Palmenrüsselkäfer zerstört Palmen in Spanien

Sebive

Zeigt Interesse an Spanien
hola amigos,

wir waren ab dem 23. dezember bis gestern in unserem häuschen in der nähe von denia und mussten bei der ankunft leider und mit tränen in den augen feststellen, dass unsere befürchtungen wahr geworden sind... der rüsselkäfer hat nun auch unsere palme vernichtet. auch in der ganzen straße sind fast keine phönixpalmen mehr zu sehen, bzw. nur die stämme und die kläglichen überreste. man spricht sogar darüber, dass es noch sehr viel mehr im laufe der jahre werden wird, wenn kein entsprechendes mittel gefunden wird, um diesen schädling zu vernichten. ganz klar ist zu sagen, dass, wenn die ersten blätter nach unten abknicken, ist die palme nicht mehr zu retten. da wir sie selbst gefällt, zerteilt und entsorgt haben, konnten wir uns ein bild davon machen, was im inneren der krone und des stammes vorgeht...

Botanik: Gefährlicher Käfer frisst Palmen von innen auf - Nachrichten Wissenschaft - WELT ONLINE

saludos

britta

 
Liebe sebive,

was hat das mit dem abschaffen der Siesta zu tun?

Was den Palmrüssler betrifft, das ist eine sehr ernste Angelegenheit.

Durch Eure Abwesenheit war Eure Palme unbeaufsichtigt und so konnte sich der Palmrüssler (picudo rojo) von eurer Palme in aller Ruhe auf alle anderen Palmen Deiner Nachbarn verbreiten.

Sofort nach Befall muss entweder von einem Profi Massnahmen ergriffen werden, oder sie muss sofort professionell entsorgt werden. Privatleute dürfen das nicht, weil durch unsachgemässe Entsorgung die Käfer und Larven in der ganzen Gegend verteilt werden.

Das ist nicht gut gelaufen und ein weiterer Schritt zur vollständigen Vernichtung aller Phönix-Palmen in Spanien.

 
lieber raven,

entschuldige bitte, dass ich im falschen thread gelandet bin, ich dachte bei nachrichten und aktuelles bin ich richtig...

leider war ich nicht in der erwartung, mich rechtfertigen zu müssen, tue es aber nun doch... wir sind 4-6 mal im jahr dort und wir haben das sehr wohl beobachtet und uns mit nachbarn und der gemeinde auch besprochen... in der stadt gibt es ein areal, wo die reste hingebracht werden (müssen!), das haben wir auch getan, d. h. es wurde durchaus professionell und mit den entsprechenden leuten gemacht. wann und wo diese stämme verbrannt oder entsorgt werden, ist dann sache der gemeinde...

vielen dank für dein feedback

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hier nochmal ein link zu noch besseren verständnis.. man beachte bitte den hinweis:

Problematisch ist, dass die Schädlinge erst auffallen, wenn es schon zu spät ist. Die Krabbler leben im Inneren eines Pflanzenstamms von mindestens fünf Zentimetern Durchmesser und fressen von oben nach unten meterlange Gänge in den Stamm. Die ersten Symptome sind erst lange nach Befall sichtbar: Die Blätter werden gelb und sterben ab. Ein einzelner Käfer legt mehr als 200 Eier, aus denen hungrige Larven hervorkommen, die das Werk der Eltern vollenden. Irgendwann ist der Baum vollkommen ausgehöhlt. Während der Kampf mit dem Winzling längst verloren ist, kann der hilflose Mensch noch die Kaugeräusche mit dem bloßen Ohr vernehmen.

 
Wenn man der Palme angesehen hat, dass sie befallen ist, dann war es schon viel zu spät und die Käfer haben sich weiter ausgebreitet.

Tut mir leid, so ist das nun mal.

In meiner Wohngegend sind die Nachbarn sehr sensibilisiert, es ist ja auch ihr Problem.

Mit Rundschreiben haben wir alle Nachbarn verständigt und darum gebeten, die Palmen auf keinen Fall im Sommer zu beschneiden, was der Plage grossen Vorschub gibt. Bisher haben wir keinen Befall.

