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  1. Baufred hat Dir hier schon alles gesagt. Die steuerliche Betrachtung der Aufenthaltsdauer ist nun einmal festgeschrieben und spanische Behörden - im Besonderen das hiesige Finanzamt - nicht gerade darauf aus Freundschaften für das Leben zu schaffen, sondern eher an Einnahmequellen interessiert. Auch wenn wir alle in der EU leben aber es gibt immer noch deutlich mehr Trennendes als Verbindendes. Am Besten Du klärst das Thema mit einem spanischem Steuerberater. Gruß Manfred
  2. Hallo Peter, grundsätzlich empfinde ich Dein Vorgehen bzw. Deine Wahl bzgl. des Steuersitzes etwas risikobehaftet, aber das möge ein jeder mit sich selbst ausmachen. Die Anmeldung ist (nach dem Gesetz) für EU Bürger, die auch schon lange hier wohnen nach 5 Jahren absolet. Ist ein verwaltungstechnischer Vorgang, da ,wie gesagt, nach dem Gesetz die Gemeinden verpflichtet sind alle 5 Jahre zu überprüfen ob ein EU Bürger wirklich noch an seinem gemeldeten Wohnsitz ist oder nicht. In der Regel bekommt man ein Schreiben und muss auf der Gemeinde sich kurz zeigen und das war es dann auch schon. Kommt man nicht wird man aus dem Register gelöscht, sollte automatisch gehen aber was läuft hier in Spanien schon automatisch :). Daher darfst Du DIch in der Gemeinde erneut anmelden sobald Du einen neuen Wohnsitz hast - geht im Grunde auch sehr schnell. Die NIE sollte weiterhin gültig sein. Für Dein Vorhaben viel Erfolg - btw. in welche Richtung Valencias soll es denn gehen ? Ich selbst wohne etwas außerhalb Richtung Westen Gruß Manfred
  3. Hallo Peter, Du möchtest nach Valencia umziehen und dort dauerhaft wohnen und hast schon entsprechende Erfahrungen, da hier schon einmal wohnhaft. Grundsätzlich ist dem spanischen Staat Deine deutsche Meldung (Hauptwohnsitz, Zweitwohnsitz oder was auch immer) komplett egal. Für Spanien gilt ausschließöich die Dauer Deines Aufenthaltes in Valencia und somit wirst Du automatisch steuerpflichtig, auch mit Deiner Rente, insofern nicht das Kassenstaatsprinzip zur Anwendung kommt (gute Erläuterung hier) Von daher was Du steuerlich mit Deinem Wohnsitz veranstaltest hat hier Null Relevanz. Verwaltungstechnische Fragen kannst Du gerne hier stellen und wirst auch entsprechende Antworten erhalten, doch die größten Problemfelder sollten doch eigentlich ausgeräumt bzw. geklärt sein (NIE sollte vorhanden sein, Anmeldung bei der Gemeinde auch bekannt...), da ja schon einmal hier wohnhaft. Bei Themen wie "Helfen bei Vertragsangelegenheiten" drängt sich mir die Frage nach dem Verständnis von Vertragsangelegenheiten (schon ein einfacher Einkauf bei Mercadona ist im Grunde nichts anderes als eine "Vertragsangelegenheit") oder der Art der "Hilfe", die Du benötigst. Geht es um komplexe Vertragsfragen, wie beispielsweise zu dem Arbeitsrecht, Finanzrecht, Zivilrecht et al, oder benötigst Du hier jemanden der Dich begleitet und Übersetzungshilfe bietet ? Gruß Manfred
  4. Wo ist das Problem ? Die von Dir angesprochene "Direktüberweisung" ist doch seit 2014 im Grunde Standard. Was Du brauchst ist die IBAN und BIC des Zahlungsempfängers - mehr nicht - und innerhalb eines Bankentages hat der EMpfänger auch das Geld auf seinem Konto gutgeschrieben. Notarando Konto empfiehlt sich falls noch Lasten auf der Liegenschaft eingetragen sind und die Liegenschaft lastenfrei übergeben werden soll. Gruß Manfred
