Spanien will Grossflughäfen in Madrid und Barcelona vorerst nicht privatisieren

Delmar

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Wie sich Länder Gelder besorgen, zeigte damals schon die britische Premierministerin Margaret Thatcher, indem sie zahlreiche Staatsbetriebe privatisierte. Auch in Spanien sieht man sich durch die Wirtschaftskrise dazu genötigt, genau diesen Schritt zu tun. Als nächstes sollten nun zwei der großen Flughäfen Spaniens, privatisiert werden. Genau genommen, wollte die vorherige Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hierzu Betriebskonzessionen versteigern.

Sogar der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und der Siemens-Konzern zeigten Interesse an den Grossflughäfen Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat, wobei die Fraport AG die geforderten Preis für zu überzogen hielt. Spanien hatte hier zum einen eine Einmalzahlung von von 3,7 Milliarden Euro für den Betrieb von Madrid-Barajas und 1,6 Milliarden Euro für Barcelona-El Prat gefordert, nebst jährlicher Gebühren von 20 Prozent der Flughafeneinnahmen.

Unter der neuen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy, hat man aber nun diese Privatisierung gestoppt, da wohl die Angebote hinter den Erwartungen zurück gelegen hätten. Immerhin erhoffte man damit einen Geldsegen von rund 5 Milliarden Euro. Ähnlich erging es auch dem Börsengang mit der staatlichen Lotterie, genannt El Gordo.

Nun soll zuerst die Flughafenbehörde AENA gestärkt werden um diese dann später, gegenüber privaten Anlegern zu öffnen.

Es wird sich zeigen, welcher Schritt wann, zu welchen Konditionen, an welchen Anbieter der sinnvollere Schritt ist.

Mit der Fraport AG und Siemens hätte man sicher keine schlechte Wahl gehabt, denn neben der Einnahmen durch den Betreiber, zählen hier auch der Erhalt oder gar der Ausbau von Arbeitsplätzen.

 
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