Aus der Erinnerung heraus meine ich war es Anfang September 2008. Unsere Tochter war damals 1 Jahr alt. Meine Freundin (die Mutter), glühender Schalke-Fan, hatte die Idee, nach Madrid zu düsen, weil dort ihr Club bei Atlético antreten musste. Ich war von der Idee angetan, denn wir hatten auch damals schon feste Verbindungen nach Valladolid und ich freute mich darauf, Freunde dort zu besuchen. Kurzum: Ein kurzer Trip über 2-3 Tage, von Deutschland über Valladolid nach Madrid und zurück.
Unter Berücksichtigung des Zeitfensters, suchten wir günstige Verbindungen. Schliesslich entschieden wir uns für:
- mit Air Berlin von Berlin-Tegel nach London-Stansted
- mit Ryan Air von London-Stansted nach Valladolid
- in Valladolid bei Freunden nächtigen und nächsten Tag weiter mit der Bahn nach Madrid
- während meine Freundin abends ihr Spiel in Madrid sehen würde, würde ich mit unserer Tochter mit EasyJet noch am selben Abend direkt von Madrid nach Berlin-Schönefeld zurückfliegen.
Wir kamen nur bis London-Stansted. Ryan Air war pünktlich und ohne uns abgeflogen.
Der Grund dafür war, dass AirBerlin mit 35 Minuten Verspätung in die Luft ging. Die Maschine holte natürlich nichts auf, sondern die Landung verzögerte sich sogar noch, weil das Flugzeug wegen der Verspätung sich natürlich hinten anstellen musste.
Es war ein wunderbarer Spätsommertag. Es gab keinerlei Beeinträchtigungen, keinen Nebel, keine Vulkanasche, kein Schneefall, keine vereiste Maschine ... nichts!
Die Air Berlin-Maschine, die wir gebucht hatten, war die 1.Maschine am superfrühen Berliner Morgen, die abheben sollte. (Ich glaube, 06.35 Uhr oder so ...)
In London-Stansted hätten wir 80 Minuten Übergang gehabt. Nach Abzug der üblichen (und auch von Ryan Air eingehaltenen) 40 Minuten eben dann netto 40 Minuten.
Bei der Buchung hatte ich mir natürlich über das eher schmale Zeitfenster Gedanken gemacht. Aber es gab keine bezahlbare Alternative und ich "tröstete" mich damit, dass wir Sommer hatten und das Flugzeug quasi als 1.Maschine vom Flughafen Berlin-Tegel abheben sollte. Darüber hinaus waren unsere Erfahrungen mit Flügen nach London-Stansted durchweg positiv in Hinblick auf die tatsächlichen Flugzeiten. Sie wurden eher unterschritten.
Was war also an dem betreffenden Morgen passiert? Eine Air Berlin Mitarbeiterin verkündete so etwa 10 Minuten vor der eigentlichen Abflugszeit, dass die Maschine noch aufgetankt werden müsste! Daher würde sich das Einsteigen etwa 10 Minuten verzögern. Aus 10 Minuten wurden schnell 20 Minuten und dann standen wir noch weitere 15 Minuten unbewegt auf dem Flugfeld rum.
Bis heute bin ich mir 100%ig sicher, dass die Auftankgeschichte frei erfunden war. Mein Bruder war Flugzeugmechaniker bei der Lufthansa. Er hat seinerzeit ausschliesslich nachts gearbeitet. Das Auftanken der Flugzeuge gehörte auch zu seinem Job. Das Air Berlin-Flugzeug war nicht um 05.30 Uhr morgens in Berlin gelandet (jedenfalls nicht mit Fluggästen).
Wenige Wochen vorher war die Spanair-Maschine kurz nach dem Start abgeschmiert. Ich weiss, dass die Fluggäste auf solche Vorkommnisse sensibel reagieren. Air Berlin weiss das auch. Es würde mich nicht wirklich wundern, wenn es eine zumindest direkt nach diesem Unglück eine interne Dienstanweisung gegeben hätte, einen kurz vor dem Start festgestellten technischen Defekt an einer Maschine nicht "herauszuposaunen".
In London-Stansted waren wir dann gestrandet. Einen Weiterflug nach Valladolid gab es nicht. (Provinzflughafen, der seinerzeit von Ryan Air einmal täglich angesteuert wurde.) Und das mit einem 1jährigen Kind (in der Kinderkarre). Ein Alptraum.
Also, zurück nach Berlin.
