Community durchsuchen

Zeige Ergebnisse für die Stichwörter "'kultur'".

  • Suche mithilfe von Stichwörtern

    Trenne mehrere Stichwörter mit Kommata voneinander
  • Suche Inhalte eines Autors

Inhaltstyp


Kategorien

  • Land + Leute
  • Kunst + Kultur
  • Essen + Trinken
  • Urlaub + Reisen
  • Politik + Wirtschaft
  • Flora + Fauna
  • Freizeit + Sport
  • Unterhaltung + Medien
  • Lifestyle + Mode
  • Wissenschaft + Technik
  • Leben + Arbeiten

Forum

  • Spanien-Kleinanzeigen: Dienstleistungen + Marktplatz
    • Häuser- + Wohnungsanzeigen in Spanien
    • Stellenanzeigen zu Spanien
    • Spanien-Kleinanzeigen Allgemein
  • Auswandern + Leben in Spanien
    • Auswandern nach Spanien
    • Arbeiten, Ausbildung + Studieren in Spanien
    • Behörden, Dokumente + Rechtliches in Spanien
    • Wohnen, Immobilien + Grundstücke in Spanien
    • Gesundheit + Medizin in Spanien
  • Allgemeines zu Spanien
    • Regionen + Städte in Spanien
    • Unterhaltung, Kunst + Kultur in Spanien
    • Essen + Trinken in Spanien
    • Flora, Fauna + Haustiere in Spanien
    • Sport + Spanien
    • Politik + Wirtschaft zu Spanien
    • Internet, Handy + Telefonie in Spanien
    • Spanien Allgemein
    • Spanien-Podcast
  • Urlaub + Reisen - Spanien
    • Urlaub + Reisen in Spanien
    • Übernachtungen + Ferienunterkünfte in Spanien
    • Sehenswürdigkeiten in Spanien
    • Reiseberichte zu Spanien
  • Die spanische Sprache - La lengua española
    • Spanischkurs - Spanisch lernen
    • Spanische Sprache Allgemein
    • Spanisch: Grammatik, Orthographie + Rechtschreibung
    • Spanisch: Wortschatz + Wörterbuch
    • Übersetzungen - Spanisch-Deutsch + Deutsch-Spanisch
    • Spanische Literatur + Texte
    • Se habla español
  • Sonstiges
    • Neu hier? - Vorstellungen
    • Lateinamerika
    • Plauderecke
    • Forenspiele
    • Informationen + Support

Kalender

  • Spanien-Treff Kalender
  • Spanische Feiertage - Festivos españoles

26 Ergebnisse gefunden

  1. Kennt jemand typisch, spanische Kinderspiele, die es so in Deutschland nicht gibt? Also keine Spiele die nur dem Namen nach anders sind, so wie Blinde Kuh und La gallina ciega. Gerne auch keine all zu leichten Abwandlungen, sondern eher doch sehr eigen und irgendwie typisch spanisch oder auch aus dem südamerikanisch-spanischen Gefilden. Also ein Spiel, was man so typischerweise in Deutschland nicht kennt.
  2. Spanien-Wissen: Sackpfeife - Dudelsack

