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2 Ergebnisse gefunden

  1. Finde das tolle Wetter super, aber vor Allem fand ich's schön, daß die Menschen dort so locker sind, habe niemanden getroffen, der irgendwie schlecht drauf war, das ist in D leider ganz anders....
  2. Ich habe am eigenen Leib Ausgrenzung erlebt. Als Kind von Gastarbeitern, deren Status des Gastes nur auf dem Papier stand, war man schnell die Ausländer. Ein Wort, dem dann einige Gastgeber auch die Bedeutung uns gegenüber, meinten nur zu deutlich klar stellen zu müssen. Als Gast ist man willkommen, als Ausländer nicht. Aber ich sah auch, wie man mit Kindern umging und ebenso, wie man mit älteren Menschen umging. Warum sollte also eine Gesellschaft mit Ausländern besser umgehen, wenn sie mit sich selbst nicht gut umzugehen wusste? Es dauerte viele Jahre um zu verstehen, dass nicht alle Deutschen so sind und dass es auch innerhalb von Deutschland große Unterschiede gibt, wie Menschen untereinander, mit Ausländern, Kindern und mit älteren Menschen umgehen. Auch dauerte es viel Zeit, damit in Deutschland selbst ein Wandel statt fand und Menschen offener und herzlicher wurden, neue Generationen mit einem anderen, offeneren Verständnis aufwuchsen. Hier könnte ich einige Geschichten erzählen und werde diese auch noch an anderer Stelle nachholen, aber es soll hier nur verdeutlichen, dass ich möglicherweise kritischer als andere, mit Themen wie Rassismus, Hetze und Ausgrenzung umgehe. Ich reagiere äußerst verstimmt darauf, wenn ich derlei sensible Themen, auf unterstes Stammtischniveau herunter gebrochen hören oder lesen muss. Aus diesem Grund berühren mich Situationen, in denen ich Nächstenliebe erlebe oder Zeuge einer solchen werden darf. Es sind nicht die großen Dinge, sondern einfach diese kleinen Gesten, die mir Hoffnung geben. Nicht selten, sind es auch diese, welche mich demütigen und beschämen, weil ich selbst vor lauter Argwohn, Vorurteilen oder Bequemlichkeit, nicht selbst auf die Idee kam hier richtig oder gerecht zu handeln. Als ich dieses Jahr bei den Fallas in Valencia war, machten wir in einem kleinen Park rast. Ein paar Kinder knallten ihre Feuerwerkskörper ab und die Eltern spielten mit ihnen dabei. Auch wenn dieser Park nicht sonderlich groß war, sondern eher klein und von ein paar mehrstöckigen Häusern umgeben, verfügte er doch über einen kleinen Brunnen und auch einen Trinkbrunnen. Obwohl der Wind uns teilweise in den langen Straßen erschauernd ließ, setzte sich mit zunehmender Tageszeit, die Sonne durch und so verstauten wir unsere Jacken in den Rucksack. Wie es sich für eine Pause gehört, holten wir unsere Trinkflasche heraus und unsere selbst gemachten Bocadillos. Ich hatte sogar noch ein Stück Tortilla, die ich genüsslich aß. Während wir so am Essen waren, kam ein Afrikaner in den Park. Einer dieser typischen, afrikanischen Flüchtlinge. Eher dunkel angezogen, lange, nicht sehr modisch Hose, Pullover, darunter Hemd und natürlich auch eine Jacke darüber. Langsam und eher schüchtern ging er zum Trinkbrunnen. Dort zog er seine Schuhe aus und dann seine Socken. Er roch erst daran, was alleine beim bloßen zuschauen, nicht gerade sehr angenehm war und dann wusch er diese Socken mit dem Wasser aus dem Wasserhahn. Leicht irritiert und angewidert, widmeten wir uns dann weiter unserem Essen zu, bis der Afrikaner sich am anderen Ende des Parks auf eine Bank setze und dort seine Socken trocknete. Unterdessen kam eine kleine Gruppe von alten Damen in den Park. Diese typischen alten, spanischen Tratschtanten, welche zum Teil auch recht robust und nervig sein konnten und doch bewundernswert, ob ihres ungebrochenen Lebensmutes. Sie nahmen vor uns Platz und irgendwie aus dem Augenwinkel bemerkte ich wie zwei oder drei sich bei dem Afrikaner, am anderen Ende des Parks aufhielten. Da ich mich aber weiterhin meiner wohlverdienten Pause widmete, nahm ich erst gar nicht wahr, was diese Damen dort machten. Dies wurde mir erst klar, als sie zu den anderen alten Damen dazu stießen und eine die andere belehrte. "Du kannst ihm doch kein Becadollo mit Jamon geben, dass ist doch gegen sein Glaube." "Ja aber der ist doch lecker." "Du hast doch gesehen, wie er höflich abgelehnt hat, daher habe ich ihm doch unsere Kekse gegeben." "Ach so ja, jetzt wo du es sagst." "Ja eben, wegen seinem Glauben." Während ich genüsslich mein Essen genoss, teilten diese, kleinen alten Damen ihr Essen mit dem Flüchtling und zeigten mehr Größe als ich. War ich schon so in meiner ignoranten Welt gefangen, dass ich selbst die Nöte eines Menschen vor meiner Nase nicht mehr erkannte? Man lernt ja immer, dass man einem Bettler nicht geben soll, weil die ja eh nur ihr Geld für Alkohol und Drogen ausgeben und so. Aber hier war ja kein Bettler. Hier war ein Fremder, weit ab von seiner Heimat und womöglich auch ohne seine Familie. Und ich rümpfe die Nase, weil er seine Socken in einem öffentlichen Park wäscht. Ich war doch ein wenig beschämt um mich selbst und gleichzeitig so gerührt, wie diese alten Damen, auf ihre einfache Art, diesem Menschen geholfen hatten.