 
Das ist alles schon jahrelang bekannt und Infos aus einer deutschen Zeitung bringen nicht wirklich etwas.

Es gibt Veröffentlichenen von der Uni Murcia die immer die neusten Erkenntnisse veröffentlichen.

Die neueste Hoffnung sind Pilze die man auf der Palme ansiedeln kann.

Wenig bringt auch die teuere und fast immer nutzlose chemische Keule.

Die Larven werden nicht abgetötet und die Schädlinge verbereitet sich trotzdem weiter.

Ich würde dir raten wenn es möglich ist die Wurzeln zu entfernen und eine Washingtonia oder drei "Coco Locos" zu pflanzen. Dann vergeht der Schmerz.

Ich hab sogar überlegt, meine Phönix schon vorsorglich zu fällen.

 
Auch an der südlichen Spitze Spaniens ist das "Vieh" angekommen. Letzes Jahr sprach man noch von einem Befall im Raum Marbella / Costa del Sol, doch inzwischen sind immer mehr Palmen auch in Cadiz / Costa de la Luz betroffen.

So sieht die Larve dieses "netten" Tierchens aus:



und das richten sie an:



Schade, unsere Palme war schon älter als unser Haus, nun muß sie wohl, bzw. was noch übrig ist, weichen. /emoticons/default_sad.png

 
Liebe sebive,
was hat das mit dem abschaffen der Siesta zu tun?

Was den Palmrüssler betrifft, das ist eine sehr ernste Angelegenheit.

Durch Eure Abwesenheit war Eure Palme unbeaufsichtigt und so konnte sich der Palmrüssler (picudo rojo) von eurer Palme in aller Ruhe auf alle anderen Palmen Deiner Nachbarn verbreiten.

Sofort nach Befall muss entweder von einem Profi Maßnahmen ergriffen werden, oder sie muss sofort professionell entsorgt werden. Privatleute dürfen das nicht, weil durch unsachgemäße Entsorgung die Käfer und Larven in der ganzen Gegend verteilt werden.

Das ist nicht gut gelaufen und ein weiterer Schritt zur vollständigen Vernichtung aller Phönix-Palmen in Spanien.
Diese Antwort war weder freundlich noch sinnvoll. Auch wenn Sebive ständig im Haus gelebt hätte, wäre ihr der Befall erst aufgefallen, als es zu spät war. In Deiner Antwort hört es sich aber so an, als ob sie/er irgend eine Schuld tragen würde.

Meiner Meinung nach hat Sebive getan, was getan werden musste.

Wie wäre denn Dein Vorschlag, Raven? Alle leer stehenden Häuser mit Palmen im Garten zu bewachen? Und selbst das bringt doch nichts, wie wir inzwischen gelernt haben. Es gibt plötzlich einen Haufen Firmen, die mit angeblichen Spritz-Orgien viel Geld verdienen wollen. Der Stein der Weisen ist bisher allerdings noch nicht gefunden worden.

Und wieder mal sitzt die Obrigkeit auf dem Hintern und tut gar nichts. Spanien wird wirklich immer unattraktiver - jetzt auch noch durch die bescheuert aussehenden Palmenstummel, die aussehen wie zerlöcherte Regenschirme.

Na servus!

 
Alle leer stehenden Häuser mit Palmen im Garten zu bewachen? Und selbst das bringt doch nichts, wie wir inzwischen gelernt haben. Es gibt plötzlich einen Haufen Firmen, die mit angeblichen Spritz-Orgien viel Geld verdienen wollen. Der Stein der Weisen ist bisher allerdings noch nicht gefunden worden.Und wieder mal sitzt die Obrigkeit auf dem Hintern und tut gar nichts. Spanien wird wirklich immer unattraktiver - jetzt auch noch durch die bescheuert aussehenden Palmenstummel, die aussehen wie zerlöcherte Regenschirme.

