Tiza

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Reputationsaktivitäten

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    Tiza reagierte auf mvr1 in Sippenstrafen in Spanien   
    Hallo Helmuth,
     
    leider war mein Beitrag nicht vollständig, so sollte er eigentlich  aussehen:
    ******
    ich kann mich nicht zu Deinen Erfahrungen mit der spanischen Justiz oder den öffentlichen Verwaltungen äußern, aber Dir sicherlich in vielen Dingen zustimmen, doch beim Thema "Rechtsmittel" kann ich Dir aus eigenen Erfahrungen nicht zustimmen. Denn nach denen brauche ich immer  "nur" viel Geduld und leider extrem viel Zeit, da fast immer der komplette Instanzenweg durchlaufen werden muss, aber am Ende des Tages konnte ich immer meine Rechtsposition durchsetzen. Die gleichen Erfahrungen habe ich aber auch in Deutschland machen dürfen, von daher hat sich für mich in diesem Umfeld nicht viel geändert. Nur die Spielwiese und -art sind verschieden um mit behördlicher Willkür, Gerichtsverfahren, und steuerbehördlichem Unsinn umzugehen.
    Ist Spanien eine Bananenrepublik ? Aus meiner Sicht nein, denn jeglicher Willkür wird am Ende Einhalt geboten. Trifft man in Spanien auf extrem viel behördliche Dummheit gepaart mit der damit einher kommenden Arroganz und Ignoranz - Ja leider und das nervt wirklich. 
    Zum Modulo 720: Es war die Europäische Kommission die die spanische Regierung auf den Verstoß gegen europäisches Recht in Bezug auf Modulo 720 hingewiesen und aufgefordert hat hier zu korrigieren. Das war Ende 2015, die spanische Regierung hat in 2017 geantwortet, doch leider aus Sicht der Betroffenen und der europäischen Kommission unbefriedigend. Folge war, dass die europäische Kommission 2019 Spanien vor dem europäischen Gerichtshof verklagt  hat (Rechtssache C-788/19) . Urteil ausstehend. Aber es haben schon sehr viele Gerichte in Spanien gegen Modulo 720 geurteilt, das Internet ist voll von publizierten  Urteilen seit 2017, die  zu Gunsten der Betroffenen entschieden wurden, ohne das sich der europäische Gerichtshof geäußert hat.  
    ******
    Das Verfahren mit der längsten Laufzeit dauerte 6,5 Jahre, es war ein Rechtsstreit mit Hacienda, mit einem Urteil zu meinem Gunsten und einer beträchtlichen Rückzahlung vom Finanzamt, gepaart mit einer hervorragenden Verzinsung und meine wirtschaftliche Aktivität war davon unbeeinflusst. 
    Wie gesagt meine Erfahrungswerte, es muss und kann nicht auf jeden anderen zutreffen.
     
    Gruß
    Manfred 
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    Tiza reagierte auf mvr1 in Sippenstrafen in Spanien   
    Ich lese hier ja schon eine geraume Zeit still mit, doch an dieser Stelle möchte ich ein klein wenig kommentieren:
    "Sippenhaft" wie hier im Raum geworfen gibt es in Spanien nicht. Vielmehr haften die Eltern nur für das Fehlverhalten ihrer Kinder im Alter von 14 - 17 Jahre, wenn die nicht in der Lage sind Geldstrafen und Entschädigungen zu zahlen. Aber nicht nur die Eltern haften, sondern jeder, der Kinder unter seiner Obhut hat. Das können sein (und zwar in dieser Reihenfolge: a) Vormund, b) Gastgeber, c) gesetzliche oder de facto Erziehungsberechtigte. 
    Es haftet ein jeder, der Kinder unter seiner Obhut hat. Das können der Lehrer, Erzieher oder einfach nur die Eltern sein, bei denen ein Kind (das einen Schaden verursacht) zu Besuch ist.  