Die einzige Fluggesellschaft, die einen Rückflug vor dem Sonnenuntergang(selbstverständlich zu einem königlichen Preis!) anbot, war ... Air Berlin!
Das Ende vom Lied war, dass ich den unverschämten Flugpreis an Air Berlin für den Rückflug zahlte und meine Freundin auf dem Flughafen London-Stansted verblieb, um am nächsten Tag nach Valladolid zu fliegen (um dann letztendlich nach Madrid zu kommen).
Zurück in der Heimat setzte ich Air Berlin schriftlich von der Horrortour in Kenntnis. Ich verlangte von Air Berlin k e i n e n Schadensersatz. Ich bat lediglich darum, mir im Wege einer kulanten Handhabung beim Flugpreis für den Rückflug nach Berlin-Tegel entgegenzukommen. Air Berlin lehnte ab. (Sie hatten sich ja n i c h t s vorzuwerfen ...). Da das Schreiben natürlich von der Beschwerdestelle abserviert worden war, richtete ich dieses Schreiben (und die Antwort dazu) direkt an die Geschäftsführung von Air Berlin.
Nach etlichen Monaten erhielt ich ein Schreiben der Geschäftsführung. Man "bedauerte" meine Erschwernisse und wollte sich mit einem 10,- EUR-Gutschein (anzurechnen auf die nächste Air Berlin-Reise) aus der Affäre ziehen.
Ich unternahm keine weiteren Schritte, weil nach Rücksprache mit einem Anwalt keinerlei Aussichten bestehen, eine Fluggesellschaft zu belangen.
Ich ärgere mich bis heute, dass ich den 10,- EUR-Gutschein n i c h t zusammen mit weiteren 10,- EUR in bar an die Geschäftsführung zurückgeschickt habe. Das ist das Einzige was ich mir vorwerfe!
Seit Sommer 2008 ist Air Berlin für mich "die" NO GO - Fluggesellschaft. Niemals in meinem Leben werde ich ein weiteres Mal eine Air Berlin-Maschine betreten. Wenn ein anderer Flug 50,- EUR mehr kostet (und alternativlos ist), dann zahle ich milde lächelnd die 50,- EUR mehr. Solange ich es beeinflussen kann, wird meine Tochter ebenfalls keine Air Berlin-Maschine betreten.
Ich wünsche dieser Fluggesellschaft die baldige Insolvenz - wenn es soweit ist, feiere ich diesen besonderen Moment mit meinen Freeunden ausgiebig (dafür nehme ich mir Urlaub!).
Unter Berücksichtigung des Zeitfensters, suchten wir günstige Verbindungen. Schliesslich entschieden wir uns für:
- mit Air Berlin von Berlin-Tegel nach London-Stansted
- mit Ryan Air von London-Stansted nach Valladolid
- in Valladolid bei Freunden nächtigen und nächsten Tag weiter mit der Bahn nach Madrid
- während meine Freundin abends ihr Spiel in Madrid sehen würde, würde ich mit unserer Tochter mit EasyJet noch am selben Abend direkt von Madrid nach Berlin-Schönefeld zurückfliegen.
Wir kamen nur bis London-Stansted. Ryan Air war pünktlich und ohne uns abgeflogen.
Der Grund dafür war, dass AirBerlin mit 35 Minuten Verspätung in die Luft ging. Die Maschine holte natürlich nichts auf, sondern die Landung verzögerte sich sogar noch, weil das Flugzeug wegen der Verspätung sich natürlich hinten anstellen musste.
Es war ein wunderbarer Spätsommertag. Es gab keinerlei Beeinträchtigungen, keinen Nebel, keine Vulkanasche, kein Schneefall, keine vereiste Maschine ... nichts!
Die Air Berlin-Maschine, die wir gebucht hatten, war die 1.Maschine am superfrühen Berliner Morgen, die abheben sollte. (Ich glaube, 06.35 Uhr oder so ...)
In London-Stansted hätten wir 80 Minuten Übergang gehabt. Nach Abzug der üblichen (und auch von Ryan Air eingehaltenen) 40 Minuten eben dann netto 40 Minuten.
Bei der Buchung hatte ich mir natürlich über das eher schmale Zeitfenster Gedanken gemacht. Aber es gab keine bezahlbare Alternative und ich "tröstete" mich damit, dass wir Sommer hatten und das Flugzeug quasi als 1.Maschine vom Flughafen Berlin-Tegel abheben sollte. Darüber hinaus waren unsere Erfahrungen mit Flügen nach London-Stansted durchweg positiv in Hinblick auf die tatsächlichen Flugzeiten. Sie wurden eher unterschritten.
