Naja das mit den Mindestlöhnen ist ne zweischneidige Sache.
Auf der einen Seite finde ich es sinnvoll, wenn Arbeitnehmer nicht mit Hungerlöhnen abgespeist werden, auf der anderen Seite sollten Firmen mit ihren Produkten auch konkurrenzfähig sein, um weiter wachsen zu können. Gerade letzteres ist ein wichtiger Faktor, um überhaupt mehr Arbeitsplätze zu schaffen.
Leider wird dies aber auch gegenteilig ausgenutzt und die Menschen zu Dumpinglöhnen beschäftigt, wie es zum Beispiel auch in einigen Branchen in Deutschland der Fall ist. Im Gegensatz zu Deutschland ist es allerdings so, dass das spanische Soialsystem Menschen ohne Arbeit über einen längeren Zeitraum finanziell auffängt. Heist im Endeffekt, dass die Arbeitslosen dann mehr oder weniger um jeden Preis Arbeit brauchen.
Wenn man also Mindestlohngrenzen abschafft, dann sollten auch angemessene Richtlinien vorhanden sein, bei deren Unterschreitung die Beschäftigten auf eine staatliche Beihilfe bauen können. Grundsätzlich finde ich in einem derartigen Fall die staatliche Beihilfe nicht verkehrt, doch sollten dann diese Firmen etwas beobachtet werden, warum der Richtlohn unterschritten wird.
Das soll sich jetzt nicht nach Bevormundung von Unternehmern anhören, doch wenn staatliche Hilfen wegen Unterschreitung von Richtlöhnen gezahlt werden, dann sollte auch der Unternehmer sich dessen bewusst sein, dass ihm auf die Finger geschaut wird. Es gibt arbeitsintensive Produkte, bei welchen dies nicht anders geht, um einfach international konkurrenzfähig zu sein - da halt ich es für vollkommen ok. Es gibt allerdings auch Fälle, wo dies nur aus dem Grund geschieht, weil einer sich der Eigentümer nur die Taschen voll machen will oder eben mal einfach ausgedrückt, Gewinnmaximierung durchführt, um vor den Aktionären bzw. Börsenkurs besser dazustehen, dann finde ich es ungerechtfertigt und einem solchen Fall sollte der Staat auch eingreifen.
Auf jeden Fall halte ich dies für sinnvoller, denn es verschafft den Menschen einen Lichtblick in die Zukunft, denn immer nur Sparen, Sozialleistungen zusammenstreichen und nur um EU-Richtlinien zu erfüllen, gar noch weitere Steuererhöhungen durchzuführen, ist das Dämlichste, was man überhaupt nur machen kann. Die Abwanderung wird noch weiter angefacht (und dies nicht nur bei den Menschen, sondern ebenso bei den Firmen) und die, welche noch Geld haben, geben es nicht mehr aus.
Die Politik sollte sich mal ein wenig Geschichte auseinander setzten, denn hier gibt es genug Beispiele, welche umfassend die Ergebnisse darlegen, was bei Verunsicherung von Menschen passiert .....