    Dieser Artikel zur Sackpfeife - Dudelsack wird in der SpanienWiki weitergeführt: SpanienWiki: Dudelsack
  3. Ich will erst gar nicht lange drumherum reden, die ideale, spanische Frau, schaut so aus: Und nun kommen wir kurz zum Hintergrund der Geschichte. Die Drogeriekette Superdrug wollte einfach mal der Frage nachgehen, wie denn der perfekte, Frauenkörper auf der ganzen Welt so verteilt ausschaut? Schönheit definiert sich immer anders, ist kulturell geprägt, wobei auch aktuelle Modeerscheinungen hier immer mit hinein spielen. Um nun dieser Frage genau nachzugehen, machte man ein Photo einer Frau und gab dieses eine Bild, Grafikerinnen aus 18 Ländern. Diese wiederum sollten das Bild mittels Photoshop so verändern, dass es dem Schönheitsideal der jeweiligen Landesbevölkerung entspricht. Die Ergebnisse, überraschen in Teilen nicht wirklich und dann doch erheblich. Hier kurz zur Info das Originalbild. Man erkennt, dass das für Spanien bearbeitet Bild, die Frau zwar schlanker zeigt, mit etwas mehr Taille, aber nicht wirklich dünn. Recht weiblich und mit runden Hüften. Schaut man sich dagegen ein anderes, südländische Land an, die Italiener, dann fällt der Unterschied schon sehr deutlich aus. Schaut sehr nach Laufsteg-Kultur aus. Überraschenderweise wird Italien nur noch von einem Land im Magerwahn übertroffen und das ist China. Barbie lässt grüßen. Unsere spanisch, sprechenden Länder aus Übersee und südamerikanischen Länder Venezuela, Argentinien, Mexiko, Columbien und Peru dagegen, bevorzugen kurvenreiche, aber nicht wirklich modell-dünne Frauen. Manchmal ein wenig mehr Hüfte oder Brust und natürlich darf auch nicht die passende Haarfarbe fehlen. Ich bin bei der spanischen Frau wirklich etwas überrascht, denn ich hätte gedacht, der ideale Frauenkörper würde doch etwas schlanker ausfallen. Auch ist es schade, dass hier der ideale Frauenkörper für die deutsche Frau fehlt. Das hätte mich auch interessiert. Und wie hätten die Frauen wohl ausgeschaut, hätten nicht Frauen den perfekten Frauenkörper in ihrem Land darstellen müssen, sondern Männer? Was wäre dann wohl beim Retuschieren heraus gekommen?
  4. Dieses Jahr ist Hitzerekordjahr in Deutschland. Gleich an zwei Tagen wurde in Deutschland ein neuer Hitzerekord von 40,3 Grad Celsius gemessen. Beides in Kitzingen, am 5. und 7. Juli 2015. Ganz Deutschland stöhnt angesichts dieser hohen Temperaturen und ich, ja ich find's geil 40,3 Grad, wie lächerlich ist das denn? In Spanien hat man im Juli 1994, in der Stadt Murcia, 47,2 Grad gemessen. Und so etwas ist kein statistischer Ausreißer, denn Temperaturen über 44,8 Grad Celsius, hat man schon 50 mal in Spanien gemessen. Nicht zwei mal 40,3 Grad, nein, 50 mal 44,8 Grad bis hin zu 47,2 Grad. Und glaubt mir eines, die 4,5 Grad bis knapp 9 Grad Unterschied, die merkt man deutlich bei diesen Temperaturen. Und warum finde ich es nun so toll, dass ganz Deutschland unter dieser Hitzewelle stöhnt? Nun, vielleicht weil ich mir ab und zu auch ein wenig Demut und Verständnis für andere Kulturen von den Deutschen wünsche. Nicht immer nur anderen vorschreiben wollen, wie die Dinge auf die Deutsche-Art gemacht werden, sondern evtl. auch mal berücksichtigen, dass gewisse Dinge anderswo halt nicht so wie in Deutschland erledigt werden können. Und hier fällt nun das Stichwort, "Siesta", mit deren teilweise mehrstündigen Mittagspause. Und dann hört man sie schon schimpfen, die deutschen Touristen, welche mit knallroten Köpfen, nicht selten auch mit einer ebenso rot-verbrannten Haut, in der mittäglichen Bruthitze herumlaufen und verzweifelt versuchen ein geöffnetes Geschäft zu finden. Dann geht aber erst richtig das Gemeckere los. W ist denn das hier für ein fauler Haufen und das es da ja kein Wunder sei, dass es Spanien und dem Rest des Südens so überaus schlecht geht. In Deutschland wäre so etwas nicht möglich, da würde durchgearbeitet, bla, bla, bla. Nicht selten sind es genau die Leute, die in Deutschland am Stammtisch mit Nachdruck fordern, die Ausländer sollten sich in Deutschland doch bitte zu 135 Prozent, der deutschen Kultur anpassen. Dabei versagen sie schon selbst im Urlaub, an lokalen Öffnungszeiten. Warum auch, sie bringen ja das Geld, sie sind Kunde und der ist bekanntlich König und dann sollen sich mal die Ausländer dort in Spanien, also sie Spanier, dem zahlender Tourist gegenüber anpassen. Immerhin geht es hier um Service der zahlenden Kundschaft gegenüber. Ja und daher freut es mich, dass es jetzt mal wieder so ein wenig heiß ist in Deutschland. Plötzlich merkt der Deutsche dann auch, dass diese arbeitsfreie Mittagszeit und das Verlegen der Arbeit in die kühleren Stunden, schon so ein wenig Sinn macht. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Temperaturen im Spanien und allgemein im Süden Europas, halt doch schon deutlich höher sind und das über Monate hinweg. Klar ist das was anderes, wenn ich da zum Urlaub bin, aus dem Pool oder Meer heraus mal schnell was einkaufen gehen möchte, um dann im Anschluss wieder ins kühle Wasser zu springen. Aber welcher normale Mensch geht schon in der brühenden Mittagshitze einkaufen und schleppt dann noch den Einkauf zurück? Genau, die Touristen aus Deutschland, um dann mit einem Kreislaufkollaps im Krankenhaus aufzuwachen. Sicher gibt es heute auch Klimaanlagen und die moderne, globalisierte Welt hat auch schon in Spanien Einzug gehalten. Wo die kleinen Geschäfte Mittags zumachen, laufen in den großen Discountern die Klimaanlagen auf Hochtouren und man kann super bequem ins Auto einsteigen, die Klimaanlage voll aufdrehen, ein paar Liter Sprit mehr verbrennen und zum Einkaufen klimatisiert hin und zurück fahren. Bequem und modern, aber sicher nicht wirklich vernünftig, und klima- und umwelttechnisch, auch mehr als bedenklich, dieser Fortschritt. Nichtsdestotrotz vermeiden zu dieser Jahreszeit die Spanier zu Recht, ins Freie zu gehen oder körperlich schwere Arbeit zu verrichten. Mittagessen um 14.00 Uhr und dann eine Siesta bis 16.00 Uhr oder 17.00 Uhr. So gestärkt kann man dann weiterarbeiten. Hätten unsere "tolleranten" und gut informierten, deutschen Touristen sich vorab über die Öffnungszeiten informiert, hätten sie entspannt am Mittag chillen können und dann bei angenehmeren Außentemperaturen, ihren Einkauf getätigt. Für einen heißen Sommer macht es natürlich keinen Sinn, die Arbeitszeiten und Gewohnheiten in Deutschland zu ändern, aber es sollte evtl. doch mal den ein oder anderen Deutschen zum Nachdenken zu bewegen, falls es wieder mal bei dem Wort Siesta anfängt, über die faulen Südländer herzuziehen. Es zeigt sich immer so leicht mit den Finger auf andere, wenn man nicht selbst in deren Haut steckt. Und in diesem Sommer, durften die Deutschen für einen kleinen Zeitraum und für ein paar Grad mehr als sonst üblich in Deutschland erfahren, wie man sich in der Haut eines Südländers fühlt, wen man ohne Klimaanlage in der brütenden Mittagshitze arbeiten soll. Denn es macht halt nicht immer Sinn, das deutsche Modell 1:1 auf andere Länder und Kulturen übertragen und erzwingen zu wollen
  5. Die Sache mit dem Recht ist immer so eine Sache und vor allem nicht immer jedem gleich recht zu machen. Pablo Picasso war einer der bedeutendsten Künstlern der Welt, prägender Künstler der Neuzeit und vor allem, er war Spanier. Seine Werke werden daher von Spanien als kulturell wertvoll eingestuft und ebenso von nationalem Interesse, weshalb die Ausfuhr von Picassos Werken strengstens reglementiert ist. Gleichzeitig erzielen Picassos Werke auf Auktionen Rekordsummen und sind begehrte Objekte für Anleger, Sammler und Spekulanten. Da ist es nur verständlich, dass hier die Interessen Spaniens, nicht immer mit den Interessen der Besitzer von Picassos Kunstwerken übereinstimmen. Aktuell geht es um das Gemälde "Kopf einer jungen Frau", welches dem Bankier Jaime Botín gehört. Er hatte wiederholt versucht, das auf 25 Millionen Euro geschätzte Bild, ins Ausland zu schaffen, um es so veräußern zu können. Da er aber schon auf der Liste der Fahnder stand, kam er mit seinem Bild nicht weit, dass seit langem auf seiner Jacht ist. Er wurde auf Korsika, in der Stadt Bastia, als er mit seiner Jacht im Hafen von Calvi anlegte, von den dortigen Zoll-Beamten schon erwartet. Die französischen Zollbeamten beschlagnahmten das Bild und die Guardia Civil überführte es nun nach Spanien. Der Besitzer ist darüber alles andere als erfreut und sieht sich dabei zu unrecht behandelt. Zum einen sei das Bild 1906 nicht in Spanien, sondern im Ausland gemalt worden. Er selbst hat es dann 1977 in London gekauft und auf seiner unter britischer Flagge fahrenden Jacht "Adix" aufbewahrt. Auch wenn die Jacht öfters im Hafen von Valencia gelegen habe, stand sie somit nie aus spanischem Territorium. Das Kulturministerium von Spanien sieht das Gemälde als nationales Kulturgut an, welches ins Ausland gebracht werden sollte. Botín behauptet, dass das Gemälde laut internationalem Seerecht ja zuvor nie spanischen Boden betreten habe und könne daher gar nicht ins Ausland gebracht worden sein, weil es da ja schon immer gewesen war. Eine juristisch gar nicht mal so eindeutige Sache und es wird sicherlich interessant sein zu erfahren, wie hier die Richter in Spanien entscheiden. Bis dahin wird das Gemälde, in einem Lager des Reina-Sofia-Museums in Madrid aufbewahrt. Jaime Botín war unter anderem jahrelang in führenden Positionen für die spanischen Banken Santander und Bankinter tätig. Er gehört zu einer Bänkerfamile die wesentliche Anteile an einigen der wichtigsten spanischen Banken halten
  6. In Spanien gibt es die unterschiedlichsten Formen des Stierlaufes. Der Toro de la Vega, bzw. Torneo del toro de la Vega, gehort wohl zu der selbst in Spanien, als umstrittenste Form des Stierlaufes. Dies äußerst sich nicht zuletzt auch durch die kritische Berichterstattung in den spanischen Medien über dieses Ereignis, wie auch die dabei ständig statt findenden Proteste. Dieses so genannte Turnier findet bei Tordesillas statt und hat den Kampf, die Jagd, das zur Strecke bringen des Stieres als Ziel. Selbst bin ich noch nicht so bewandert mit dieser Veranstaltung, daher stelle ich stellvertretend hier ein paar Videos ein. Toro de la Vega 2014 - Torneo en Exclusiva Las mañanas RTVE1. Debate sobre el Toro de la Vega. 17 sept. 2013 Toro de la Vega --España Directo- TVE
  7. Veranstaltungen mit Feuern und lauten Geräuschen, dass macht nicht nur Spaniern Spaß, besonders wenn es in einer so originellen Veranstaltung wie dem Feuerlauf (correfog) daher kommt. Da der Feuerlauf eine dynamische Veranstaltung gibt, beginnt dies an einem festen Startpunkt. Wer diesem gerne nahe erleben will oder gar richtig mitmachen möchte, sollte sich jedoch gleich vorab die richtigen Klamotten zurecht suchen. Keine leicht empflammbaren Kleidungsstücke wie gewisse Kunstfasern. Gerne auch lange Hosen, langärmliges Oberteil und geschlossenes Schuhwerk. Wer zudem dann unter dem Feuer, bzw. den Funken tanzen will oder durch entsprechende Funkenfontainen laufen möchte, der sollte sich zudem die Haare und Kopf mit einem Tuch und/oder Mütze bedecken, und ebenso auch den Mund. Diese Tücher dürfen auch gerne etwas angefeuchtet werden. Während bei den Zuschauern alle Altersgruppen vertreten sind, beschränkt sich die Gruppe der Aktiven so von ca. 10 Jahren bis ca. 45 Jahren. Hier kann man nun einige der Teilnehmer sehen, wie sie sich auf das Event vorbereiten. Ein sich vermummendes Paar. Kinder und Erwachsene treffen Vorbereitungen. Sie vermummen sich und schützen ihre Haare, um sich vor den Funken zu schützen. https://www.spanien-treff.de/gallery/image/7080-correfoc-leute-vermummen-sich-für-den-feuerlauf/ Für die Veranstaltung werden ausgewählte Straßenzüge abgedunkelt, in denen die Künstlergruppe ihr Live-Performance zusammen mit dem Publikum abhält. Drei Akteure von Els Cremats. Einer hat die Teufelskaputze angezogen. Ein Akteur mit einem Feuerwerkskörperstab Gerne wird dabei unter einem Funkenschirm getanzt. Einige Leute tanzen unter einem Feuerregenschirm Aber auch andere Vehikel und Konstruktionen,kommen hier als Funkenschleuder zum Einsatz. Das Fahrrad, mit dem die Akteure mit Feuerwerkskörpern durch die Straßen fahren. Nachschub bekommen die Akteure urch mitgeführte, rollende Kisten, aus denen sie ihren Feuerwerksvorrat immer wieder auffüllen. Die Proviant- und Nachschubkiste der Akteure Die Proviant- und Nachschubkiste der Akteure mit dem Namen Correcremants Da dies ein doch sehr dynamisches Ereignis ist, vermittelt hier ein Film einen etwas besseren Eindruck dieser Veranstaltung, als nur Bilder. Correfoc - Der Feuerlauf in Spanien Begleitet wird die Veranstaltung natürlich von der Feuerwehr und man sollte auch hier sich evtl. das erst einmal von fernen betrachten, bevor man meint, sich da mitten ins Getümmel zu stürzen. Vor allem sollte man wirklich auf seine Kleidung achten und hier gerne alte Sachen anziehen
  8. Spanien-Wissen: Feuerlauf - Correfoc

    Dieser Artikel zum Feuerlauf - Correfoc wird in der SpanienWiki weitergeführt: SpanienWiki: Feuerlauf Correfoc - Der Feuerlauf in Spanien
  9. Stierkampf: Tipps

