Nach Mazarrón oder konkreter nach Puerto de Mazarrón sind es weitere knappe 40 km, wo es ruhiger ist und man in der Nebensaison an mehreren Stellen mit Wohnmobil gut frei stehen kann. Außerdem hat es dort einen Campingplatz in Meeresnähe. Viele Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Privatunterkünfte können angemietet werden.
Die Stadt Mazarrón gehört zur Region von Murcia. Insgesamt leben hier 35.000 Menschen, der kleinere Teil in Puerto de Mazarrón., mit weiten Stränden und einer vielseitigen Natur. Die Bucht hat einen Durchmesser von circa zwanzig Kilometer. Hier findet man kleine wie auch lange Sandstrände. Ein Leuchtturm bietet die beste Aussicht über die ganze Küste. Am Ende der Bucht führt ein Schotterweg weiter zu abgeschiedenen Buchten und zu einem FKK-Strand.
Für Sportler bietet sich hier schwimmen im Meer, Wandern, Golf, Tennis, Segeln, Tauchen, Surfen, Angeln und vieles mehr an.
Mazarrón liegt an der Costa Cálida welches ein weiter Küstenabschnitt ist.
Oleandersträucher, Feigenkakteen und wilde Zwergpalmen prägen diese Landschaft. Einige Wachttürme erinnern an die Gefahren, die einst von Seeräuber drohten. Der Schrei der Möwen und das Zirpen der Grillen sind manchmal das einzige Geräusch, das die Stille dieser Landschaft durchdringen.
Mazarrón an einem Sonntag im November 2001:
Nach schwerem Regen, die Strassen und Plätze voll Seen, die Sonne wieder voll am Himmel steht. Ich parke in einer Seitenstrasse, einer Sackgasse hin zum Meer. Einige Hunde lungern herum und lauern auf Leckereien. Altes Brot interessiert sie nicht. Die Läden der Ferienhäuser sind fast alle geschlossen. Nur aus einem Haus dringt der Klang einer Gitarre, dem ich folge. Auf der Terrasse sitzt ein junger Mann und improvisiert typisch andalusische Weisen auf der Gitarre. Ich setze mich auf die andere Seite mit Blick aufs Meer, lasse mich von der Sonne wärmen und blicke in deren Reflektionen in den sanften Wellen. Traumhaft schön, nur das Meer, die Sonne und die tiefen rhythmischen Klänge des Mannes, der da meditativ versunken spielt. Ich bin Teil des Ganzen, ungestört durch andere Geräusche, selbst die Hunde hören mit. Nach einer Weile, waren es zehn Minuten oder eine Stunde, hebt er seinen Kopf und schaut mich an, so als würde er auftauchen aus einer anderen Welt. Wir nicken uns kurz höflich zu und ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Schon beginnen seine Finger wieder auf den Saiten zu tanzen und er kehrt zurück zu seiner Geliebten, die er da in seinem Schoss hält. Vorsichtig still ziehe ich mich zurück, dankbar Voyeur einer andalusischen Liebe gewesen zu sein, die mich verbunden mit Platz und Mentalität, mit der Seele eines Ortes, eines Volkes in dem Orient und Okzident sich vereinen.
Peter Burger