Tja, den inneren Schweinehund muss man ueberwinden, kenn ich auch - mein Mann ist Schotte, seit 2006 in Barcelona. Am Anfang haben wir auch nur Englisch geredet, meinem Sohn kam das zugute, sein Englisch hat sich doch schwer verbessert und die beiden machen es so, dass er mit John Englisch spricht, John ihm aber auf Spanisch antworten soll, geht ganz gut, aber ich hatte ihm damit keinen Gefallen getan am Anfang.
Weisst Du, was das Problem sein wird? Je mehr Zeit vergeht, umso ausgeschlossener wirst Du sein- auch im gemeinsamen Freundeskreis - wenn da nicht jeder Englisch spricht oder zumindest versteht, wirst Du irgendwann fuehlen, dass Du da nicht viel mitzureden hast - wie bei uns. Wir haben da zwar Leute die Englisch koennen, aber eigentlich nicht richtig den Bock haben, nur wegen einer Person ihr Englisch hervorzukramen.
Was ja eigentlich auch ok ist, der Person tut man keinen Gefallen, wenn man staendig zu deren eigener Sprache wechselt und wenn man in Gruppen von ca. 10-15 Leuten sitzt, wie das bei uns so Freitags abends der Fall ist, muessen nicht alle versuchen, in einer anderen Sprache zu kommunizieren, nur weil einer sie nicht oder nicht richtig kann. Es musste staendig jemand ihm einen Gefallen tun, weil hier auf einer Behoerde kein Mensch Dich auf Englisch zur Kenntnis nimmt, folglich ging jemand mit oder uebernahm den Botengang, machte Telefonanrufe...Nee.
Wir haben es gelassen, ihn in die Sprache geschubst und die Holzhammermethode hat besser funktioniert, als ein Sprachkurs, denn bei uns kommt dazu, dass jeder aus einer anderen Ecke Spaniens kommt und auch die Akzente und Geschwindigkeiten bisschen verschieden sind, er muss sich schon anstrengen, um mithalten zu koennen, aber nur so geht das.