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  1. Arenen - placa de toros Die Stierkampfarena heisst auf spanisch plaza de toros (Stierplatz), manchmal hört man auch coso taurino. Das Wort arena heisst Sand und wird wirklich nur in Zusammenhang mit diesem gebraucht (nur in Frankreich wird der Ausdruck "arène" für Stierkampfarena benutzt). Das eigentliche Sandrund nennt man ruedo. Geht ein Spanier zum Stierkampf sagt er vamos a los toros - wir gehen zu den Stieren. Fast jede grössere Stadt in Spanien hat eine Stierkampfarena. Manche sind schon über hundert Jahre alt. Es werden heute noch öfters Arenen gebaut, meist als sogenannte multiuso, die man auch für andere Veranstaltungen wie Konzerte, Boxkämpfe und sogar Theater benutzen kann. Neue Arenen - vor allem im Norden Spaniens - werden heute überdacht oder mit ausfahrbarem Dach gebaut, so kann man die plazas auch im Winter und wetterunabhängig nutzen. Die Arenen sind in Kategorien eingeteilt, wenige Arenen - z.B. Sevilla, Madrid, Barcelona - sind Kategorie 1, alle anderen grösseren Arenen Kategorie 2 und kleine Dorfplazas Kategorie 3. Manchmal veranstalten auch Orte ohne plaza de toros eine corrida, sie mieten dann eine transportable plaza (plaza portátil), die extra aufgestellt wird. In einer plaza Kat.1 kämpfen - zumindest an Festtagen - hauptsächlich die grossen Stars, die Plätze sind teuer, die Stiere gross und es ist für die matadores schwer, Trophäen zu bekommen, man könnte sagen, die "Messlatte" ist sehr hoch. In Kategorie 2 sind die Plätze etwas preiswerter, es werden öfters Trophäen verteilt, die matadores verdienen nicht ganz soviel. Bei Kategorie 3 sind die Stiere etwas jünger, sprich kleiner, die plazas sind relativ klein. Oft kämpfen junge toreros oder "Lokalmatadore", es ist aber absolut möglich, in so einer plaza auch einen der Stars zu sehen, sei es weil er mit dem Organisator befreundet ist, weil er aus diesem Ort stammt oder weil er einfach diese kleine corrida zum Training nutzt. Ausser in Spanien gibt es Stierkämpfe in Frankreich, Ecuador, Peru, Kolumbien, Venezuela und Mexico. In Mexico-City findet man die grösse plaza de toros der Welt, mit rund 41'000 Sitzplätzen. Auch in Portugal gibt es Stierkämpfe, es ist jedoch verboten den Stier in der plaza zu töten, er wird erst später unter Ausschluss der Öffentlichkeit getötet. Da er jedoch wärend dem Kampf verletzt wird lässt bis dann der Adrenalistoss nach und er empfindet Schmerzen. Daher lehnen es die meisten spanischen toreros ab in Portugal zu kämpfen. In der Regel hat eine grössere Arena corrales für die Stiere, Ställe für die Pferde und eine kleine Metzgerei, in der die Stiere gleich zerlegt werden. In kleineren plazas werden die toten Stiere ins nächste Schlachthaus gefahren. Für die toreros gibt es eine Kapelle, um vor Beginn noch ein Gebet zu sprechen. El presidente In den allerhäufigsten Fällen ist el presidente de la corrida de toros die meist gehasste Person in einer Stierkampfarena, aber dazu später mehr. Da alles was mit der corrida de toros zusammenhängt dem spanischen Innenministerium untersteht, bzw. von dort kontrolliert (genehmigt) wird, muss auch immer eine amtliche Autoritätsperson "vor Ort" sein, der presidente de la corrida de toros. Nach dem reglamento taurino soll dieses Amt entweder der Bürgermeister oder der Polizeipräsident übernehmen. Meistens wird diese Aufgabe in der Hierarchie immer weiter nach unten delegiert, so dass fast immer ein kleiner (überforderter) Verwaltungsangestellter in der Präsidentenloge sitzt. Zu seinem Glück erfordert das Reglement zwei Beisitzer. Einer, der sich in den Regeln auskennt, meist ein ehemaliger torero, sowie einen Tierarzt. Des