Es wird geklaut, was das Zeug hält.

Sein Selbstversuch muss schon lange vorbei sein, da steht zwar 10. Juni aber den Artikel hab ich, glaube ich, schon letztes Jahr gelesen.

Waere er nicht so selbstherrlich, koennte er ganz amuesant sein, aber so kommt er einfach nur ueberheblich rueber und das nicht wenig...

 
Einige, wenige Artikel lese ich noch von ihm. Aber leider muss ich Mica inzwischen Recht geben.

Obwohl...ein Körnchen Wahrheit...:pfeiffen:

 
Darüber schreibt er immer wieder und vieles kann und muß ich leider bestätigen. Ich habe selbst erlebt dass sich die Polizei nicht darum kümmert ob bei einem Ausländer eingebrochen wird. Pure Arbeitsverweigerung war die Aussage, wir haben kein Auto. Sie hätten theoretisch und auch praktisch mit dem Fahrrad kommen können aber auch das war wohl zu viel verlangt. Auch als mein Mann persönlich bestohlen wurden war die Mühe zu Guardia Civil zu fahren umsonst. Den Weg hätten wri uns sparen können, denn außer dass man uns mit einer unsagbaren Arroganz begegnet ist, hat das ganze nichts gebracht.

Andererseits, wenn die Menschen buchstäblich nichts mehr zum Essen haben, dann wird halt geklaut - bei Mundraub würde ich auch von harten Strafen absehen. Bei organisiertem Verbrechen jedoch hab ich Null Verständnis.

 
Ich bin vor zehn Jahren in Spanien beklaut worden. Wie üblich hatte ich meine Handtasche bei mir, mit allen Papieren von meinem Mann und mir. Alles weg. Außerdem haben die Diebe auch noch viertausend Euro von meinem Konto abgehoben. Das tat richtig weh.

Mein Mann hat mit mir einen riesen Wirbel veranstaltet und unser drei-wöchiger Urlaub war gelaufen. Heute sage ich mir, "selber Schuld".

Seither hatte nie wieder in Spanien eine Handtasche bei mir. Was ich nicht in meine Hosentasche bekomme, nehme ich einfach nicht mehr mit.

 
War schon immer so, zumindest kann ich mich als Kind erinnern, das war vor ca. 25 Jahren, als wir an unserem gemiesteten Ferienhaus ankamen. Das Haus hatte 12 Schlüssel, alleine, um durch die Haustür zu kommen brauchte man schon 5 Schlüssel. Es gab ein Geheimfach hinter der Küchenrollenhalterung, und im Nachbarhaus wurde kurz vorher eingebrochen sagte man uns. Das ist so ziemlich das Genauste, was ich von diesem Urlaub in Erinnerung habe. Ich bin ABER noch nie in meinen insgesamt 10 Jahren Spanien beklaut worden, also an mir selbst oder die Wohnung, das Auto wurde ein paar Mal aber aufgemacht und zweimal zwei total billige Autoradios geklaut (spanisches Kennzeichen) . Sehe aber auch nicht aus wie ein Tourist von 100 m Entfernung, meine Handtasche hängt immer irgendwo an mir, und ich habe auch IMMER eine dabei. Es ist gar nicht möglich, 4.000 EUR von meinem Konto abzuheben, jedenfalls nicht in einem Monat. Einmal waren wir am Strand (deutsches Kennzeichen, Auto einer Freundin). Sie entschied, ihre Sachen im Kofferraum zu lassen (es könnte am Strand geklaut werden), ich nahm meine mit. Das Auto wurde aufgebrochen, die Sachen meiner Freundin fehlten. Wir zeigten das in der nächsten Polizeistelle an. Mal abgesehen davon ist das immer ratsam, denn sie sagte uns, dass ca. ein Drittel oder waren es zwei Drittel? der Papiere wieder auftauchen. Und tatsächlich, nach 10 Tagen waren die Papier wieder aufgetaucht. Handy und Geld waren natürlich weg.

