Community durchsuchen

Zeige Ergebnisse für die Stichwörter "'corrida de toros'".

  • Suche mithilfe von Stichwörtern

    Trenne mehrere Stichwörter mit Kommata voneinander
  • Suche Inhalte eines Autors

Inhaltstyp


Kategorien

  • Land + Leute
  • Kunst + Kultur
  • Essen + Trinken
  • Urlaub + Reisen
  • Politik + Wirtschaft
  • Flora + Fauna
  • Freizeit + Sport
  • Unterhaltung + Medien
  • Lifestyle + Mode
  • Wissenschaft + Technik
  • Leben + Arbeiten

Forum

  • Spanien-Kleinanzeigen: Dienstleistungen + Marktplatz
    • Häuser- + Wohnungsanzeigen in Spanien
    • Stellenanzeigen zu Spanien
    • Spanien-Kleinanzeigen Allgemein
  • Auswandern + Leben in Spanien
    • Auswandern nach Spanien
    • Arbeiten, Ausbildung + Studieren in Spanien
    • Behörden, Dokumente + Rechtliches in Spanien
    • Wohnen, Immobilien + Grundstücke in Spanien
    • Gesundheit + Medizin in Spanien
  • Allgemeines zu Spanien
    • Regionen + Städte in Spanien
    • Unterhaltung, Kunst + Kultur in Spanien
    • Essen + Trinken in Spanien
    • Flora, Fauna + Haustiere in Spanien
    • Sport + Spanien
    • Politik + Wirtschaft zu Spanien
    • Internet, Handy + Telefonie in Spanien
    • Spanien Allgemein
    • Spanien-Podcast
  • Urlaub + Reisen - Spanien
    • Urlaub + Reisen in Spanien
    • Übernachtungen + Ferienunterkünfte in Spanien
    • Sehenswürdigkeiten in Spanien
    • Reiseberichte zu Spanien
  • Die spanische Sprache - La lengua española
    • Spanischkurs - Spanisch lernen
    • Spanische Sprache Allgemein
    • Spanisch: Grammatik, Orthographie + Rechtschreibung
    • Spanisch: Wortschatz + Wörterbuch
    • Übersetzungen - Spanisch-Deutsch + Deutsch-Spanisch
    • Spanische Literatur + Texte
    • Se habla español
  • Sonstiges
    • Neu hier? - Vorstellungen
    • Lateinamerika
    • Plauderecke
    • Forenspiele
    • Informationen + Support

Kalender

  • Spanien-Treff Kalender
  • Spanische Feiertage - Festivos españoles

17 Ergebnisse gefunden

  1. Wenn ich die Presse jetzt richtig verfolgt habe, sind in den letzten Tagen gleich zwei Männer bei einem Stierlauf ums Leben gekommen. Sie filmten die Tiere mit ihren Smartphones und achteten dabei nicht mehr auf ihre Umgebung, was ihnen zum Verhängnis wurde. Mag jeder dazu stehen wie man will, aber Stiere sind keine Kuscheltiere und daher sollte man diese Tiere, vor allem bei solchen Veranstaltungen, nicht unterschätzen. Das heißt auch, man sollte die jeweilige Veranstaltung kennen, deren Ablauf und vor allem auch schauen, was dort für Tiere laufen und wie sich sich dort verhalten. Die Stiere können bis zu einer halben Tonne wiegen, und je nach Veranstaltung, laufen dort noch mehr davon herum und kommen unverhofft aus anderen Richtungen. Dann gibt es da noch all die anderen Läufer die stolpern und selbst zum Hindernis werden oder Zuschauer die vor lauter Gafferei, die Fluchtwege nicht frei machen und verstopfen. Es ist schon ohne "mittendrin" Fotos oder Video gefährlich genug, als das man sich noch mit einer derartigen Tätigkeit ablenken lässt. Man stellt sich ja auch nicht beim Grand Prix, mitten auf eine Formel 1 Strecke, um dort dann besonders tolle Bilder von den auf einem zu rasenden Formel 1 Autos, machen zu können
  2. rejoneo 2 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer beim rejoneo mit einem Stier in der Stierkampfarena, dem Berittener Stierkampf. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros

