EU-Datenschützer nehmen Google aufs Korn

Lilac

New member
In Spanien teilte die Datenschutzbehörde AEPD mit, die Strafzahlungen könnten 40.001 Euro bis 300.000 Euro erreichen. Es gebe Hinweise, dass Google die spanischen Datenschutzgesetze in sechs Fällen verletzt habe - in fünf davon schwerwiegend. Nutzer erhielten keine klare Information darüber, was mit den über sie gesammelten Daten geschehe, kritisierte die AEPD. Google könne die Daten über die Nutzer auf "unbestimmte und ungerechtfertigte Dauer" speichern. Eine Frist setzte die spanische Behörde dem US-Konzern aber nicht.

http://derstandard.at/1371170173120/EU-Datenschuetzer-nehmen-Google-aufs-Korn

 
Interessantes Thema, aber im Umkehrschluss könnte gerade dieser Satz "Nach EU-Datenschutzrecht ist die Verarbeitung persönlicher Daten generell nur zulässig, wenn ein Nutzer seine Zustimmung ausdrücklich erteilt hat und für ihn dabei klar ersichtlich ist, zu welchem Zweck und von wem die Daten verarbeitet werden." auch so manchem deutschen Unternehmen arge Probleme bereiten.

Nur ein Beispiel: In Deutschland ist es üblich, dass Bonitätsauskunfteien wie zum Beispiel SCHUFA, CREDITREFOM usw. sehr gerne Daten über Bürger sammeln - diese sogar ohne Wissen der Betroffenen. Anschliessend wird anhand dieser Daten dann bei entsprechender Anfrage eine Einschätzung über dessen Zahlungsmoral mittels eines Zahlenschlüssels erstellt. In jüngster Vergangenheit erregte dies besonders Aufsehen, dass zum Beispiel de SCHUFA in Erwägung zog, zu derartigen Einschätzungen sogar auf zugängliche Daten in sozialen Netzwerken wie FACEBOOK zugreifen zu wollen.

Ich stehe zwar nicht auf der Seite von Google, doch bin ich der Meinung, dass wenn dann gleiches Recht für alle gelten sollte und hier ebenfalls diesen Auskunftei-Unternehmen gehörig Einhalt geboten werden sollte. Doch gerade in Deutschland traut sich an diese Sache kaum ein Politiker ran, weil da eine sehr lukrative und umsatzstarke Branche dahinter steckt.

 
Zurück
Oben