Na servus!
Das ist richtig, unser Haus ist ständig bewohnt, seit 3 Jahren, und uns ist nichts aufgefallen, ausser das die Palme ganz natürlich hin und wieder einen Wedel hängen lässt, der wird abgesägt und oben kommen neue Triebe.

Von einem Tag auf den anderen lies die Palme alle Wedel hängen, wir dachten zunächst es wäre am Sturm gelegen, der drei Tage lang hauste.

Das war aber nicht der erste Sturm den die Palme erlebt hatte. Deshalb wurden wir erst stutzig, als sich die Palme danach gar nicht mehr erholte. Nach dem Absägen einiger weiterer Wedel kamen die ersten Larven zum Vorschein, dann wussten wir Bescheid.

Nun warten wir noch etwas bis das Wetter stabiler wird, dann sägen wir den Stumpf Stück für Stück ab. Natürlich gibt es dafür auch wieder "Spezialisten", die sich während der Krise rasch eine goldene Nase verdienen wollen, sprich: 2 Stunden Arbeit + Abtransport = 200 Euro. Mach ich mit meinem Sohn zusammen = 6 Dosen Bier + 3 Euro Sprit (um den Rest mit dem Anhänger zum städtischen Depot zu bringen. :pfeiffen:

Was die Obrigkeit betrifft: die interessiert sich doch nicht für sowas. Die überlegen nur, wie sie das nächste 5-Sterne-Hotel, den nächsten Jachthafen und den nächsten Golfplatz bauen können. Die Zufahrtstrassen dahin dürfen dann aber wieder unter aller Sau sein.

 
Seit Jahren kann man in jeder spanischen und deutschen Zeitung in Spanien über die Probleme des Palmrüsslers lesen.

Auch die Folgen sind bekannt. Experten befürchten, dass wir in ein paar Jahren keine Phönix-Palmen in Spanien mehr haben werden.

Meines Erachtens liegt es ein Gutteil an den Palmenbesitzern die das alles viel zu leicht nehmen.

Es ist falsch, dass es keine Hinweise gibt.

Die obersten Wedel haben Frassstellen.

Der Stamm hat Löcher im oberen Bereich.

Man kann die Larven "graben" hören, wenn man das Ohr an den Stamm legt.

Man kann einen Fachmann oder einen Nachbarn beauftragen die Palmen vierteljährlich zu überprüfen.

Von all dem sind wir Äonen weit entfernt. Vielen Palmenbesitzern hier würde es ja schon schätzen, wenn den Hausbestzern nicht alles egal wäre und sie ihre Gärtner anweisen würden, die Palmen nicht im Sommer zu schneiden.

Es geht um viel, auch für jeden privaten Palmenbesitzer. Wenn durch die Nachlässigkeit anderer seine Palme infiziert wird, muss er die Entsorgung bezahlen und was fast noch schlimmer ist, er kann dort nichts mehr pflanzen, weil man die Wurzeln kaum entfernen kann und dort dann nicht mehr wächst. Also neue Palmen an der Stelle kann man nicht pflanzen.

Wenn das jemand unwichtig findet hat er wahrscheinlich keine eigenen Palmen.

 
Whow, Du bist ja ein Fachmann!

Warum hat man bisher nirgends so etwas gelesen? Alle reden und schreiben vom Palmrüssler und niemand weiß was man tun kann.

Da gibt es einige, die von der Chemischen Keule reden, andere sagen, das bringt gar nichts.

Aber wir haben ja jetzt einen Experten.

Ich werde jetzt an die 10 Meter hohen Palmen Leitern stellen und dann sofort hinauf krabbeln, um mein Ohr an den Stamm zu legen, sobald ich durch das Fernglas in den oberen Wedeln Fressstellen gesehen habe.

Und dann? Was mache ich dann? Wie geht es weiter?:eek:

 
Lilac, in Deinem ersten Post an mich hast du geschrieben, meine Antwort wäre nicht hilfreich.

Deine sarkastische Antwort auf mein post vom 23.01. 16.50 h ist die vielleicht in irgendeiner Weise hilfreich?