    © taurosidona

  3. muleta 4 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer mit seiner muleta, dem Degen und dem Stier in der Stierkampfarena. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros

    © taurosidona

  4. muleta 2 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer mit seiner muleta und dem Stier in der Stierkampfarena. Manzanares - Morón Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros

    © taurosidona

  5. capote 2 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer mit seiner capa und dem Stier in der Stierkampfarena. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros

    © taurosidona

  6. banderillas 1 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Banderillero mit banderillas und Stier, beim Stierkampf in einer Stierkampfarena. Fandi - Vejer Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros

    © taurosidona

  7. picador - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein picador zu Pferd und dem Stier in der Stierkampfarena. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros

    © taurosidona

  8. paseillo - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Der so genannte paseíllo zu Beginn eines Stierkampfes, mit den Stierkämpfern (matadores), banderilleros und areneros in der Stierkampfarena. Cid / Manzanares / Cayetano - Morón Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros

    © taurosidona

  9. muleta 3 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer mit seiner muleta und dem Stier in der Stierkampfarena. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Arenen und Sonstiges

    © taurosidona

  10. brindes - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer begrüßt das Publikum und den Präsident (el presidente) mit dem so genannten brindes. El Fandi - San Fernando Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Arenen und Sonstiges

    © taurosidona

  11. banderillas 2 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Banderillero mit banderillas, beim Stierkampf in einer Stierkampfarena. Padilla - Prado del Rey Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Torero

    © taurosidona

  12. capote 1 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer mit seiner capa und dem Stier in der Stierkampfarena. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Torero

    © taurosidona

  13. muleta 5 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer mit seiner muleta und dem Stier in der Stierkampfarena. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Der Torero

    © taurosidona

  14. rejoneo 1 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer beim rejoneo mit einem Stier in der Stierkampfarena, dem Berittener Stierkampf. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkampf: Stierkampf: Der Stier

    © taurosidona

  15. muleta 6 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer mit seiner muleta, dem Degen und dem Stier in der Stierkampfarena. Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkamp: Tauromaquia

    © taurosidona

  16. muleta 1 - Stierkampf - Tauromaquia - corrida de toros

    Vom Album Stierkampf

    Ein Stierkämpfer mit seiner muleta und dem Stier in der Stierkampfarena. Manzanares - Morón Bild zur Dokumentationsreihe: Stierkamp: Tauromaquia