- - - Aktualisiert - - -

Da fallen mir zwei Anektoden ein:

Ich hatte mal eine Pflanze im Carrefour gekauft. Ich räumte gerade Sachen in den Kofferraum, die Pflanze hatte ich etwas abseits gestellt. Als ich mich umdrehte, war die Pflanze weg. Ich schaute mich um und sah eine Frau, die die Pflanze in ihr Auto verfrachtete. Ich ging zu ihr hin und meinte, das sei meine Pflanze. Die Frau war etwas peinlich berührt, meinte, sie dachte, die Pflanze sei herrenlos. Ja, also das mit dem nicht niet- und nagelfest stimmt schon...das gehört wohl dann der Allgemeinheit....und bei nem Umzug hatte ich schon darauf geachtet, dass die Sachen nicht unbeaufsichtig draussen stehen, aber ich hatte ein Regal gerade mal ein paar Sekunden neben dem Auto und ja den Mülltonnen abgestellt um auf der Strasse gegenüber die Haustür zuzumachen. Schon wollte sich jemand mit dem Regal davonmachen....NATÜRLICh dachte man, das sei Müll /emoticons/default_wink.png

 
In die von mir angemietete Finca wurde schon 1991 eingebrochen, obwohl zwei große, scharfe Hunde auf dem Grundstück waren. Es war also eindeutig die Familie der Vermieter, die sich dort bediente.

Und 1993 wurde mir beim Carrefour in Benidorm meine Handtasche (eher Sammelcontainer für alle Papiere etc.) mit Gewalt entwendet.

Durch meine Arbeit im Steuerberaterbüro erfuhr ich natürlich viel über die Einbrüche und Diebstähle und kam zu dem Schluß: Wer länger als drei Monate in Spanien lebt und noch nicht beklaut wurde, macht irgend etwas falsch. Wer dann noch einmal bestohlen wird, hat seine Lektion noch nicht gelernt und wem es zum dritten Mal passiert, der ist belehrungsresistent.

Also kein Grund sich aufzuregen oder gar zu schämen, wenn es einem passiert. Nur am besten gleich aus den Erfahrungen anderer Menschen lernen, die sich in südlichen Ländern auf Reisen befinden.

Wichtig ist vor allem - wie hier auch schon erwähnt - nur die Sachen mitzunehmen, die man unbedingt braucht. Und diese paar Utensilien dann direkt am Körper und im Blickbereich. Also nicht z.B. in der Gesäßtasche.

Sollte es dann doch einmal passieren, ist eine Anzeige bei der für das "Tatort" zuständigen Guardia Civil erforderlich. Nicht weil das etwas bringt, sondern weil die Anzeige benötigt wird, um sich z.B. Führerschein und Pass etc. wieder zu beschaffen - und evtl. sogar für die Versicherung.

Ich hoffe, keiner läßt sich den Spaß an seinem Spanien-Aufenthalt verderben. Gut aufpassen und dann passts schon!/emoticons/default_sonne.gif

 
wir wurden noch nicht beklaut in den letzten 5 jahren -wahrscheinlich weil man sieht, das bei uns eh nix zu holen ist:winken:

 
@Lilac, na mit beratungsresistent hat das wenig zu tun. Wenn ich mich in DE aufhalte und in mein Haus in ES eingebrochen wird, wie sollte ich das wohl verhindern können? Bei uns wurde 2 mal eingebrochen, Geld oder Schmuck hatte ich dort natürlich nicht herumliegen, ich war ja nicht answesend. Türen von oben nach unten und von der Garage in die untere Wohnung waren abgesperrt, hat die Diebe aber nicht gehindert, die haben die Türen aufgebrochen, Fernseher, HiFi Anlage gestolen, beim zweiten Mal haben sie randaliert - bei beiden Einbrüchen die Telefonleitung gekappt. Also mit Bertungsresistenz hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Wir waren schlichtweg Opfer. Das Dritte Mal wurde mein Mann beim Tanken beklaut - kleines Ablenkungsmanöver und die Geldbörse mit allen Papieren war futsch.

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Bruny, so ist das nun mal. Man kann seine Immobilie noch so gut sichern, wenn die Diebe reinwollen schaffen die das auch. Da hilft z.B. auch keine Alarmanlage. Die stört Diebe überhaupt nicht. Hier bei uns springt fast täglich irgend eine Alarmanlage an, und kein Mensch kümmert sich darum. Die meisten Hausbewohner können mit der eigenen Alarmanlage gar nicht umgehen und deshalb heulen die immer mal wieder los.

 
@ Bruny - Entschuldigung, ich meinte nicht die leerstehenden Häuser. Ich meinte die Menschen, die mehr als drei Monate in Spanien sind und immer noch nicht einmal die einfachsten Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

Im Verhältnis wir auch recht selten in leerstehende Häuser eingebrochen, erst wenn Gäste oder Besitzer ankommen ist ja was zu holen.

Aber im Grunde ging es mir mehr um den Handtaschenklau.

