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6 Ergebnisse gefunden

  1. In diesem Thread möchte ich gerne einmal den Anstoß geben, um persönliche Erfahrungen und Berichte zu schreiben, wie sich Spanien, im Laufe der Jahre verändert hat, was hat sich "verbessert" was hat sich " verschlechtert" oder einfach die ganz persönlichen Erfahrung im täglichem Leben. Mir geht es darum, den Menschen, die sich für Spanien interessieren, eine Vielfalt an Informationen zu geben, die für das Leben hier wichtig sein könnten, ob nun über Soziales, Natur und Umwelt, Politik, Arbeit und Familie und vieles Mehr...... es geht um den Erfahrungs-Schatz den einige hier schon gesammelt haben und den Austausch zwischen den Menschen. ************************************************************************************************************************************************************************************************** Dann fange ich mal an.... Thema..... Orangen- Zwiebel- Preise wir leben seit ca. 12 Jahren bei Valencia, hier ist die Orangenküste, die Costa Alzahar, oder auch wie ich gerne sage, die Küste, wo der Saft " Valensina" herkommt. Wir haben hier viel Kontakt zu den Orangen und Gemüse Bauern und ich gehe oft mit unserem Hund durch den Campo und die Orangenfelder. Mir ist aufgefallen, das vor vielen Jahren, die Orangen in der Erntezeit, von Anfang Nov. bis April regelmäßig abgeerntet wurden, mit vielen LKWs und Orangenpflückern, das ist mit den Jahren immer wenige geworden, die Orangenfelder liegen zum Teil brach, einige werden nicht mehr bewässert, anderen jedoch sehr intensiv gepflegt, gedüngt und geschnitten, mit Pestiziden besprüht ( die braucht man hier einfach, gegen die diversen Plagen, also nicht gleich negativ denken ) . Nun habe ich letztes Jahr unseren Freund gefragt, der seit Jahrzehnten diverse Felder hat, was ist hier los...? Er sagte mit ganz einfach, es lohnt sich oft nicht mehr die Orangen abzuernten, da die Pflückkosten zu hoch sind, die Cooperative ( sowas wie Raiffeisen) nimmt zwar immer noch regelmäßig die Orangen ab, aber der KG Preis geht sehr nach unten.....darauf meine Frage...wie hoch den der KG Preis ist für die Orangen, ach, das willst nicht wissen, ich doch.... sag mal... haltet Euch fest....letztes Jahr bekam mein Freund.... pro KG = 0,30 € also 30 Cent...!!!! es können sich viele Bauern nicht mehr die Pflück-Kosten leisten und lassen die Felder brach liegen. Was zahlt Ihr in Deutschland für das KG... fragte er mich...upps...das ist sicher so bei 1,70 € / kg... nun die Frage... was läuft hier falsch......?? Bei den Zwiebeln ist das dieses Jahr noch schlimmer, ein anderer Bauer, der es nebenberuflich als Bauer macht, ist normal bei der Polizei, aber auch dort wurden durch die Krise 20% des Gehalts gekürzt und er möchte das seine beiden Söhne eine gute Ausbildung bekommen, hat ein Feld mit Hunderten von KG Zwiebeln NICHT abgeerntet, weil der Marktpreis 20 Cent ist, dafür stellt er sich jetzt nicht bei 30 C. Hitze hin und holt sie mit seiner Familie vom Feld.... was läuft hier falsch...?!