    Da ist keine Rechtsunsicherheit für mich erkennbar, sondern vielmehr eine eindeutige Linie gezogen wer für das (Fehl-)Verhalten von Kindern verantwortlich ist. 
    Zudem ist die gesamtschuldnerische Haftung (responsabilidad solidaria) absolut beschränkt auf die finanzielle Befriedigung einer Strafe. Den Rest einer Urteilsstrafe trifft ausschließlich das Kind.  - also keine Sippenhaft - und darüber hinaus haben die in Anspruch genommenen Eltern immer das Recht eigene Rechtsmittel gegen diese "Zahlungsanweisung" einzulegen.
    Hat in diesem Fall nicht mit "Sozialismus" zu tun, eher mit einer seit Jahrzehnten gestehenden Gesetzgebung, die so auch von nichtsozialistischen Regierungen in Spanien gestützt wurde.
    Gruß
    Manfred 
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    Tiza reagierte auf Josef in Pflegevorsorge Privat   
    Das sollte auch nur ein Hinweis sein.
    Ich selbst hatte z. B. vor über 30 Jahren eine GmbH gegründet und meinen Vornamen im Impressum abgekürzt, was nicht erlaubt ist. Mindestens ein Vorname muss voll ausgeschrieben werden.
    Ein freundlicher Hinweis eines  Berufskollegen hat mir einige hundert DM Abmahngebühren gespart. 
    Wer ohne Fehler der ....
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    Tiza reagierte auf Meckerer in Überall geistert es um „Corona“   
    Berichtigung: bitte ersetzen "..sowie auch diejenigen" durch "..ebensowenig diejenigen.." Ich bitte um nachsichtige Entschuldigtung.
  5. Thanks
    Tiza hat eine Reaktion von Ananda96 erhalten in NIE Papierchen endgültig?   
    Noch ne kleine Info dazu     LOGO (europa.eu)
     
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    Tiza reagierte auf Meckerer in Majorca / Mallorca Nicht-EU-Bürger Auswandern! HILFE!   
    Behördlich und auch sonst ist Spanien ein perfekt organisiertes Chaos, in dem viel Zeit und noch mehr Geld für weitere Perfektionierung ausgegeben wird, Es gibt nichts, was nicht doch oder auch villeicht nicht ganz so bzw. umgekehrt möglich wäre oder auch nicht bzw. doch noch. Es ist wie 1001 Nacht: jede Menge bunte verführerische Schleier aber kein Duchblick. Ich lebe jetzt seit über 55 Jahren ständig in diesem Chaos und komme sehr gut damit zurecht, man muss sich nur daruf einzustellen wissen und das schafft nicht jeder und schon gar nicht auf Anhieb. Eine Schwierigkeit mit der Sprache ist, aus dem üblichen Wortschwall herauszufinden, was der Gegenüber sagen will und nicht was er sagt.
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    Tiza reagierte auf baufred in Spanische Namensgebung   
    ... googeln mit:  espana derecho nombre de familia registro civil
    einige span. Anwaltskanzleien und auch das Ministerio kommentieren das Problem ...
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    Tiza reagierte auf Sancho in Schufa-Auskunft in Spanien   
    Für, die es lesen wollen hier der Link zu dem spanischen Unternehmen.
    https://www.equifax.es/ederechos/asnef_20024.html
    Wenn ich das zur SCHUFA richtig verstanden habe, funktioniert das nur von Spanien nach Deutschland. Umgekehrt anscheinend nicht? 
    Wie ist das hier generell mit den Banken? Oft  wird ja wohl nur spanisch gesprochen und der Webauftritt ist auch meist nur spanisch.
    In den bekannten Urlaubsregionen ist das sicherlich anders. 
    Welche Bank bietet virtuelle Kreditkarten an? Von der BBVA weiß ich, dass es sie dort gibt. Weiß jemand mehr?