    Tipps zum Besuch eine corrida de toros In der plaza de toros von El Puerto de Sta. María gibt es eine berühmte Kachelnformation, mit der Inschrift "QUIEN NO HA VISTO TOROS EN EL PUERTO, NO SABE LO QUE ES UN DIA DE TOROS." (Wer keine Stiere (im Sinn von corrida) in El Puerto gesehen hat weiss nicht was ein Tag der Stiere ist.) Sie enthält eine grosse Wahrheit - ein Tag der Stiere. Um ein corrida zu sehen und zu erleben braucht es gewisse Vorbereitungen, die natürlich unterschiedlich sind - je nachdem ob man seine erste corrida sieht, bereits aficionado ist oder selbst als torero involviert ist. Letztere werden diese Seite kaum lesen, aficionados wissen wovon ich rede, aber für den Leser der zum Erstenmal eine corrida sehen möchte sollen ein paar Ratschläge helfen, dass die Sache positiv erlebt wird und nicht mit einer Enttäuschung endet. Auf jedenfall sollte man sich erst etwas einlesen und versuchen mit der Sache vertraut zu machen. Wer gänzlich unverbereitet zu den Stieren geht wird in den meisten Fällen enttäuscht werden. Wie erfahre ich wo corridas stattfinden? In der Tagespresse und vor allem durch Plakate, die an den möglichsten und unmöglichsten Orten angebracht werden. Hier liest man auch, um was für eine Art corrida es sich handelt: corrida de toros = ein Stierkampf mit matadores und ausgewachsenen Stieren novillada = ein Stierkampf mit Jungmatadoren und etwas kleineren Stieren novillada sin picadores = ein Stierkampf mit Anfängern, die Stiere sind zu klein/jung für picadores. rejoneo = ein Stierkampf zu Pferd festival = ein Stierkampf mit jungen, kleinen Stieren, meist eine Benefizveranstaltung. Die toreros tragen nicht die traje de luces sondern die andalusische Tracht. Es kann sich sehr wohl um bekannte matadores handeln, oft auch ältere, die sonst nicht mehr aktiv sind. Eine Vorschau gibt es auch jeweils in den führenden Wochenzeitschriften über die corrida de toros, Aplausos oder 6Toros6. Tickets / billetes Karten kauft man an den bezeichneten Vorverkaufsstellen, (oft ist es eine Bar - in einem Dorf kann es auch schon mal der Pfarrer sein) oder direkt an der plaza. In grossen Städten wie z.B Sevilla besorgen einem in der Regel auch die Hotels Karten. Direkt vor der corrida kann man noch Karten an der plaza kaufen - es sei denn es heisst no hay billetes - es ist ausverkauft, was vor allem an ferias vorkommen kann. Bei grossen Ferias (z.B. Fallas Valencia, Feria de Abril in Sevilla oder bei San Isidro in Madrid) ist es fast aussichtslos am gleichen Tag ein billete zu bekommen. Da bleibt einem nur der Schwarzmarkt, wobei bei corridas mit grosser Nachfrage, also mit den Stars die Schwarzmarkpreise ins astronomische steigen. Bei den Sitzplätzen unterscheidet man zwischen den teureren Schattenplätze (sombra), die meist auch etwas näher am Geschehen sind, und die preiswerteren Sonnenplätze (sol), in einigen grossen Arenen gibt es auch sol y sombra. Normalerweise wird man tendido (Rang) kaufen, barrera ist die sehr teure erste Reihe. Es gibt auch Plätze ganz oben, die je nach plaza unter den unterschiedlichsten Namen verkauft werden. Da eine plaza de toros keine Säulen hat ist die Sicht überall uneingeschränkt, ausser vielleicht oben unter den Arkaden. Ausnahme - die berühmte, sehr alte plaza von Ronda, hier gibt es Säulen bis zur ersten Reihe, die Sicht ist ziemlich eingeschränkt. Die Plätze sind eingeteilt nach Rang-Nummer (also z.B tendido 1, tendido 2 etc.) und Platznummern. Es gibt plazas wo auf der einen Seite die ungeraden Nummern und auf der anderen Seite die geraden sind, ähnlich dem Hausnummersystem. Man muss sich also keine Gedanken machen wenn man z.B. die Plätze 43, 45 und 47 hat, es sind fortlaufende Nummern. In kleinen plazas der 3. Kategorie kann es auch vorkommen dass die Plätze nicht nummeriert sind, hier empfiehlt sich sehr frühzeitiges Erscheinen. Es ist - besonders Sonntags und bei ferias in der Stadt - üblich, sich sonntäglich zu kleiden, wobei die jüngeren Leute hier auch schon eher leger gekleidet sind. Über Touristen allerdings mit nacktem Oberkörper und Bikinioberteil lächelt man nachsichtig, empfindet es aber allgemein den toreros gegenüber und dem Stier - um dessen Tod es immerhin geht - als unhöflich. In der sombra ist man so absolut "underdresst". Damen empfehle ich Hosen, oft ist sehr wenig Platz und man muss breitbeinig sitzen. Mit grossen Rucksäcken kann es auf den Rängen sehr eng werden! Kann ich mein Kind mitnehmen? Im Prinzip ist dagegen nichts einzuwenden. Spanische Kinder wachsen natürlich mit den Bildern auf, wärend es für "unsere" Kinder eine fremde Welt ist. Man hat psychologische Untersuchungen bei Kindern gemacht, die regelmässig an corridas gehen und keinerlei Verhaltensstörungen oder ähnliches feststellen können. Trotzdem kam es zu Katalonien zu einem Verbot, Kinder unter 14 Jahren dürfen in dieser Region nicht an corridas. Kleine Kinder langweilen sich bei einer zwei- bis dreistündigen corrida oft, zumal das Geschehen für sie auch recht weit weg ist, finden dann aber auch oft Unterhaltung bei der Beobachtung des nächsten Publikums. Natürlich ist es schwer, wenn Fragen von Kindern kommen, auf die man selbst keine Antwort hat, aber wenn man den Kindern erklärt, dass man es selbst nicht weiss, geben sie sich damit zufrieden - man könnte ja das Angebot machen, dass man versucht sich später zusammen noch darüber zu informieren. Ich habe aber noch nie gehört, dass ein Kind nach einem Besuch einer corrida begann einem Tier Schmerz zu zufügen. Kinder können sehr wohl unterscheiden zwischen dem Geschehen in der der plaza und ihrem eigenen Umfeld. Meine Kinder sind es von klein auf gewohnt an corridas zu gehen und ich konnte nie einen negativen Einfluss auf ihr Verhalten gegenüber Tieren feststellen. Als sie grösser wurden und ihnen die Sache bewusster wurde haben sie sehr wohl viele Dinge hinterfragt. Heute im Teenageralter ist mein Sohn ein grosser aficionado, wärend meine Tochter höchstens ein bis zwei ausgesuchte corridas im Jahr besucht, jedoch hat auch sie ein grosses Wissen. Es geht los! Der Tag der corrida de toros ist da! Man sollte möglichst frühzeitig zur plaza kommen, vor allem wenn man mit dem Wagen da ist. Vielleicht muss man sich ja auch noch ein Ticket kaufen. Ausserdem beginnt in Spanien nichts so pünktlich wie eine corrida de toros. Man sollte noch etwas Zeit haben, um die plaza bummeln, sehen und gesehen werden ist nun bei der einheimischen Bevölkerung angesagt. Ganz wichtig - noch eine copita (ein Gläschen) in der nächsten Bar ist ein Muss. Wahrscheinlich ist sie bereits übervoll, davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, zur Bar durchschlängeln! Gestärkt sucht man dann seine Plätze auf - mein Rat: frühzeitig, denn den richtigen Eingang und die richtigen Plätze zu finden ist - je nach plaza - manchmal selbst für geübte corrida-Besucher eine Herausforderung! Meist sind einem aber Platzanweiser behilflich (ein kleines Trinkgeld ist willkommen!). In vielen plazas gibt es Sitzkissen zu leihen, der Erlös kommt meist dem Roten Kreuz zu Gute. Sollte man unbedingt tun, zwei bis drei Stunden auf einer Steinbank kann im wahrsten Sinne des Wortes hart werden. Und jetzt kann es endlich los gehen - der Sitznachbar rammt Dir seinen Ellbogen in die Rippen, die Lady hinter Dir piekst Dir ihre spitzen Knie in den Rücken, Du sitzt breitbeinig da, denn der Wohlbeleibte vor Dir sitzt zwischen Deinen Beinen, aber er vernebelt Dir sowieso die Sicht mit seinem puro (Zigarre) und die Dame zu Deiner Rechten treibt Dich zum Wahnsinn, wobei Du Dir aber nicht sicher bist - ist es das konstante Fächergewedel oder die Goldarmreifen, die dabei nervtötend klimpern - mit anderen Worten: die Atmosphäre ist einmalig! (Mit freundlicher Genehmigung von taurosidona) Bisher erschienen in dieser Artikelserie: Stierkampf: Tauromaquia Stierkampf: Der Stier Stierkampf: Der Torero Stierkampf: Arenen und Sonstiges Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros Stierkampf: Tipps Stierkampf: Vokabular PS: Unsachliche und irrelevante Kommentare werden entfernt.
  10. Nicht alles, was die Spanier so Kultur und Feiern nennen, erschließt sich den dortigen Ausländern, bzw. in diesem Fall, den Deutschen. Hier eine leicht satirische, polemische und vielleicht auch etwas spöttische Reportage dazu. Como ven los alemanes las Fallas 1ªparte Como ven los Alemanes las Fallas 2ªparte
  11. Stierkampf: Der Torero