    © © taurosidona

  17. Vor der corrida de toros Die cuadrillas fahren oft noch in der Nacht nach der corrida zur nächsten Stadt, manchmal quer durch Spanien. Bei den Stars kommt es öfters vor, dass sie am einen Tag in Andalusien kämpfen, am nächsten in Frankreich und am dritten geht es zurück irgendwo nach Spanien. Der matador steigt mit seinem mozo de espadas im grossen Hotel ab, wärend die cuadrilla in ein preiswerteres Hotel geht. Am Nachmittag vor der corrida zieht sich der matador zur Siesta in sein Zimmer zurück, der mozo - der ja für die Ausrüstung zuständig ist - legt die traje de luces bereit. Er hilft seinem Chef dann in die enge Kleidung. Die meisten matadores bauen einen kleinen Altar im Zimmer auf, mit Heiligen- und Familienbilder und sprechen vor Verlassen des Zimmers ein Gebet, manche zünden eine Kerze an, die brennt bis er wieder zurück kommt. Die banderilleros fahren mit dem grossen Wagen vor und holen den matador ab, wärend die picadores schon mit einem Taxi zur plaza vorgefahren sind, um die Pferde einzureiten. El pasíllo - der Einzug Nichts ist in Spanien so pünktlich wie eine corrida de toros. Die Eröffnung bildet der paseíllo, der Einzug. Als erstes erscheinen zwei Reiter, die alguaciles. Sie sind in Uniformen aus der Zeit Philipp II. gekleidet und sind die ausführenden Helfer des Präsidenten. Als erstes reiten sie zum Präsidenten und erbitten die Genehmigung den Kampf zu beginnen. Anschliessend reiten sie zurück und holen die toreros ab. Zuvorderst gehen die drei matadores, links der Dienstälteste, in der Mitte der Dienstjüngste. Ist ein matador zum ersten Mal in dieser plaza trägt er seinen Hut in der Hand. Hinter den matadores folgen - auch nach Dienstalter - die banderilleros, die picadores zu Pferd, die areneros (sie rechen den Sand und sorgen für Ordnung im Sand) sowie das Maultiergespann, dass den Stier zum Schluss rauszieht. Der Zug bewegt sich zum Präsidenten um ihn zu grüssen und löst sich dann auf. Die alguaciles erbitten vom Präsidenten den Schlüssel für den toril, den Stall, den sie dem Türsteher vom toril überbringen - der Kampf kann beginnen. Der Beginn - das erste Drittel Der toril ist offen und der Stier stürmt in den ruedo - oder auch nicht! Manchmal spaziert er gemütlich heraus und schaut sich erst mal um, es gab auch schon Stiere die rückwärts herauskamen. Auf dem Rücken flattert die divisa, zwei oder drei kleine Bändchen, die die Zuchtfahrben signalisieren. Wenn der Stier durch den Gang in die Arena läuft, wird das Bändchen mittels einer Lanze (garrocha) von oben auf den Rücken gesteckt, wo es dank einem kleinen Widerhaken stecken bleibt. Die banderilleros sind hinter den Schutzwänden, den burladeros, postiert und zeigen dem Stier kurz ihre capas. Das Ziel ist, dass der matador den Stier beobachten kann, wie läuft er, greift er an und mit welchen Horn stösst er. Wie Menschen Rechts- und Linkshänder sind, so zieht auch der Stier oft ein Horn dem anderen vor. Nun betritt der matador den Sand mit der capa und macht einige pases, Figuren. Eine andere Möglichkeit des Beginns ist, dass der matador sich direkt zum toril begibt und den Stier mit einer larga cambiada a porta gayola abfängt. Dazu kniet er sich nieder und wenn der Stier anstürmt schwingt er die capa an seinem Kopf vorbei, so dass der Stier an seinem Kopf "vorbei fliegt". Diese Figur ist besonders gefährlich, da matador und Stier sich erst kurz vor dem Zusammentreffen zum Ersten mal sehen. Der Picador - das zweite Drittel Ein Trompetensignal kündigt den nächsten Teil an, es erscheinen die picadores. Auf den ersten Blick bieten die picadores einen seltsamen Anblick. Sie tragen wie die matadores und banderilleros bestickte kurze Jacken, die sich allerdings in der Stickerei etwas unterscheidet, sie ist - am Gegensatz zu den anderen toreros - ganz bestickt, zudem dürfen sie als Einzige ausser den matadores Goldstickerei tragen. Dies stammt noch aus der Zeit aus früheren Jahrhunderten, als die Reiter die wichtigsten Teilnehmer an der corrida waren. Sie