Ja, ich habe viele Palmen und ja mich tangiert das, wenn Hausbesitzer das ganze Jahr über nicht in ihrem Haus wohnen und monatelang die Palmen mit Palmrüssler befallen, alle anderen Palmen in der Nachbarschaft vernichten.

Was man dagegen tun kann habe ich bereits geschrieben.

Die Universitäten rund um Elche befassen sich mit der Thematik und veröffentlichen auch eingies in spanisch. Einige Ayuntamentos veröffentlichen. Aber letztlich ist es die Verantwortung der Palmenbesitzer dafür zu sorgen, dass sich der Plamrüssler nicht ungehemmt weiterverbreiten kann.

Dir scheint das anscheinend kein Kopfzerbrechen zu machen?

Eine Wette, Du hast keine eigenen Palmen? /emoticons/default_sad.png

 
Du hast aber meine Frage nicht beantwortet, was ich machen soll, wenn ich nun mein Ohr an den Stamm presse und Fressgeräusche höre.

Sofort absägen, die 10-Meter-Palme mit einem Stamm von ca. 100 cm Durchmesser?

Bisher wetterst Du gegen alle, die nicht das ganze Jahr über hier sein können (glaube mir, die ärgern sich schon selbst genug darüber) aber dann hörst Du mitten in Deinen Ratschlägen auf.

Also was soll ich tun, wenn ich die Tierchen höre.

P.S. Deine Wetter verlierst Du. Was war der Einsatz?

 
@Lilac

Was man machen soll? Was für eine merkwürdige Frage.

Man muss die Palme von einem Gärtner der von der zuständigen Gemeinde eine Genehmigung hat, entsorgen lassen. Die kommen mit jeder Stammdicke und Höhe klar, glaub mir. Die Entsorgung ist genau vorgeschrieben. Abtransport in einem geschlossenen Fahrzeug und dann an einem geeigneten Ort verbrennen.

Das ist Pflicht!

Obwohl jede Gemeinde andere Vorschriften hat, die meisten verlangen, dass man die befallenen Palmen anzeigt. Dann wirds richtig teuer, wenn der Besitzer nichts unternommen hat.

Behandlungen sind teuer und in den meisten Fällen nutzlos. Ausserdem kann sich der Palmrüssler in der Zeit in der die Palme behandlt wird, ungehindert weiterverbreiten. Denn inzwischen schlüpfen die Larven. Der Palmrüssler gilt als nicht ausrottbar.

Die Behandlungen die manche Pseudogärtner anbieten kommen mir vor, wie ein neuer Geschäftszweig, an dem sehr gut verdient wird.

Ausserdem Lilac, die wenigsten Phöniixpalmen haben einen Stamm von 10 Metern Höhe und einen Durchmesser von einem Meter! Die hohen haben dünne Stämme und die mit dem dicken Stämmen sind nicht so hoch. /emoticons/default_biggrin.png

Du scheinst das, was du von anderen verlangst, leider selbst nicht zu machen. Denn Du hast meine Frage auch wieder nicht beantwortet.

Hast du eigene Palmen?

 
Habe ich doch beantwortet. Schau mal hier:

Zitat:

"P.S. Deine Wetter verlierst Du. Was war der Einsatz?"

Und nun?/emoticons/default_biggrin.png

 
Du hast also eigene Palmen? Dein Grundstück, Deine Palmen?

Denn was mit den Palmen eines Hausbesitzers passiert, ist ja häufig nicht ganz so wichtig.

Deine Antwort kommt mir sehr ausweichend vor. :pfeiffen:

 
Ich habe eine eigene Palme. Die gehört mir ganz allein. Sie ist noch in einem Töpfchen und ich werde sie nach Österreich mitnehmen.

Die Palmen auf den Grundstück gehören der Hausbesitzerin.

Aber Du hast Deine Wette trotzdem verloren, denn ich habe ja eine eigene Palme.

Also, worum hatten wir doch gleich gewettet? Eigenheim, Hochseejacht:D

 
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