbeitnehmer immer auf der sicheren Seite, denn die Arbeitsgesetzgebung beruht auf einer sozialen Schwäche/Benachteiligung und schützt weitgehend vor Willkür und Ausnutzung. Allerdings macht mich stutzig, daß Du den Vertrag "plötzlich und überraschend" bekommen hast. Gab es ein Vorstellungsgespräch? Hast Du Dich über den Arbeitgeber informiert? Spanien hat ggw. die doppelte der durchschnittlichen EU-Arbeitslosenquote, eine nicht mehr bezahlbare öffentl. Verschuldung, leere Sozialkassen und explodierende Mietpreise bei ca. 4 Mio. leerstehenden Wohneinheiten. Du brauchst eine Unterkunft und einen fahrbaren Untersatz. Die Lebenshaltungskosten setze ich mal bei 1.200,- an, wobei gut die Hälfte für Miete und NK weggesht. Aller Anfang ist schwer aber immerhin ein Anfang. Aber besser vergiß "Strand und sonne genießen und zwischendurch jobben", die Realität sieht etwas anders aus. Du brauchst jede Menge Geduld und Ausdauer und mußt aber auch eine uns schwer vorstellbare Menge an Misstrauen entwickeln. Ich lebe jetzt 56 Jahre im Land und bin so ziemlich alles durch, erlebe aber auch heute noch manche Überraschung. Viel Glück, Du wirst es brauchen.
  19. Meckerer

    Hunde

    Ausnahmen bestehen für Blindenhunde. Alle Hunde ab 25 kg. Lebendgewicht gelten als gefährlich ud sind div. Auflagen unterworfen.
  20. Wende Dich am besten an einen sogen. "Asesor fiscal". Der ist nicht teuer und kennt alle Tricks.
  21. Das span. Steuersystem unterscheidet sich ganz wesentlich vom deutschen. Mit festem Wohnsitz bist Du in Spanien unbegrenzt steuerpflichtig und musst alle evtl. Vermögenswerte im Ausland dem span. Finanzamt offenlegen. Zu versteuern sind alle direkten und veranlagten Einnahmen, die wenigen Freibeträge richten sich nach den pers. Umständen, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen usw. gibt es nicht. Solange Du keinerlei Einnahmen in Spanien erzielst und kein unbewegliches Eigentum erwirbst, erfährt das span. FA nichts von Deiner Existenz. Schon meine Großmutter sagte, daß man besser keine schlafenden Hunde wecken soll.
  22. Mit oder ohne Sorgen, Warnungen, Maßnahmen, beten usw.: das nächste Beben kommt bestimmt, wie auch der nächste Winter, Sommerschlußverkauf usw, usf. Alles kommt zu seiner Zeit wie es kommen muss -. insch Allah..
  23. Der eine nennt es Tierquälerei, der andere Tradition und Kulturgut. Ein Konsens ist aussichtslos, denn jeder hat seine in sich schlüssigen Argumente. Stierkämpfe wird es weiter geben, solange sich genug zahlende Zuschauer finden. Nur weinge machen sich Gedanken, was alles hinter diesem mit viel Geld verbundenen Schauspiel abgeht, z.B. wieviel direkte und indirekte Arbeitplätze betroffen sind. 2014 wurden die Einnahmen der dank Hemmingway's "Fiesta" weltberühmt gewordenen "St. Fermin" Feste in Pamploina in 8 Tagen dank Stierkampf ca. € 136 Mio. eingenommen, das sind nicht weniger als 17 Mio. pro Tag. Wenn das kein Argument ist...........
  24. Da war doch noch ein Linde - hat der nicht den koffeinfreien Kaffee erfunden? Und dann dem Herrn Osram, der beim Tüfteln mit Glühbirnen das Licht erfand. Sachen gi8nt's!
  25. Alicante ist für Dein Vorhaben eher ungeeignet. Die Industrie ist woanders etabliert. Ich arbeitete u.a. 10 Jahre für den Liebherr-Ableger in Pamplona. Dort gab es u.a. Probleme mit den Schweissern, denn die hiesige Berufsausbildung ist für unsere Begriffe katastrophal. Die ganze Geschichte ist etwas lang und interessiert hier auch gar nicht. Viele deutsche Unternehmen sind in Spanien mit eigenen Zweigwerken oder zumindezst Beteiligungen vertreten (DB, VW, ZF, Liebherr u.a. mehr). Die Deutschen Handelskammern in Barcelona und Madrid können da weiterherlfen. Sprachkenntnisse sollten wenigstens im Ansatz vorhanden sein.