     
    Da kommen mir spontan die drei Affen in den Sinn. Nix sehen - nix hören - nix sagen
    Ich hab für mich festgestellt, dass die einzelnen Menschen sich nicht wesentlich von denen in DE unterscheiden. Natürlich haben sie einen anderen kulturellen und geschichtlichen Hintergrund. Vielleicht sind viele auch noch etwas religiöser oder gläubiger als in DE.
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    Tiza reagierte auf Sancho in 1000 Arbeitsplätze durch Tönnies   
    So wie ich es verstanden habe, steht das alles schon fest.
    Falafel ist ja auch recht lecker
    Was das Virus anlangt, gehen wir recht umsichtig auch mit gekauften Artikeln um. Solange man nicht wirklich über die Gesamtumstände Bescheid weiß, ist Vorsicht besser als Nachlässigkeit und dann evtl. eine Infektionen oder Erkrankung.
     
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    Tiza reagierte auf JoachimVale in Kontoeröffnung - Günstige Schecks für Hauskauf   
    jede Lebenssituation ist anders.Es gibt leider Konstellationen , wo ein spanisches Konto erforderlich ist.Wenn nicht , dann ist auch ok.
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    Tiza reagierte auf Peter01 in Klimaanlage   
    Ich bin nun kein Techniker, aber ich sehe wievielt Wasser meine Klimaanlage gerade bei schwülen Wetter aus dem Raum entfernt. Für meine Pflanzen auf der Terrasse reicht das. Aber wenn ich im Winter den ganzen Tag heizen muss, dann nehme ich doch den Holzofen, denn ich empfinde dann das Raumklima besser und koche auch gleichzeitig auf dem Ofen. 
  12. Like
    Tiza reagierte auf Arandanito in Rentenbescheid: Deutschland akzeptiert und zahlt, Spanien lehnt Antrag ab   
    Hallo Helmut, hallo Peter,
    also, auch wenn Ihr Euch beide einig seid, es überzeugt mich noch nicht. Weder Spanien noch Deutschland können ihr eigenes Süppchen kochen, weil beide Länder an internationale Abkommen gebunden sind. Da gibt es z.B. die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments vom 29.04.2004., die ich mir heute etwas genauer angesehen habe. Ohne Euch mit Einzelheiten zu langweilen (bei Bedarf informier ich Euch natürlich), muss Spanien alle im Europäischen Ausland anerkannten Versicherungszeiten akzeptieren, auch wenn diese nach Spanischem Recht nicht anerkannt würden.
    - Studienzeiten in Deutschland - egal ob Deutscher oder Spanischer Student - werden von Deutschland anerkannt und müssen wegen der EG-Verordnung auch von Spanien anerkannt werden.
    - Umgekehrt, studierte man in Spanien, würde Spanien diese Zeiten rentenrechtlich nicht anerkennen und gemäß der EG-Verordnung müsste das dann auch Deutschland nicht tun.
    Das heißt in Spanien studieren, wäre im Sinne des Europäischem Rentenrechts ungünstiger.
    Am 15.07.2020 werde ich Widerspruch bei der Seguridad Social einlegen und Euch auf dem Laufenden halten.
    Viele Grüße
    Arandanito
  13. Like
    Tiza reagierte auf baufred in Erfahrungsbericht: Unterhaltsklage in Spanien mit Deutschem Scheidungsurteil   
    .... ¡Tienes toda razón!
    Glückwunsch zum Durchhaltevermögen und nachhaltigem Abklopfen der Umstände, Gegebenheiten und rechtl. Mölichkeiten.
    Darum auch immer wieder für alle Auswanderwilligen der gute Ratschlag, die span. Sprache mit einem Maximum an Körpereinsatz zu erlernen, um den Widrigkeiten des spanischen Alltags in all seinen Erscheinungsformen erfolgreich begegnen zu können. - Es zahlt sich immer aus!!!
    Danke für die  Schilderung deiner "verzwickten" persönlichen Probleme und deren Lösungswege für ein jetzt  entspanntes Leben  ....