    Es ist schwer torero zu werden Noch bis vor ca. 20. Jahren pilgerten die jungen Männer mit einem Bündel auf den Schultern von Stierzucht zu Stierzucht, immer in der Hoffnung, von einem Züchter eingeladen zu werden und von einem matador oder empresario (Mananger) entdeckt zu werden. Man nannte sie nach ihrem Bündelchen maletillas. Heute gibt es in Spanien Stierkampfschulen, in denen die angehenden toreros ihr Handwerk von Grund auf lernen. Sie beginnen als novillero mit jungen Stieren, die noch zu klein für den picador - den Lanzenreiter - sind (novilladas sin picadores). Kämpft der Jungmatador gut und hat er mindestens 25 corridas kann er in novilladas con picadores auftreten, hier sind die Stiere bereits etwas älter und grösser. Bei sehr guten toreros dauert diese Zeit ca. 3 Jahre, meistens jedoch länger. In heutiger Zeit bestehen die meisten spanischen Eltern darauf, dass die Söhne (oder Töchter) die Schule zu Ende bringen und vielleicht nebenher noch eine "bürgerliche" Ausbildung machen. In früheren Zeiten war dies oft die einzige Möglichkeit Armut und Hunger zu entkommen. Aber die Stierkampfschulen vereinfachen den Einstieg keineswegs, die novilladas finden häufig auf dem Land statt und die novilleros bekommen oft kein Geld. Die teure Ausrüstung - inklusive Tracht - plus Anreise etc. muss aus eigener Tasche bezahlt werden, so dass die Anfänge oft grosse finanzielle Belastungen für die Familien sind und mancher gute torero auf der Strecke bleibt. Wird der novillero in den Stand des matador erhoben, übergibt ihm bei seiner ersten corrida de toros der dienstälteste matador symbolisch seine muleta (rotes Tuch) und den Degen und läd ihn so ein, als erster in dieser corrida zu kämpfen. Diese Zeremonie nennt man alternativa. Der dritte matador fungiert dabei als Zeuge (testigo). Kämpft er zum Erstenmal nach der alternativa in Madrid wird die kleine Zeremonie wiederholt als confirmación. Oft trägt der neue matador zu diesen Anlässen eine weisse Tracht. Banderilleros, waren oft matadores, die in ihrer Karriere wenig Erfolg hatten und ein festen Gehalt als Angestellte dem unsicheren Künstlergeschäft vorziehen. Auch sie werden pro Kampf gezahlt, können jedoch auch noch in anderen cuadrillas arbeiten. Die grossen Stars unter den matadores haben 80-120 corridas pro Saison. Die picadores sind oft Landarbeitersöhne von Stierzuchten, die das Reiten gewohnt sind, oder ihre Väter und Grossväter waren schon picadores. Es gibt richtige Picador-Familien, in denen alle männlichen Mitglieder dieser Arbeit nachgehen. Was verdient ein matador? Oft werde ich gefragt, was ein matador verdient. Um die Wahrheit zu sagen - ich weiss es nicht. Finanzielles ist ein grosses Geheimnis, weder matadores noch apoderados (die Manager) oder empresarios (Vetreter der plaza) äussern sich diesbezüglich. Sämtliche Geldgeschäfte werden auch heute noch bar erledigt. Der matador wird für eine corrida pauschal bezahlt, davon muss er alle Kosten begleichen: seine Mannschaft, (drei banderilleros, zwei picadores, ein mozo de espadas, ein weiterer Helfer, ein Fahrer, der Manager). Dazu kommt die Ausrüstung: capas, muletas, Degen und nicht zuletzt die trajes de luces (ein vielbeschäftiger matador hat ca. 5-8). Plus Anreise und Hotelkosten. Da der matador pro corrida bezahlt wird gibt es Verdienstausfall für die gesamte Mannschaft im Falle einer Verletzung des Chefs. Die Topstars, man könnte sagen die Top-ten, die über längere Zeit an der Spitze stehen, können absolut zum Millionär werden, meist leisten sie sich eine grosse Finca, oft mit eigener Stier- oder Pferdezucht. Bei geschicktem Umgang mit dem Vermögen dürften sie ausgesorgt haben, auch wenn man bedenkt dass die Karriere relativ früh - meist zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Altersjahr, bereits zu Ende ist. Die grosse Mittelmasse kann es soweit bringen, dass sie mit ihrer Familie in gutem Mittelstand leben können, nach Beendigung der Karriere gehen sie oft einer Arbeit in der Stierkampfwelt nach, sei es als Manager, Vertreter einer plaza oder ähnliches. Läuft die Karriere nicht so gut werden matadores oft banderilleros und arbeiten als Angestellte eines Kollegen. Da sie die Arbeit als matador kennen sind sie begehrt und können gerade jungen matadores mit Rat und Tat beistehen. Man erlebt aber oft, dass matadores einige Jahre nach Beenden ihrer Karriere wieder zurückkehren, oft aus finanziellen Gründen. Die Cuadrilla Als cuadrilla bezeichnet man die Mannschaft des matadors. Sie besteht aus drei banderilleros, zwei picadores sowie einem mozo de espadas. Die banderilleros sind die eigentlichen Helfer des matadors, sie empfangen den Stier damit der matador den Stier beobachten und einschätzen kann, setzen die banderillas (daher der Name) und stehen bereit im Falle ihrem Chef etwas passiert. Die picadores sind Reiter, die den Stier im zweiten Drittel mit einem Lanzenstich beruhigen. Der mozo de espadas (Degenjunge) ist für die Ausrüstung zuständig, er bringt die traje de luces sowie die Tücher des matadors in Ordnung, hilft beim Ankleiden der engen Tracht und reicht währen der corrida dem matador die Utensilien. Oft wird dieser Job von einem Verwandten des matadors erledigt. Dazu kommt noch der Fahrer des Mannschaftswagens, meist ein Kleinbus. Warum sind toreros so seltsam angezogen? Der Stierkampf wurde urspünglich - vor 300 - 400 Jahren - von den Herrschaften und Königen zu Pferd gepflegt. Zu Fuss waren nur Helfer und Pagen. Als dann mehr und mehr der Stierkampf zu Fuss aufkam - sein Begründer in der heutigen Form soll Pedro Romero aus Ronda sein - wurden die Kleider der Pagen zugrunde gelegt. Auch der seltsame Hut (montera) ist den Dreispitzen der Reiter abgeguckt, wobei man vermutet, dass bei den Kleidern ursprünglich auch noch eine gewisse "veräppelung" der Herrenreiter dabei war. Die Tracht nennt man traje de luces (Lichtertracht) Der matador, der den Stier tötet (=matar), trägt eine goldbestickte Tracht, er kann jedoch auch silber, schwarze oder weisse Stickerei wählen. Seinen Helfern - den banderilleros - ist Gold verwehrt. Lediglich die picadores - tragen Goldstickerei, ein Relikt aus früherer Zeit, als die Reiter die Hauptpersonen waren. Der Hut des picadors - castoreño - stammt aus einer alten Volkstracht. Das "Zunftzeichen" der toreros war früher ein Zopf, die coleta. Wenn ein junger Bursche offiziell torero wurde durfte er sich das Haar wachsen lassen und sich einen Zopf flechten. Dieser wurde dann oft unter ein Haarnetz gesteckt. Heute tragen sie nur noch einen Knopf mit daran angebrachtem Zöpfchen, der vor dem Kampf angesteckt wird. Beendet ein torero seine Karriere wird ihm bei seinem letzten Kampf das Zöpfchen abgeschnitten. So spricht man beim Beenden der Karriere von "cortar la coleta" - den Zopf schneiden, ein Ausdruck den man in Spanien auch ausserhalb der Stierkampfwelt hört anstelle unseres "an den Nagel hängen". Frauen Vor ca. 25 Jahren kämpfte die Stierkämpferin "Angela" um Gleichberechtigung und erreichte, dass das in Spanien gültige Stierkampf-Verbot für Frauen aufgehoben wurde. Sie wurde jedoch nie "matadora", dies schaffte als erste Spanierin die auch bei uns durch TV bekannte Cristina Sánchez. In den Stierkampfschulen sieht man nun zwar öfters Mädchen, kaum eine gelangt jedoch weiter als zum Stand des novilleros. In Südamerika war es Frauen erlaubt und auch als rejoneador durften sie kämpfen. In den 60er/70er Jahren gab es viele rejoneadoras, im Moment gibt es aber auch in dieser Sparte keine Frau von Bedeutung. Bis das Gesetz gekippt wurde, dass Frauen als torero kämpfen dürfen, war es Frauen sogar verboten den callejón - die Gasse um das Rund, in dem sich die nicht aktiven toreros und Helfer aufhalten - zu betreten. Heute wäre dies schon deswegen nicht mehr möglich, da während der corrida auch Veterinärinnen, Ärztinnen, Polizistinnen usw. ihren Dienst im callejón versehen. Wohlgemerkt, wir sprechen von einem Land, in dem die Stadt Bilbao schon eine Bürgermeisterin hatte, als die Schweizerinnen noch kein Stimmrecht besassen und in dem in Militär und Guardia Civil schon lange vor Deutschland Gleichberechtigung herrschte. Inzwischen gibt es auch Damen die in der Präsidentenloge den Vorsitz haben. Die Ehefrauen und Mütter der toreros blieben noch bis vor wenige Jahren traditionsgemäss zu Hause und beteten. Erst in den letzten Jahren sieht man die "modernen" Mütter an der corrida ihrer Söhne, die Ehefrauen allerdings bleiben nach wie vor meist zu Hause, halten aber per Handy Kontakt. Natürlich werden toreros oft verletzt! In grösseren plazas gibt voll funktionsfähige Operationsräume, in kleinen plazas steht eine mobile Unfallstation bereit. Früher gab es viele Tote, dank der Erfindung des Penicillins kommen heute jedoch seltener toreros um. So wurde dem Erfinder Dr. Fleming ein Denkmal errichtet, das heute vor "Las Ventas", der plaza von Madrid steht. Oft sind die Verletzungen jedoch gar nicht vom Horn, sondern rühren vom Sturz aus grösserer Höhe, wenn der torero in die Luft geschleudert wird. Auch durch einen Stoss der Aussenrundung des Horn kann es zu schweren inneren Verletzungen kommen. Früher waren toreros nicht versichert, keine Versicherung nahm das Risiko auf sich. So wurde eine Art Fond gegründet, der in Madrid ein Stierkampfkrankenhaus unterhielt. Das Haus wurde ausserhalb der Saison geschlossen, die Ärzte waren Spezialisten auf Hornverletzungen und die toreros wurden auf schnellstem Weg jeweils nach Madrid gefahren. Es gab Tage im August, da war das kleine Haus übervoll, einmal wurde es jedoch auch für einen einzigen Patienten einen Winter lang offen gehalten. In den 70er Jahren wurde es aus Kostengründen geschlossen, heute werden die toreros in den örtlichen Krankenhäusern behandelt, im Bedarfsfall wird ein Spezialist für Hornverletzungen zugezogen. Inzwischen gibt es sogar einen "Stierkampfchirurgen-Kongress", bei dem sich die Spezialisten aus den Stierkampfländern treffen und austauschen. Trotzdem gibt es auch heute noch Tote, so erwischte der Star-banderillero Manolo Montoliú vor einigen Jahren in Sevilla ein Horn mitten ins Herz, ebenso in den 80er Jahren "El Yiyo", ein junger vielversprechender matador. Bei beiden hatte es den unmittelbaren Tod innerhalb von Minuten zu Folge. Für "El Yiyo" steht ein Denkmal vor "Las Ventas" in Madrid, für Montoliú vor der plaza von Valencia. 1984 starb Starmatador Francisco Rivera "Paquirri", er wurde in Pozoblanco, einem kleinen Ort bei Córdoba, verletzt und starb auf dem Weg nach Córdoba ins Krankenhaus, vermutlich an einer Embolie. Sein Denkmal steht übrigens vor der grossen plaza von El Puerto de Sta. María. Ein anderer der ganz Grossen, Julio Robles, starb 2001. Ein Stier hatte ihn zehn Jahre vorher in Frankreich auf die Hörner genommen. Er hatte keine Hornverletzung, jedoch erlitt er eine Querschnittlähmung beim Aufprall auf dem Boden. Er starb zehn Jahre später an einer Sekundärkrankheit. Nach seinem Tod wurde in seiner Heimatstadt Salamanca Trauer befohlen, er wurde mit allen Ehren im Rathaus aufgebahrt, auch er hat ein Denkmal, es steht vor der plaza von Salamanca. Ebenso hatte der Franzose "Nimeño" Lähmungen nach einem Unfall, konnte zwar wieder laufen, jedoch nicht mehr kämpfen - er nahm sich darauf das Leben. Sein Denkmal steht vor der plaza von Nimes. Dem matador Juan José Padilla durchstach ein Horn vollständig den Hals, vier Wochen später stand er wieder in der Arena. Länger brauchte er, als ihm ein Stier bei einem Stoss mit dem Körper den Magen verschob. Dem matador Juan Mora wurde im Oberschenkel Arterie und Vene aufgerissen, eine Verletzung die normalerweise innerhalb Minuten zum Tod führt. Er hatte das Glück in der Nähe einen guten Gefässchirugen zu haben, sieben Monate später stand er wieder in der Arena. Alles in allem gibt es pro Saison sehr viele Verletzungen, die meisten sind Hornverletzungen im Oberschenkel. Verehrung und Stars Matadores - vor allem natürlich die Stars - geniessen hohes Ansehen und man schmückt sich gerne mit ihnen. Kaum eine Ausgabe der spanischen yellow press (in Spanien prensa rosa genannt), in der nicht über den einen oder anderen matador zu lesen ist und auch im Fernsehen wird in den einschlägigen Magazinen gerne über sie berichtet. Besondere Beachtung geniessen natürlich matadores, die mit bekannten Sängerinnen oder Flamencotänzerinnen verheiratet sind, eine Verbindung die es öfters gibt. Enrique Ponce - einer wenn nicht DER Star im Moment - war zu Gast an der Hochzeit von Kronprinz Felipe (das einzige Gesicht das meine Tochter im TV erkannte, dafür die einzige Persönlichkeit, die der Kommentator des deutschen Fernsehens NICHT kannte...) und jedes Jahr wird bei der Preisverleihung der Bellas Artes (schönen Künste), vorgenommen von S.M. König Juan Carlos I, auch ein matador berücksichtigt. Die Hochzeiten von den Stars El Cordobés (mit einer Stierzüchter- und Industriellentochter), Fran Rivera (mit der Tochter der Herzogin von Alba) und Enrique Ponce (mit der Tochter eines ehemaligen matadors und heutigen empresarios) wurden live im Fernsehen übertragen. Matadores, die durch den Stier umkamen, bekommen natürlich ihr Denkmal, in Spanien ist es aber absolut möglich schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt zu bekommen, meist in ihrer Heimatstadt. So steht z.B. vor der plaza de toros La Maestranza von Sevilla ein Denkmal für Curro Romero, der nicht weniger wie vierzig (!) Jahre jedes Jahr zu Palmsonntag in dieser plaza auftrat. Und vor der plaza von Sanlúcar de Barrameda steht schon seit vielen Jahren eine Büste von Lokalmatador José Martínez "Limeño". Gerne benennt man auch Strassen nach matadores. Religiosität und Aberglaube In einem streng katholischen Land wie Spanien spielt Glaube und Religiosität natürlich auch bei der corrida de toros, wo es ja um Leben und Tod geht, eine grosse Rolle. Früher besuchten matadores oft am Morgen vor der corrida die Messe, etwas das heute in der modernen Zeit nicht mehr so streng gehandhabt wird. Allerdings beten auch heute noch die meisten matadores vor der corrida beim Ankleiden in ihrem Hotelzimmer, wo meist ein kleiner Altar aufgebaut wird, mit Familienfotos, Heiligenbilder und ähnlichem. Meist wird auch eine Kerze angezündet, die während der Dauer der corrida brennen sollte. Bei einer so traditionellen Sache wie der corrida de toros findet man auch einige abergläubische Dinge, denen sich kaum jemand entziehen kann. Geschichten und Legenden "beweisen", dass halt doch hinter manchen Aberglaube auch ein Fünkchen Wahrheit steckt, so als der matador Jaime Ostos seine dreizehnte Verletzung an einem dreizehnten von einem Stier mit der Zuchtnummer 13 hatte, zumal er auch ein Hotelzimmer mit - ja was wohl - der 13 hatte. Verpönt sind trajes de luce mit der Farbe gelb, diese Farbe symbolisiert den Tod. Unglück soll es auch bringen, einen Hut auf ein Bett zu legen, so dass man dies tunlichst unterlassen sollte seinen Cordobeser- oder Sonnenhut abzulegen, besucht man den torero vor der corrida. Manche reagieren allergisch auf Leichenwagen, die den Weg zur plaza kreuzen. Dazu kommen natürlich noch jede Menge persönliche Glücksbringer und Unglücksboten, so wusste sich ein matador nur sicher wenn sein Manager während der corrida seine Uhr am Handgelenk trug. Auch wärend der corrida kann ein aufmerksamer Zuschauer diesbezüglich einiges beobachten. Schon beim Betreten des ruedo zum paseíllo klopfen einige an die Holzbarrikade, das traditionelle "Holzanlangen". Manche zeichnen vor dem paseíllo mit dem Fuss ein Kreuz in den Sand oder bekreuzigen sich. Manche matadores bekreuzigen sich bevor "ihr" Stier den toril verlässt, einige tragen ein Abbild ihrer Madonna als Krawattennadel und sprechen nochmals ein kurzes Gebet. Viele matadores wollen gar nicht hinsehen wenn der Stier den toril verlässt und verstecken sich hinter der Schutzwand oder ihrer capa. Widmet ein matador den Stier dem Publikum wirft er die montera über die Schulter in den Sand. Landet sie mit der Öffnung nach unten soll es Glück bringen, Öffnung nach oben bringt Unglück - sie erinnert dann an einen offenen Sarg! (Mit freundlicher Genehmigung von taurosidona) Bisher erschienen in dieser Artikelserie: Stierkampf: Tauromaquia Stierkampf: Der Stier Stierkampf: Der Torero Stierkampf: Arenen und Sonstiges Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros Stierkampf: Tipps Stierkampf: Vokabular PS: Unsachliche und irrelevante Kommentare werden entfernt.
  12. Stierkampf: Der Stier

