Erinnert Euch mal an die Zeit von 1990 bis 2000. Da kosteten die Flüge um die 600 Deutsche Mark (round trip). Dann kam die Geiz-ist-geil-Zeit, die Flüge wurden preiswerter und schliesslich billig (Palma Venedig 1 Euro mit AirBerlin). Ihr wollt leben, dann lasst doch auch das Personal leben. Hat sich von Euch schon mal jemand Gedanken gemacht, was die Amortisation eines Fliegers inclusive Personal pro Stunde kostet? Macht das mal, dann teilt Ihr das Resultat durch die Anzahl der Passagiere, die in den Flieger passen (sucht Euch ein Modell aus, das auch von Ryanair eingesetzt wird, das sind die sparsamsten Flieger zur Zeit). So, und dann werdet Ihr Euch die Augen reiben und Euch wundern, weshalb es überhaupt Tickets one way für weniger als 200 Euro gibt. Dann denkt mal darüber nach, wie viel Deutschland noch als Sahnehäubchen abzockt. Ich nenne das die 'Landverlassens-Steuer'. Einmalig auf der Welt. Dann die unersättlichen Airports, die die Preise für die Airlines immer mehr anheben, nach dem Motto: es kann nicht sein, dass wir weniger verdienen, weil weniger Flieger starten und landen. Unser Einkommen muss gesichert werden, also rauf mit den Gebühren. Und die sind absolut gnadenlos.Abgesehen davon: Wenn die Flugpreise in die Höhe gehen und immer mehr Menschen mit dem Auto fahren, was glaubt Ihr wohl, was dann passiert? Richtig, die Maut in Frankreich wird als erstes angehoben, dann die Maut in Spanien, nach dem Motto: Wir müssen unser Einkommen aufbessern, wenn jetzt wieder mehr Dumme (=Touris) mit dem Auto kommen (die Konzerne beschäftigen Trend- & Marktscouts, die die Daten permanent erheben und vergleichen). Ich sage ja nicht aus Jux und Dollerei, dass die Gier in Spanien (und diesem Fall Frankreich an erster Stelle) unermesslich ist, dicht gefolgt von teutonischen Mineralölkonzernen, die immer schön brav zum Wochenende die Preise um 10 bis 15 cent pro Liter anheben.Einfach konsequent sein und die Länder links liegen lassen (vor allem Frankreich, dass sich darin suhlt, die Autofahrer mit der Maut abzugreifen, wo es nur geht), irgendwann in zwei oder drei Generationen wird dann wieder eine Normalität einkehren.Meine letzte Fahrt von Málaga nach Bremen hat rund 700 Euro gekostet (one way) - das war das letzte Mal, dass ich das gemacht habe. Maut, teurer Sprit, total überteuerte Hotels (die Araber-Ställe wie F1 et al waren total überfüllt), lausiger Service - nein danke, das brauche ich nicht mehr. Urlaub in Ceylon oder Mauritius oder sonstwo ist einfacher, unkomplizierter, und im Winter wärmer. Vor allem steht nicht an jeder Ecke eine saublöde Nase, die die klodeckelgrossen Hände aufhält, um irgendeine besoffene Gebühr zu kassieren.Ich fliege und fahre nicht mehr in Länder, die die Europäer oder generell Besucher abzocken mit Sondergebühren, oder gut ausgebildeten Europäern das Leben in dem Land willkürlich erschweren. Traumländer wie Australien oder Neuseeland sind mittlerweile unerträgliche Albtraumländer geworden, nach dem Motto 'Entweder, Du bringst 400.000 $ mit, oder Du musst draussen bleiben'. Solche Bananenbieger-Methoden sind effektiv nicht meine Welt.