Präsidenten unmittelbarer "Untergebener" ist eine Art Zeremonienmeister, der alguacil. Er ist das ausführende Organ für die Anordnungen des Präsidenten im ruedo, dem runden Sandplatz. Er ist gleichzeitig der Vermittler der Anliegen oder Bitten der toreros zum Präsidenten. Da der Präsident durch die Entfernung zum Geschehen keine akkustischen Anordnungen geben kann, signalisiert er diese durch verschiedenfarbige Tücher (in der Form von etwas grössere Taschentüchern): Weiss = als Signal zum Beginn der corrida, Einlass des Stieres, Wechsel der einzelnen Drittel des Kampfes, Erinnerung an den matador, dass die Kampfzeit abläuft und zur Signalisierung wieviel Trophäen der Matador erhält. Grün = der Stier wird ausgewechselt (meistens aus Kampfunfähigkeit auf Grund einer Verletzung im Stall oder wenn er in den ersten Minuten jeglichen Angriff unterlässt). Rot = es wird angeordnet, dass der Stier banderillas negras gesetzt bekommen soll (banderillas negras haben etwas grössere Widerhaken und sollen den Stier etwas reizen, wenn er überhaupt nicht angreift - gibt es nur in 1.Kl.-plazas und sind sehr selten). Blau = der Stier war so gut in seinem Kampfverhalten, dass er nach seinem Tod von den Maultieren nicht sofort ins Schlachthaus gezogen wird, sondern eine vom Publikum applaudierte Ehrenrunde bekommt. Orange = der Stier hatte eine so grosse Angriffslust, die über die gesamte Dauer des Kampfes anhielt, dass er begnadigt wird und lebend den ruedo verlässt. Er ist der Stolz jeden Züchters und wird anschliessend Vater von vielen kleinen Stieren sein. Alle diese verschiedenfarbigen optischen Signale des Präsidenten werden von zwei "Signalhörnern" (clarines) hörbar begleitet. Wie bei einem Fussballschiedsrichter wird der Präsident nie zur Zufriedenheit des Publikums handeln. Meistens wird der Präsident zur Zielscheibe des Unmuts bei der Auffassung wie kampffähig ein Stier ist. Das Publikum sieht eine Invalidität des Stiers, der Präsident nicht. Desgleichen wird der Präsident sehr oft bei der Vergabe der Trophäen ausgepfiffen. Für das Publikum sind die genehmigten Trophäen meistens zu wenig. Dass der presidente de la corrida am nächsten Tag mit guten Kritiken in der Zeitung steht, ist beinahe unmöglich. Übrigens, mehr und mehr übernehmen wirklich kompetente Frauen dieses Amt - und bekommen sehr gute Kritiken. Seltsame Trophäen Je nachdem wie der Kampf war bekommt der matador seinen Applaus - oder eben nicht! War die faena schlecht, der matador konnte mit dem Stier nichts anfangen oder hat sehr schlecht getötet ertönen nun Pfiffe (pitos) oder - noch schlimmer - er wird ausgebuht (bronca). Konnte er mit dem Tier einfach nichts anfangen weil der Stier zuwenig angriff geht man mit Schweigen (silencio) über die Sache weg. War die Sache etwas besser hört er aplausos, man könnte sage "müden Applaus", machte er seine Sache aber recht gut, es reicht aber immer noch nicht für eine Trophäe hört er ovaciónes. Man kann in der Zeitung auch schon mal in der Kritik lesen división de opiniones - die Sonnenseite hat eine andere Meinung wie die Schattenseite. Mit einer Ovation darf er meist auch eine Ehrenrunde (vuelta) machen, wobei das Publikum sehr sensibel reagiert, oft bekommt ein matador seine ovación, will er aber auf die vuelta wird ihm mit Pfiffen klargemacht, soweit wollen wir nicht gehen! War das Publikum mit der Arbeit zufrieden zücken sie weisse Taschentücher und winken als Zeichen für den Präsidenten, dass der matador ein Ohr (oreja) des Stieres bekommen soll, als weitere Steigerung gibt es zwei Ohren und die máximos trofeos sind zwei Ohren und der Schwanz (rabo). Früher gab es noch als Steigerung einen Fuss, dies wurde aber Mitte des letzten Jahrhunderts verboten. Bei zwei Ohren und mehr hat der matador das Recht nach Beendigung der corrida auf den Schultern aus der plaza getragen zu werden (salida a hombros). Wie kommt es nun so solch archaisch anmutenden Trophäen? In früheren Zeiten wurde der matador anteilig mit Fleisch des Stieres entlohnt, die Menge der Ohren zeigte an wieviel ihm zusteht. In 3.