    ¡Suerte, y, que tengaís un futuro en paz!
  14. Thanks
    Tiza reagierte auf Arandanito in Erfahrungsbericht: Unterhaltsklage in Spanien mit Deutschem Scheidungsurteil   
    Liebe Spanien-Freunde,
    Ich möchte mich mit diesem Beitrag weder beschweren, noch um Rat bitten, da das Problem inzwischen gelöst wurde. Dennoch möchte ich gern berichten, wie es einem ergehen kann, wenn Widersprüche im Internationalen Recht durch eine Person ausgenutzt werden.
    Wie ich in einem anderen Beitrag geschrieben habe, bin ich 1997 von Berlin nach Tarragona gezogen, weil ich meinen Kindern, die mit meiner geschiedenen Ehefrau in Alicante wohnten, näher sein wollte.
    Als die Kinder volljährig wurden und alle eigene Einkünfte hatten, kamen wir zu der Einigung, keine Unterhaltszahlungen mehr zu zahlen. Mein Fehler war, das nicht schriftlich festzuhalten, da ich meinte, mit den Einkommensnachweisen aller Beteiligten ausreichend abgesichert zu sein.
    Fünf Jahre später war das Verhältnis zu meiner Ex allerdings nicht mehr so gut, doch es überraschte mich trotzdem, als sie die Nachzahlung von Unterhalt für die letzten fünf Jahre verlangte, natürlich mit Zinsen und allen anrechenbaren Kosten. Als Beweis legte sie das Deutsche Scheidungsurteil vor, welches in Deutschland inzwischen nicht mehr einklagbar war, aber mit den unterschiedlichen Verjährungszeiten in Spanien plötzlich wieder lebendig wurde. Ohne mich anzuhören, verurteilte die erste Instanz mich zu einer Zahlung von rund 50.000 Euro. Zu dieser Verurteilung führten folgende irreführende Faktoren:
    - Ansprüche aus dem Deutschen Scheidungsurteil waren nach Deutschem Recht verjährt, in Spanien aber nicht,
    - Da wir beide nun unseren Wohnsitz in Spanien hatten, war der Gerichtsstand nicht mehr Berlin, sondern Alicante, mit der Konsequenz der Beurteilung eines Deutschen Scheidungsurteils mit Spanischen Gesetzen (absurd!)
    - Ex forderte Unterhaltsnachzahlungen im Namen der inzwischen volljährigen Kinder, ohne deren Vollmacht zu haben. Wurde von der ersten Instanz aber nicht überprüft
    - Die Spanischen Behörden haben sich nicht mit den Deutschen Behörden in Verbindung gesetzt, um die Höhe der Nachzahlung festzulegen, wie es das Europäische Recht verlangt. Dann hätte sich schnell herausgestellt, dass es hier nichts mehr zu holen gibt.
    Außer der Verurteilung zur Zahlung dieses Betrages wurde mein Gehalt und meine Wohnung provisorisch gepfändet. Es blieb mir ein Existenzminimum, mit dem ich gerade meine Hypothek zahlen konnte, was aber zum Leben nicht reichte. Provisorisch pfänden heißt, es wird erst einmal alles eingezogen und dann schaun wir mal, wer Recht hat. (Erst schießen und dann fragen.)
    Ihr werdet verstehen, dass ich mich im ersten Moment wie in einer ausweglosen Falle gefühlte habe. Aber dann wurde mir klar, ich muss hier kämpfen oder ich komme hier wirklich nicht mehr heraus. So habe ich mich fast einen ganzen Sommer lang mit Europäischem Recht beschäftigt und meinem Anwalt, der hier überfordert war, entscheidende Tipps gegeben. Und tatsächlich, wir haben den Prozess gewonnen. Hätte ich das Feld allein meinem Anwalt überlassen, würde ich heute vielleicht unter einer Brücke wohnen.
