Tausend Dank auch Dir fuer die Willkommensgruesse! Wunderbar, wie man hier gleich mit offenen Armen empfangen wird!
Meinen Mann habe ich in Frankreich kennengelernt, wir waren beide dort als Erasmusstudenten (ich aus Passau, er aus Córdoba), danach folgte ein paar Jahre lang eine Fernbeziehung, wir beide haben fertigstudiert, Referendariat usw, und dann bin ich Ende 2003 hierhergezogen. Ich bin also eindeutig seinetwegen hergezogen, wenn ich auch inzwischen auch ohne ihn hierbleiben wuerde.
Ich arbeite hier in einer rein spanischen Anwaltskanzlei, und wir haben ueberhaupt keinen Bezug zu deutschen Mandanten. Tatsaechlich ist Córdoba in der Hinsicht zu weit vom Tourismus an der Costa del Sol entfernt, es gibt, wie mir scheint, keinen oder kaum Bedarf an deutschsprachigen Anwaelten. Wir arbeiten also ausschliesslich mit spanischen Mandanten, spanisches Recht und spanische Faelle.
Was die Zulassung angeht, habe ich mich in Deutschland als RA zugelassen, und mich dann in Córdoba in der Anwaltskammer als EU-Anwaeltin zugelassen. Das geht problemlos, sobald man in einem Staat der EU als RA zugelassen ist, man ist in dieser Liste aber getrennt von der Liste der "normalen" spanischen Anwaelte.
Danach gibt es zwei Moeglichkeiten, entweder man arbeitet ein paar Jahre lang (ich glaube, drei) und weist Faelle nach usw, oder aber man absolviert eine Pruefung, die das spanische Justizministerium in Madrid organisiert. Ich hab mich fuer die Pruefung entschieden, die auch bestanden, und danach wird man in die Liste der spanischen Anwaelte eingetragen, mit allen REchten und Pflichten.
Bei mir ging alles problemlos, in der Hinsicht ein Hoch auf die spanische Buerokratie, alle haben geholfen (und dabei war ich die erste EU-Anwaeltin in der Anwaltksammer von Córdoba, sprich, alle mussten erst mal lernen, wie das alles ueberhaupt geht).
Sooo, und jetzt bist Du dran: wie war das alles bei Dir?
Gruesse, Marion
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Da hilft nur WIEDERKOMMEN!