Zur Lebenskünstlerin bin ich durch die Krise geworden - und was anderes bleibt mir ja nicht übrig, da ich neben meinen 2 Hundemäulern auch noch 7 Katzenmäuler zu füttern zu habe und das auch gerne tue /emoticons/default_wink.png.
3 Jahre dieser 5 Jahre habe ich in Festanstellungen mit Vertrag gearbeitet, aber jetzt ist es ziemlich schwierig geworden hier in der Ecke, von daher will ich ja umziehen. Und es ist wie Du schreibst - ich habe in diesen 5 Jahren keine deutschen Gespräche geführt (weil ohne Familie ;-) ) und meinen Deutschunterricht gebe ich auf Spanisch, abgesehen dann von dem Deutsch den meine Schüler lernen.
Und es stimmt - ich denke in Spanisch, denn mittlerweile finde ich es einfacher, als jedes mal das Gedachte zu übersetzen, zumal man oft Dinge im spanischen mit einem ganzen Satz umschreiben muss, da es kein Verb/Substantiv für eine bestimmte Sache gibt.
Ich werde im Deutschen immer alles verstehen, denn ich lese und schreibe Deutsch, aber Gespräche sind schwierig, weil sowohl die Grammatik als auch die Sprechmelodie ganz anders ist. Und natürlich bin ich davon überzeugt, dass wenn ich in Deutschland wäre, käme es durch die Übung wieder zurück.
@Pepe: Als ich in dem Gespräch bemerkt habe, dass ich Schwierigkeiten habe, habe ich mich erschrocken und fand und finde es schlimm. Denn schliesslich bin ich "nur" 5 Jahre hier.
Es ist schade für die Kinder, da sie gerade durch eine weitere Fremdsprache mehr Möglichkeiten haben, aber es ist auch völlig verständlich, dass sie letztendlich dem Spanischen "verfallen" sind.
- - - Aktualisiert - - -
ich bin mit 36 Jahren nach Spanien gegangen. Denke Spanisch und träume ab und an in Spanisch. Hier habe ich bemerkt, dass wenn es sich um "spanische Themen" geht, träume ich meist Spanisch - vielleicht damit die Spanier in meinem Traum mich auch verstehen /emoticons/default_biggrin.png, wenn es sich um Deutschland handelt, träume ich in Deutsch.
- - - Aktualisiert - - -
Vielleicht ist das ein Ansatz, warum es bei mir so ist, wie es ist:
Zur spanischen Sprache kam ich durch eine CD, die mir ein Bekannter zum 21. Geburtstag geschenkt hat. Da ich mit Spanisch gar nichts am Hut hatte, lag die CD jahrelang im Regal, ohne dass ich sie auch nur einmal gehört habe. Irgendwann habe ich sie dann noch eingelegt und mich sofort sowohl in die Stimme des Sängers als auch in die spanische Sprache verliebt. Da ich wissen wollte, was er singt habe ich mir ein spanisches Wörterbuch gekauft. Wegen der konjugierten Wörtern konnte ich aber nicht wirklich übersetzen, so dass ich mir ein Grammatikbuch gekauft habe und wurde dabei vom spanischen Virus erfasst :verlegen: Ich habe wie eine bekloppte Spanisch gelernt (ich war fast besessen von der spanischen Grammatik

feiffen

, hatte immer ein kleines Wörterbuch bei mir und egal, woran ich gedacht habe, ich habe immer versucht es ins Spanische zu übersetzen und habe nur noch Spanische Musik gehört. Als ich dann nach Spanien gegangen bin, hatte ich schon das DELE Intermedio in der Tasche. Ich liebe es, Spanisch zu sprechen (deshalb wollte ich auch nach Spanien gehen), denn es ist eine wunderschöne sehr ausdrucksvolle Sprache (sauber gesprochen /emoticons/default_wink.png). Und da ich durch eine fehlende Familie kaum noch Kontakt zu Deutschland habe, ist es für mein Hirn vielleicht angenehmer, sich mit dem Spanischen zu identifizieren..... wäre eine Erklärung......