Ja, auf einen Anbieter bin ich auch mal gestoßen, "Via Verde - Entdecken und Reisen". Ein deutscher Veranstalter aus Bonn, der "nachhaltige Reisen" in diversen Ländern und Kontinenten durchführt und eben auch in Spaniens Natur- und Nationalparks. Der Name ist auch interessanterweise von den spanischen Bahntrassenradwegen übernommen. Es klingt nicht schlecht und auch ganz engagiert, was sie so anbieten....fürs kleine Portemonnaie ist es allerdings weniger geeignet! Und so bastele ich weiter an meinem eigenen Entwurf einer für mich erschwinglichen u n d interessanten Spanienreise unter Benutzung von öffentlichen Überlandbussen (hab, ist eben so, leider keinen Führerschein), gut mitnehmbaren Klappfahrrad, Minizelt und Selbstverpflegung aus den Supermärkten, als eine Variante. Auch die Jacobswege habe ich schon unter die Lupe genommen, da findet man u.a. auch viel auf You Tube. Naturerlebnis ist mir wichtiger - und lieber - als viel Komfort. Das Erlebnis der Ortschaften natürlich auch.
Die Jacobswege sind vielleicht überhaupt der Weg, auf dem die Landschaften Spaniens bekannter werden, wichtig dann aber, dass mit der Idee das Pilgerns auch Schutz und Wertschätzung der Natur auf dem Weg stark verbunden werden...sollte ja eigentlich selbstverständlich sein, wo es um innere Werte geht.. Bisher ist fast nur der Camino Frances bekannt, die anderen (der nördliche an der Costa Verde entlang und Via de la Plata von Sevilla aus z.B.) sind noch ursprünglicher, aber so langsam werden es dort auch mehr Pilger. - Irgendwann und wo wollte ich nochmal was dazu schreiben, wie ich überhaupt auf dieses Land hier gekommen bin, würde aber an dieser Stelle zuviel. Nur kurz noch: dass es manchmal wirklich krass war/ist, was allgemein so mit Spanien verbunden und geäußert wurde. Da ist einmal "Et Spanien-Lied", dieser wahre Kunstgriff der Kölner Kultband "Bläck Fööss", die manchmal ein etwas seltsames Verhältnis zu den europ. Partnerländern offenbart (siehe auch "Fronkreich, Fronkreich" - auch wenn ich das mal ganz witzig fand!)
Ist zwar ironisch gemeint, trifft aber ins Schwarze und wird durchaus ernst genommen, tendenziell geglaubt und hier immer mit viel Begeisterung mitgegrölt. "Mit Sack un Pack nach Spanien, da es da ja nit vill kost - Ne, ne Marie, ist dat nit schön, överall nur kölsche Tön-hier sieht et wirklich uss, wie bei uns zu Huss..." Zum Glück sieht meine Straße hier doch nicht ganz aus wie Benidorm.....;-) Soweit der Strand. Und das Landesinnere? Eine Bekannte erzählte von einer Transitfahrt nach Marokko durch Spanien, das Land bestehe im Innern auschließlich aus Olivenbäumen, todlangweilig, man bekäme die ganze Fahrt nichts anderes zu sehen und so sei sie dann schließlich eingeschlafen und hätte den einzigen Canyon verpasst...,-)..."echt keine Empfehlung" Das Fazit. War vermutlich die Meseta...nun ja, das mag man - oder nicht. Ähnlich ein Patient nach der Natur seines gerade beendeten Spanien-Urlaubs befragt, "Natürlich Strandurlaub, man fährt nicht ins Landesinnere" (!). Ab da klang es dann endgültig interessant. "Wieso denn eigentlich nicht, ist da die europäische Area 51, das Land Mordor ..." fragt man sich. Oder ist da nur diese verbrannte Ebene, auf der früher mal ein Sonnenstich-geschädigter hochmotivierter Irrer unermüdlich in militanter Weise gegen einen Windpark demonstrierte? Klingt schon auch irgendwie spektakulär und jedenfalls nach größtmöglichem Kontrastprogramm zum typischen Kölner Wetter. Das ist was. Aber es gibt ja u.a. You Tube. Und so ging ich dann auf Entdeckungsreise. - Ich wünsche allen schöne Feiertage, komme vorher vielleicht nicht mehr zum Schreiben
******* Feliz Navidad*******
Hella