  2. José María Gay de Liébana ist ein Mann Wirtschaftswissenschaftler, der so einiges auf diesem Gebiet aufzuweisen hat: Mehr dazu kann man hier lesen: ¿Quién es el economista José María Gay de Liébana? Und das was er zu sagen hat, ist durchaus hörenswert. Hier erst mal zum Reinschnuppern ein kurzer Ausschnitt: JOSÉ MARÍA GAY, el economista indignado Hier ein wenig mehr: XIX JORNADAS José María Gay
  3. Populismus, Nationalismus oder einfach nur kalkulierter Machtpoker? Katalonien wählt und zentraler Punkt bei vielen Wahlveranstaltungen ist immer wieder die nationale Unabhängigkeit der Katalanen von Spanien, die geforderte Abspaltung und ein eigener katalanischer Staat. Der Konflikt zwischen Barcelona (Katalonien) und Madrid hat Tradition und diese wird von vielen Katalanen gepflegt. Zwar hat sich die Welt in der Zwischenzeit weiter gedreht und Spanien ist nicht mehr das Land wie zu Francos Zeiten, aber Feindschaften hegt und pflegt man nur all zu gerne. Spanien ist Teil von Europa und hat in diesem Zusammenhang auch viel davon profitiert, auch Katalonien hat hier wirtschaftlich seinen Nutzen gezogen. Katalonien sieht sich zwar als Teil Europas, aber nicht als Teil Spaniens. Man weiß ja selbst, dass Katalonien ein großer wirtschaftlicher Player in Spanien ist und möchte diesen Vorteil für sich nutzen und ihn nicht mit dem Rest oder gar dem ärmeren Teilen Spaniens teilen. Ein Gedankenvorgang, den man durchaus auch in der deutschen Politik durchaus kennt. Da wird oft über den Länderfinanzausgleich gestritten und in Bayern betont man nur zu gerne, man sei ein Freistaat und auch dort gibt es Stimmen die sagen, man wäre alleine besser dran, als im Verbund Deutschland. Aber in Spanien denkt man oft in Regionen. Da sind die Regionen in vielen Bereichen autonomer, wie zum Beispiel mit ihren Sprachen, was das ganze für Spanien auch nicht viel leichter, aber halt einzigartiger macht. Auch dies hat seine Gründe in der Vergangenheit Spaniens und Katalonien ist nicht die einzige Region, welche sich nicht wirklich als zu Spanien gehörig sieht. Aber Katalonien kennzeichnet seine wirtschaftliche Stärke, Geld regiert die Welt, ist Macht und das möchte man nun ausspielen ohne dabei an die Folgen zu denken. Denn wie man weiß, nur Geld alleine, macht auch nicht glücklich und das gilt auch für Länder und Regionen. Ein Land ist ein Verbund von vielen Regionen, welche im Laufe der Geschichte durch Politik und Kriege zu einem Land definiert wurden. Und mit der Zeit wächst daraus ein Zusammengehörigkeitsgefühl, Verpflichtungen oder auch nicht. Selbiges gilt im Übrigen auch für Regionen selbst. Denn was sollte am Ende Barcelona davon abhalten, sich als wirtschaftlich, starke Stadt von Katalonien abzuspalten um das dort gut verdiente Geld lieber in die Renten der Bevölkerung Barcelonas zu investieren? Warum nicht das, was im Großen geht, auch am Ende im Kleinen praktizieren? Weil Verbunde viele Vorteile bringen, selbst für die vermeintlich Starken/Reichen. Als Menschen kennen wir das Prinzip einer Familie. Eine gut funktionierende Familie stärkt jeden, auch den Stärksten und vor allem auch auf Zeit, denn letztere wird oftmals außer Acht gelassen. Denn wer jetzt stark ist, muss es morgen nicht auch noch sein und ist am Ende auf die Hilfe der anderen angewiesen. Und selbst der Starke zieht oftmals seine Vorteile von den anderen und ist nur dadurch groß. Wir wissen es alle, in der Gruppe ist man stark und alleine ist man nur auf sich gestellt. Was Katalonien angeht, muss man sich auch klar machen, warum erst jetzt dieses nationale Begehren so plötzlich aufgetaucht ist. Vor