    Ach ja, damit war das ganze Theater aber noch nicht zu Ende:
    - ich wurde erst drei Monate später über den gewonnenen Prozess informiert, bis dahin wurde mein Gehalt weiter gepfändet;
    - ich hatte Probleme, mein gepfändetes Geld wieder zurückzuerhalten. Es war so einfach, ein Teil meines Gehaltes direkt vom Arbeitgeber abzuzweigen. Da man jedoch nicht gewohnt war, dass auch Männer Unterhaltsprozesse gewinnen können, wussten die Behörden nicht, wohin damit.
    Also wieder kämpfen und am Ende konnte ich auch das hinkriegen.
    Auf meinen Anwaltskosten bin ich jedoch sitzengeblieben weil meine Ex sich als nicht zahlfähig erklärte.
    Dieses Spiel hat meine Ex insgesamt drei Mal mit mir gespielt; habe alle drei Prozesse gewonnen. Bis der Richter im dritten Urteil meine Ex als absolut bösgläubig („absoluta mala fé“) betitelte. Seit dem ist Ruhe.
    Meine Botschaft für Euch ist nur, in schwierigen Situationen nicht gleich das Handtuch zu werfen. Wenn Ihr einen Fall habt, der absolut ungerecht erscheint, es gibt einen Ausweg. Man muss sich nur erst auf den Hodenboden setzen und selbst analysieren 
    Für diejenigen, die erst noch nach Spanien kommen wollen: Man kann hier wirklich relax leben, solange alles glatt läuft. Aber im Leben läuft halt nicht alles glatt. Damit muss man aber rechnen. 
    Viele Grüße
    Arandanito
  15. Like
    Tiza reagierte auf Helmut Josef Weber in Rentenbescheid: Deutschland akzeptiert und zahlt, Spanien lehnt Antrag ab   
    ...Anrechnungszeiten sind in Deutschland Pflichtbeitragszeiten gleichgestellt...
    Hallo Arandanito,
    es ist so, dass eben Spanien gewisse Beitragszeiten anerkennt werden und andere nicht.
    Z. B. werden auch Kindererziehungszeiten (die in Deutschland erbracht wurden) meines Wissens in Spanien nicht bei der Rentenberechnung anerkannt.
    Es gibt praktisch auch in Europa dahingehend keine einheitliche Regelungen.
    Meine liebe Frau hat in Spanien mit 64 eine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen und als sie diese in Deutschland beantragen wollte (sie hat auch Zeit in Deutschland) wurde ihr gesagt, dass sie sich am spanischen Arbeitsamt arbeitslos melden sollte, sie könnte noch 3 Stunden am Tag arbeiten, womit sie natürlich Sozialbetrug in Spanien begehen würde.
    Natürlich alles ohne ärztliche Gutachten einzuholen, das entscheiden die Damen und Herren von der DRV in ihrem Elfenbeintürmen einfach so vom Schreibtisch aus.
    Aus meiner Erfahrung her kann ich schreiben, dass das spanische Rentensystem ganz extrem großzügig ist und das deutsche Rentensystem (so wie es sich bei einer Ehefrau gegenüber verhalten hat) extrem menschenverachtend ist.
    Natürlich habe ich im Auftrag meiner Frau gegen diese menschenverachtende Begründung der Deutschen Rentenversicherung vor dem Sozialgericht geklagt und dann haben sie bei der DRV den Schwanz eingezogen und die deutsche  Erwerbsunfähigkeitsrente nachgezahlt.
    Ich kenne ja Deinen Fall nicht so genau, aber ich denke, das Geld für einen spanischen Anwalt wirst Du zum Fenster rauswerfen.
    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut
     
     
  16. Like
    Tiza reagierte auf baufred in Grundstück Region Murcia gesucht   
    ... na ja, wir sprechen hier über den span. Behördendschungel, der mindestens genauso komplex ist wie der deutsche. Aber erschwerend kommt hinzu, dass oft zu einem Regelungsproblem parallel auch mal 2 gültige, sich aber oft widersprechende Regelungen existieren und dem "funcionario" die Entscheidungswahl nach Tageslaune bleibt.