-Klassplazas bekommt man schnell Trophäen, oft hat man das Gefühl nur schon aus Dankbarkeit dass der matador sich ins Örtchen begibt, während ein Ohr in Sevilla oder Madrid schon harte Arbeit bedeutet. Der letzte rabo in Las Ventas Madrid bekam Sebastián Palomo Linares 1972! Natürlich ist die Arbeit nicht messbar und so ist die Ohrenvergabe sehr subjektiv und gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Und endlich begreift man den Sinn des Ausdrucks Lokalmatador... Wann spiet eigentlich die Musik? Die traditionelle Musik bei der corrida de toros ist der pasodoble. Es gibt wohl tausende, bekannte und weniger bekannte. Fast jeder einigermassen gute matador hat einen pasodoble, der ihm zu Ehren geschrieben wurde. In der plaza de toros werden sie von einer banda de música unterschiedlichster Güte gespielt. Zum ersten mal hört man die Musikkapelle beim paseíllo, dem Einzug. Einige der grösseren plazas beginnen ihre corridas traditionell mit dem gleichen pasodoble, so z.B. ertönt in Valencia "Pan y Toros" oder in El Puerto de Sta. María "Toros en El Puerto". Im französischen Nimes huldigt man dem Landsmann Georges Bizet, die toreros schreiten zur Musik von Carmen durch den Sand. Hat die corrida begonnen ertönt die Musik beim Part der banderillas, wenn der matador selbst setzt. Und schliesslich wärend der faena, der Hauptarbeit mit der muleta, wenn diese Arbeit sehr gut ist. Und natürlich begleitet die Musik auch den matador auf seiner Ehrenrunde, der vuelta al ruedo. Eine Ausnahme gibt es jedoch - in Madrid spielt die Musik nie wärend einer faena! Encierros von San Fermín und andere Stierspiele Als es noch keine Lastwagen gab wurden die Stiere über die Strassen zu den Arenen getrieben. Daraus entstanden die encierros. Durch Hemingway wurde Pamplona berühmt, es gibt aber auch andere Orte, die encierros veranstalten. Dabei werden die Stiere, die am Nachmittag in die plaza kommen von einem Corral durch die Stadt getrieben, wobei die mozos (Burschen) vor den Stieren her rennen. Begleitet werden die Stiere von Leitochsen (cabestros). Das Tempo der Tiere kann man nicht mithalten so dass es nur kurz möglich ist vor ihnen herzulaufen. Heute machen dabei auch viele Ausländer mit, man sollte den toro bravo und seine Reaktionen aber schon kennen. So kann es tödlich sein wenn man fällt und sofort wieder aufsteht, man muss liegen bleiben bis die Stiere vorbei sind - ein paar Huftritte sind in der Regel nicht so schlimm wie ein Hornstoss. Man stellt immer wieder fest, dass die toros, die morgens am encierro waren, nachmittags an der corrida munterer sind und weniger einbrechen. Das Laufen scheint ihnen nach der Fahrt auf dem Lastwagen zu bekommen. Vor allem in Andalusien gibt es einige Volksbelustigungen auf den Strassen mit toros bravos. Vor einigen Jahren wurden sie aus Tierschutzgründen verboten, ausser sie konnten auf lange Tradition zurückblicken. DIESE - ZUM TEIL GRAUSAMEN - "SPIELE" HABEN NICHTS MIT DER TRADITIONELLEN CORRIDA DE TOROS ZU TUN! Auch viele toreros lehnen sie ab. In den letzten Jahren sehr in Mode gekommen sind die recortadores. Man könnte sie als Artisten bezeichnen, sie machen sich die Reaktionen der Stiere zu nutzen, springen über sie, machen Saltos etc. Sie tragen die traje de luces der toreros, der Stier wird dabei