tragen Hosen aus dünnem Leder, die beim Reiten knapp unter die Knie reichen. Fuss und Bein sind mit einem "Eisenstiefel" ähnlich einer Ritterrüstung, vor den Hornstössen geschützt. Auf dem Kopf tragen sie den castoreño, einen Hut einer alten Tracht. Seit 1929 sind die Pferde der picadores geschützt mit dem peto, einer Art Matratze. Ein Teil des peto geht auch unter dem Bauch des Pferdes durch, da das Pferd vom Stier öfters umgeworfen wird. Vor der Einführung des peto wurden pro corrida mehrere Pferde tödlich verletzt. Heute kommt es nur noch sehr selten vor, dass ein Pferd ernsthaft verletzt wird (in den 40 Jahren die ich corridas besuche habe ich es ein einziges Mal erlebt). Wenn es jedoch umgeworfen wird kommt es oft nur mit Hilfe wieder hoch, dies liegt jedoch an der Behinderung durch den peto. Jede cuadrilla hat zwei picadores, die sich abwechseln. Der "aktive" picador stellt sich auf der Gegenseite des toril auf und der matador führt ihm den Stier zu. Ziel ist es, dass der Stier den picador angreift, der ihm seine Lanze (pica, puya oder vara - es gibt verschiedene Ausdrücke) in den Nacken stösst. Ohne diesen Stich wäre es dem matador später unmöglich, den Stier zu töten, da der Stier zu unruhig wäre und den Kopf nicht ruhig genug halten würde um mit dem Degen über die Hörner zu greifen. In heutiger Zeit sitzt die Spitze auf einem Kugellager, so dass der picador die puya nicht mehr drehen kann um dem Stier grössere Verletzungen zuzufügen als nötig. Der Stier muss den picador zweimal angreifen, jedoch kann der matador - wenn er das Gefühl hat, für den Stier reicht ein Angriff - den Präsidenten um den Wechsel bitten. Hierzu nimmt er die montera (seinen Hut) ab und gibt dem Präsidenten ein Zeichen. Das Teil mit den picadores wird vom Publikum nicht so gerne gesehen und oft werden sie ausgepfiffen. Die Banderillas Wieder kündigt ein Trompetensignal den nächsten Teil an, die banderillas. Dies sind Holzstäbe, umwickelt mit buntem Papier, mit Widerhaken, die der Stier in seinen Rücken gesetzt bekommt. Die Widerhaken haben eine Grösse von 3cm und der Sinn ist, ungleiches Zustechen mit einem Horn etwas auszugleichen. Der Widerhaken sitzt direkt unter der Haut und nicht wie oft fälschlich behauptet tief im Fleisch. Dies sieht man auch daran dass sie nicht aufrecht stehen bleiben, sondern hängen. Aufmerksame Beobachter werden jetzt sagen "klar, ca, 10cm über dem Haken knickt die banderilla auch ab!" Der Grund ist, dass es diesen Knick bis vor einigen Jahren noch nicht gab. So passierte es hin und wieder, dass es - wenn der Stier bei der Muletarbeit am matador vorbeirannte, schlimme Verletzungen beim matador durch die banderilla geben konnt, sie wirkte wie eine Peitsche. Ich selbst erlebte mal als ein matador fast erstickte durch einen Schlag der banderillas. Seit man die banderillas mit Knick erfand wurde diese Gefahr beseitigt. Der banderillero stellt sich in die Mitte des Platzes, ein paar Meter hinter ihm der matador, der den nächsten Stier bekämpft, als Sicherung. Der banderillero macht nun den Stier auf sich aufmerksam und rennt in dem Moment in einem Bogen los, wenn auch der Stier seinen Angriff beginnt. Beim Zusammentreffen springt der banderillero hoch und platziert die banderillas auf dem Rücken des Stiers. In der Regel werden drei Paar gesetzt, jedoch kann auch hier der matador um Verkürzung bitten wenn mindestens drei paar banderillas stecken. Hin und wieder sieht man auch einen matador selbst die banderillas setzen. Die banderillas des matador sind etwas kürzer, es dürfen keine anderen toreros als Helfer im ruedo sein und während er den Vorgang etwas ausschmückt spielt die Musik. Als Besonderheit kann man banderillas negras (schwarze banderillas) setzen. Sie haben eine Widerhakengrösse von 8cm, sind somit länger wie die normalen banderillas. Und diese acht Zentimeter spürt der Stier. Der Grund für diese Massnahme ist eine Angriffsverweigerung des Stiers. Es wird sehr, sehr selten und nur in plazas der ersten Kategorie - also Madrid, Sevilla