    Wo kommt der Stier her? In Spanien gibt es einige hundert Stierzüchtereien, dazu noch einige in Portugal und Südfrankreich, sowie in allen lateinamerikanischen Ländern in denen es Stierkämpfe gibt (Perú, Ecuador, Venezuela, Kolumbien, Mexiko). Eine Zucht hat einige Dutzend Zuchtstiere, man rechnet auf einen Stier 30 - 50 Kühe. Ein Stier darf bis zum Kampf keinem Menschen mit einer capa oder muleta (die Tücher) begegnen, da er ausserordentlich schnell lernt und nicht vergisst. In der plaza wüsste er sofort, dass er nicht auf das Tuch, sondern auf den Menschen geht. Hin und wieder gibt es Stiere die schnell lernen, dies endet für den torero meist im Krankenhaus. Die Tiere stehen als Herde und nach Alter zusammen auf riesigen Weiden. Jede einzelne Herde - auch die der Kühe - wird von einem ausgewachsenen Stier "bewacht". Sie sind sehr aufmerksam, meiden in der Regel allerdings den Menschen. Selbst das Klicken einer Kamera lässt sie bereits in einer Entfernung von ca. 80m alarmiert aufblicken. Als Einzelgänger sind sie absolut gefährlich und auch fähig schon mal ein Auto anzugreifen. Die Kühe sind dabei oft noch gefährlicher wie die Stiere, da sie ihre Kälber verteidigen und ausserdem wendiger sind wie Stiere. Öfters kommt es zu Revierkämpfe und Kabbelein zwischen den Stieren, dies kann zu Verletzungen bis hin zum Tod eines Stieres führen. Da ein Stier, wenn er für die corrida de toros vorgesehen ist doch einen beträchtlichen Wert darstellt schützen seit geraumer Zeit einige Züchter die Hörner mit einer Glasfiberummantelung, die sich leicht wieder abziehen lässt. Ein nicht ganz unumstrittener Vorgang. Jede Zucht hat ein eingetragenes Brandzeichen. Jeder Stier bekommt einen Namen, abgeleitet vom Namen der Mutter (Malagueño ist der Sohn von Malagueña usw.), sowie eine Zahl, die im Zuchtbuch eingetragen wird. Die Stiere aus den verschiedenen Zuchten haben jeweils verschiedene Charaktere, sowohl im Aussehen wie auch im Charakter der Tiere, eine Zucht hat z.B. Stiere mit grösseren Hörnern, andere mit kleineren Köpfen, wieder andere mit kürzeren Körpern oder sie sind wendiger etc. Es gibt matadores die eine bestimmte Zucht einer anderen vorziehen oder sich gar weigern mit Stieren einer bestimmten Zucht zu kämpfen - dies können sich aber natürlich nur die Stars leisten. Gute Stiere sind namentlich bekannt, ebenso natürlich Stiere, die einen torero auf dem Gewissen haben. Den Tod des berühmten matadors Manuel Rodríguez "Manolete" wird man immer mit dem Stier Islero aus der Zucht Miura in Verbindung bringen, ebenso wie beim Tod von Francisco Rivera "Paquirri" immer Avispado genannt wird. Jeder Matador wird sich Zeit seinen Lebens auch an den Namen des Stiere seiner alternativa erinnern oder an den Stier mit dem er einen aussergewöhnlichen Triumph feierte. Im Alter von ca. zwei Jahren wird der junge Stier auf seinen Mut erprobt im acoso y derribo: er wird von zwei Reitern mit langen Lanzen (garrocha) von der Herde getrennt, über die Weide gejagt und dabei mit der garrocha zu Fall gebracht. Greift er anschliessend das Pferd des anwesenden, ebenfalls mit einer garrocha bewaffneten picador - meist der mayoral der Zucht - an, hat er die Mutprobe bestanden, ansonsten wird er als Fleisch verkauft. Die garrocha hat eine kleine Spitze, die das Tier etwas piekt, jedoch keine Verletzungen herbeiführt. Mit garrochas werden auch die Herden geleitet. Bei bestandener Mutprobe darf er weitere Jahre auf die Weide, bis er im Alter von vier Jahren zu "Jungstierkämpfen" (novilladas) oder im Alter von fünf Jahren zu Stierkämpfen verkauft wird. Ausserordentlich gute und schöne Stiere sowie Stiere die beim Kampf begnadigt wurden gehen in die Zucht. Bei der tienta (od. auch tendadero) werden die jungen Kühe erprobt, sie allerdings mit Tüchern in einer kleinen Arena, die zu jeder Zucht gehört, mit dem Nebeneffekt, dass hier Anfänger und auch matadores bei dieser Gelegenheit üben können. Auch sie werden zu dem mit der garrocha bewaffneten picador geführt. Man sagt, der Stier erbt die Kraft und den Mut vom Vater und die Wildheit von der Mutter. Vier bis fünf Jahre ist der Stier auf der Weide. Hat er das nötige Alter erreicht wird er an eine plaza de toros verkauft, in der Regel sechs Stiere plus ein Ersatzstier resp. zwei Ersatzstiere für eine 1.Klasse-plaza, im Falle ein Stier wärend der corrida ausgewechselt werden muss. Die kann passieren wenn der Stier z. B. sich im Stall der plaza verletzt oder zu Beginn total inaktiv ist. Der Preis eines Stieres einer namhaften Zucht in einer 1.Kl.plaza kann 10'000 Euro übersteigen. Schon Wochen vor der corrida wird die Gruppe von den Herden getrennt und kommt auf eine eigene Weide, um sich aneinander zu gewöhnen. Wie kommt der Stier in die plaza? Als es noch keine Lastwagen gab wurden die Stiere von Reitern in die entsprechenden Städte getrieben. Musste man eine Ortschaft durchqueren ritt ein Reiter mit einer Glocke voraus und warnte die Bevölkerung, die dann in den Häusern verschwand. Als Tradition haben sich daraus die morgendlichen Stierrennen wärend des San Fermín-Festes von Pamplona erhalten. Es handelt sich dabei um die Stiere der corrida am Nachmittag, die von einem corral in die plaza getrieben werden. Heute werden die Stiere mit Lastwagen in die jeweiligen plazas gebracht, wobei jeder Stier einzeln in einer Box steht. Öfters sieht man auf der Strasse solche Lastwagen mit Kisten, beschriftet mit ganado bravo oder toros de lidia. Am späteren Vormittag vor dem Kampf werden sie den Veterinären, der Öffentlichkeit - vertreten durch den Präsidenten der plaza und der Guardia Civil - sowie den Vertretern der matadores vorgestellt. Die matadores selbst nehmen nie teil. Die Stiere werden gewogen und dann werden die Paarungen nach Grösse und Gewicht zusammengestellt, so dass nicht ein matador zwei grosse und der Kollege zwei kleine toros bekommt. Dazu werden die Zuchtnummern der Stiere auf kleine Zettelchen geschrieben, die jeweiligen Zettel eines Paares zusammengeknüllt zu einer kleinen Papierkugel und die drei Kügelchen (3 mal 2 Stiere) in den Cordobeser-Hut des mayorals (*) gesteckt, darauf kommt gegengleich ein zweiter Hut, das ganze wird geschüttelt und die Vertreter der matadores ziehen dann das jeweilige Stierpaar. Alsdann werden die Stiere getrennt und bis zum Nachmittag einzeln in Boxen getrieben. (*) Mayoral ist der Vorarbeiter der Zucht und somit verantwortlich für die Stiere. Er begleitet die Stiere zum Kampf und ist dafür verantwortlich, dass die toros in gutem Zustand an die plaza ausgeliefert werden. Als Vertreter der Zucht trägt er am Tag des Kampfes die andalusische Tracht, grau gestreifte Hosen mit hellem Umschlag, Stiefel, kurze Jacke und "Cordobeser"-Hut mit breiter gerader Krempe. Diese Tracht tragen alle mayorales, auch die Nordspanier. (Mit freundlicher Genehmigung von taurosidona) Bisher erschienen in dieser Artikelserie: Stierkampf: Tauromaquia Stierkampf: Der Stier Stierkampf: Der Torero Stierkampf: Arenen und Sonstiges Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros Stierkampf: Tipps Stierkampf: Vokabular PS: Unsachliche und irrelevante Kommentare werden entfernt.
  13. Stierkampf: Tauromaquia