  5. Wie Meckerer bereits geschrieben, Tendenz geht gegen Null. Ist auf dieser Webseite gut beschrieben. Sehr gute Sprachkenntnisse vorausgesetzt ja. Gutes AUssehen, Top Figur ist eine in Spanien sehr verbreitete Leidenschaft / Sucht. Bleiben bei dem Wunsch nach warmen Temperaturen nur die Kanarischen Inseln. Verhandelbar ist immer alles, hängt aber vom Objekt und der Bereitschaft vom Verkäufer ab. WIe überall in der Welt. Glaubst Du allen Ernstes, dass sich Mitbewerber am Markt sich die Mühe machen DIr den Enstieg so leicht wie möglich zu gestalten??? Gruß Manfred
  6. Hallo Christina, Ist im allgemeinen durch Gesetz geregelt: Ley del Estatuto de los Trabajadores Kommt auf den Einzelfall an. Aber das kann so schon stimmen. Hängt davon ab wie gerade "personal monthly gross personal supplement" bezahlt wird (Naturalentlohnung, Schenkung, Dividende etc.). In den meisten Fällen ist das aber unerheblich. Hängt vom Brutto / Netto Rechner ab den Du verwendet hast. Die Sozialabgaben in Spanien sind für den Arbeitnehmer eher eine zu vernachlässigende Größe und nicht mit den in Deutschland üblichen Zahlen zu vergleichen. Ob Du von 45.000 € brutto leben kannst oder nicht ist eher Deiner perönlichen Lebenssituation geschuldet, als einem objektiven Merkmal. Für die einen sind 45.000 € ein nicht zu erreichendes Einkommen, für andere nicht die Mühe wert auch nur im Ansatz über einen Umzug nach Spanien nachzudenken. Gruß Manfred
  7. Hallo Ananda, hier der Link zum Dokument das ausgefüllt und eingereicht werden muss. (Achtung beim Öffnen mit MS Word bitte auch die "Bearbeitung" aktivieren (ist in MS Word aus sicherheitstechnischen Gründen immer deaktiviert. Findet sich unter "Documentacion" https://dexel.carm.es/documentos/9363/9363- Solicitud tarjeta-alta-modificación datos.doc Bei der "Presentación Solicitudes" gibst Du erst Deine NIE ein, dann werden die Felder Name, Nachname beschreibbar (siehe Beispielbilder) Gruß Manfred
  8. Hallo Ananda, für Murcia gibt es einen eigenen Link, dort ist alles beschrieben. Sanidad Murcia Gruß Manfred
  9. Hallo Josef, ja in Deutschland sind manchmal Dinge wesentlich einfacher als hier in Spanien Gruß Manfred
  10. Hallo Helmut, meine Antwort bezog sich in diesem Fall weniger auf die Situation in Spanien, vielmehr auf die Situation in Deutschland mit all seinen Abmahn- und Unterlassungsvereinen, die im Falle einer konkreten Antwort sofort aktiv werden. Das und die mögliche Verhängung einer Strafe von bis zu 50.000 € für den ANtwortenden oder gar dem Forumsbetreiber sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Von daher auch mein Rat / Beipiel in Zukunft keinen konkreten Sachverhalt darzustellen sondern alles ganz neutral / hypothetisch darzustellen. Beschäftigungsverhältnisse befristeter Natur sind im übrigen in Spanien relativ einfach gesetzlich geregelt. Projektvertrag, zeitlich befristieter Anstellungsvertrag, oder Beauftragung eines Autonomos - alles ist da möglich und legal. Am einfachsten ist es aber in Spanien eine Gestoria / Asesoria laboral zu beauftragen um sich nicht mit all dem bürokratischen Müll herumschlagen zu müssen. Spart Nerven und die Kosten sind nicht hoch, oder sich einfach bei einer Niederlassung von INEM beraten zu lassen. (geben gute Ratschläge, Hinweise und in der Regele haben sie auch Musterverträge parat.) Zumindest ist das in Valencia so. Gruß Manfred
  11. Nein geht leider nicht, da es immer um die Fragestellung / Ausgangsituation geht und nicht um die Antwort. Einen Tipp am Rande wen man fragen muss / sollte. Da nicht immer spanisches Recht zur Anwendung kommen muss, wende Dich an einen deutschen Ratgeber. Vereinfacht das Gesamte ungemein und frage ob es zulässig ist hier Nachbarschaftshilfe (unter Familienmitgliedern) zur Anwendung zu bringen und wie es aussieht mit Themen wie Unfallschutz, Krankheit, Haftung bei Sachschäden. Hoffe das hilft ein klein wenig. Viel Erfolg und Gruß Manfred