etc. - angewandt Die Faena - das letzte Drittel Es ertönt das nun schon bekannte Trompetensignal. Bevor der matador mit seiner Hauptarbeit beginnt, kann er seinen Stier jemandem widmen, wobei er seinen ersten Stier dem Präsidenten widmen muss, ausser natürlich der König ist anwesend. Seinen zweiten Stier kann er - muss jedoch nicht - irgendjemandem widmen, einem Freund oder Bekannten, jemandem dem er sich verpflichtet fühlt oder einer Persönlichkeit (Filmstar, Fussballspieler etc.) Er sagt ein paar nette persönliche Worte und wirft demjenigen dann seinen Hut zu. Es war früher üblich, dass der so Geehrte sich beim matador mit einem Geschenk bedankte und manche goldene Uhr kam so in den Besitz eines matador. Er kann den Stier auch dem Publlikum widmen, dies darf er auch schon beim ersten Stier. In diesem Fall geht er in die Mitte des ruedo, und wirft dann den Hut über die Schulter in den Sand. Der Aberglaube sagt, liegt der Hut mit der Öffnung nach unten bringt dies Glück, liegt er mit der Öffnung nach oben bringt dies Unglück, es sieht aus wie ein geöffneter Sarg. So hört man in diesem Fall oft ein belustigtes Raunen im Publikum, da beide Seiten - matador und Publikum - dies heute nicht mehr so ganz ernst nehmen. Manchmal kann man beobachten wie jemand aus der cuadrilla Papierschnippsel in den Sand wirft. Dies dient dazu Wind und Windrichtung zu beobachten. Da der Stier ja auf die Bewegung des Tuches geht - und nicht auf die Farbe, er ist so gut wie farbenblind - ist Wind äusserst lästig und gefährlich und es ist fast unmöglich eine gute faena zu arbeiten wenn das Tuch vom Wind verblasen wird. Etwas Abhilfe schafft das an sich schon schwere Tuch durch benetzen mit Wasser noch schwerer zu machen. Ein Handycap, das vor allem plazas an der Küste haben. Nun beginnt die eigentliche Arbeit des matador mit dem roten Tuch, der muleta. Die muleta ist ein fast rundes Tuch, das über einem Holzstock hängt. Das Tuch ist rot, auf der Innenseite aber gelb - also in den spanischen Farben. Der Stier folgt den Bewegungen des Tuches. Der matador kann die muleta in die rechte oder linke Hand nehmen. Ausserdem hat er eine Degenattrappe, die bleibt immer in der Rechten, also der Stichhand. Hätte der matador jetzt schon den richtigen, schweren Degen würde ihm später die Kraft fehlen für den Todesstoss. Der Stier ist nun etwas ruhiger geworden, ein guter Stier greift aber immer noch an. Der matador hat nun zehn Minuten Zeit den Stier zu einem Punkt zu bringen wo er dem Tuch absolut folgt. Bei einer guten faena spielt die Musik. Der matador reiht Figur an Figur und beendet seine faena, nachdem er sich den echten Degen geholt hat, mit der estocada - dem Todesstoss. Dazu "stellt" er den Stier, das heißt der Stier muss gerade stehen und sollte die Vorderbeine zusammen haben, damit die Schulterblätter offen sind. Steht der Stier breitbeinig sind die Schulterblätter geschlossen und es ist unmöglich mit dem Degen einzudringen. Der matador lenkt den Stier mit der linken Hand rechts an seinem Körper vorbei und sticht mit rechts - also über Kreuz. Die Stelle, die den sofortigen Tod zur Folge hat ist Briefmarkengross. Entgegen der landläufigen Meinung muss er nicht das Herz treffen sondern die Hauptschlagader durchtrennen, was - richtig ausgeführt - zum sofortigen Tod führt. Oft trifft der matador aber auf einen Knochen und er muss mehrmals stechen. Einen Fehlstich verzeiht das Publikum meist und gibt das durch Applaus bekannt, wobei er in einer 1.Kl.plaza bereits seine Trophäen verloren hätte. Allerdings bei mehr wie einem Fehlstich schlägt die Sympathie des Publikums schnell um. Fällt der Stier nicht gleich, kann aber keinen richtigen Angriff mehr machen, kommt der verduguillo (auch: descabello) zum Einsatz für einen Gnadenstoss ins Genick. Dies ist ein Degen mit einer kleinen Querstrebe an der Spitze. Um ganz sicher zu gehen dass der Stier tot ist setzt ein banderillero noch einen Gnadenstoss mit der puntilla, einem kleinen Metzgermesser. Vom Beginn des Kampfes bis zum Tod