albanoguarralavate

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Über albanoguarralavate

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    Zeigt Interesse an Spanien
  1. Nach erfolgreichem Immokauf in Malaga beabsichtigen wir nun, einen Wohnsitz in Deutschland und einen in Spanien beizubehalten. Ehemann und zwei minderjährige Kinder: Wohnsitz Spanien, Ehefrau Wohnsitz Deutschland. Wir sind zur Einkommensteuer gemeinsam veranlagt. Die Ehefrau erzielt Einkünfte in Deutschland und ist dort steuerlich ansässig, die Eheleute sind gemeinsam veranlagt. Nach BFH-Rechtsprechung und Finanzverwaltung ist der gemeinsame Wohnsitz in solchen Fällen auch noch gegeben, wenn die Wohnsitze getrennt sind, solange die Eheleute nicht getrennt leben. Für DBA-Zwecke ist die Ehefrau zukünftig in Deutschland, der Ehemann und die Kinder in Spanien ansässig. Wie ist das mit der gesetzlichen Krankenversicherung? Wir sind in Deutschland familienversichert, und die Frage des Wohnsitzes richtet sich gemäß den Kommentierungen auch nach § 8 AO. Aber die Frage ist, wie Spanien damit umgeht - und vor allem, ob die Familienversicherung, die in Deutschland auf die Ehefrau läuft, auch noch den Rest der Familie in Spanien abdeckt. Für Einschätzungen und eigene Erfahrungen wären wir dankbar. Wir würden ggf. auch eine private Versicherung in Spanien abschließen und wären auch insoweit über Tipps erfreut. Gruß Alba
  2. Ich wollte nur über meine Erfahrungen berichten: Ein spanisches Konto bei einer Bank, die Schecks ausstellt, ist sicherlich von Vorteil. Man sollte das mit Vorlauf einrichten. Man kann es ja danach ggf. kündigen und durch ein Openbank-Konto ersetzen; für domiciliaciones dürfte auch das Openbank-Konto genügen. Spanier machen gern ihren “Lastschrift-Fetisch” (domiciliacion), aber bei Nachfragen bekommt man oft die Möglichkeit, einen Dauerauftrag einzurichten. Ich habe es konkret so gemacht: Vorvertrag (arras) auf 100 Prozent gesetzt, zwei Tage vor Beurkundung nach Spanien überwiesen. Hat alles geklappt, geht aber natürlich nur, wenn man nicht finanziert. Aber wer finanziert, dessen Bank macht in der Regel dann ohnehin den Scheck fertig (deutsche Finanzierung in Spanien erscheint nicht realistisch). Viele Infos in Büchern/Internet über die Einschaltung deutscher Notare sind veraltet: In Folge elektronischer Notifikationspflichten insbesondere für die Grunderwerbsteuer (ITP) dürfte es kaum möglich sein, eine Beurkundung durch einen deutschen Notar erfolgreich durchführen zu lassen. Selbst wenn man das aber macht und einen Gestor einschaltet, habe ich Zweifel, ob der deutsche Notar alle Finessen des spanischen Eigentumsregisters kennt. Die Subtilität ist nach meiner Erfahrung sehr weitreichend. Beste Grüße Alba
  3. Ja, beides stimmt. Ich werde mich insoweit vergewissern. Das ist alles sehr aufwändig mit diesen Schecks, aber alte Traditionen lassen sich nur schwer aufgeben. Ich werde berichten, wie es gelaufen ist.
  4. Vielen Dank für die Hinweise. Ich habe selbst recherchiert und folgendes gefunden (es lohnt sich mE, durchaus bei Google Notare zu suchen und sie anzuschreiben): Wer nicht antwortet, fällt heraus. Mehrere Notare haben ihre Bereitschaft erklärt. Der Verkäufer ist aber einverstanden, wenn ich vor seinen Augen in der Beurkundung die Zahlung per Online-Überweisung durchführe. Ich berichte, sobald die Beurkundung erfolgt ist. Es gibt Notare, die einem (aus Lustlosigkeit) erzählen, so etwas würde man in Spanien nicht machen. Zwar steht es jedem Notar frei, diese Dienstleistung anzubieten. Wenn aber der Notar dies nicht tut und anstelle der Wahrheit eine Lüge erzählt (mit dem blöden Ausländer kann man es ja machen), dann ist damit das Vertrauensverhältnis mE zerstört.
  5. Ich kaufe demnächst ein Haus in Malaga-Stadt. Den contrato de arrhas habe ich schon geschlossen. Ich kenne die Basics und habe selbst Verwandte dort, die in Spezialfragen allerdings nicht helfen können/wollen. Ich prüfe gerade, welche Notare bereit sind, mit "Notaranderkonto" zu agieren (acta de deposito - das wird in Spanien auch gemacht, entgegen Beteuerungen, aber viele Notare wollen es nicht). Hat jemand damit Erfahrungen? Falls es nicht klappen wird: Hat jemand von Euch schon einmal mit Direktüberweisung aus Deutschland bezahlt? Meine Verkäuferin ist sogar so vertrauenswürdig, dass ich einen Tag vorher insgesamt bezahlen würde. Kollegen von mir haben schon mit Direktüberweisung bezahlt, aber die hatten auch besondere Ansprechpartner in ihren Banken, die ich ggf. nicht habe. Falls ich den blöden Scheck machen muss, brauche ich ein Konto. Ich habe schon eine NIE für Nichtresidenten. N26 kann man von Deutschland eröffnen, aber die machen keine Schecks. ING habe ich auch in Deutschland, so dass das eine Option wäre. Ich hätte in Deutschland auch Deutsche Bank, wäre das auch möglich, hat jemand Erfahrungen? Für konkrete Rückmeldungen wäre ich dankbar. Allgemeine Hinweise wie "Du brauchst eine spanische Bank" helfen nicht - das mag sein, wobei viele domiciliaciones von deutschen Konten funktionieren und ich der spanischen Willkür-Finanzverwaltung möglichst wenig Zugriff bieten möchte. Und gerade wegen dieser Willkür (auch bei Geldwäscheprüfungen, die zwar nötig sind, aber im Vorfeld abgeklärt werden können und nicht erst, wenn das Geld benötigt wird) möchte ich ein spanisches Konto für die Kaufpreiszahlung so weit wie möglich vermeiden. Vielen Dank und einen guten Start in 2022 Albanoguarralavate