  12. Hallo Josef, auf Deine Fragestellung mit der gelieferten konkreten Fall-/Situationsbeschreibung darf Dir leider keiner antworten, da dies unter unerlaubter Rechtsberatung fällt. Sowohl in Deutschland, als auch in Spanien. Es darf nur geantwortet werden wenn die Fallbeschreibung hypothetischer Natur ist. Beispiel: Person A hat Eigentum in Spanien. Person B will Person A wie folgt unterstützen ... usw. Mag jetzt schulmeisterlich wirken, ist aber wirklich nicht so gemeint, denn auch der Forumsbetreiber macht sich haftbar, nicht nur die antwortende Person. (Strafen im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens von bis zu 50.000 € können die Folge sein) Ich verlinke einmal hier auf eine Webseite in der eine gute Zusammenfassung mit Bezug zu einem BGH Urteil steht. LINK 1 RDG und zitiere hieraus: "...Sobald konkret einzelne Sachverhaltselemente unter den Tatbestand gebracht werden müssen ist man im Bereich der Rechtsdienstleistung. " Und hier der Link zum Rechtsdienstleistungsgesetz. Es bleibt Dir leider keine andere Wahl als anwaltlichen Rat einzuholen. Gruß Manfred
  13. Hallo MichaelausVS, Grundsätzlich darf auch in Spanien eine Rechtsberatung nur ein hier zugelassener Rechtsanwalt vornehmen und ich empfehle Dir in Spanien einen Anwalt mit Schwerpunkt Sozialrecht mit Deinem Anliegen zu kontaktieren. Meine Antwort ist daher eher hypothetischer Natur und nicht auf Deinen Einzelfall zugeschnitten: Generell gilt auch in Spanien, dass nicht nur Eltern für ihre Kinder aufkommen müssen sondern auch umgekehrt. Andere Personen, wie Schwiegersohn, -tochter, Enkel et al fallen nicht darunter. Es gelten die folgenden Unterhaltsverpflichtungen der Kinder gegenüber den Eltern, wenn diese aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sind sich selbst zu versorgen: a) Die Pflicht sie zu verpflegen b) Respektvoller Umgang c) Beteiligung an den Familienverpflichtungen Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Punkt a): "Verpflegung" ist in Art. 142 des Codigo Civil (Bürgerliches Gesetzbuch in Spanien) eindeutig geregelt: "Se entiende por alimentos todo lo que es indispensable para el sustento, habitación, vestido y asistencia médica. Los alimentos comprenden también la educación e instrucción del alimentista mientras sea menor de edad y aun después cuando no haya terminado su formación por causa que no le sea imputable. Entre los alimentos se incluirán los gastos de embarazo y parto, en cuanto no estén cubiertos de otro modo." Der erste Satz dieses Artikels ist im Falle einer Pflegebedürftigkeit von Bedeutung, denn übersetzt lautet er "Unter Verpflegung ist alles zu verstehen was unverzichtbar ist für Lebensunterhalt, die Wohnung, die Kleidung und medizinische Versorgung". Ergo sind alle Kosten durch Kinder zu tragen, wenn die Eltern oder nur ein Elternteil wirtschaftlich ihren/seine Lebensunterhalt im weitesten Sinne überfordert ist. Bei der Aufteilung der Kosten wird darauf geachtet, dass die Kinder nach ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten herangezogen werden, ohne Beachtung eines Mindesteinkommens. Grundlage ist hier Art. 145 Codigo Civil der bei mehr als einem unterhaltspflichtigen Kind herangezogen wird. Verfahren: Wer für als Eltern oder Elternteil für seinen Unterhalt nicht aufkommen kann muss sein Recht gegenüber den Kindern aktiv einfordern, und im Falle der Verweigerung sogar einklagen. Berechnung: Es werden die Einkommen wie Rente, Zinserträge, Ersparnisse et al der fordernden Person herangezogen und die verbleibenden Kosten auf den oder die Unterhaltsanteile des Kindes oder der Kinder durch das Gericht festgelegt. Mehr und auf den geschilderten Einzelfall bezogen darf in der Öffentlichkeit aus Gründen des hiesigen Rechtsberatungsverbotes nicht gesagt werden. Von daher nochmals mein sehr ernst gemeinter Rat, wende Dich unbedingt mit diesem Fall an einen Anwalt, der konkret beraten darf. Gruß Manfred