hat es höchstens zwanzig Minuten gedauert. Aus zwei Gründen darf ein Kampf nicht länger dauern - erstens verspürt der Stier über diese Zeit durch den erhöhten Adrenalinausstoss keine Schmerzen und zweitens würde der Stier nun lernen, dass sein eigentliches Ziel nicht das Tuch sondern der Mensch ist. Hin und wieder lernt ein Stier schon etwas früher, was für die toreros gefährlich werden kann. Ist der Stier nach zwanzig Minuten nicht tot wird der matador mit einem aviso - einer Warnung - darauf aufmerksam gemacht, dies hört man durch ein Trompetensignal. Nach weiteren zwei Minuten folgt das zweite aviso und eine Minute später das dritte und letzte. Nun muss der matador den ruedo verlassen, der Stier wird raus geholt und vom Metzger getötet oder direkt mit einem Gnadenstoss erlöst. Dies ist wohl die schlimmste Schmach für einen matador. Ist das Publikum zufrieden mit dem Kampf schwenkt es weisse Taschentücher, damit verlangt es beim Präsidenten ein Ohr (oreja) des Stieres für den matador, als Steigerung beide Ohren oder - wenn er ganz gut war - noch den Schwanz (rabo). Bis etwa mitte des letzten Jahrhunderts gab es als weitere Steigerung noch einen Fuss, dies wurde aber verboten. In früheren, schlechten Zeiten bekam der matador als Prämie einen Teil des Fleisches vom Stier zugesprochen, je nach dem wie erfolgreich er kämpfte. Das Symbol dafür waren die Ohren, um anzuzeigen wieviel ihm zusteht. Hat er mindestens zwei Ohren im Kampf bekommen (normalerweise bekämpft jeder matador pro Kampf zwei Stiere) hat er das Recht auf den Schultern aus der Arena getragen zu werden, wobei in grossen plazas wie Madrid oder Sevilla noch unterschieden wird ob er zur "torero-Tür" - durch die die toreros die Arena betreten - oder durch das Hauptportal darf. In den wöchentlich erscheinenden Fachzeitschriften werden immer Statistiken veröffentlicht wieviele Ohren ein matador in dieser Saison verbuchen konnte. Da die Vergabe aber sehr subjektiv ist und es nur auf den jeweiligen Präsidenten der corrida ankommt ist es fast wie beim Eislaufen oder Tanzen - die Meinungen, ob die Ohren gerechtfertigt waren oder nicht gehen oft sehr auseinander. Zudem gibt es in 2. oder 3.-Klasse-Arenen eher ein Ohr wie in 1.-Klasse-Arenen, so sind diese Statistiken nur bedingt aussagekräftig. War der Kampf nicht so erfolgreich, wird es bei einer vuelta (Ehrenrunde) mit aplauso belassen, oder gar silencio, man geht schweigend darüber hinweg. Seinen Unmut gibt das Publikum mit pitos (Pfiffen) oder gar bronca (Schmährufe) bekannt. Rejoneo Ein rejoneo ist die ursprüngliche Form des Stierkampfes, der Stierkampf zu Pferd. Der Ablauf ist der Selbe, nur anstelle matador kämpft der rejoneador, der Reiter. Anstelle capa oder muleta wird das Pferd eingesetzt und die banderillas werden vom Pferd aus gesteckt. Anstelle picador benutzt der rejoneador den rejón, eine Eisenspitze, die an einem Holzstab mit Sollbruchstelle befestigt ist. Steckt die Spitze bricht der Stab ab. Zum Schluss wird der Stier mit dem rejón de muerte - einem rejón mit grösserer Spitze - getötet. Die Pferde sind im Gegensatz zu den Pferden der picadores ungeschützt, sollten jedoch nicht vom Stier getroffen werden. Ein rejoneador benutzt pro Stier drei bis vier Pferde, der Grund ist die Aufregung des Pferdes einerseits und die Dressur andererseits. Viele aficionados lehnen den rejoneo ab, vor allem weil der Stier - der ja von der Weide an Reiter gewöhnt ist - den rejoneador nicht als Feind ansieht. Als Pferde- und Dressurfreund sollte man sich jedoch unbedingt ein rejoneo ansehen. Es gibt corridas nur mit rejoneadores oder ein rejoneador kämpft bei einer "normalen" corrida einen oder zwei Stiere. (Mit freundlicher Genehmigung von taurosidona) Bisher erschienen in dieser Artikelserie: Stierkampf: Tauromaquia Stierkampf: Der Stier Stierkampf: Der Torero Stierkampf: Arenen und Sonstiges Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros Stierkampf: Tipps Stierkampf: Vokabular PS: Unsachliche und irrelevante Kommentare werden entfernt.