    Mir ist klar, dass dies ein sehr kontroverses Thema ist. Ich möchte hier ein paar wissenswerte Dinge rund um den Stierkampf erzählen, oft auch Kleinigkeiten, von denen man in Büchern nichts liest. Auch der Ablauf einer corrida de toros wird beschrieben. Am Ende findet man ein paar praktische Tipps wenn man eine corrida besuchen möchte. Ich bin bewusst nicht auf die Geschichte der corrida de toros eingegangen, dies würde den Rahmen hier sprengen. Ich benutze hier einige spanische Worte resp. Fachausdrücke. Weiter hinten findet man auch ein Vokabular. Nur soviel zu Beginn - ich schreibe hier von plaza (genau plaza de toros), damit ist natürlich die Arena gemeint (Arena heisst auf spanisch Sand und wird nicht für das Gebäude benutzt). Auch ist die Rede von matador für den Mann, der den Stier tötet, natürlich betrifft dies aber auch den novillero - (Jungmatador). Der Ausdruck torero beinhaltet alle aktiven Teilnehmer, also matador/novillero, aber auch banderilleros und picadores. (Ein torrero mit zwei r- wie oft fälschlich auf deutsch geschrieben - ist übrigens ein Turmwächter...). Spanische Worte schreibe ich - der Sprache folgend - klein, so auch die im Deutschen gebräuchlichen Worte matador oder torero. Ziele der corrida de toros Parar – templar – mandar – die Grundlagen der Tauromaquia. Parar = den wilden Stier, dessen Instinkt auf Angriff steht, zu bremsen. Templar = den nun bereits etwas gesammelten Stier zu beruhigen. Mandar = das wilde Tier soweit zu bringen, dass es dem Willen des körperlich unterlegenen Menschen folgt. Diese Arbeit erfolgt mit der muleta im dritten Teil des Kampfes, wo der Stier dem Tuch bis zum Höhepunkt, dem Todesstoss, folgt. Ohne Tod des Stieres wäre dies letztendlich der absolute Sieg des Tieres über den Menschen. Pro + Contra Was spricht für die corrida de toros – ohne corrida würde die Zucht dieses Tieres eingestellt, da sie nur als Fleischproduzent zu aufwendig ist und der Stier selbst zu gefährlich. Der toro bravo ist eine der wenigen wenn nicht die einzige noch erhaltene Rasse, die auf das alte Ur-Rind zurückgeht und. Mit dem toro bravo würden in Spanien auch riesige Ländereien mit Korkeichen und ähnlichen schützenswerten Gewächsen verschwinden. Das Argument, dass diese Rinderrasse auch ohne corrida de toros weitergezüchtet würde greift nicht, es kann sich rein finanziell kein Züchter leisten, so eine wilde Rasse, die grosse Ländereien braucht, nur fürs Schlachthaus zu züchten. Auch würden die Tiere - ausser ein paar Zuchtstiere - gar nicht erst fünf Jahre alt. Natürlich könnte die Menschheit ohne corrida de toros auskommen. Wie gesagt, die Weideflächen würden verschwinden und somit auch die Landflächen, die auch Heimat vieler zum Teil noch seltener Tiere sind, Vogelarten, aber z.B. auch Chamäleone usw. Die Arenen würden verfallen, abgerissen oder für andere Zwecke gebraucht und viele Menschen würden erst mal arbeitslos. Es würde ein spanisches Kulturgut - vom König als solches eingestuft - verschwinden. Oft wird mir die Frage gestellt, warum man an corridas geht. Ich glaube eine schlüssige Antwort darauf kann niemand geben, es ist eine Faszination des Zusammenprallens zwischen Mensch und Tier, Kultur und Natur, die Dominanz des Geistes über die pure, rohe Kraft. Und dabei immer das Suchen nach der "perfekten faena" - der perfekten und eleganten Arbeit. In Mitteleuropa hört man oft den Ausdruck "blutrünstiges Publikum", es wird unterstellt, dass alle Leute an corridas gehen, weil es ihnen Spass macht Tiere zu quälen, man hat den aficionados auch schon vorgeworfen, ihre Kinder zu schlagen und ähnlichen Unsinn. Ich denke, bevor man sich zu solchen dümmlichen Aussprüchen hinreissen lässt sollte man wirklich eine corrida besuchen und sich mal im Publikum umsehen. Oft wird von Stierkampfgegnern ins Feld geführt, ohne ausländische Touristen gäbe es keine corrida de toros mehr. Auch das stimmt so nicht, denn die bekanntesten Kämpfe, mit regelmässig vollen Arenen finden in Gegenden statt, in denen nur wenig Tourismus herrscht. Ich glaube kaum, wenn im Sommer in Bilbao die plaza mehrere Tage mit jeweils rund 15'000 Menschen gefüllt ist, dass dies vor allem Ausländer sind. Dasselbe gilt auch für Orte wie San Sebastián, Albacete usw. und auch Madrid dürfte kaum einen Monat lang zu San Isidro im Mai/Juni täglich 23'000 Ausländer mobilisieren. Übrigens gibt es auch Gegenden in Spanien, in denen die corride de toros nie Fuss gefasst hat, Galicia und Asturia. Schmerz – da der Stier in einer absoluten Ausnahmesituation ist, von der Herde getrennt und auf unbekanntem Gebiet, greift er an, der Adrenalinspiegel steigt. Dies hält ca. 20 Minuten an und ist mit ein Grund, warum der Stier nach dieser Zeit tod sein sollte. Es wurden schon wissenschaftliche Untersuchungen gemacht mit Sensoren über das Schmerzverhalten und festgestellt, dass der Stier zu diesem Zeitpunkt keinen Schmerz verspürt. Von Tierschützer vorgebrachte Argumente – da kursieren die seltsamsten und unausrottbaren Gerüchte wie der Stier bekomme die Stimmbänder durchgeschnitten damit er nicht vor Schmerz brüllen kann. Argument siehe oben – hin und wieder hört man auch mal einen Stier, dass er ein muhen von sich gibt, dies ist aber weit entfernt von „vor Schmerz brüllen“, beweist aber, dass er absolut seine Stimmbänder noch hat. Vor der corrida Beine mit Terpentin einstreichen, Nüstern oder Augen mit Vaseline einstreichen, Sandsäcke auf Nieren, Abführmittel und ähnlichen Unsinn wäre absolut kontraproduktiv, entweder würde der Stier mit solcher „Behandlung“ absolut unberechenbar und somit ausserdordentlich gefährlich für den matador (wäre also auch das Gegenteil von dem was die „Tierschützer“ unterstellen) oder der Stier würde tatsächlich keinerlei Angriff starten, was letztendlich nicht weniger gefährlich wäre. Überlegen wir also mal wer Interesse an so ein „Behandlung“ hätte - das Management der plaza? Die corrida wäre ausserdordentlich schlecht, bei Wiederholung würde das Publikum fern bleiben und das finanzielle Desaster wäre vorprogrammiert. Der Züchter? Von einem Züchter mit schlechten Stieren würde keine plaza mehr Tiere abkaufen. Der matador? Mit solchen Stieren, die nicht angreifen kann er nicht triumphieren, also will ihn keiner mehr sehen und auch er darf sich um einen neuen Job bemühen. Aber natürlich ist auch bei der corrida de toros viel Geld im Spiel und damit kommen tatsächlich auch hin und wieder unschöne und verbotenen Dinge vor. Als Hauptärgerniss wäre da das „rasieren“ der Hörner zu nennen, man feilt die Hornspitzen etwas kürzer. Wie ein Mensch, der wenn er etwas greifen möchte, genau weiss wie lange sein Arm ist so weiss auch der Stier genau wie lange seine Hörner sind. Sind nun die Hörner kürzer wird er natürlich ins Leere stossen. Sehr oft werden Hörner nach der corrida wissenschaftlich untersucht ob sie manipuliert wurden und wenn es sich herausstellt wird der Züchter mit hohen Strafen belegt. Kontrollorgan über den Stierkampf ist übrigens das Innenministerium. (Mit freundlicher Genehmigung von taurosidona) Bisher erschienen in dieser Artikelserie: Stierkampf: Tauromaquia Stierkampf: Der Stier Stierkampf: Der Torero Stierkampf: Arenen und Sonstiges Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros Stierkampf: Tipps Stierkampf: Vokabular PS: Unsachliche und irrelevante Kommentare werden entfernt.
  14. Tiro y arrastre ist ein spanischer Pferdesport, welcher in Spanien, insbesondere in der spanischen Region von Valencia gepflegt wird. Die Pferde ziehen bei diesem Wettbewerb einen Schlitten, welcher bei fortschreitender, zurückgelegter Distanz, mit zusätzlichen Sandsäcken beschwert wird. So wird dann ermittelt, welches Zugpferd über die größere Stärke und Ausdauer verfügt. Dieses erinnert mich an die mechanischen Variante und Motorsport, dem Tractorpulling, bei welchem ähnlich wie hier, die Zugmaschinen einen Bremswagen ziehen müssen, welcher den Widerstand bei fortschreitendem Weg, kontinuierlich erhöht. Das Tiro y arrastre, wird auf einem landwirtschaftlichen Wettkampf zugeschrieben, welcher in Spanien erstmals 1944 ausgetragen wurde, um den stärksten Percheron zu ermitteln. Der caballo percherón, ist eine Kaltblut-Pferderasse. Bei diesem Lastenziehen der Pferde, treten die Lastpferde in unterschiedlichen Gewichtsklassen an. Diese sind 0-120 kg, 120-220 kg, 220-320 kg, 320-420 kg, 420-520 kg, 520-bis unendlich. Dabei treten auch Zweier- und sogar Dreiergepsanne an. Die folgenden Bilder wurden bei den fiestas patronates von Benicarló, in der nördlichen Region von Valencia gemacht. Die hier zu sehenden Pferde sind deutlich der kleineren Gewichtsklasse zuzuordnen. Die Strecke ist mit Sand ausgelegt und hat eine Länge von 50 oder 60 Meter Länge und eine Breite von 3 Meter. Auf dieser ist das Misshandeln des Pferdes ausdrücklich verboten. Das Ziel des Wettbewerbes ist es, die Strecke in kürzester Zeit zurückzulegen. Dabei müssen drei vorgeschriebene und angezeigte Pausen, eingehalten werden. Pferde Lastenziehen - Tiro y arrastre - Horse pulling - Zugpferde-Lastenschleppen Zugpferd am Wagen Zugpferde am Wagen Braunes Zugpferd mit Kumt als Geschirr Schwarzes Zugpferd mit Kumt als Geschirr Hellbraunes Zugpferd mit Kumt als Geschirr
  15. Wenn man selbst durch eine so kleine Stadt wie Benicarló durch die Gegend zieht, trifft man auf das ein oder andere, was Spanien so im kleinen ausmacht. Einige dieser Dinge sind noch Nachwirkungen der Vergangenheit und andere immer noch fester Bestandteil des dortigen Lebens. Ein weißer Seat 127 in Benicarló. Dieses Fahrzeug war der Nachfolger des Seat 850 und Vorgänger des Seat Fura. Er wurde in den Jahren 1972–1982 produziert und hatten bei einem 4 Gang-Getribe, zwischen 34,5 kW / 47 PS bei einem 903 cm³ Hubraum und später 38 kW / 52 PS bei einem Hubraum von 1010 cm³. Damit schaffte er in der ersten Version 140 km/h und in der zweiten Version bis zu 145 km/h. http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6836-weißer-seat-127-dreitürer-in-benicarló/ Das Vespacar des italienischen Herstellers Piaggio auf diesem Bild ist ein Ape 50 und damit das kleinste Modell aus der Ape-Familie. as Fahrzeug hat einen 50-cm³-Einzylinder-Zweitaktmotor bei 1,8 kW / 3 PS. Damit erreicht er knapp 40 km/h und kann eine Nutzlast von 200 kg transportieren. Auf drei Rädern fährt es scih wie eine Vespa, nur das man dabei eine Fahrerkabine hat und Sachen transportieren kann. Sehr nützlich bei engen Straßen, da das Fahrzeug schmal und ebenso wendig ist. Gezählt wird es zu den Kleintransportern http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6837-ape-50-vespacar-von-piaggio-in-benicarló/ Diese Leute, entscheiden sich mal Spontan ihren Picknick auf dem Bürgersteig am Stand von Benicarló zu veranstalten. Also Kofferraum auf, Stühle und Tisch dort aufgebaut und schon kann das Essen los gehen. Im Hintergrund sieht man Vinaroz. http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6838-picknick-auf-dem-bürgersteig-am-stand-von-benicarló/ Gar nicht mal so selten, trifft man auf Gärten, deren Rasen ordentlich kurz geschnitten ist, fast so penibel, wie ein englischer Rasen. Ein Wachhund bewacht energisch sein Territorium, das Haus seines Herrschen. Wo in der Stadt die Hunde in der Regel gut abgerichtet und ungefährlich sind, sollte man vor den Wachhunden in den Häusern abseits der Orte und auf den Fincas, eine gebührenden Respekt haben. Katzen sind auch in Spanien entweder scheu oder absolut zutraulich. Wie man hier sehen kann, hätte man diese ohne Bedenken mitnehmen können.