    Kurz gesagt, "Mobilhomes" sind wie normale Häuser genehmigungspflichtig mit dem gesamten Genehmigungsprozess und brauchen ein bebaubares Grundstück (suelo/terreno urbanizable) - ausgewiesen im Bebauungsplan und i.d.R. im Ortsbereich gelegen.
    "Campo"-Grundstücke (terreno rústico) unterliegen besonderen Bedingungen und sind i.d.R. offiziell nicht bebaubar (nur landwirtschaftl. Nutzgebäude) - mal von tausenden existierenden Wohn-Schwarzbauten im Campo  abgesehen, die dann oft mit "Schmiermitteln" und "Beziehungskisten" dann doch noch nachträglich legalisiert wurden. Heute sind solche Tricks nur noch gering bis gar nicht "belastbar".
    Nachstehend noch weitere Erklärungen zum Grundstück in Deutsch - span. Fachbegriffe (> jerga profesional) sind schon speziell und der Laie hat damit seine Probleme:
    https://www.stiff.es/rechts-lexikon-spanisches-baurecht/
    Das notwendige "Leidenspotentzial" muss man schon mit bringen und ist dem Gesamtsystem geschuldet - man muss sich halt informieren und den behördlichen Vorgaben entsprechend verhalten ....  mag zwar negativ rüberkommen, ist aber völlig normal und soll halt nur zur Vorsicht mahnen .... und, wie bereits mehrfach hingewiesen, das letzte Wort hat immer das Bauamt (Oficina de Urbanismo) im Ayuntamiento der Gemeinde, speziell wie @Tiza bereits angedeutet hat, können durchaus auch "Lockerungen" und geduldete "Grauzonen" in den Pueblos existieren ....
    Si hay algunas preguntas al respecto de éste entorno técnico, ¡da me un toque! ... soy arquitecto (pero ya jubilado) y echamos raizes hace 3 decadas en España ...
    .... als Ergänzung noch dazu eine "Abhandlung" eines RA-Büros aus Madrid mit interessante "Spitzfindigkeiten" zum Thema:
    >>  https://www.velezdorado.com/puedo-instalar-una-mobil-home-parcela/
    ... vielleicht gibt's ja so etwas wie "Rückendeckung" ....
  17. Like
    Tiza reagierte auf baufred in Grundstück Region Murcia gesucht   
    ... na denn, viel Spass beim Irrlauf durch die spanischen Behörden ...
    Vorab: Anschlüsse für Strom + Wasser gibt's nur bei Vorlage der "Cédula de Habitabilidad" (> Bewohnbarkeitsbescheinigung), die aber erst nach Beantragung eines "Proyectos/Obra mayor" und erteilter Baugenehmigung (> Permiso de Obra), sowie abschließender Vorlage der entsprechenden Dokumentation durch einen zugelassenen Architekten nach Fertigstellung  erteilt wird .... ob da so ein fragwürdiger "Blechwürfel" als "Gebäude" zur Dauerbewohnung entsprechend der span. CTE-Normen genehmigt wird, ist mehr als ein Lotteriespiel ... eher Selbstmord ...
    >   dazu mal einige Infos in Deutsch:  https://www.minkner.com/ratgeber/bewohnbarkeitsbescheinigung/
    >   weitergehende Infos "Mobilhome" in Spanisch:  https://modularhome.es/cedula-de-habitabilidad/
    .... und, sprichst du eigentlich Spanisch? ... sonst brauchst du für jeden "Schritt" 'nen "Begleitschutz" (> Gestoria), die aber überwiegend auch nur ein Halbwissen zum span. Baurecht haben und oft wg. Unkenntnis in die "Falle" tapsen ...
