Menorca ist eine Reise wert

Rita

Moderator
Meine spanischen Freundinnen und ich unternehmen jedes Jahr eine gemeinsame Reise innerhalb Spaniens. Heuer entschieden wir uns für Menorca, eine der Baleareninseln.

Eine der Freundinnen organisierte die Reise. Ich war froh, dass sie das machte, muss nun aber sagen, dass ich mich besser eingemischt hätte, denn die Zeit, die wir für die relativ kurze Distanz von Alicante nach Maó brauchten, fand ich persönlich übertrieben lang: von Haus zu Haus ca. 14 Stunden. Da hätte ich beinahe meine Freundin in Buenos Aires besuchen können.

Wir fuhren mit dem Zug von Alicante nach Barcelona und stiegen dort in den Flieger nach Maó. Mit dem Mietwagen fuhren wir nach Ciutadella und suchten dort das Haus in der Altstadt, welches uns eine Bekannte zur Verfügung gestellt hatte. Das Auto mussten wir natürlich etwas weiter weg parken (oder parkieren, wie wir Schweizer sagen), denn die Gassen der Altstadt sind ziemlich eng, aber wunderschön und sehr sauber. Da die Fiestas anstanden, waren alle mit dem Verschönern der Hausfassaden beschäftigt, herrlich.

Den ersten Tag (und nicht nur den) verbrachten wir in Ciutadella, durchstreiften die Altstadt, den Hafen und „ibamos de tapas“. Wir wollten es keinesfalls verpassen, am „Wettbewerb der besten Tapa“ teilzunehmen.

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Ciutadella ist eine wunderschöne Stadt, die uns Moix ja bereits auf eindrückliche Weise nähergebracht hat.

Hier herrscht kein hektischer Alltag. Hier nehmen die Menschen ihr Leben viel ruhiger als andernorts. Nicht umsonst stoßen wir überall auf den Satz:

No somos lentos. Vosotros estáis estresados.

 
Menorca ist auch eines meiner Reiseziele. Freunde von mir waren da und waren genauso begeistert wie Du. Ist doch das richtige Plätzchen zum Entschleunigen.

 
Menorca ist fuer mich die schoenste der Balearen, aber den Umweg muss ich nicht verstehen, wenn man fuer 80€ hin und wieder zurueckfliegen kann in weniger als 1 Stunde.

 
Entschleunigen tönt gut /emoticons/default_tongue.png. Doch wir waren nicht nur zum Entspannen da. Wir wollten die Insel erkunden, und mit dem Auto klapperten wir sie nach und nach ab. Da mich geschichtsträchtige Orte magisch anziehen, legten auch bei der Naveta des Tudons einen Halt ein. Sie liegt ganz in der Nähe von Ciutadella und soll eines der bedeutendsten Baudenkmäler der europäischen Vorgeschichte sein. Sie wurde gegen Ende der Bronzezeit, zwischen dem 8. Und 9. Jh. vor Chr. genutzt.

Naveta des Tudons

Bei dieser Naveta handelt es sich um eine kollektive Begräbnisstätte. Man nimmt an, dass hier Personen begraben wurden, die zu einer bestimmten Gruppe gehörten. Man weiß aber nicht, ob es sich um Menschen der gleichen Familie oder Sippe handelte. Da die Bestattungen während einer ziemlich langen Zeitspanne erfolgten, fand man die Knochen ohne jegliche anatomische Verbindung. Sie lagen also ziemlich verstreut. Man fand auch persönliche Grabbeigaben, also Armreife, Halsketten, Anhänger aus Bronze, Knöpfe aus Knochen, einige Waffen, Töpfe und Gefäße aus Keramik.

Uns wurde gesagt, dass man diese Art von Begräbnisstätten ausschließlich in Menorca findet und dass es von dieser Art noch andere geben soll.

Leider ist die Naveta des Tudons zur Zeit gesperrt, also für Besucher nicht zugänglich. Ich war schon etwas enttäuscht, dass wir uns nur den „oberirdischen Steinhaufen“ anschauen und nicht ins Innere eintreten konnten. Das Äußere der Grabstätte erinnerte uns irgendwie an ein umgekipptes Schiff. Daher soll übrigens auch der Name Naveta abgeleitet worden sein.

