Öffentliche Fernsehsender erhalten Geld von den Privaten

Delmar

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Sonntag, 19. Juli 2009

Im Gegensatz zu Deutschland, sind in Spanien schon lange die privaten Rundfunk- und Fernsehsender in der Medienlandschaft vertreten. Aber gerade in Spanien gerät die Öffentlich-Rechtlichen Sender zunehmends ins Hintertreffen gegenüber den Privaten. Dem will man in Spanien nun durch eine zusätzliche Steuer entgegenwirken. Dabei soll hier aber nicht der Steuerzahler an sich das Geld aufbringen, sondern die privaten Rundfunkanbieter sollen hier mit drei Prozent extra besteuert werden.

Da die Öffentlich-Rechtlichen Sender ähnlich wie in Deutschland einem teilweise Werbeverbot unterliegen, soll diese bisherige Zusatzsteuer in Höhe von 5 Prozent, nun um weitere 3 Prozent angehoben werden.

Die Privaten Sender müssen diese Zusatzsteuer dahingehend aufbringen um wie man sagt, die Produktionskosten spanischer und Europäischer Filme abzudecken.

Insgesamt rechnet man mit zusätzlichen 400 Millionen Euro, die diese neue Steuer dem spanischen Staat zusätzliche einbringen würden.

Mittlerweile regt sich aus den bekannten Lagern Kritik an den Steuerplänen und schlägt ähnlich dem französischem Modell eine jährliche Steuer auf die Fernsehgeräte zu erheben um die Ausfälle durch die gekürzten Werbezeiten zu kompensieren. Diese würde in Frankreich zum Beispiel 150,- Euro betragen.

Andere Stimmen dagegen behaupten sogar, dass durch eine derartige Steuer auf TV-Geräte, die spanische Rundfunkanstalt Radiotelevisión Española (RTVE) demnächst sogar gänzlich auf Werbung verzichten könne, so dass man die derzeitige Subventionen von 500 Millionen Euro nicht weiter erhöht werden müssten.

 
Blog Kommentare:

Naja, das könnte auch passieren...Sieht aber nicht so gut für die Rundfunke!Danke für den Artikel.

#1 Rita am 23.07.2009 15:14

 
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