    ... dennoch:  ¡Suerte!, y, ¡Que tengas éxito!
  18. Like
    Tiza reagierte auf Helmut Josef Weber in Elektroautos in Spanien.   
    Ja baufred, da kann ich nur schreiben:
    Wie kann man nur mit so wenig Wörter so viel Wahrheit schreiben?
    Viele Grüße
    Helmut
  19. Thanks
    Tiza reagierte auf baufred in Elektroautos in Spanien.   
    ... und, für "Ökofuzzies" mal zum Nachdenken:
    der "ökologische Fussabdruck" eines eMobils - je nach Akku-/Leistungsgröße und Preiskategorie - kehrt sich erst irgendwo im Bereich von 100-150.000 km ins Positive um - alles andere ist mehr als umweltschädlich und dient nur dem Kommerz ...
     
  20. Thanks
    Tiza reagierte auf baufred in Abgabenlast in Spanien   
    ... dafür bewegen sich Heerscharen von arbeitslosen jungen Spaniern - ohne eigenes Dach überm Kopf bzw. wg. Rausschmiss auf Grund geplatzter Finanzierungen - wieder ins Campo unters Dach der rentenbeziehenden Eltern/Grosseltern ...
  21. Like
    Tiza reagierte auf Carola in Info Eckchen Andalusien   
    Hallo Helmut,
    das sind sehr gute Artikel mit vielen Infos  Ich war schon mal hier im Forum, kenne Gata noch u. auch Baufred ist schon sehr lange hier. 
    Erschrocken bin ich doch etwas, dass Deutsche die zum Pflegefall werden wieder nach Deutschland zurück müssen - es wurde doch in Spanien auch eine Pflegeversicherung eingeführt ? 
    Dass Rentner zurück gehen, nach vielen Jahren hier ihre Immobilien verkaufen müssen, habe ich auf den Kanaren, Mallorca erlebt u. es scheint hier im Raum Malaga auch der Fall zu sein. Stellt man in Foren diese Fragen, so werden sie nicht beantwortet, man schweigt sich über dieses Thema aus. 
    Welche Meinung hast du hierzu ? Würde mich mal interessieren
    LG Caro 
  22. Like
    Tiza reagierte auf Helmut Josef Weber in Info Eckchen Andalusien   
    Hallo Carola,
    es muss Niemand nach Deutschland zurück, wenn er in Spanien lebt und krank wird.
    Ich lebe seit 20 Jahren in Spanien, bin jetzt fast 70 Jahre alt und Pflegestufe 2.
    Hier in Spanien werde ich sterben; ich bekomme von der deutschen Pflegeversicherung (AOK)  einschließlich der Verhinderungspflege über
    6.000 € im Jahr.
    Ich bin der Meinung, dass viele Leute die in Spanien leben nach Deutschland zurück müssen, weil sie sich hier nie richtig angemeldet haben.
    Die Beantragung für meine Pflegekosten (bei der AOK) hat, mit dem Besuch des Gutachters, etwa vier Wochen gedauert.
    Allerdings ist es jetzt seit diesem Jahr in Deutschland so geregelt, dass Pflegebedürftige entweder selbst ihre Pflege finanzieren können, oder der Staat zahlt; der Rückgriff auf Kinder ist nicht mehr möglich, wenn diese unter 100.000 € netto verdienen.
    Daher sind wohl mehr oder weniger Pflegebedürftige  geneigt  doch nach Deutschland zurückzukehren.
    Ach - hatte ich noch vergessen: Die Dinge wie Rollator und so weiter zahlt die spanische Krankenkasse.
    Gut - das kann ja jeder machen wie er will, aber ich sitze hier lieber 355 Tage im Jahr auf der Terrasse, als in Deutschland hauptsächlich in einer Wohnung.
    Das hört sich jetzt alles sehr kompliziert an, aber es ist alles sehr einfach für gesetzlich versicherte Rentner, denn als gesetzlich versicherter Rentner (wie ich) kann ich mir sogar auswählen, wo ich mich behandeln lassen möchte.
