Ich weiss nicht, ob Ihr das schon mitbekommen habt: Wenn man in Deutschland tankt, weil auf der Anzeige an der Strasse stand 'Diesel: 1,419', und muss dann mehr bezahlen, weil sich der Preis während des Tankens auf 1,539 verändert hat, dann ist das nach geltendem Gesetz korrekt.
Der Trick ist, dass sich die Konzerne hochmoderner IT bedienen: Die Preise verändert nicht mehr der Tankstellen-Pächter, sondern die Zentrale der Konzerne. Daher steigen die Preise zum Wochenende hin kontinuierlich an, und ab Sonntag, 18:00, fallen sie wieder und erreichen ihren Tiefstand am Montag Morgen.
Gleiches ist natürlich auch während der Urlaubszeiten zu beobachten. An den 'heissen Rückreise-Wochenenden' gehen die Preise steil in die Höhe. Viele Urlauber müssen nachtanken, sie haben keine Chance, dieser Abzocke zu entkommen. Aber wir glauben ja gern den Polit-Fatzkes, dass es keine Preis-Absprachen gibt...
Es ist eine perfide Art, die Menschen abzuzocken. Schröder verlangte von den Menschen, dass sie mobil werden sollen, um Arbeit zu bekommen. Das hörten die Mineralöl-Konzerne gern und hoben die Preise an. Das hörten auch die Beamten gerne, allen voran das Bundesministerium für Finanzen, um noch einen draufzusatteln und die Mineralölsteuer anzuheben. Jetzt hatten die Menschen neue Jobs weit weg von zu Hause, aber weniger in der Tasche, weil die Konzerne und der Staat ihnen den 'mobilen Gewinn' gleich wieder abgezogen haben.
Ich bin nur froh, dass ich mit einer normalen Tankfüllung 1.000 KM weit fahren und somit die Abzocke an den Wochenende umgehen kann. Montags geht's zur Tanke, dann kann ich am darauffolgenden Wochenende immer noch einmal quer durch die Republik fahren. Leider ist für mich Polen oder Luxembourg zu weit weg, sonst würde ich gern mal über die Grenze hüpfen und dort bunkern - mit (eingebautem) Zusatztank passen 150 Liter ins Töff (den hatte ich mal einbauen lassen, weil ich ohne Nachtanken bis nach Spanien kommen wollte - in Frankreich war der Sprit schon immer sehr teuer). Wenn ich mir irgendwann einmal den zweiten Zusatztank leisten kann (Gesamtmenge dann fast 200 Liter), könnte es sich lohnen, über Polen oder Luxembourg nachzudenken /emoticons/default_biggrin.png. Aber wahrscheinlich gibt es dann ein Gesetz, das die maximale Treibstoffmenge für ein Privatfahrzeug auf 100 Liter limitiert./emoticons/default_angry.png