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Schön das Rita die Insel gefallen hat und ich hoffe das noch mehr Besucher ihren Weg hierher finden. Für Tips stehe ich per PN gerne zur Verfügung.

Es gibt übrigends noch die Navetas von Rafal Rubi, zwischen Mao und Alaior. Aber die bei Ciutadella ist die am besten erhaltene.

 
Ich kann allen Menorcareisenden nur empfehlen, dein Angebot anzunehmen /emoticons/default_biggrin.png.

Nochmals ein herzliches /emoticons/default_danke.gif

 
Wie richtige Touristen unternahmen wir natürlich auch eine Bootsfahrt, die uns zu den wunderschönen Calas, Cala en Turqueta, Macarella, Macarelleta, usw. brachte. Kristallklares Wasser lud uns bei jedem Halt zum Baden ein. Diesem Vergnügen entsagte ich allerdings, da ich es gar nicht mag, ein feuchtes Badekleid zu tragen und Kleider zum Wechseln hatte ich nicht mit. /emoticons/default_tongue.png

Die Fahrt lohnte sich. Vom Meer aus zeigt sich Menorca nämlich von seiner schönsten Seite mit seinen felsigen Küsten, die mit Sandstränden abwechseln, und es gibt auch noch völlig „unberührte Zonen“, wo die Vegetation bis zum Strand reicht.

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Danke, Rita!

Doch eines fehlt mir noch: Ein Bild von einem richtig schönen Badestand. Du schreibst ja, dass es sie gibt, nur... hast Du auch ein Foto davon gemacht?

 
Die sind eben nicht vom Boot aus geschossen, sondern direkt am Strand. Du weißt ja, im Knippsen bin ich nicht mehr die Schnellste. Bis ich die Kamera in der richtigen Position habe... dann muss ich darauf achten, dass meine linke Hand nicht vor dem Sucher landet /emoticons/default_tongue.png... und einhändig knippst es sich nicht wirklich optimal.

 
@ Rita - dann ist es besser, auf Nummer Sicher zu gehen.

@ Mica - Danke! Das ist genau das, was ich (und sicher auch noch andere User) gern sehen wollte. Wann warst Du denn auf Menorca?

Fährt einfach hin und sagt nix. So was!

 
Lilac, wir waren schon oft auf Menorca, normalerweise quartieren wir uns in Ciutadel.la ein und klappern mit dem Mietwagen die Insel ab, ohne fahrbaren Untersatz geht da garnichts.

Menorca hat nur einen Nachteil: Sehr teuer.

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@ Mica, teurer als das Festland ist es allein durch den Flug und alles muss mit Schiffen auf die Insel gebracht werden(Lebensmittel ect.)

Fotos von Mica: s.o. Bahia de Fornells, aufgenommen wohl vom Monte Toro, die Bilderreihe Nordstrand, ev. Binimela o cavalleria, die anderen Südstrand, wie Galdana, Turqueta und Macarelleta o Mitjana. Mica - wenn du das nächste mal hier bist, bitte melden!

 
Mica, ich empfand Menorca nicht als besonders „teuer“. Gut, ich weiß nicht, was ein Hotel kostet, da wir privat untergekommen sind. Auch der Preis des Mietswagens hielt sich meiner Meinung nach in Grenzen und das Essen, na ja, das war nicht teurer als bei uns.

Aber...

Wir wollten natürlich unbedingt eine der berühmten Calderetas essen. Die typische Langustensuppe wurde eigens für uns zubereitet und zu uns nach Hause geliefert. Sie schmeckte vorzüglich.

Ich weiß ja, dass Langusten teuer sind, und wir bezahlten den Preis für die Caldereta ohne zu murren, obwohl ich persönlich finde, dass man andernorts für dieses Geld ein exklusives Menu mit allem Drum und Dran vorgesetzt bekäme. /emoticons/default_tongue.png

 
Wir waren auch zu unterschiedlichen Zeiten da, wir fahren meist im September, denn bei mir geht es nicht anders und ja ich weiss was Du meinst, wir fahren zum Caldereta Essen nach Fornells /emoticons/default_biggrin.png, wenn schon, denn schon

 
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