nicht getötet. Langsam in Vergessenheit gerät der comico taurino, manchmal auch nach Charly Chaplin (in Spanien Charlot) charlotada genannt. Clowngruppen unterschiedlichster Güte, die zum Teil verblüffende Dinge machten und sich - wie heute die recortadores - die Reaktionen der Stiere zu nutzen machten. Allerdings wurde beim comico taurino der Stier meist auch getötet. Da die Clowns das Verhalten der Stiere durch und durch kennen mussten genossen sie unter den ernsthaften toreros meist grosses Ansehen. Viele Figuren die wir heute als "klassisch" ansehen kommen eigentlich aus dem comico und mancher matador machte seine ersten Erfahrungen in so einer Gruppe. So z.B. José Ortega Cano, der heute noch sagt er habe in der Gruppe sehr viel über Stiere gelernt. Aus Portugal kommen die Fourcados. Bei den Fourcados stellt sich eine Reihe Männer in portugiesischer Tracht in eine Reihe auf, zitiert den Stier, fängt ihn ab und stellt sich ihm entgegen. Mich erinnert das ganze immer an eine Footballmannschaft mit Stier als Gegner. Der tiefer Sinn des Ganzes ist mir bisher leider verborgen geblieben. (Mit freundlicher Genehmigung von taurosidona) Bisher erschienen in dieser Artikelserie: Stierkampf: Tauromaquia Stierkampf: Der Stier Stierkampf: Der Torero Stierkampf: Arenen und Sonstiges Stierkampf: Der Ablauf einer corrida de toros Stierkampf: Tipps Stierkampf: Vokabular PS: Unsachliche und irrelevante Kommentare werden entfernt.
  2. Pamplona und seine traditionelle Corrida de Toros, verdankt ihre Popularität zu einem wesentlichem Teil, dem Schriftsteller Ernest Hemingway. Er selbst erlebt die Stierkämpfe dort 1925 und wurde da zu einem Liebhaber und Aficionado des Stierkampfes. Diese Passion zum Stierkampf hatte er maßgeblich in seinen Romanen Fiesta und Tod am Nachmittag – (Essay über den Stierkampf und seine Geschichte) verewigt und somit die alljährlich stattfindende Fiesta in Pamplona, die damit verbundenen Stierkämpfe und vor allem die Stierläufe, weltweit berühmt gemacht. Nun gibt es viele, welche die Bilder im Fernsehen sehen und sich denken, dass macht Spaß, dass kann ich auch. Nun, ich kann eines sagen, die halbe Tonne Lebensgewicht und die Kraft dieser immensen Nackenmuskulatur, schaut im Fernsehen um ein vielfaches harmloser aus, als sie es tatsächlich sind. Dabei müssen es noch nicht einmal die Hörner sein, die einem treffen und für Verletzungen sorgen. Gerade in Pamplona gibt es die berüchtigte Kurve mit dem extrem rutschigen Untergrund, bei dem die Stiere ausrutschen und fallen. Wenn eine derartige Masse mit ausreichender Geschwindigkeit gegen eine prallt und gegen die dortige Wand drückt, kann sich jeder wohl ausmahlen, wie das ausgeht. Aber noch gefährlicher, sind die Hufe. Da verteilt sich auf einer extrem kleinen Fläche, ein gutes Teil des Körpergewichtes des Stieres. Ein einfacher Tritt des Tieres, beim aufstehen oder beim überlaufen, reicht hier schon aus um größte Verletzungen hervorzurufen. Es sind gerade bei diesem Stierlauf in Pamplona, gar nicht die direkten Konfrontationen zwischen Stier und Mensch, die zu den Verletzungen führen, sondern einfach die einfachen Unfälle bei denen der Mensch immer den Kürzeren zieht. Und gerade Touristen, unterschätzen diese Gefahr bei weiten. Nicht selten, gehen sie dort noch mit Restalkohol vom Vortag an den Start oder mit unzureichenden Strandschuhen. Sie überschätzen sich und unterschätzen den Stier, weshalb zu den meisten Opfern dieser Corrida von Pamplona, immer wieder die Touristen zählen. Zum anderen werden hier die Stiere getrieben und sind in Panik und unter enormen Stress und einem Tiere in Panik, sollte man immer mit höchster Vorsicht begegnen. Das andere