Liebe/r jmpainter,
deine Antwort finde ich interessant und aus der Tatsache, dass wir selbst Arbeitgeber sind, möchte ich gerne auf deine Punkte etwas näher eingehen.
Natürlich, was die preisliche Konkurrenzfähigkeit anbelangt ist mir das schon bewußt. Aber alles hat doch auch ein Ende.
Grundsätzlich richtig, doch diese Frage kann man auch gut umkehren, denn wo ist denn das Ende der Kostenspriale für den Verbraucher? Nehmen wir zum Beispiel das berühmte alljährliche Beispiel mit den KFZ-Versicherungen. Jedes Jahr geht bei vielen der selbe Tanz los, um das Fahrzeug auf die Günstigste umzumelden. Eventueller Verlust von Service oder Kundennähe?? ... egal Hauptsache billig Versichert!!
Oder bei Stromanbietern, Autohäusern ... was auch immer, die Beispiele sind schier grenzenlos - wichtig ist nur eines, das gewünschte/gesuchte Produkt so billig wie möglich zu erhalten. DAS ist die berühmte Kehrseite!!!
Von den Arbeitnehmern wird heute alles mögliche verlang, erwartet und vorausgesetzt bis hin zu Wohnortwechseln.
Glaube mir, von Arbeitgebern wird auch ne ganze Menge verlangt, nur wird dies selten seitens der Arbeitnehmer gesehen ... /emoticons/default_wink.png
Wieso muß denn ein europäisches Unternehmen unbedingt in Bereichen Konkurrenzfähig sein die z.B. von Firmen aus China beherscht werden ?
Tja das ist eine interessante Frage, doch nicht zuletzt geht es der deutschen Wirtschaft durch Exporte nicht schlecht und diese "Mitbewerberschaft" wurde ja nicht zuletzt durch die Gewinnmaximierungssucht einzelner Unternehmen überhaupt erst generiert. Bleiben wir aber lieber erst mal in kleineren Dimensionen und betrachten die Situation bei kleineren Unternehmen, die nun nicht dem internationalen Konkurrenzkampf unterliegen, sonst würde das hier zu umfangreich werden ...
Oder genauso eigenartig finde ich es das man wenn man längere Zeit arbeitslos ist, allen möglichen Blödsinn vom Amt angeboten bekommt. Zum Beispiel gibt es glaube ich fast keinen von denen der in dieser Zeit keinen Staplerschein erworben hat.
Das deutsche Arbeitsamt an sich ist mittlerweile in meinen Augen eh so überflüssig wie ein Loch im Knie. Wir haben es uns schon vor einigen Jahren abgewöhnt, Mitarbeiter über dieses Amt zu sauchen /emoticons/default_wink.png
Oder wieso bekommt man mit über 40 fast keinen Job mehr ?
Ist leider ein Klischeedenken in den Köpfen vieler. Wir haben bisher die besten Erfahrungen mit Mitarbeitern gesammelt, welche diese Altersgrenze überschritten haben. Es hängt natürlich auch etwas von der Branche bzw. dem Einsatzbereich ab.
Weshalb ist es für junge Leute kaum noch interessant ein Handwerk zu erlernen ?
Weil nicht wenige junge Menschen es lieber bevorzugen, einen Job mit ganz viel Geld zu haben ohne möglichst viel und noch dazu körperlich arbeiten zu müssen.
Wie vor ein Paar Wochen von einem Kollegen aus D gehört schaut der sich Bewerbungen von Leuten ohne Abitur gar nicht erst an. Der Idiot sucht einen Malerlehrling.....
Warum der "Idiot" nun Malerlerlinge mit Abitur sucht, kann ich dir auch nicht beantworten. Doch eventuell hat er ja bessere Erfahrungen gemacht - deswegen würde ich ihn nun nicht gleich als Idiot bezeichnen. /emoticons/default_wink.png