  16. Die Dokumentation "Al Andalus - Zauber der Mauren (Schätze des Islam am Mittelmeer)", zeigt wie die Mauren Spanien in der Zeit ihrer Besetzung geprägt haben. Wie die damaligen, islamischen Herrscher, Spanien mit fortschrittlicher Architektur, Technik und Wissen bereicherten. Es zeigt so vieles, was uns heutzutage selbstverständlich erscheint und was wir den damaligen, islamischen Herrschern und der damaligen, islamischen Kultur zu verdanken haben. Al Andalus - Zauber der Mauren
  17. Hier findet man eine Sammlung an Fotodokumentationen und zu Feste, Feiern und Kultur in Spanien: Ostern in Spanien Osterprozession in der Karwoche in BenicarlóFallas in Valencia Fallas Figuren in BenicarlóDie Mascletà bei den Fallas in Benicarló - Tagfeuerwerk mit lauten Knallern und BöllernLa ofrenda de flores - Der Opfergang zu Ehren der Heilige Jungfrau der SchutzlosenFiestas Patronales in Benicarló Jotas - Ein spanischer Tanz mit typischer MusikGigantes y Cabezudos - Riesen und Großköpfe, ein Fest für KinderDer Feuerlauf - CorrefocStierlauf - Extra für die Frauen auch mit jungen KühenFiesta Eröffnung - Der Beginn der Fiestas Patronales in BenicarlóFlamenco Tanz mit FrauenFiesta Eröffnung - Der Beginn der Fiestas Patronales in BenicarlóDie Musikband "La Oreja de Van Gogh" beim Livekonzert in BenicarlóModerne Tanzaufführung mit Jugendlichen - Baile PopularModerne Tanzaufführung mit Kindern - Baile PopularParadelauf der Festkönigin und der Festdamen in BenicarlóTiro y arrastre - Zugpferde-Sport-Wettbewerb im LastenschleppenStierlauf in einer Kleinstadt - EncierroHinterschinkenweitwurf - Der Wettbewerb für die KleinenAbschlussfeuerwerk der fiestas patronales in BenicarlóSonstiges Proben der Dansants in PeñíscolaMoros y Cristianos - Das Fest über die Mauren und Christen
  18. Stierkampf Einen Stierkampf muss man gesehen haben, um sich eine Meinung bilden zu können. Und mit Gesehen, meine ich nicht den Ausschnitt bei YouTube. Und man sollte auch etwas darüber wissen, z. B. was so alles dranhängt am Stierkampf. Die Subvencionen aus Brüssel, gehen an den Züchter, der nichts anderes ist, als Euer Bauer um die Ecke. Mit dem Unterschied, das die Kälbchen nicht kurz nach der Geburt, auf engstem Raum gemästet werden. Das die Kuh nicht ihr Dasein angebunden auf 1,5qm fristet, fast ständig künstlichem Licht ausgesetzt ist (erhöht die laktation) . Das Der Bulle heutzutage nur noch zur Samenspende herhält, da Künstliche Befruchtung effektiver ist. Wenige dieser Zuchtrinder, Lieferanten für Fleisch u. Milch, sehen je eine saftige Weide und Tageslicht. (Natürlich gibt es Ausnahmen) Diese Tier e sind nur noch Nummern, gezüchtet auf Effektivität. Viel Fleisch und viel Milchleistung. Der spanische Kampfstier, Toro de lidia, genießt hohes Ansehen, bei Züchtern, Aficionados und Toreros.. Er wird frei geboren, zieht mit dem Familienverband über riesige Weideflächen (da greift die Subvencion). Das junge Kuhkalb wird nach dem Absetzen (Trennung), vom Züchter und div. Fachleuten geprüft. Kriterien sind neben Gebäude(hübsch oder nicht), die Tapferkeit. Diese Tapferkeit wird seit Jahrhunderten gezüchtet. Schon ein 3 Tage altes, tapferes Stierchen, geht auf alles los, was sich bewegt. In der Prüfung wird es je nach dem, einmal vom Pferd aus, mit einenem langen Holzstab zu Fall gebracht - rennt es feige weg, wars das. Geht es tapfer wieder auf die Pferde los, wird es selektiert und in einer kleinen Arena mit Capa und Muleta (die roten Lappen) "gereizt". Erweist sich das Kuhkalb hier als tapfer, hat es sich ein tolles Leben verdient, als Zuchtkuh. Der kleine Stier hat 3-5 Jahre Lebenserwartung, auf der riesigen Weide, bei bestem Futter, tierärztlicher Versorgung und täglicher in Augenscheinnahme. Die Tiere bekommen neben der Zuchtnummer auch einen Namen. Ihre Eltern sind bis ins letzte Glied bekannt, alle stammen von den tapfersten und besten Stieren ab, die es je gab. Der Vater nämlich ist ein "Indulto", ein Stier, der in der Arena gekämpft hat und wegen seiner Tapferkeit begnadigt wurde. Nach dem Kampf, der für den Ganadero (Züchter), eine große Ehre darstellt, wird er tierärztlich versorgt und reist zurück, nach Hause, wo er seine eigene Herde bekommt, die er dann "beglücken" darf. Noch Tage nach dem Kampf ziert er die Titelblätter der Fachpresse, sein Pedrigee wird durchgehechelt, er ist Sohn von, Enkel von... Wenn ein Stier seiner Bestimmung, dem Tod in der Plaza de torors zugeführt wird, gelten auch hier strenge Regeln. Zuerst kontrolliert der Vetrenär, ob er auch im Stande ist zu kämpfen. Ist dieser dann beim Kampf aus irgendeinem Grunde lahm, oder krank, wird er wieder hinausgelassen. Beim Stierkampf gibt es drei Kategorien: Novilladas sin cavallos , Novilladas con cavallos und die Corrida deToros Novilladas werden von "Stierkampflehrlingen" bestritten, die Corridas von fertigen Maestros. Die Novillos (Jungstier) haben ein Gewicht um die 4ooKg und sind zwischen 3 - 4 jahre alt. Die Toros sind zwischen 500 u. 600Kg schwer und ca 5 Jahre alt. Jeder Stier wirdauf einem Cartel angekündigt, mit Gewicht und Namen.Ja, sogar seine Farbe wird beschrieben, und seine Ahnen. Der Kampf unterliegt dem Reglamento taurino, indem genau festgelegt ist was, wann, wie, gemacht wird. Im ersten Tercio läuft der Stier von einem Mann zum andern, der ihn mit der Capa reizt, anzugreifen. Dann wird er auf ein gut gepanzertes Pferd gelenkt, von wo aus der Picador ihm einen Lanzenstoß verabreicht. Viele denken jetzt beginnt das Gemetzel, aber gute Toreros, ebenso wie das Publikum lehnen das ab, so das meisst nur ein kurzer Stoß ausgeführt wird. Die Lanze hat eine kleine, dicke Spitze, die grade mal durch die Haut dringt. Danach folgt der Part der Banderillos und zum Schluss kämpft der Torero mit dem Toro. Ist es ein "guter Stier", der immerwieder angreift und dem Torero ermöglicht, mit seiner Muleta (roter Lappen), bestimmte Drehungen und Figuren zu zeigen. Dabei soll der Stier möglichst nah, den Mann passieren. Ein Hornstoß und der Mann hat verloren. In diesem Part wird Flamencomusik gespielt, einige sind eigens für den Torero geschrieben worden. Um Torero zu werden, fangen die meisten mit 6(!) Jahren an, in den Escuelas taurinas. Dort lernen sie nicht nur den Umgang mit Capa u. Muleta, das Setzen der banderillas, sondern vor allem Disziplin und Benehmen. Bis sie das erstemal, wenn überhaupt in der Arena stehen, vergehen Jahre des Trainings. Wenn die Lehrlinge einen guten Manager haben, bekommen sie die Chance, bei den "Kuhtests" der Züchter, die Capa zu schwingen, was die Zahl der Aspiranten dezimiert, viele landen im Krankenhaus, lebensgefährlich verletzt. Haben sie sich dort als begabt gezeigt, bekommen sie den ersten Kampf bei einer Novillada - es wird ernst. Auch das bringt viele Debütanten mit schweren Hornverletzungen in die Chirugie, die übrigens auch ganz speziell ist. Hat es der Lehrling über die Alternativa zur Confirmation in Madrid geschafft, hat das Geld, Hunger, Blut und Tränen gekostet. Ob er dann so ein erfolgreicher Torero wie z.B. "El Cordobes" wird, steht in den Sternen, denn das Publikum ist so launisch wie die Stiere. Und so riskieren im Sommer jeden Tag, irgendwo in Spanien, Portugal, Frankreich und Südamerika hunderte Stiere und Männer ihr Leben. Stierkampfverbot - ein Wirtschaftszweig soll eleminiert werden. Zum Kampf von Jose Thomas, in Nimes, bewegten sich auch viele Catalanen nach Francia und die Stadt hatte 100% Hotel u. Gaststättenbesetzung ... ne Menge Kohle! Mit der IVA-Erhöhung zahlt nun auch der Zuschauer in ES 21%, was die Eintrittskarten verteuern wird, besonders bei den Novilladas. Die Corrida wird übrigends nicht von der EU subvencioniert (soweit ich weiss), sondern die Stierzucht. Matadores wie El Juli, haben mit ihrem Geld verbilligte Eintrittskarten für Rentner, Arbeitslose u. Behinderte gesponsert. Geben Benefitzkämpfe, für Kranke ect. Und riskieren Spott, Verachtung und obendrein ihr Leben. In den letzten 2 Wochen landeten mindestens 15 junge Männer, mit z.T. lebensgefährlichen Verletzungen in der Enfemeria.! 4 Kampfstiere wurden begnadigt - Indulto! Ich möchte hier nun keine Diskusion auslösen, sondern nur zum besseren Verständnis beitragen.
  19. Dénia – ab. Ein 400 Kilogramm schwerer Stier ist vergangenen Montag bei den traditionellen Bous a la Mar in Dénia ums Leben gekommen. Der Koloss sprang einem der Halbstarken ins Hafenbecken hinterher. Augenzeugen berichteten, dabei sei aufgefallen, dass der Toro offenbar wegen seiner Körpermasse vom ersten Moment an Probleme damit hatte, seinen Kopf über Wasser zu halten. Nur mit größter Anstrengung konnte das geschwächte Tier geborgen werden. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der Stier starb kurz darauf im Verschlag. Es ist nicht das erste Mal, dass bei Dénias Kuhtreiben ins Meer, die als „Fest von touristischem Interesse“ deklariert sind, ein Tier verendet. Zuletzt ließ 2005 ein ebenfalls 400 Kilogramm schwerer Toro im Hafenbecken sein Leben. José Luis Sánchez von der Partei Pacma, eine Tierpartei, die sich gegen Tierquälerei einsetzt, verurteilt die Bous a la Mar harsch. „Die Tiere werden bei diesem Spektakel großem Stress ausgesetzt“, sagt Sánchez. „Auch wenn der Stier oder die Kuh bei diesen Veranstaltungen nicht stirbt, so gerät das Tier doch in Panik, weil es nicht weiß, was mit ihm geschieht und es nicht weglaufen kann.“ Es gebe andere Möglichkeiten, sich bei einer Feier zu vergnügen, ohne dazu Tiere zu missbrauchen. Sánchez Appell an die Stadt Dénia: „Warum kann man die Bous a la Mar nicht durch eine Veranstaltung ersetzen, bei der keine Tiere missbraucht werden und die einer zivilisierten Gesellschaft angemessen ist?“ Das Traurige an dem Vergnügen mit den Stieren ist nach Auffassung des Tierschützers, „dass diese Tiere von Ort zu Ort gekarrt werden. Während sie in Dénia unfreiwillig ins Wasser springen, müssen sie in einem anderen Ort brennende Fackeln auf den Hörnern ertragen oder sich mit Bierdosen bewerfen lassen.“ Die nationale Tierschutzvereinigung Anpba will bei der Madrider Regierung durchsetzen, dass Dénias Bous a la Mar der Titel „Fest von touristischem Interesse“ entzogen wird. Costa Nachrichten Media - Tod am Nachmittag Ich wüsste schon welche Auflagen ich den Spaniern machen würde für deutsche Hilfsgelder.
  20. [h=1]Spanische Lieder – mit und ohne Worte[/h] Anspruchsvolles Programm jenseits von Stereotypen: Benefiz-Liederabend der Gesellschaft Staufen-Paraguay mit Wilma Rueda und Elisabeth Wieninger am 19. Oktober 2011 "Canciones Españolas" – ein Konzerttitel, der durchaus dazu angetan wäre, Assoziationen auszulösen, die sich tief aus der Klischeekiste bedienen. Doch die spanischen Lieder, die am vergangenen Freitagabend zu hören waren, hatten nur wenig mit den Stereotypen gemein, die in Mitteleuropa über die Iberische Halbinsel kursieren. .... Ein Schwerpunkt des Abends waren Lieder von Federico García Lorca – kleine und durchaus rare Kostbarkeiten dieses großen spanischen Dichters, der 1936 im Alter von 38 Jahren von Faschisten ermordet wurde. Wenig bekannt ist, dass Lorca sich auch intensiv mit Musik beschäftigt hat. Mehr unter Staufen: Spanische Lieder – mit und ohne Worte - badische-zeitung.de
  21. Spanien-Wissen: Kultur