 
Ja ist schon klar Lilac - manchen Menschen sieht man es tatsächlich auf 10 Km Entfernung an, dass sie Geld, Klunker und sonstiges bei sich tragen. Ich seh eher unkompliziert aus, Geldscheine in der Hosentasche und auch nur wenn ich vor habe irgendwo hinzugehen wo ich Geld brauche.

Bei uns auf dem Dorf war es oftmals der Fall, dass Häuser ausgeraubt wurden, während die Menschen gerade angekommen waren. Die waren dann noch damit beschäftigt den Pool abzudecken, das Auto auszuräumen usw. haben dann die Handtasche in einem Raum hingelegt und während der Pool abgedeckt wurde, wurde die Tasche, das Notebook usw. geklaut.

Es gab aber auch leider Menschen die einen Einbruch fingiert haben und bei der Versicherung gemeldet haben was alles gestohlen wurde. Und diese Menschen (waren nur zwei Familien) haben auch noch damit geprahlt wie sie die Versicherung beschissen haben. Es gibt also auch solche und solche

 
Also hier in Andalusien, oder genauer: Málaga und Umgebung, habe ich die Leute als total ehrlich und ehrenhaft kennen gelernt. Ich lasse oft alle meine Sachen inklusive Rucksack irgendwo in einer Bar alleine herumstehen während ich zur Toilette gehe oder nach draußen um zu rauchen. Mir ist dabei noch nie etwas abhanden gekommen. Ich mache das halt nur, wenn die Örtlichkeit und die Leute, die sich dort befinden, den Eindruck auf mich machen, dass die Leute "unter sich" sind und keine Fremden (außer mir natürlich) da sind. Und meine Wertsachen und Haustürschlüssel habe ich immer bei mir in der Hosentasche.

Anstatt dass Leute mich beklaut haben, ist es mir im Gegenteil schon oft passiert, dass Leute mich darauf aufmerksam machen, wenn sie denken, ich hätte etwas vergessen oder aus Versehen zurück gelassen.

Kann ja sein, dass ich einfach nur Glück hatte bisher. Aber ich bin nun das dritte Jahr hier - kann man denn so viel Glück haben?

 
Auweia,

da kann ich nur sagen, all die Dinge auf die du verzichten kannst Mischa, lasse ruhig liegen.

Gerade in Andalusien sind viele Menschen unglaublich ehrlich und das schätze ich sehr an meinem Andalusien.

Ich bin nun seit über 20 Jahren sporadisch vor Ort und kann sagen, es ist mir noch nie etwas abhanden gekommen.

Vor einigen Jahren sind in meiner Colina mehrere Autos aufgebrochen worden und sogar auch meine alte schrottreife Kiste( spanisches Kennzeichen) musste dran glauben. Gestohlen wurde nichts, sogar das Radio war noch vorhanden.

Ich denke , es ist wie überall auf der Welt - gehen wir selbstbewusst durchs Leben und lassen nicht den Krösus raushängen - dann sind wir durch unser menschlich sympathisches Auftreten schon ein wenig geschützt.

In vielen Teilen der Welt brodelt es im Moment. Viele Menschen wissen nicht wie sie über den Monat kommen sollen und sehen manchmal nur noch den Weg zu betteln oder in die Kriminalität abzurutschen.

Im Übrigen ist mir aufgefallen, dass viele relativ gut gekleidete Menschen an den Strassen sitzen und schamhaft versuchen ihr Gesicht zu verdecken. . .

 
Ich denke , es ist wie überall auf der Welt - gehen wir selbstbewusst durchs Leben und lassen nicht den Krösus raushängen - dann sind wir durch unser menschlich sympathisches Auftreten schon ein wenig geschützt.
Guten Morgen, alba, wie schön, wieder einmal etwas von Dir im Forum zu lesen.

Den oben zitierten Satz kann ich aber für mich so nicht stehen lassen. Bei der Menge an Menschen, die als ganz normale, unauffällige Bürger z.B. auf den Märkten bestohlen werden, meinst Du also, es handelt sich um Leute, die den Krösus raushängen lassen?

Ich kann ja nur von mir selbst ausgehen. Als ich bestohlen wurde, war ich kaum reicher als eine Kirchenmaus. Man raubte mir also zwar nur 5.000 Peseten, doch für mich war das alles, was ich für den Monat zur Verfügung hatte.

Es mag sein, dass es Leute vermehrt trifft, die sich mit Schmuck behängen, doch die Diebe greifen in alle Taschen - ohne Unterschied von arm und reich.

 
Zurück
Oben