  14. Nein sicherlich nicht, nur sagt die Zahl 90 % leider rein gar nichts aus. Wenn ich für mein Grundstück die Unabhängigkeit ausrufen will, führe ich den "Spielregeln" der Separatisten ein Referendum durch, klaue öffentliche Gelder, Stimme ab und habe anschließend sogar 100% Zustimmung zu diesem Vorhaben - verlange dann die Loslösung von Spanien mit der Begründung "wegen - trotzdem". Diese "Nachricht ist doch nun wirklich jenseits jeglicher Seriosität und damit auf irgendein einen nationalistischen und sozialistischen Stumpfsinn zu beharren ist doch nun absolut daneben. Aber schauen wir uns die Zahl an. An dieser verbotenen Wahl haben nur die teilgenommen, die sich aus einem verqueren Nationalismus heraus verpflichtet sahen. Der Rest hatte für diesen Unsinn keine Zeit und mit Sicherheit etwas besseres vor. Von den 5,3 Millionen für diese Wahl vorgesehenen "Wähler" haben sich angeblich rund 2,3 Millionen Menschen an der "Wahl" beteiligt. Das sind 43,4 % Beteiligung, davon stimmten nach Verlautbarungen der Extremisten 90% im Sinne der Abspaltung. Das sind dann 39,06 % aller möglichen Wähler, die für eine Abspaltung stimmten. Da hier keine reguläre, rechtssichere und den demokratischen Regeln entsprechende Wahl durchgeführt wurde, nahmen an dieser Wahl keine oder nur sehr wenige Demokraten teil, der Sumpf des Extremisten blieb unter sich und ja da sind solche veröffentlichte Zahlen der Extremisten absolut ohne Aussagekraft. Was mich aber erschreckt an diesen Zahlen ist, dass in Katalonien ca. 39,06 % der Einwohner diesen Extremisten folgt. Was ich aber schlimmer finde, dass sich gerade aus den "zivilisierten Ländern Europas" wie Deutschland Stimmen wohlwollend zu solch einem nationalistischem/sozialistischem Müll äußern - als ob nicht gerade Europa in der Vergangenheit bittere Erfahrungen mit extremistischem Nationalismus und gelebten Sozialismus machen durfte. Gruß Manfred
  15. Nein auch das ist nicht so, es sieht nur eine politische Minderheit so. Die Mehrheit hat die Separatistenbewegung / -parteien bei der Bevölkerung nicht. Doch, nur haben die keine Demokratie, so wie in Spanien mit festgelegten Spielregeln. Nur hat in einer Demokratie nicht unbedingt derjenige Recht, der am lautesten schreit, sondern am Schluß derjenige, der in seinen Argumenten im politischen Diskurs überzeugt. Doch davor scheuen sich ja die Separatisten in Katalonien, denn die Mehrheit in der Bevölkerung haben sie nicht. Zeigt deutlich wie weit weg von Demokratie diese Bewegung ist. Nicht explizit, sondern wie auch in Spanien implizit - der Weg der Verfassungsänderung ist auch in der spanischen Verfassung klar definiert. Natürlich nicht immer. Und wenn sich ein ganzer Staat in all seinen Regionen auf gemeinsame Regeln festgelegt hat bedarf es noch nicht einmal juristische Grundkenntnisse. Falsch, der Faschismus hat mit dem Franko Regime nichts zu tun und auch in der Franko Zeit nicht die vorherrschende Staatsdoktrin. Der Faschismus hat ausschließlich etwas mit Italien zu tun. Wohl kaum, sieht man an der schon sehr lange dauernden Diskussion um den Nato-Einsatz im Kosovo. Gruß Manfred