    Dieser Artikel zur Kultur wird in der SpanienWiki weitergeführt: SpanienWiki: Kultur
  22. Das L'Oceanogràfic in Valencia ist nicht nur ein großer Aquariumpark und das größte Aquarium Europas. Dabei liegt die Betonung auf Salzwasser-Aquarium mit zahlreichen Meeres und Ozeanbewohnern als auch Küstenbewohner. Auf jeden Fall sollte man hier schon mindestens einen halben Tag Zeit einrechnen, wenn man alles besichtigen möchte. Der Eingang zum L'Oceanogràfic Das L'Oceanogràfic hat zahlreiche Bereiche für die unterschiedlichen Bereich der zahlreichen Tiere so auch ein großes Vogelgehege. Vogelgehege Vogel im Schilf Vogel Ente Vogel Vögel Vogel Die sich sonnenden Schildkröten waren schon ein lustiger Anblick. Schildkröten beim Sonnen Schildkröte beim Sonnen
  23. http://guisando.org/empanada-de-atun Es gibt viele arten Empanada, mit Fisch, Fleisch, etc....
  24. Die Tortilla

    Rezept mit Bild: Spanische Tortilla | Kartoffeln Rezepte
  25. Tomatenschlacht

    Neben den Stierkämpfen in Spanien gibt es doch auch diese Tomatenschlachten. Kenne das bislang nur aus dem Fernsehen, könnte mir aber vorstellen, dass es Spass macht, an so etwas teilzunehmen . Welchen traditionellen Hintergrund habe diese Tomatenschlachten bzw. seit wann gibt es Sie? Darf jeder mitmachen? Interessieren würde mich hierbei auch, ob es diese Art von "Kriegsführung" in allen spanischen Regionen gibt und wann Sie dort stattfinden. Ach ja und noch etwas - woher kommen die Tomaten und wer sponsort diese? Wäre es nicht sinnvoller einige Kisten davon in die ärmeren Länder Afrikas zu schicken? Meine letzte Frage muss nicht unbedingt ernst genommen werden, aber ein Gedankengang ist sie schon wert - oder nicht ?