Fatale bei diesen Stierläufen und darunter leidet insbesondere Pamplona durch seine Bekanntheit, ist die große Anzahl an Teilnehmern. Hier behindert man sich gegenseitig, kann nicht dahin fliehen, wo man gerne möchte und läuft Gefahr über andere Teilnehmer zu stolpern und so unter die Hufe der Stiere zu kommen. Es gibt auch Stierläufe, die mit kleinen, schwarzen Kühen gemacht werden. Diese sind weder vom Gewicht, noch von ihrer Natur aus so gefährlich wie ein Stier. Aber auch diese sollte man nicht unterschätzen. Ein Stier dagegen, ist aber ein echter Bulle. Das heißt, er ist im Gegensatz zum Ochsen nicht kastriert und somit liegt sein naturgegebenes Interesse darin, sich als Mann zu behaupten und mit Konkurrenten und Eindringlingen zu kämpfen. Dafür hat ihn die Natur über die Evolution hin mit zahlreichen Eigenschaften ausgestattet, die er bei Bedrohung auch zu nutzen weiß. Wer also ein paar Stierläufe mit den kleinen, schwarzen Kühen gemacht hat und meint er könne dies nun auch bei den Stieren machen, macht hier einen gewaltigen Fehler, der diesen nicht selten mit schweren Verletzungen oder gar den Tot bezahlt. Ein weiteres Problem bei diesem Stierlauf ist, dass man es hier nicht mit einem, sondern mit zahlreichen Stieren zu tun hat, was die Gefahr nicht wirklich mindert. Wenn jemand also bei derlei Veranstaltungen ernstahft mitmachen möchte, dem kann ich ihm nur raten, sich das Ganze öfters in Natura anzuschauen. Und mit öfters, meine ich wirklich oft. Er sollte schauen, wie die Stiere so reagieren und vor allem, wie dumm die Menschen in so einer Situation reagieren. Wenn er sich das dann weiterhin zutraut, einen solchen Lauf mit zu machen und bestehen zu können, soll er mehrere Läufe mit den Kühen mitmachen. Falls er dann jedoch unbedingt einmal mit den Stieren den Lauf machen möchte, dann soll er schauen, dass er sich fernab von Menschanhäufungen befindet, ausreichend Abstand zu den Stieren hat und mehrere, freie Ausweichmöglichkeiten weiß und im Blickfeld hat. Ich habe mehrfach live miterlebt, wozu ein Stier imstande ist und gerade auf so engem Parkkur, mit so vielen Menschen usw. kann man leicht zum Spielball der Stiere werden. Man sollte genau um seine eigenen Fähigkeiten in dem meist beschränktem Umfeld wissen und nie den Respekt vor dem Stier verlieren, denn wenn einmal der Stier dabei ist einem seinen Respekt zu erweisen, hat man nicht mehr viel von dieser gelernten Weisheit.
  3. Vom 6. Juli bis 14. Juli finden in Pamplona die alljährlichen Feiern zu Ehren des Schutzpatrons von Pamplona, San Fermín. Für die meisten ist dies gleichbedeutend mit der weltweit bekannten Stierhatz (Corrida de Toros) durch die Straßen von Pamplona. Dabei ist dies nur ein Teil der feiern in Pamplona, welche durch den Buchautor Ernest Hemingway zu weltweiten Rum gelangten. Auch dieses Jahr erlagen zahlreiche Besucher und Mitläufer dem Ruf der Corrida und verletzten sich dabei. So wird derzeit von 115 Verletzten ausgegangen, wobei lediglich 10 ernsthaft verletzt wurden und ins Krankenhaus eingewiesen werden mussten. Dabei sind gar nicht mal die 600 und 700 Kilo schweren Stiere das Problem, sondern die zahlreichen und oftmals betrunkenen Läufer, die sich gegenseitig Behindern und Schupsen. Denn die Stiere laufen im Prinzip nur durch die Straßen und wenn es geht hüpfen sie sogar über gestolperte Menschen. Bei den Massen an Menschen die sich jedoch dort in den engen Gassen gegenseitig behindern, stolpern dann selbst auch die Stiere über Menschen und verletzten diese dabei. Seit Beginn der Aufzeichnungen aus dem Jahre 1924 kamen insgesamt 14 Läufer bei der Corrida ums Leben. 2003 war es zu Letzt ein 62-jähriger Spanier gewesen.