allem kam es mit der Krise in Spanien einher und die äußerst straffen Sparvorlagen. Da die Krise in Spanien deutliche Spuren hinterlassen hat, fängt es dann auch mit der Solidarität an zu bröckeln. Dann bekommen Politiker Fuß, die recht einfach und leicht daher reden können, vom reichen Katalonien und dass man das erwirtschaftete Geld selbst viel gebrauchen können. Dass dieser Reichtum aber evtl. durch die engen Verknüpfungen mit dem Rest des Landes zustande gekommen ist und kommt, so etwas wird dann gerne verschwiegen. Aber es geht um Politik und da geht es um Macht, Geld und zielführend um mehr Autonomie für Katalonien. Dies ist sicherlich das langfristigere Ziel der Politik in Katalonien, aber ob dieses Spiel von Madrid mitgespielt wird, bleibt selbst nach einem Regierungswechsel in Madrid abzuwarten. Denn so etwas könnte Begehrlichkeiten bei den anderen Regionen wecken, die sich auch wenig Einfluss aus Madrid wünschen, aber halt nicht die wirtschaftliche Stärke von Katalonien besitzen. Im Übrigen darf man bei der wirtschaftlich starken Region Katalonien nicht vergessen, sie ist auch die am höchst verschuldete Region in Spanien. Wobei Schulden bei anhaltender, wirtschaftlicher Stärke kein Problem darstellen, außer es kriselt irgendwo ein wenig in der Region, dann kann sich das Blatt ganz schnell wenden.
  4. Nun stehen wir heute Alle mehr, oder wenig dumm rum... was wird aus Griechenland, was wird aus der EU, was wird aus dem Euro ...?! Da mich die Sache mit Griechenland sehr beschäftigt, versuche ich da gerade sehr auf dem Laufenden zu sein, was mir aber bei den ganzen Sendungen und Infos immer wieder begegnet, ist die UNFASSBARE Unwissenheit, wie die Politiker , mit dieser ganzen Sache von Anfang an umgeht..! Konnte man einem Land, wie Griechenland überhaupt Kredite in den letzten Jahren geben UND warum...?! Warum verhandelt man 5 bis 6 Monate mit einer Regierung, die mir vorkommt wie aus dem Kindergarten, oder wie in der Pubertät in reinster Form...?! Konnten die Politiker unseres Europas nicht über den Tellerrand schauen, das die Milliarden einfach weg sind...?! Wie konnte man eine Eu formen, aus dem man nicht austreten kann, oder aus dem am auch wieder entlassen werden kann, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält....?! Wenn ein Unternehmen seit Jahren, IRGEND EINS , in der Eu so " schlappig " geführt würde, wie wir hier, aus Brüssel...was wäre dann...?! Frage, wie sieht die Zukunft von Europa / Deutschland und Spanien... in 2 Wochen aus....?! Ihr merkt ich bin echt sauer, was da gerade geschieht und irgendwo muss ich mir mal Luft machen...
  5. 32,27% aller Arbeitslosen im Euro-Raum kommen aus Spanien http://www.andaluz.tv/nachrichten/nachricht-andalusien.php?idNot=11932&url=sos-frau-merkel-europa-sinkt
  6. Bei so viel Krise kommen wir auch hier nicht umher, ein eigenes Forum für Politik und Wirtschaft einzurichten. Dort gehören dann laut Beschreibung die folgenden Themen hinein: Nachrichten, News, Ereignisse, Aktuelles und brandneue Informationen aus und zu Spanien. (Regionale Themen bitte in die passenden Unter-Foren von "Regionen + Städte" einstellen) Da regionale Themen sowohl für Politik und Wirtschaft oft einen anderen Charakter haben, sollten diese eben in die jeweiligen regionalen Foren eingestellt werden. Für EU-Themen, ebenso für politische und wirtschaftliche Themen anderer Staaten, wie auch Deutschland, Österreich und der Schweiz, welche eben nicht direkt etwas mit Spanien zu tun haben, wird demnächst noch ein weiteres Forum in der Plauderecke eingerichtet. Eine Sortierung der Themen erfolgt dann zeitnah.