    Z. B. werden mir die Medikamente (für etwa 5000 € im Monat gegen meine Leukämie)  seit 14 Jahren in Spanien verschrieben; aber ich könnte auch in Deutschland meine Zähne richten lassen und den üblichen Zuschuss erhalten; was ich natürlich nicht mache, denn die Implantate sind in Spanien (auch ohne Zuschuss) noch wesentlich günstiger als in Deutschland mit Zuschuss .
    Es wird viel dummes Zeug von Menschen erzählt, die vor vielen Jahre nach Spanien gekommen sind, haben sich in einer  billigen Krankenversicherung privat versichert und werde die jetzt ernsthaft krank.
    Dabei geht es mit einer gesetzlichen Krankenkasse noch wesentlich günstiger.
    Ich muss jetzt als Rentner (bei der AOK) etwa 35 € im Monat in Deutschland bezahlen, damit ich in Spanien und (aber auch in Deutschland) unbegrenzt versichert bin; bis hin zur Organtransplantation.
    Sind noch Fragen, dann schreib einfach; ich bin in dieser Richtung gut informiert.
    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut
     
  23. Like
    Tiza reagierte auf Carola in Info Eckchen Andalusien   
    Hallo Helmut, 
    vielen Dank für die Infos, das wusste ich nicht, oder wurde mir nicht so geschildert.
    Tut mir leid, dass du krank bist und hoffe, dass dir in Spanien besser geht, als in Deutschland. Das Klima wirkt manchmal Wunder - auch bei mir  
    Deine Antwort werde ich mir kopieren und abspeichern u. wenn wieder jemand falsche Antworten gibt, dann kann ich mich auf deine Zeilen berufen. Jetzt werde ich alles nochmal in Ruhe lesen .....danke
    LG Caro 
    Und diese Erdbeeren sehen schön aus, haben jedoch keinen Geschmack - ich kaufe sie schon lange nicht mehr, lieber verzichte ich - u. dass dafür auch noch der Naturschutz unterlaufen wird ist ein Witz. 
  24. Like
    Tiza reagierte auf baufred in Info Eckchen Andalusien   
    ... viele Infos von deutschen Residente und NoResidenten bestehen mangels Sprachkenntnisse und fehlendem Rückgriff auf die originalen spanischen Infoquellen nur aus Halbwissen und punktuellen Erfahrungen ohne die komplexen Regularien hier in Spanien verstanden zu haben ...
    Diese Problematik gab mir bereits vor mehr als 30 Jahren den erforderlichen "puñetazo en el culo" und ich habe mit Hochdruck in 4 Jahren weitestgehend perfekt in einer - von meinem damaligen Arbeitgeber bezahlten! - professionellen Sprachausbildung die spanische Sprache für ein spanische Großprojekt gelernt .... und arbeite noch heute täglich mindestens 'ne halbe Stunde an der Sprache ....
    So, jetzt aber noch nachstehend der Link zu einer sehr guten Info-HP der "Diputación de Alicante" mit Infomaterial für Residente und NoResidente zu allen möglichen Themen des Alltags in Spanien - hier aber alles in Deutsch: http://www.ciudadanosextranjeros.es/de/publikationen/
    .... vielleicht verschafft es dir mal 'nen "Rundumschlag" zu Regelungen und Hürden für Deutsche in Spanien ...
  25. Like
    Tiza reagierte auf Carola in Info Eckchen Andalusien   
    Tausend Dank - das ist ein super Link, ich muss mir in den Ruhe mal durchlesen damit der "Rundumschlag" auch gelingt. LG einstweilen, Caro

    Hallo Helmut, 
    aber was passiert wenn jemand zum Pflegefall wird, wo werden diese Menschen versorgt, u. wer übernimmt diese Kosten ??
    LG Caro