Was war also an dem betreffenden Morgen passiert? Eine Air Berlin Mitarbeiterin verkündete so etwa 10 Minuten vor der eigentlichen Abflugszeit, dass die Maschine noch aufgetankt werden müsste! Daher würde sich das Einsteigen etwa 10 Minuten verzögern. Aus 10 Minuten wurden schnell 20 Minuten und dann standen wir noch weitere 15 Minuten unbewegt auf dem Flugfeld rum.
Bis heute bin ich mir 100%ig sicher, dass die Auftankgeschichte frei erfunden war. Mein Bruder war Flugzeugmechaniker bei der Lufthansa. Er hat seinerzeit ausschliesslich nachts gearbeitet. Das Auftanken der Flugzeuge gehörte auch zu seinem Job. Das Air Berlin-Flugzeug war nicht um 05.30 Uhr morgens in Berlin gelandet (jedenfalls nicht mit Fluggästen).
Wenige Wochen vorher war die Spanair-Maschine kurz nach dem Start abgeschmiert. Ich weiss, dass die Fluggäste auf solche Vorkommnisse sensibel reagieren. Air Berlin weiss das auch. Es würde mich nicht wirklich wundern, wenn es eine zumindest direkt nach diesem Unglück eine interne Dienstanweisung gegeben hätte, einen kurz vor dem Start festgestellten technischen Defekt an einer Maschine nicht "herauszuposaunen".
In London-Stansted waren wir dann gestrandet. Einen Weiterflug nach Valladolid gab es nicht. (Provinzflughafen, der seinerzeit von Ryan Air einmal täglich angesteuert wurde.) Und das mit einem 1jährigen Kind (in der Kinderkarre). Ein Alptraum.
Also, zurück nach Berlin.
Die einzige Fluggesellschaft, die einen Rückflug vor dem Sonnenuntergang(selbstverständlich zu einem königlichen Preis!) anbot, war ... Air Berlin!
Das Ende vom Lied war, dass ich den unverschämten Flugpreis an Air Berlin für den Rückflug zahlte und meine Freundin auf dem Flughafen London-Stansted verblieb, um am nächsten Tag nach Valladolid zu fliegen (um dann letztendlich nach Madrid zu kommen).
Zurück in der Heimat setzte ich Air Berlin schriftlich von der Horrortour in Kenntnis. Ich verlangte von Air Berlin k e i n e n Schadensersatz. Ich bat lediglich darum, mir im Wege einer kulanten Handhabung beim Flugpreis für den Rückflug nach Berlin-Tegel entgegenzukommen. Air Berlin lehnte ab. (Sie hatten sich ja n i c h t s vorzuwerfen ...). Da das Schreiben natürlich von der Beschwerdestelle abserviert worden war, richtete ich dieses Schreiben (und die Antwort dazu) direkt an die Geschäftsführung von Air Berlin.
Nach etlichen Monaten erhielt ich ein Schreiben der Geschäftsführung. Man "bedauerte" meine Erschwernisse und wollte sich mit einem 10,- EUR-Gutschein (anzurechnen auf die nächste Air Berlin-Reise) aus der Affäre ziehen.
Ich unternahm keine weiteren Schritte, weil nach Rücksprache mit einem Anwalt keinerlei Aussichten bestehen, eine Fluggesellschaft zu belangen.
Ich ärgere mich bis heute, dass ich den 10,- EUR-Gutschein n i c h t zusammen mit weiteren 10,- EUR in bar an die Geschäftsführung zurückgeschickt habe. Das ist das Einzige was ich mir vorwerfe!
Seit Sommer 2008 ist Air Berlin für mich "die" NO GO - Fluggesellschaft. Niemals in meinem Leben werde ich ein weiteres Mal eine Air Berlin-Maschine betreten. Wenn ein anderer Flug 50,- EUR mehr kostet (und alternativlos ist), dann zahle ich milde lächelnd die 50,- EUR mehr. Solange ich es beeinflussen kann, wird meine Tochter ebenfalls keine Air Berlin-Maschine betreten.
Ich wünsche dieser Fluggesellschaft die baldige Insolvenz - wenn es soweit ist, feiere ich diesen besonderen Moment mit meinen Freeunden ausgiebig (dafür nehme ich mir Urlaub!).